Sonntag, 14. Januar 2007

Freier Journalismus in Deutschland

Rürup beim Kamingespräch in PHÖNIX am 13.01.07

Das Gespräch mit Herr Siegloch war absolut überflüssig. Es wäre anständiger gewesen, wenn der Pressesprecher von Herrn Rürup dieses Interview selber geführt hätte. Herr Rürup erhielt von PHÖNIX eine Plattform, seine Meinung groß und breit zu servieren ohne auf Gegenfragen oder Kritik zu stoßen. Herr Rürup macht und machte alles richtig - Meinungsbeeinfluß der Öffentlichrechtlichen vom GEZ-Zahler finanziert.



Aus diesem Grunde schlage ich dem Sender vor, in Zukunft sollen die Herren und Damen aus Politik und Wirtschaft gleich einen Vertreter Ihrer PR-Gesellschaft mitbringen, somit könnten wir GEZ-Zahler einen teuren Interviewer sparen, der sich eh nicht um einen freien Journalismus kümmern darf, sondern obrigkeitsdienlich am Kaminfeuer sitzt und redaktionelle Parteiwerbung betreiben muß.






Die Politik
gehört in die Kritik,
so wie die Politik
ständig den Bürger
in die Kritik stellt.

Herr Rürup muß gefragt werden es sich verhält, wenn eine Leiharbeiterfirma ehemalige Mitarbeiter einer Firma als Leiharbeiter wieder in der gleichen Firma unterbringt, mit dem Unterschied, dass für die Mitarbeiter zwar 25 Euro + MwSt. an die Leiharbeiterfirma bezahlt werden, aber beim Arbeitnehmer tatsächlich noch maximal 6,5 Euro oder gar 4,5 Euro ankommen.


Er muß gefragt werde, wie die Sozialkassen mit diesen Minibeiträgen die Bevölkerung medizinisch versorgen sollen. Es muß gefragt werden, warum jetzt auch noch die Arbeitskraft eines jeden Arbeiters mit einem Zwischenhändler (Zeitarbeitsfirmen) belegt werden muß. Es moralisch verwerflich und undemokratisch, ja fast diktatorisch, wenn der Mensch nicht einmal mehr seine eigene Arbeitskraft direkt am Markt anbieten darf, sondern künstlich hochgehaltene Konkurrenz durch die Monopolisten vorgesetzt bekommt. Das ist eine neue Form von Kartellbildung und moderne Sklaverei.

Kommen Sie mir jetzt nicht mit der Argumentation: "Er kann sich ja selber bewerben." Die Firmen kontaktieren bewußt Leiharbeiterfirmen und bilden somit künstlich ein Monopol um die Löhne zu drücken und verstecken sich gleichzeitig hinter der sozialen Marktwirtschaft, die es aber hier nicht gibt - denn Soziale Marktwirtschaft verlangt vom Staat die Fürsorge, dass jeder kleine Unternehmer und das ist auch der Arbeitnehmer ohne Einbußen sein Produkt anbieten kann. Die Politik brüstet sich noch mit den hohen Leiharbeiterzahlen und blendet damit die Bevölkerung die unweigerlich in den nächsten Jahren alle über Vermittler in den Arbeitsmarkt kommen werden oder als Kombilöhner - welch eine Schande für den freien Menschen in dieser Demokratie - der Staat wechselt die Fronten und die Dritte Klasse unserer Gesellschaft (Politik und Beamtentum) wird und ist vererbbar


Herr Rürup muß gefragt werden, warum seine Politik in den 80er nicht auf die Rationalisierungswellen in der Industrie so reagierte, dass Sozialabgaben gemäß dem Rationalisierunggrad der Firma in Rechnung gestellt wurden. Es wäre ein leichtes gewesen hier die Produktivität der einzelnen Arbeitskraft mit einer Zusatzsteuer auf die Unternehmen zu belegen, Arbeitnehmer müssen interessanter sein als Rationalisierung - das wäre das Konzept der 80er gewesen, Nein, hier wurden sogar noch Subventionen gewährt, damit nicht mehr Arbeiterplätze wegfallen - welche eine Idiotie. Aus wirtschaftlicher Sicht aber sinnvoll und billig, für den Steuerzahler teuer und unerschwinglich - also hat die Politik nicht erst heute sondern schon in der 80er die Fronten gewechselt.

Herr Rürup und Kollegen förderten auf Kosten der Renten- und Sozialkassen die Entlassungen der älteren Mitarbeiter, die als Arbeitslose ihre Rente abwarten mußten, um die Kassen (Abfindungen) der Unternehmen zu schonen und sorgte so in der Wirtschaft für junges, billiges Fleisch, das es heute wieder zu entsorgen gilt. Er stellt sich auf und beschimpft den Bürger als unflexibel und gierig. Wo bleibt hier der Journalismus, der präzise Fragen stellt, die ein PR-Mitarbeiter tunlich vermeiden würde.

Die Rentenkassen wären voll, wenn die Politik sich in 80er nicht daraus bedient hätte. Die Politik hätte die Reserven nicht angreifen dürfen sondern hätte Rücklagen bilden sollen. Wo bleiben die Fragen der Planwirtschaft der Krankenkassen, keine Überschüsse zu erwirtschaften? Die Politik in diesem Lande kannte seit der Gründung der BRD keine andere Aufgabe als die Ausbeutung und Verschuldung der Bürgerschaft.

Herr Rürup ist mit einer Antwort ganz schnell und fand auch gleich den Schuldigen - den Bürger - der keine Kinder in diese Welt setze. Eine Gegenfrage kam aber nicht von Ihnen.


Wäre die Situation mit mehr Kinder aus den 1965 geboren jetzt besser? Wenn wir diese Rechnung machen platzt Deutschland irgendwann aus allen Nähten und die Zuwanderungspolitik hat gezeigt, dass es alleine mit mehr Kinder nicht zu weltlichen ist.
Warum machen Sie bei diesem politischen Spiel mit? Sie lassen sich einfach von der Politik instrumentieren und als Sprachrohr benutzen - wo bleibt ihre jounalistische Ehre.

Die Politik hat gravierende Fehler gemacht
und begeht sie heute noch mehr denn je.

Sie begünstigt Rationalisierung und wälzt alle sozialen Leistungen auf die wenigen Arbeitnehmer ab. Der Unternehmer, vor allem die ´Großindustrie, konnte sich mit politischer Hilfe der Generation Rürup, aus dem sozialem Gefüge verabschieden. Sie durfte sogar noch ungeniert unser soziales System ausplündern. Unternehmen (BENQ) gehen mal schnell in Konkurs und alle werden bedient, nur die Altersrücklagen für die Arbeitnehmer werden nicht an die eigentlichen Empfänger ausgeschüttet sondern an die Banken und die Immobilienerlöse fließen auch in den Kapitalmarkt. Auch hier hat die Politik wissentlich versagt. Wo sind hier die jounalistischen Fragen. Es können auch Schuldzuweisungen sein. Herr Rürup hat das Rüstzeug sich zu verteidigen, das muß jeder Arbeitslose bei jedem Termin auf dem Arbeitsamt oder wie immer die neue schöne Bezeichnung für diese Institution sein soll.

Die Politik soll sich Ihren eigenen Sender freischalten lassen und mit Spendengeldern und Werbesendungen finanzieren. Ihre eigenen Interviews per redaktioneller Werbung verkaufen und nur die Fragen beantworten, die sie dem Wähler, dem Bürger, eben beantworten will. Journalisten sollte sich für diese lausige Arbeit nicht hergeben.

Ich möchte Sie hier nicht persönlich angreifen. Ich bin davon überzeugt, dass Sie das Rüstzeug und die Fähigkeiten haben, bissige und kontroverse Interviews zu führen, aber Ihnen sind anscheinend durch Chefredaktion und Vorgaben des Senders die Hände gebunden.

Deshalb muß ich sagen:
In Deutschland gibt keinen freien Journalismus mehr.

Politiker beschimpfen hemmungslos Arbeitslose als Schmarotzer und setzen Harzt IV als Verarmungsinstrument ein, um die Steuerkassen zu schonen. Politiker stehen nicht unter Artenschutz sondern müssen vor allem mit unangenehmen Fragen konfrontiert werden, sonst könnten Sie auch alleine für 45 Minuten reden

und der Journalist muß wegrationalisiert werden.

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Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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