Nach dem Flop "Christian Wulff als Bundespräsidenten", nimmt plötzlich der Deutsche das Amt des Bundespräsidenten sehr ernst. Die Medien schreiben von hohen Erwartungen, die an den neuen Bundespräsidenten und Theologen, Joachim Gauck, gestellt werden. Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Christian Wulffs Verhalten als Bundes- und Ministerpräsident macht es Gauck gerade zu einfach, sich als Bundespräsident zu bewähren. Schließlich stammt er aus der DDR und ist durch die STASI-Erziehung zu höchster Sicherheitsstufe erzogen worden. Solche Fehler in der öffentlichen Darstellung werden ihm nicht unterlaufen.
Ein Bundespräsident hat sich noch nie für die Belange der Menschen im Land eingesetzt, er ist nur der einseitige Mittler zwischen Hand und Kapital. Unter Politik verstehe ich den libertären Drang, Freiheit in Abhängigkeit zu Geld zu sehen. Der Homo Sapiens ist nur fähig, Freiheit mit Geld und Eigentum, zu denken. Wirkliche, echte Freiheit kennt er nicht. Selbst die heutige Freiheit, die mit Eigenverantwortung umschrieben wird, ist lediglich eine Freiheit in Abhängigkeit zu Geld und Kapital. Sie erweitert sich lediglich um eine neue Moral - der Akzeptanz der Armut, als Unfreiheit - als Grund wird das eigene Versagen angenommen, obwohl es ein Resultat des Systemzwangs ist. So wird es uns gelehrt. So belehren wir unsere Kinder und deshalb fordern wir mehr und bessere Bildung. Doch Bildung ist lediglich das Erlernen der Marktregeln und deren Akzeptanz. Der Verlierer im Spiel des künstlichen Lebens in unserer künstlichen Realität muss lernen, den Systemzwang zu ertragen und als eigene Schuld zu begreifen.
Systemzwang ist:Seinen freien Willen zur Entscheidung, einem einzigen ultimativen, künstlichen Grundwert (Recht auf Eigentum und Profit) zu unterwerfen.
Dieser Voluntarismus führt zur radikalen Menschlichkeit. Diese Dialektik gibt den Menschen das Recht, andere von der Menschlichkeit auszuschließen, z. B. wenn sie kein Geld mehr zur Verfügung haben.
Auf diesem Grundsatz baut sich jede Dialektik unserer Vernunft auf, die kein Verstand ist, sondern lediglich ein Anpassungsinstrument an den Systemzwang.
Joachim Gauck zählt ebenfalls zu den Dögels, die selbst Freiheit und Demokratie nur unter der Prämisse "Marktwirtschaft/Kapitalismus" - als Systemzwang denken können. Sein Interview "Was nun - Herr Gauck", hat dies mehr als bestätigt. Er reiht sich in die Clique der Freimarktwirtschaftler ein, die uns in allen Lebenslagen beherrschen und unsere Vernunft mit irrationalen Argumentationen nähren. Sie tun dies nicht böswillig, sondern aus "freier" Entscheidung und nach bestem Wissen und Gewissen. Daher ist bereits diese Schwurformel eine Farce.
Die eigentliche Freiheitsbewegung der DDR, die aufgrund der Mangelwirtschaft einer isolierten Volkswirtschaft entstanden ist, war kein Verlangen nach Demokratie, sondern ein tiefes, gieriges Verlangen nach der Konsumfülle im Westen. Man ordnete sich aufgrund des Systemzwangs (Finanzmangel) in die westliche Hierarchie der Nationen ein. Man erweiterte so das Handelssystem und schuf einen neuen Markt für den Westen. Das bestätigt, dass Insellösungen mit Systemzwang und Staatseigentum genauso wenig eine Lösung sind, wie das heutige System, das von uns als freiheitlich betrachtet wird.
Aus diesem Grunde kann auch eine Demokratie nie frei ohne Systemzwang entscheiden. Aus diesem Grunde gibt es nur Pest oder Cholera. Am Ende steht eine Konvergenz zwischen Demokratie und Kommunismus an. D. h. der Mensch optimiert sich selber mit seiner Verwaltung unter dem Druck des Systemzwangs; Sozialsysteme werden unfinanzierbar und daher nach und nach abgeschafft, unter freiheitlicher, demokratischer Entscheidung. Die Einsicht der Menschen treibt sie dazu, weil sie vernünftig agieren, anstatt zu denken.
Die irrationalen, unmenschlichen Tabubrüche unserer angeblich aufgeklärten Gesellschaft
Mit Gauck setzt sich ein Musterdögel an die Spitze unserer Republik und versucht sich in einer Vorbildfunktion, die einem jedem Faschismus zu Grunde liegt. Er sieht seine Aufgabe darin, Themen gesellschaftsfähig zu machen, die vorher als Tabu angesehen werden. In den letzten 10 Jahren hatten wir bereits eine Fülle dieser Tabubrüche, der mich im Glauben an die Menschheit zu tiefst erschütterten. Hierzu zähle ich die nun gesellschaftsfähige Diskussion über Sozialschmarotzer, die ich noch aus dem Geschichtsunterricht über das 3. Reiche kenne. Ebenso die Thematisierung der Arbeit, die glücklich macht, auch ohne hohe Löhne. Für noch gefährlicher halte ich den Spruch: "Sozial ist, was Arbeit schafft", ein Slogan der Arbeitnehmerstiftung "INSM".
Der Deutsche bzw. die gesamte westliche, zivilisierte Welt - wie wir uns gerne nennen - wurde in den letzten 10 Jahren einer libertären Hirnwäsche unterzogen, die ein vergleichbares Intervenieren der politische-wirtschaftlichen Klasse in der Geschichte der Welt noch sucht. Es ist der größte bisher vorgenommene Paradigmenwechsel in der Menschheitsgeschichte.
Was macht Joachim Gauck unberechenbar?
Joachim Gauck ist Theologe und bezeichnet sich gleichzeitig als Freiheitskämpfer und Bürgerrechtler. Ein Widerspruch für jeden, der es wagt die Sachlage neutral zu betrachten. In Gauck zerren zwei unvollständige Menschenbilder um die Vorherrschaft der Bewertung der Welt. Einerseits ist er als Theologe der Kirche bzw. seinem Gott verpflichtet und auf der anderen Seite stehe Gauck einer unvollständigen Freiheit gegenüber, die sich dem Systemzwang, des Profitrechts, unterordnet. Eine unheilige Kombinationen, die noch mehr Unheil in den Köpfen der Menschen anrichten kann.
Deutschland gönnt sich nun noch einmal einen Luther, nicht weil Joachim Gauck protestantisch ist, sondern weil Luther eine Hure der damaligen Fürsten war. Martin Luther stellte die moralische Instanz für die Fürsten dar. So hatten sie eine Legitimation die Aufwiegler im 30jährigen Krieg dahin zu metzeln. Menschen in einem Wertesystem suchen sich grundsätzliche eine Instanz, die ihnen bestätigt, dass Unrecht getan werden muss. Das ist das Prinzip der Schuld, der Strafe, des Gewissens und der Duldung der Strafe = Gesetz - Regeln und Normen.
Gauck wird gleichzeitig von zwei Faschismen beherrscht und er ist auf dem besten Wege, die zwei mit einander zu einem menschenverachtenden Weltbild zu verknüpfen, falls es nicht schon lange geschehen ist. Dazu muss man sich allerdings mit dem modernen, dem Neofaschismus, beschäftigen.
Der Neofaschismus
In einem sind sich die Gelehrten und Weise einig, wenn sie sich über Faschismus unterhalten. Faschismus ist ihrer Meinung nach nur mit einer Leitfigur möglich. Sie stellt die moralische Instanz für die erzeugten Regeln der Weltanschauung dar. Im Neofaschismus muss keine äußere Leitfigur mehr vorhanden sein. So kann der Glaube ohne Kirche nun existieren und die Wertelehre ohne straffe Monarchie- und Adelsstruktur. Der Mensch simuliert dies freiwillig und ohne erkennbaren Zwang, weil er die Werte längst verinnerlichte und als richtig anerkannte.
Durch die massive Gehirnwäsche der libertären, freien Marktwirtschaftsanhänger der letzten 10 Jahre ist unsere eh schon gestörte Weltanschauung und die daraus resultierenden Regeln zu einem inneren Gedanken- und Moralmuster in uns herangereift. Was im 15. Jh. während der Bauernaufstände als amoralisch angesehen wurde, ist heute moralisch und Norm. Dieser innere Faschismus, der ausschließlich Religionsgemeinschaften vorbehalten war, ist nun in den Menschen gekrochen und zu der Menschenverwaltung entgleist, die wir heute kennen und irgendwie als ungerecht empfinden. Doch der Mensch ist nicht mehr in der Lage auszubrechen. Seine Denkmuster sind beschränkter als im Mittelalter. So kam es nie zu einer tatsächlichen Trennung zwischen Staat und Kirche und nie zu einer Trennung zwischen Politik und Kapital. Die Gesamtheit wird als inneres Moralspiel in unserem simulierten Denken (Vernunft) umgesetzt.
So ist die Religion dominanter denn je, auch wenn das manch ein Atheist nicht glauben mag. Selbst die Religion ist eine Auswirkung und ein Resultat der Anpassung des Menschen an das Wertesystem. Wie will man etwas trennen, wenn es ursächlich verknüpft ist, aber bei der Hinterfragung nicht berücksichtigt wird?
So wird der Mensch von einer enttäuschenden Lösung in die andere getrieben. Mit seiner Logik umfasste er bis jetzt niemals den kompletten Systemzwang. Er umreißt lediglich Teilaspekte und definiert sie als Ursache. Doch das offenbart sich leider nur jemandem, der es versteht, neutral und mit Verstand die Situation zu betrachtet. Mein Part besteht also nur darin ihnen neue Perspektiven zu eröffnen, bis sie fähig sind, diese aus eigenem Antrieb zu vollziehen. Es wird Ihnen also nicht helfen, sich mit Ihrer Vernunft, der Objektivität zu nähern. Sie ist Ihr größtes Hindernis.
Daher spielt es im heutigen Wertesystem keine Rolle, ob nun die Kirche abgeschafft wird, der Glaube mit samt seinen Vernunftsregeln und Zäunen existiert weiter. Das gibt sogar der Papst in seiner Rede vor dem deutschen Bundestag zu. Genauso verhält es sich in der Menschenverwaltung, der libertären, freiem Marktwirtschaft. Als nichts anderes ist unsere momentane Gesellschaftsform anzusehen. Es ist eine Selbstverwaltung der Habenichtse, egal welche Verfassung gilt; egal ob wir in eine Diktatur oder in der puren Autarkie leben. Die Wertelehre ist und bleibt ihr Dreh-und Angelpunkt für jede Entscheidung die sie treffen. Selbst wenn der Staat abgeschafft wird - wie manche Libertäre fordern - gelten die radikalen Marktgesetze einer menschenverachtenden Marktwirtschaft immer noch. Sie existieren als Systemzwang, der den berühmten Satz auslöst: "Wir können eh nix ändern ...!"
Wer richtet, wird gerichtet
Wir fühlen uns gerne als Krieger gegen ein System, das wir im Grund aufrechterhalten wollen. Ein psychologischer Trugschluss der Vernunft, weil die innere Moral den Wandel der Anpassung an das Wertesystem noch nicht ganz abgeschlossen hat. Diese innere Auflehnung ist kein Widerstand, sondern nur ein verzweifeltes Suchen nach Gründen, warum es so sein muss, wie man es nicht muten will. So offenbart sich der Kritiker als Informationsjunkie. Er hetzt von einem Ereignis zum nächsten. Er sucht die Beweise für seine unumgängliche Zukunft. Lediglich die Hoffnung auf etwas Gnade und Barmherzigkeit der Systemgewinner hält ihn aufrecht. Er begibt sich in den Dschungel der Gesetze und sucht verzweifelt nach seinem Recht, nicht im Systemzwang als Verlierer untergehen zu müssen. Doch was geschieht wirklich mit Ihnen?
Noch scheint sich irgendetwas in den meisten Menschen gegen die anstehenden Reformen zu sträuben. Sie sehen das brutale Spiel zwischen Arm und Reich, können sich aber nichts anderes ohne dieses angeblich natürliche Ungleichgewicht vorstellen. Die Masse erklärt sich erst bereit, die Sozialsysteme abzuschaffen, wenn sie sich als unfinanzierbar beweisen werden. Der Mensch will seine Erfahrungen machen. Das führt zur Akzeptanz des Schicksals. Die Verlierer nehmen ein Schicksal an, das keines sein muss.
Diesen Punkt will Gauck mit uns zusammen überwinden. Der Neofaschismus muss nun aus Sicht der Politik schleunigst mit uns abgeschlossen werden, ansonsten kann die Welt im Ungleichgewicht nicht weiter existieren. Es kommt zu einer Eskalation wie im 15. Jh. - weil der Mensch nicht fähig ist zu begreifen, was ihn tatsächlich beherrscht. Er wird sich sinnlos wieder dahin metzeln. Schuldige suchen, die nicht schuldig sind und verurteilen, um genau dasselbe System wieder aufzubauen. Eben nur in den Ecken und Kanten etwas abgerundet. So ergaben sich all die Patches, die wir heute als Geld-, Wirtschafts- und Gesellschaftssystem so stark kritisieren.
Werden die Minderheiten größer, muss sich die Demokratie vergrößern
Europa soll seine Nationalstaatendünkel aufgeben. Bereits in der Geschichte des heiligen römischen Reiches kam es zum Konflikt zwischen weltlicher Anschauung (Marktwirtschaft) und Moral (Religion) - beides sind aber Auswirkungen und Resultate des einmal angenommen Wertesystem, das heute noch existiert. Es kam zu einer multipolaren Ordnung. Der damalige Mensch hatte die Paradigmen nicht verinnerlicht - also vereinigt. Das führte zu Revolten, Aufständen und zur ständigen Umwälzung der Gesellschaft. Am Ende stand der 30jährige Krieg, der ganz Europa in Brand setzte. Ein Aufstand der Armen, gegen die Ausbeutung der Reichen, was in der damaligen Zeit die Politik und Wirtschaft war. Erst nach diesem schmerzhaften Prozess konnte augenscheinlich das Weltliche vom Klerus getrennt werden, da der Glaube und seine Regel dann als Natur galten. Ein innerer Faschismus wurde geboren. Die Kirchenstruktur wurde zur Tradition.
Genau diesen Konflikt erleben wir heute wieder. Nun steht die Marktwirtschaft/Politik/Menschenverwaltung der herausgearbeiteten Menschlichkeit im Systemzwang gegenüber. Dieser Konflikt soll dieses Mal nicht blutig und mit hohen Verlusten gefochten werden, sondern moderat und Einsehen - eben mit Vernunft. Die neue Moral der angeblichen Menschlichkeit durch eine gerechte Marktwirtschaft, soll ohne einen großen Staatsapparat als innerer Faschismus betrieben werden. Am Ende dieser Entwicklung steht eine reißerische Marktwirtschaft, die sich selbst durch Demut der Systemverlierer im Gleichgewicht hält.
Der Mensch lernt Entsolidarisierung großer Menschenmassen zu ertragen und als systemisch korrekt zu interpretieren.
Diese ungesunde Konvergenz der Neofaschismen, soll nun in uns durch die Auswirkungen der Finanzkrise erzeugt werden. Daraus entwickelt sich dann aus der "freien Entscheidung" eines vernünftigen Menschen eine neue monopolare Ordnung heraus, die alle anerkennen. Ein Resultat einer falschen Dialektik, die nicht als solche erkannt wird. Doch was nützt die größte Logik, wenn sie vom falschen Standpunkt aus begründet wird.
Wird dieser Konflikt nun in einer Demokratie ausgetragen, kommt es zu anscheinend irrationalen Entscheidungen der Verantwortlichen. Das Volk, diejenigen, die Entscheidungen zu erfüllen und zu ertragen haben, sind noch nicht im Stande die neuen moralischen Grundsätze der Politik und Wirtschaft nachzuvollziehen. So entscheidet man sich zu einer Vergrößerung der Demokratie, da die Minderheiten sich nach und nach zu Mehrheiten entwickeln werden. Die Gefahr, dass die Ordnung gekippt wird, steigt dadurch täglich ohne dass danach eine tatsächliche Änderung heraus kommen würde. Es wäre sinnloses Blutvergießen.
Gelingt es Europa, sich als große Demokratie in Gang zu setzen, werden sich die Völker aufgrund ihrer implantierten Faschismen selber zu in den Systemzwang hineinpressen. Sie werden sich gegenseitig in ihrer falschen moralischen Vorstellung von Gerechtigkeit und Freiheit, basierend auf den Marktgesetzen, mit dem größten Recht ins soziale AUS befördern. Im Grunde will ich sagen, dass keiner so richtig weiss was er tut, weil er lediglich im Systemzwang agiert und nicht denkt.
Der ESM - als funktionierende Hirnmanipulation
Beispiel: Der Deutsche sträubt sich nicht gegen den ESM, sondern lediglich gegen die Zahlungen an die Pleiteländer, die damit verbunden sind. Die damit verbunden Sanktionen und Sparmaßnahmen befürwortet er. Er hält sie sogar für richtig. Das Marktwirtschaftshirn kontrolliert als unsere Entscheidungen und Alternativen. Es lässt uns zum Teil nationalistisch agieren und empfinden - also gegen andere Völker. Der andere Teil versteht sich als Moralmenschen, der Gelder transferieren will, aber keine neuen Schulden machen will. Egal wie wir es lösen, es wird immer im Chaos enden. Das erkennt jede Partei - nur Alternativen sieht keiner- der sich der Vernunft bedient - also dem Systemdenken.
Nun kommt die Konvergenz - oder besser - Diplomatie/Kuhhandel. Man kann es auch System-Intelligenz oder Taktieren nennen. Durch die Vergabe von Krediten unterwerfen sich die Völker dem Recht der Marktwirtschaft (Auswirkung - keine Ursache). Daraus entwickelt sich eine moralische Verpflichtung. Neues Recht entsteht, das vormals als unmoralisch galt. Man erwartet von Menschenverwaltungen (Staaten), dass sie sich selber, also ihre eigene Bevölkerung bzw. Teilbevölkerungen sanktionieren. So wird Stand gegen Stand ausgespielt.
Daher bezeichne ich das Vorgehen in Griechenland, als Lehrstück am lebendigen Volk und es funktioniert. Der Europäer lernt. Die radikale Menschlichkeit tritt in den Vordergrund. Der kleine deutsche Steuerzahler, der echte Zahler, genießt sein Recht, die Strafe eines anderen Volkes zu sehen und füttert bei die eigene Wirtschaft, die ihm Arbeitsplätze schafft. So macht er sich mit seinem eigenen Frust sogar noch glücklich ohne, dass er es bewusst wahrnimmt.
So entsteht eine neue akzeptierte Ordnung. Wer andere richtet, also neu ausrichtet, wird später selber gerichtet und selber auf die neue Ausrichtung mit den gleichen Mittel gebracht. Er wird es moralisch akzeptieren, da es seiner erlernten Grundordnung entspricht und er seine Moral den neuen Anforderungen anpasst. Die falsche Dialektik bleibt also in Gang und wird zur Selbstgerechtigkeit, da sie sich anscheinend logisch erklären kann.
Das Higgsteil unserer Daseinsdefinition
Niemand ist bereit den Ausgangspunkt all seiner Gedanken zu erkunden. Niemand ist wirklich bereit sich diesen Strapazen und Verirrungen auszusetzen ohne helfende Hand, die ihn korrigiert, wenn er sich verirrt.
Und ich wiederhole mich abermals. Der Ausgangspunkt all unserer Überlegungen, all unserer Fähigkeiten zu beurteilen was richtig und was falsch ist, findet sich im Eigentumsrecht. Es ist die Grundlage für die Feststellung, dass Profit, Ertrag und Bonus gerechtfertigt ist. Das Eigentumsrecht ist der Grund für die Entstehung des Geldsystems, bis hin zur Moral, die wir so hochhalten.
Das Eigentumsrecht ist der Antrieb all unserer Entscheidungen, mit denen wir in Kauf nehmen, dass andere Nachteile durch uns erleiden - denn wir wollen selber Eigentum erlangen, um unabhängig zu sein. Wir wollen das Recht erlangen, selber aus dem eigenen Portfolio mit moralischer Rechtfertigung, Profit zu schöpfen.
Daher kann sich auf dieser Basis des "logischen Denkens" niemals etwas anderes oder gar menschenfreundlicheres entwickeln. Mittlerweile ist der Mensch in sich so sehr verblendet, dass er bereit ist die Solidarität zu kippen und die Menschen der freien Marktwirtschaft auszuliefern.
Darin begründet sich diese neuen Freiheit eines Joachim Gauck und die neue Freiheit, die wie eine faule Frucht in unseren Hirnen heranwächst, doch in Wahrheit ist sie der Grundstock für die monopolare Welt.
Die monopolare (unipolare) Welt
Mono bedeutet "einer" - also eine Ordnung, der sich die gesamte Welt unterwirft. Selbstverständlich ist den Mächtigen nicht entgangen, wie die Welt funktioniert. Selbstverständlich sind sie zu den gleichen Schlussfolgerungen und zum gleichen Querdenken wie ich fähig. Selbstverständlich ist ihnen bekannt, dass, wenn mehr Menschen das Higgsteil unserer momentan existierenden Dialektik erkennen und verstehen, werden sie ihre Macht verlieren. Das muss aus ihrer Weltsicht verhindert werden.
Es ist auch nicht schwer, Menschen für Ideen zu begeistern, die sich nach ihrer Umsetzung zum Nachteil entwickeln werden. So instrumentierte man immer schon die Armen und Schwachen für die Ziele der Mächtigen. Die Tendenz zur unipolaren (monopolaren) Welt ist längst in unseren Hirnen.
Die Geldsystemkritiker sind auf dem Vormarsch und ebnen ihnen den Weg. Einige von Euch haben die Rohstoffe längst als Schlüsselinstrument erkannt, sehen es aber noch lange nicht im Zusammenhang mit dem Eigentumsrecht. Wird nun eine Weltorganisation global anerkannt, die für die Rohstoffverteilung bzw. -zuordnung zuständig ist, die mit Recht und Gesetz allgemein legitimiert ist, kann das Geldsystem jederzeit abgeschafft werden. Es wäre sogar von Vorteil. So könnte der Mehrzahl der Menschen entsprochen werden. Es käme zu einem BGE - zu einer Konsumgeldauszahlung - das eine noch höhere Abhängigkeit schafft als es jemals auf dieser Welt existierte.
Es gab nie eine Kapitalismuskritik - das Higgsteil fehlt
Es käme nicht nur im Aktienmarkt zu einer Anonymisierung des Kapitals, sondern auch beim Eigentumsrechts. Das wäre die angestrebte Konvergenz zwischen Kommunismus und Demokratie unter der Denklogik des Kapitalismus. Folglich existiert in der Welt keine Kapitalismuskritik, sondern lediglich eine Kritik der Art und Weise, wie im Kapitalismus das Menschenmaterial verwaltet wird.
Wer den Kapitalismus kritisieren will, darf nicht nur die Profitverteilung unter die Lupe nehmen, sondern muss das Profitdenken hinterfragen und ergründen. Greenspan hat es erkannt - Ackermann hat es erkannt - all die Großen sind längst gebrieft und sie werden alles tun, damit ihr es nicht versteht. Sie werden Logiken in die Welt hinaustragen, die verhindern, dass ihr es jemals versteht. Sie werden Axiome erschaffen, die Euch erklären, dass der Mensch nur unter dem Profitrecht leben kann und dass er dafür eine neue Ordnung braucht.
Längst brüten diese angeblich Intellektuellen und Intelligenzen als angebliche Unterdenker, die neuen monopolare (monopole) Weltordnung für Euch auch, auf dass ihr voller Überzeugung Eure eigene Versklavung noch vervollkommnet. Wer das Higgsteil unserer Gedankenstruktur also nicht erkennt, wird auch nie verstehen, wohin sie uns treiben wollen.
