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Mittwoch, 27. April 2016

Neoliberalismus PUR: Kaufprämie für Elektroautos - Das Reinheitsgebot des Reichtums

Irgendwie kommt dieser Geldsegen für die Autoindustrie sehr überraschend. Gab es doch gar keine "öffentliche Diskussion" zu diesem Thema. Es war daher wieder einmal eine sehr einsame Entscheidung in unserer "Vorbild Demokratie nach deutscher Leitkultur", die sich dem seltsamen Reinheitsgebot des Reichtums folgt.

Während die Entscheidung zum Elektroautoförderung in den Hinterzimmern der Politik zusammen mit der Autoindustrie ausgehandelt wurde, durfte sich der "Normalo" mit einer aufgewärmten Rentendebatte genüsslich auseinandersetzen. Die nun durch Geheiß der Kanzlerin - nun doch kein Thema mehr für Diskussionen sein darf. Die Rente gilt bis 2029 für sicher! BASTA!

Neoliberalismus oder besser der "Neofeudalismus" konzentriert sich darauf, den staatlichen Geldsegen, nur noch über die Konten der Industrie und den Handwerkes bei der Bevölkerung ankommen zu lassen. Das ist das neue Solidarsystem das angestrebt wird und als "Neosozialismus" bezeichnet werden muss.

Bei der Förderung von Elektrotautos handelt es sich lediglich - wie immer im Neoliberalismus - um ein Geldgeschenk für die "Besserverdiener" und die "Gewinner" des Systems, die im Feudalismus als "EDELLEUTE" bezeichnet wurde. Derartiges administieren dient lediglich der weiteren moralischen Ausgrenzung der minderbemittelten Bevölkerungsschicht in unserem Lande und lässt den Reichtum als erstrebenswerte Reinheit im Sinne der Ökodiskussionen erscheinen, wie einst der BIOladen und die vielen BIO-Labels.

Armut ist der wichtigste Bestandteil unserer Zivilisation

Je größer die Zahl der Armen in unserer Zivilisation ist, desto höher ist der zu erreichende Wohlstand.
Das ist die ungeschriebene Formel unserer Zivilisation und Kultur - was verfroren "Leitkultur" genannt wird.

Die Armut ist der Antrieb unserer Zivilisation. Ein jeder hält die Armut für einen universellen Wert, der um jeden Preis zu existieren hat. Ein jeder ist nur darauf erpicht, nicht zu dieser Bevölkerungsgruppe gehören zu müssen. Er wird alles nur erdenklich  unternehmen, um nicht zu diesem Personenkreis gehören zu müssen. Auf diesem Willen stützt sich alles, was in dieser Demokratie je entschieden wurde und je entschieden werden wird. Eine tatsächliche Form der Gerechtigkeit kann daher mit dieser Zivilisation und Kultur gar nicht erlangt werden. Alles beruht nur auf Heuchelei und Wunschträumen und wird als Sozialneid abgestempelt, wenn eine Diskussion droht, die Wurzeln unserer Zivilisation freizulegen.


Sozialneid als politischer Kampfbegriff


Hinter dem Vorwurf von "Sozialneid" verstecken sich auch Personen, wie die BMW-Erben, Quant. Die nun in einem Anflug von angeblichem sozialen Engagement, 100 Millionen Euro für einen "guten Zweck", ganz selbstlos zur Verfügung stellen. 

Sie setzen also einen Teil ihres Vermögens ein, um die Armut erträglich zu halten damit diese sich nicht gegen die geltenden Obrigkeiten auflehnt und die gesamte Administration früher oder später durch eine neue ersetzt, die ihr wohler genossen ist.

Wohlgesonnen und Wohlstand - Der Streit unserer Demokratie in der Zivilisation


"Wohlgesonnen" und "Wohnstand" stehen daher sprachlich-emotional gesehen, in einem sehr engen Zusammenhang. Wohlstand ist daher immer nur dann zu erreichen, wenn sich die Obrigkeit einem Bevölkerungsteil mit ihren Entscheidungen "wohlgesonnen" zeigt - also übervorteilt. Nach diesem einfach gestrickten Prinzip richtet sich jedes Wahlergebnis aus. Das sollten wir uns unbedingt merken. 

Selbstverständlich wird nun behauptet, dass die Maßnahme der Elektroautoförderung, die Umwelt schützt und vor allem Arbeitsplätze sichern. Doch was sind das für Arbeitsplätze? Sie generieren sich hauptsächlich über Leiharbeit, Werksverträge und befristete Einstellungen im Niedriglohnsektor, die am Ende zu Altersarmut führen.

Edelmann - Reichtum als moralisches Stigma für Reinheit


Des Weiteren ist zu erwarten, dass der "Arme in unserer Gesellschaft", der unter dem Durchschnittseinkommen sein Dasein fristen darf, auch noch von moralischen Gewissensbissen geplagt wird. Er erhält durch diese Politik auch noch den Stempel des unreinen Menschen aufgedrückt, der mit Verbrennungsmotoren die Umwelt verschmutzt.

Eine derartige, faschistoide Politik braucht nun wirklich niemand!

Damit wären wir beim Begriff des "Edelmannes" bzw. des "Edelmenschen". Der sich immer mehr durch diesen Neoliberalismus im Zusammenhang mit Vermögen und Einkommen von der Masse der Menschen herausheben wird. Daher muss ein jeder realisieren, dass der Feudalismus wieder in Europa grassiert und sich eine neue Ratio in den Hirnen der Menschen erschafft. Was nichts anderes als eine geistige Schöpfung von Menschen und Individuen, die gegen ihre eigenen Instinkte zu wohle dieser Edelmenschen zu existieren hat.

Die Dämonisierung der Armut als Unreiheit


Kurzum: Die Gehirnwäsche ist perfekt! Die Armut (das Durchschnittseinkommen) in unserer Gesellschaft ist in Begriff dämonisiert zu werden, als Umweltverschmutzer, was eigentlich zum klassischen Bild der Armut passt. Der "Arme ist dreckig und damit primitiv!". Ich muss allerdings anmerken, dass die Stigmatisierung des Arbeitslosen längst als gesellschaftliche Norm gilt und die unterste Kaste unseres Klassensystems darstellt. Gegenüber diesen Menschen gilt vieles als moralisch erlaubt, was sonst als Verletzung der Menschenwürde gilt.

Wir dürfen nicht zulassen, dass die Mehrheit der europäischen und der Weltbevölkerung in diese Ideologie des NEOfaschismus und Neofeudalismus hineingepresst wird und sich daraus eine Argumentation konstruiert werden kann, die dieser Form vom Rechtsstaat am Ende eine systematische Diskriminierung gegen Armut erlaubt, die auf einer angeblichen rechtlichen und juristischen Basis aufgestellt ist.

Dieser Ideologie und diesem Logos hängen sämtliche Parteien an, egal ob sie nun aus der heutigen Sicht, als Recht oder Linke oder als Mittige bezeichnet werden. Alle haben eines gemeinsam: Sie wollen den Status der "Armut" erhalten und betrachten das Gleichheitsprinzip so, dass ein jeder Armut leben muss, außer er etabliert sich an die neue "Form von Edelmensch", der in soziopathischer Form das asoziale Verhalten zu einer Tugend macht und die Ausbeutung zum obersten Recht von gebildeten Menschen ausruft. Damit erfährt der klassische Ausscheidungskampf unserer Zivilisation wieder eine neue Qualität der kulturellen Diskriminierung von Milliarden von Menschen. Die in der Konsequenz nicht mehr in Lagern dahin vegetieren werden,  sondern ganze Regionen diese Planeten zu einem Armutsgefängnis machen werden.

Wir schreiben  momentan wohl das dunkelste Kapital der Menschheit - und halten das auch noch für Innovation und Fortschritt.

In diesem Sinne
Euer Politprofiler

Montag, 25. April 2016

Selbstverständlich ißt der Europäer Gentechnik - Zivilisation ist "Krieg gegen die Armen"

Essen ist in unserer Kultur LUXUS, der nur dann erreichbar ist, wenn der Mensch sich gegen Geld an einen Unternehmer verkauft. Das ist unbestreitbar der Grundsatz unserer Kultur, die als Zivilisation gilt. Der freie Wille beim Konsum ist daher kein Ausdruck der Freiheit, sondern lediglich eine Form des Luxus. Diese Freiheit erfährt ihre angebliche "natürliche Beschränkung" durch die Fülle des eigenen Geldbeutels. Ist dieser leer, konsumiert der Mensch anscheinend ganz freiwillig, minderwertige Nahrungsmittel. So entstand schon in der frühen Zeit des Feudalismus der Eindruck, der gemeine Bauer würde aus Freude am Leben, von Wasser und Brot leben. 

Das Prinzip der "freien Wahl" in unserer Zivilisation ist daher noch nie ein Grundsatz der heutigen Demokratien und hat auch niemals einen Platz in unserer Zivilisation. Er ist schädlich für das wir heute Wirtschaft nehmen und von der wir glauben unbedingt abhängig zu sein. 

TTIP ist eine logische Konsequenz von Menschen, die nicht begreifen, wie menschenverachtend das ist, was seit 2016 Jahren als Zivilisation gilt und sich auf den sokratischen Prinzipien stützt. Platon hätte kein besseres Vertragskonstrukt ersinnen können. Es wäre der Menschheit zu wünschen, sie würde anfangen, sich an Hesiod zu orientieren.

Wer heute behauptet, dass unsere Zivilisation erstrebenswert ist, hält den Feudalismus auch für eine natürliche Ordnung des Menschen und nicht für Faschismus. 

Wäre Armut heute eine anerkannte Nationalität oder Religion, müssten wir heute weltweit von Völkermord und Faschismus sprechen. Da aber die Armut als Privatangelegenheit gilt und angeblich in das Ressort "Eigenverantwortung" fällt, halten wir unsere Gesellschaft nicht für eine urfaschistische Ordnung. 

Krieg gegen die Armen - wer nicht arbeitet, braucht nicht essen

Obama hielt in Hannover 2016 wie schon in Berlin 2008 einen Aufruf zum "Krieg gegen die Armen"! Zivilisation ist nichts anderes als die Verwirrung der Menschheit. Das Mittel ist längst zum Zweck geworden. Auf der einen Seite produziert die Zivilisation die "ARMUT", um sie dann bekämpfen zu können. Der Konsumismus ist daher nur eine Randerscheinung der Zivilisation. Das ist auch der Grund, warum der Kommunismus unter den Vorgaben von Marx gescheitert ist. Dennoch hat sich im Bewusstsein der Menschen nicht durchgesetzt, dass der Kapitalismus bzw. der Konsumismus am falschen Prinzip unserer Zivilisation auch nichts ändert. 

Schreitet die Menschheit in der Logik der Zivilisation weiter, werden wir am Ende tatsächlich die Armut als Nation bzw. als Menschenrasse begreifen, die in der Folge, dann wieder zu einem natürlichen Sklaventum führen wird, wie einst in der Antike wo angeblich die Wiege unserer Zivilisation und Demokratie liegt. 

Leider kann die Lebensbindungen der "freien Amerikaner" in ihrer Gerechtigkeit des Kapitals hier nicht mehr veröffentlichen, weil ständig Copyright Ansprüche angemeldet werden. Die Wellblechhütten der zivilisierten Menschen, sind ihre Autos, in denen sie leben, wenn das Angebot von Arbeitsplätzen geringer ist als Menschen, die essen wollen. 

Die Reichen arbeiten nicht und essen dennoch. Wer dennoch einen Job als Kellner ergattert hat sich glücklich zu schätzen. 



Sonntag, 24. April 2016

Kommentare KURIOS in "Deutschen Leidmedien" ... King of USA - Reception in feudal palast

DAS   FEUDALE    WELT    MELDET    SICH    zurück!

Neorechte als willkommene Kommentatoren:


Ich möchte an dieser Stelle auf die kuriosen Kommentare zu folgendem Artikel hinweisen: "http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-04/israel-entlassung-maedchen-palaestina-westjordanland-anschlag-haft?page=1#comments"

Die "Neue Rechte" ist offensichtlich herzlich willkommen bei diesem Verlag, aber auch bei anderen!

King of USA arrived in Germany  - Reception in feudal palast


 Barack Obama wird standesgemäß im Schloss Hannover empfangen. "Merkel for Queen" und "Gauck for King". Berlin baut sich das alte preußische Stadtschloss wieder mit Arbeitergeld auf und sieht sich als Sonnenkönig-Metropole mit Prunkbauten.

Der Feudalismus ist auf dem Vormarsch. TTIP ist eine Art "Westfälischer Frieden" für das Bürgertum, zu dem definitiv kein einziger abhängig Beschäftigter zählt, egal welchen akademischen Grad er als Bildung nachweisen kann.

http://www.stern.de/video-merkel-begruesst-obama-mit-militaerischen-ehren-auf-schloss-herrenhausen-6811902.html

 Die "Welt" (nicht der Planet" ist ein Zoo - der Rechtsstaat ist der Zooleiter

Die Flüchtlingsdebatte der Industrienationen erinnert an Stadtzoos, die gerne kleine Bären als Besuchermagnet aufweisen wollen. Das bringt Einnahmen. Sind die kleine Bären dann erwachsen, will der Chef sie ganz schnell wieder los werden.

Ähnlich verhält es sich mit der Aufforderung an die deutsche Bevölkerung sich doch bitte mehr zu vermehren. ... Was passiert dann mit den erwachsenen Kindern? Der Zoochef hat die Antwort längst in der Schublade ...



 






Freitag, 22. April 2016

TTIP: Sie reden nur über die Gewinner - aber wer verliert durch dieses Vertragswerk!

In unserer Zivilisation gilt es als intelligent und chic, Vorteile hervorzuheben und die wenigen Gewinner als Norm unserer Gesellschaft darzustellen. Dabei ist jedem klar, dass jeder Erfolg und jeder Sieg, ob nun beim Spiel oder im realen Leben - innerhalb den Regeln unserer Zivilisation und des Kapitalismus - nur möglich ist, wenn gleichzeitig alle anderen Teilnehmer verlieren.

Das ist der Rahmen in dem momentan alle angestrengt nach einer Form der Gerechtigkeit suchen: Sie suchen nach Spielregeln, wo alle gewinnen und keiner verliert.

Dabei wäre alles so einfach: Wer nicht versteht was ein Einsatz ist, wird nie spielen wollen!

Seid einfach wie die ersten Sklaven, die sie mit ihren Schiffen in die "Neue Welt" brachten. Begreift einfach nicht was Eigentum in seiner Wirkung ist.

Eigentum ist nur eine angenommen Wirkung von Materie, 

die physikalisch nicht nachweisbar ist. 

Mittwoch, 13. April 2016

Deutsche Leitkultur: Muezzinruf vs Kirchenglocke

Beide rufen zum Gottesdienst. Der Rhythmus der Glock signalisiert dem Christen, was ansteht: Tod, Andacht, Wandlung usw. Daher ist die Glocke auch nur eine Sprache, die eben nur von Eingeweihten verstanden wird. Die Argumentation, dass der Ruf des Muezzin eben einen sprachlichen Inhalt hätte und daher verboten werden könnte, ist falsch.

Der Klang der Kirchenglocken kann den Verständigen sogar signalisieren, dass ein Krieg begann. Lassen Sie sich nicht von Ihrer romantischen Emotionen täuschen.  Vielleicht besteht im sogenannten christlichen Deutschland ein absoluten Defizit in eigenen Verständnis von dem was als "Kultur" bezeichnet wird.

Kirchenglocken gehören wie es scheint, nicht zur Kultur der Mehrheit, weil sie die Sprache nicht versteht. In der Erweiterung kann darauf geschlossen werden, dass der christliche Glaube ebenso wenig zur Kultur gezählt werden kann.

Gefällt Ihnen diese Konstruktion?


Macht Sie diese Konstruktion wütend?

Warum?

Welche Argumentation zu allem was Ihnen heute als richtig erscheint, ist dann nicht mehr beweisbar?

Ist das der Ursprung Ihrer Unruhe?

Könnte es daher nicht sein, dass das was die Mehrheit als "deutsche Kultur" beschreibt, nur eine christliche Scharia ist und nichts mit Rechtsstaatlichkeit zu tun hat?

Habe ich Sie verunsichert?

Denken Sie über Ihre eigene Unsicherheit nach?

Ihre Unsicherheit liegt nicht in meiner Verantwortung. Es ist Ihre eigene ... und es ist Ihnen nicht erlaubt, diese auf mich auszudehnen.


In diesem Sinne
Politprofiler


PS: In der Umkehrung bedeutet dieser Artikel nicht, dass der Islam die richtige Kultur ist!

Doch was ist eine Glocke ohne Köppel und Aufhängung? Sie ist stumm!

Friedrich Schiller

Das Lied von der Glocke

                   
Vivos voco
Mortuos plango
Fulgura frango
Fest gemauert in der Erden
Steht die Form, aus Lehm gebrannt.
Heute muß die Glocke werden.
Frisch Gesellen, seid zur Hand.
Von der Stirne heiß
Rinnen muß der Schweiß,
Soll das Werk den Meister loben,
Doch der Segen kommt von oben.
Zum Werke, das wir ernst bereiten,
Geziemt sich wohl ein ernstes Wort;
Wenn gute Reden sie begleiten,
Dann fließt die Arbeit munter fort.
So laßt uns jetzt mit Fleiß betrachten,
Was durch die schwache Kraft entspringt,
Den schlechten Mann muß man verachten,
Der nie bedacht, was er vollbringt.
Das ist's ja, was den Menschen zieret,
Und dazu ward ihm der Verstand,
Daß er im innern Herzen spüret,
Was er erschafft mit seiner Hand.

Nehmet Holz vom Fichtenstamme,
Doch recht trocken laßt es sein,
Daß die eingepreßte Flamme
Schlage zu dem Schwalch hinein.
Kocht des Kupfers Brei,
Schnell das Zinn herbei,
Daß die zähe Glockenspeise
Fließe nach der rechten Weise.
Was in des Dammes tiefer Grube
Die Hand mit Feuers Hülfe baut,
Hoch auf des Turmes Glockenstube
Da wird es von uns zeugen laut.
Noch dauern wird's in späten Tagen
Und rühren vieler Menschen Ohr
Und wird mit dem Betrübten klagen
Und stimmen zu der Andacht Chor.
Was unten tief dem Erdensohne
Das wechselnde Verhängnis bringt,
Das schlägt an die metallne Krone,
Die es erbaulich weiterklingt.
Weiße Blasen seh ich springen,
Wohl! Die Massen sind im Fluß.
Laßt's mit Aschensalz durchdringen,
Das befördert schnell den Guß.
Auch von Schaume rein
Muß die Mischung sein,
Daß vom reinlichen Metalle
Rein und voll die Stimme schalle.
Denn mit der Freude Feierklange
Begrüßt sie das geliebte Kind
Auf seines Lebens erstem Gange,
Den es in Schlafes Arm beginnt;
Ihm ruhen noch im Zeitenschoße
Die schwarzen und die heitern Lose,
Der Mutterliebe zarte Sorgen
Bewachen seinen goldnen Morgen.-
Die Jahre fliehen pfeilgeschwind.
Vom Mädchen reißt sich stolz der Knabe,
Er stürmt ins Leben wild hinaus,
Durchmißt die Welt am Wanderstabe.
Fremd kehrt er heim ins Vaterhaus,
Und herrlich, in der Jugend Prangen,
Wie ein Gebild aus Himmelshöhn,
Mit züchtigen, verschämten Wangen
Sieht er die Jungfrau vor sich stehn.
Da faßt ein namenloses Sehnen
Des Jünglings Herz, er irrt allein,
Aus seinen Augen brechen Tränen,
Er flieht der Brüder wilder Reihn.
Errötend folgt er ihren Spuren
Und ist von ihrem Gruß beglückt,
Das Schönste sucht er auf den Fluren,
Womit er seine Liebe schmückt.
O! zarte Sehnsucht, süßes Hoffen,
Der ersten Liebe goldne Zeit,
Das Auge sieht den Himmel offen,
Es schwelgt das Herz in Seligkeit.
O! daß sie ewig grünen bliebe,
Die schöne Zeit der jungen Liebe!
Wie sich schon die Pfeifen bräunen!
Dieses Stäbchen tauch ich ein,
Sehn wir's überglast erscheinen,
Wird's zum Gusse zeitig sein.
Jetzt, Gesellen, frisch!
Prüft mir das Gemisch,
Ob das Spröde mit dem Weichen
Sich vereint zum guten Zeichen.
Denn wo das Strenge mit dem Zarten,
Wo Starkes sich und Mildes paarten,
Da gibt es einen guten Klang.
Drum prüfe, wer sich ewig bindet,
Ob sich das Herz zum Herzen findet!
Der Wahn ist kurz, die Reu ist lang.
Lieblich in der Bräute Locken
Spielt der jugfräuliche Kranz,
Wenn die hellen Kirchenglocken
Laden zu des Festes Glanz.
Ach! des Lebens schönste Feier
Endigt auch den Lebensmai,
Mit dem Gürtel, mit dem Schleier
Reißt der schöne Wahn entzwei.
Die Leidenschaft flieht!
Die Liebe muß bleiben,
Die Blume verblüht,
Die Frucht muß treiben.
Der Mann muß hinaus
Ins feindliche Leben,
Muß wirken und streben
Und pflanzen und schaffen,
Erlisten, erraffen,
Muß wetten und wagen,
Das Glück zu erjagen.
Da strömet herbei die unendliche Gabe,
Es füllt sich der Speicher mit köstlicher Habe,
Die Räume wachsen, es dehnt sich das Haus.

Und drinnen waltet
Die züchtige Hausfrau,
Die Mutter der Kinder,
Und herrschet weise
Im häuslichen Kreise,
Und lehret die Mädchen
Und wehret den Knaben,
Und reget ohn Ende
Die fleißigen Hände,
Und mehrt den Gewinn
Mit ordnendem Sinn.

Und füllet mit Schätzen die duftenden Laden,
Und dreht um die schnurrende Spindel den Faden,
Und sammelt im reinlich geglätteten Schrein
Die schimmernde Wolle, den schneeigten Lein,
Und füget zum Guten den Glanz und den Schimmer,
Und ruhet nimmer.

Und der Vater mit frohem Blick
Von des Hauses weitschauendem Giebel
Überzählet sein blühend Glück,
Siehet der Pfosten ragende Bäume
Und der Scheunen gefüllte Räume
Und die Speicher, vom Segen gebogen,
Und des Kornes bewegte Wogen,
Rühmt sich mit stolzem Mund:
Fest, wie der Erde Grund,
Gegen des Unglücks Macht
Steht mir des Hauses Pracht!

Doch mit des Geschickes Mächten
Ist kein ewger Bund zu flechten,
Und das Unglück schreitet schnell.
Wohl! nun kann der Guß beginnen,
Schön gezacket ist der Bruch.
Doch bevor wir's lassen rinnen,
Betet einen frommen Spruch!
Stoßt den Zapfen aus!
Gott bewahr das Haus!
Rauchend in des Henkels Bogen
Schießt's mit feuerbraunen Wogen.
Wohtätig ist des Feuers Macht,
Wenn sie der Mensch bezähmt, bewacht,
Und was er bildet, was er schafft,
Das dankt er dieser Himmelskraft,
Doch furchtbar wird die Himmelskraft,
Wenn sie der Fessel sich entrafft,
Einhertritt auf der eignen Spur
Die freie Tochter der Natur.
Wehe, wenn sie losgelassen
Wachsend ohne Widerstand
Durch die volkbelebten Gassen
Wälzt den ungeheuren Brand!
Denn die Elemente hassen
Das Gebild der Menschenhand.
Aus der Wolke
Quillt der Segen,
Strömt der Regen,
Aus der Wolke, ohne Wahl,
Zuckt der Strahl!
Hört ihr's wimmern hoch vom Turm?
Das ist Sturm!
Rot wie Blut
Ist der Himmel,
Das ist nicht des Tages Glut!
Welch Getümmel
Straßen auf!
Dampf wallt auf!
Flackernd steigt die Feuersäule,
Durch der Straße lange Zeile
Wächst es fort mit Windeseile,
Kochend wie aus Ofens Rachen
Glühn die Lüfte, Balken krachen,
Pfosten stürzen, Fenster klirren,
Kinder jammern, Mütter irren,
Tiere wimmern
Unter Trümmern,
Alles rennet, rettet, flüchtet,
Taghell ist die Nacht gelichtet,
Durch der Hände lange Kette
Um die Wette
Fliegt der Eimer, hoch im Bogen
Sprützen Quellen, Wasserwogen.
Heulend kommt der Sturm geflogen,
Der die Flamme brausend sucht.
Prasselnd in die dürre Frucht
Fällt sie in des Speichers Räume,
In der Sparren dürre Bäume,
Und als wollte sie im Wehen
Mit sich fort der Erde Wucht
Reißen, in gewaltger Flucht,
Wächst sie in des Himmels Höhen
Riesengroß!
Hoffnungslos
Weicht der Mensch der Götterstärke,
Müßig sieht er seine Werke
Und bewundernd untergehn.
Leergebrannt
Ist die Stätte,
Wilder Stürme rauhes Bette,
In den öden Fensterhöhlen
Wohnt das Grauen,
Und des Himmels Wolken schauen
Hoch hinein.
Einen Blick
Nach den Grabe
Seiner Habe
Sendet noch der Mensch zurück –
Greift fröhlich dann zum Wanderstabe.
Was Feuers Wut ihm auch geraubt,
Ein süßer Trost ist ihm geblieben,
Er zählt die Haupter seiner Lieben,
Und sieh! ihm fehlt kein teures Haupt.
In die Erd ist's aufgenommen,
Glücklich ist die Form gefüllt,
Wird's auch schön zutage kommen,
Daß es Fleiß und Kunst vergilt?
Wenn der Guß mißlang?
Wenn die Form zersprang?
Ach! vielleicht indem wir hoffen,
Hat uns Unheil schon getroffen.
Dem dukeln schoß der heilgen Erde
Vertrauen wir der Hände Tat,
Vertraut der Sämann seine Saat
Und hofft, daß sie entkeimen werde
Zum Segen, nach des Himmels Rat.
Noch köstlicheren Samen bergen
Wir trauernd in der Erde Schoß
Und hoffen, daß er aus den Särgen
Erblühen soll zu schönerm Los.
Von dem Dome,
Schwer und bang,
Tönt die Glocke
Grabgesang.
Ernst begleiten ihre Trauerschläge
Einen Wandrer auf dem letzten Wege.
Ach! die Gattin ist's, die teure,
Ach! es ist die treue Mutter,
Die der schwarze Fürst der Schatten
Wegführt aus dem Arm des Gatten,
Aus der zarten Kinder Schar,
Die sie blühend ihm gebar,
Die sie an der treuen Brust
Wachsen sah mit Mutterlust –
Ach! des Hauses zarte bande
Sind gelöst auf immerdar,
Denn sie wohnt im Schattenlande,
Die des Hauses Mutter war,
Denn es fehlt ihr treues Walten,
Ihre Sorge wacht nicht mehr,
An verwaister Stätte schalten
Wird die Fremde, liebeleer.
Bis die Glocke sich verkühlet,
Laßt die strenge Arbeit ruhn,
Wie im Laub der Vogel spielet,
Mag sich jeder gütlich tun.
Winkt der Sterne Licht,
Ledig aller Pflicht
Hört der Pursch die Vesper schlagen,
Meister muß sich immer plagen.
Munter fördert seine Schritte
Fern im wilden Forst der Wandrer
Nach der lieben Heimathütte.
Blökend ziehen
Heim die Schafe,
Und der Rinder
Breitgestirnte, glatte Scharen
Kommen brüllend,
Die gewohnten Ställe füllend.
Schwer herein
Schwankt der Wagen,
Kornbeladen,
Bunt von Farben
Auf den Garben
Liegt der Kranz,
Und das junge Volk der Schnitter
Fliegt zum Tanz.
Markt und Straße werden stiller,
Um des Lichts gesellge Flamme
Sammeln sich die Hausbewohner,
Und das Stadttor schließt sich knarrend.
Schwarz bedecket
Sich die Erde,
Doch den sichern Bürger schrecket
Nicht die Nacht,
Die den Bösen gräßlich wecket,
Denn das Auge des Gesetzes wacht.
Heilge Ordnung, segenreiche
Himmelstochter, die das Gleiche
Frei und leicht und freudig bindet,
Die der Städte Bau begründet,
Die herein von den Gefilden
Rief den ungesellgen Wilden,
Eintrat in der Menschen Hütten,
Sie gewöhnt zu sanften Sitten
Und das teuerste der Bande
Wob, den Trieb zum Vaterlande!
Tausend fleißge Hände regen,
helfen sich in munterm Bund,
Und in feurigem Bewegen
Werden alle Kräfte kund.
Meister rührt sich und Geselle
In der Freiheit heilgem Schutz.
Jeder freut sich seiner Stelle,
Bietet dem Verächter Trutz.
Arbeit ist des Bürgers Zierde,
Segen ist der Mühe Preis,
Ehrt den König seine Würde,
Ehret uns der Hände Fleiß.
Holder Friede,
Süße Eintracht,
Weilet, weilet
Freundlich über dieser Stadt!
Möge nie der Tag erscheinen,
Wo des rauhen Krieges Horden
Dieses stille Tal durchtoben,
Wo der Himmel,
Den des Abends sanfte Röte
Lieblich malt,
Von der Dörfer, von der Städte
Wildem Brande schrecklich strahlt!
Nun zerbrecht mir das Gebäude,
Seine Absicht hat's erfüllt,
Daß sich Herz und Auge weide
An dem wohlgelungnen Bild.
Schwingt den Hammer, schwingt,
Bis der Mantel springt,
Wenn die Glock soll auferstehen,
Muß die Form in Stücke gehen.
Der Meister kann die Form zerbrechen
Mit weiser Hand, zur rechten Zeit,
Doch wehe, wenn in Flammenbächen
Das glühnde Erz sich selbst befreit!
Blindwütend mit des Donners Krachen
Zersprengt es das geborstne Haus,
Und wie aus offnem Höllenrachen
Speit es Verderben zündend aus;
Wo rohe Kräfte sinnlos walten,
Da kann sich kein Gebild gestalten,
Wenn sich die Völker selbst befrein,
Da kann die Wohlfahrt nicht gedeihn.
Weh, wenn sich in dem Schoß der Städte
Der Feuerzunder still gehäuft,
Das Volk, zerreißend seine Kette,
Zur Eigenhilfe schrecklich greift!
Da zerret an der Glocken Strängen
Der Aufruhr, daß sie heulend schallt
Und, nur geweiht zu Friedensklängen,
Die Losung anstimmt zur Gewalt.
Freiheit und Gleichheit! hört man schallen,
Der ruhge Bürger greift zur Wehr,
Die Straßen füllen sich, die Hallen,
Und Würgerbanden ziehn umher,
Das werden Weiber zu Hyänen
Und treiben mit Entsetzen Scherz,

Noch zuckend, mit des Panthers Zähnen,
Zerreißen sie des Feindes Herz.
Nichts Heiliges ist mehr, es lösen
Sich alle Bande frommer Scheu,
Der Gute räumt den Platz dem Bösen,
Und alle Laster walten frei.
Gefährlich ist's, den Leu zu wecken,
Verderblich ist des Tigers Zahn,
Jedoch der schrecklichste der Schrecken,
Das ist der Mensch in seinem Wahn.
Weh denen, die dem Ewigblinden
Des Lichtes Himmelsfackel leihn!
Sie strahlt ihm nicht, sie kann nur zünden
Und äschert Städt und Länder ein.

Freude hat mir Gott gegeben!
Sehet! Wie ein goldner Stern
Aus der Hülse, blank und eben,
Schält sich der metallne Kern.
Von dem Helm zum Kranz
Spielt's wie Sonnenglanz,
Auch des Wappens nette Schilder
Loben den erfahrnen Bilder.
Herein! herein!
Gesellen alle, schließt den Reihen,
Daß wir die Glocke taufend weihen,
Concordia soll ihr Name sein,
Zur Eintracht, zu herzinnigem Vereine
Versammle sich die liebende Gemeine.
Und dies sei fortan ihr Beruf,
Wozu der Meister sie erschuf!
Hoch überm niedern Erdenleben
Soll sie im blauen Himmelszelt
Die Nachbarin des Donners schweben
Und grenzen an die Sternenwelt,
Soll eine Stimme sein von oben,
Wie der Gestirne helle Schar,
Die ihren Schöpfer wandelnd loben
Und führen das bekränzte Jahr.
Nur ewigen und ernsten Dingen
Sei ihr metallner Mund geweiht,
Und stündlich mit den schnellen Schwingen
Berühr im Fluge sie die Zeit,
Dem Schicksal leihe sie die Zunge,
Selbst herzlos, ohne Mitgefühl,
Begleite sie mit ihrem Schwunge
Des Lebens wechselvolles Spiel.
Und wie der Klang im Ohr vergehet,
Der mächtig tönend ihr entschallt,
So lehre sie, daß nichts bestehet,
Daß alles Irdische verhallt.
Jetzo mit der Kraft des Stranges
Wiegt die Glock mir aus der Gruft,
Daß sie in das Reich des Klanges
Steige, in die Himmelsluft.
Zehet, ziehet, hebt!
Sie bewegt sich, schwebt,
Freude dieser Stadt bedeute,
Friede sei ihr erst Geläute.
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Politprofiler (keuronfuih) hat sich zur Aufgabe gemacht, die Beweggründe der Politik aufzudecken, denn Systemkritik scheint in unserer Medienlandschaft der Selbstzensur zum Opfer gefallen zu sein.

Alles was in der Politik passiert ist von Langer Hand geplant, das ist nicht nur ein Spruch sondern die Wahrheit. Aber warum entscheiden sich unsere Politiker immer mehr gegen das Volk und für die Wirtschaft?

Bilden Sie sich Ihre Meinung selbst, aber geben Sie sich die Möglichkeit, alle Hintergründe zu erfahren.

Wir stellen hier nicht den Anspruch, alles zu wissen, aber bemühen uns, alles, was wir in Erfahrung bringen können zu publizieren.
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