Dienstag, 11. September 2007

Fritz G. schon im Mai vom LKA beobachtet?

Terrorverdächtiger hat Firma besichtigt


Bericht in der Schwäbischen Zeitung Ravensburg vom 11.09.07:

RAVENSBURG - Er galt bei seinen Kommilitonen an der Fachhochschule in Neu-Ulm als unauffälliger Student - und auch bei seinem Besuch in Ravensburg dürfte Fritz G. nicht weiter aufgefallen sein. Der Hauptverdächtige des vor sechs Tagen verhinderten Terroranschlages war im Mai in einem Ravensburger Betrieb unterwegs.

Fritz G. gehörte offenbar zu einer Gruppe von etwa 40 Studentinnen und Studenten, alles angehende Wirtschaftsingenieure, die an der Fachhochschule in Neu-Ulm lernen und gelegentlich an Betriebsführungen teilnehmen, um sich mit der Praxis vertraut zu machen. Aus seriöser Quelle hat die "Schwäbische Zeitung" erfahren, dass unmittelbar anschließend an eine Firmenbesichtigung in Ravensburg Mitarbeiter des Landeskriminalamtes Stuttgart vor der Pforte standen und genaue Informationen zu dem seit längerem observierten Fritz G. haben wollten. Offenbar handelt es sich bei der Firma um eine der weltweit operierenden Nachfolgerinnen des Escher Wyss-Konzerns, angesiedelt in Bahnhofsnähe. Vergangene Woche hatte ein Insider der "Schwäbischen Zeitung" von der im Nachhinein prekären Betriebsschau berichtet. Gestern dementierte das Unternehmen: Nein, man erinnere sich an keine Veranstaltung mit anschließendem LKA-Besuch.

Auch das Landeskriminalamt zeigte sich zugeknöpft -- aus der Pressestelle war über die Ravensburger Betriebsbesichtigung konkret nichts zu erfahren, allgemein aber so viel: Das LKA hatte die drei Hauptverdächtigen bereits seit vielen Monaten im Visier, 800000 Euro habe man eingesetzt, um alles rund um den geplanten Terroranschlag zu erfahren: "Wir waren den Männern nicht nur auf den Fersen, wir waren auf gleicher Höhe", erklärte der Pressesprecher. Um die Ermittlungen in Zukunft nicht zu gefährden, aber auch aus Datenschutzgründen gibt das Landeskriminalamt keine Auskünfte über Details. Sicher ist jedoch, dass das geltende Polizeirecht ausgereizt wurde --Telefongesprächen wurden mitgehört, Wohnungen überwacht. Ganz allgemein gehöre es durchaus zu den Methoden des LKA, dort anschließend genauer hinzuschauen, wo sich ein Verdächtiger aufgehalten hat, eventuell um ein Anschlagsziel auszukundschaften.

LKA: Kaum Mitwissende

Dass Fritz G. in einem Ravensburger Betrieb unterwegs gewesen sein soll, davon weiß nicht einmal die Ravensburger Polizei etwas. Laut LKA versucht man, den Kreis der Mitwissenden so überschaubar wie möglich zu halten, damit keine Informationen durchsickern. Auch das Gerücht, dass in Ravensburg seit Monaten ein Mann observiert werde, der der Al Kaida nahe steht, kann Pressesprecher Michael Kuhn weder bestätigen noch aus der Welt schaffen: "So etwas erfahren wir hier nicht."

Fritz G. ist in München geboren, er konvertierte vor zehn Jahren zum islamischen Glauben und war häufiger Gast im Neu-Ulmer "Multi-Kulti-Zentrum", das vor kurzem wegen seiner extremistischen Aktivitäten geschlossen wurde. Zusammen mit mindestens zwei weiteren radikalen Islamisten hat der 28-Jährige zwölf Fässer mit Wasserstoffperoxidlösung gelagert, um daraus Sprengstoff herzustellen. Die Terroranschläge sollten sich den Ermittlungen nach vor allem gegen US-amerikanische Einrichtungen richten, die Wirkung wäre in Anbetracht der Spengstoffmenge nach Einschätzung des LKA verheerend gewesen. Der Rektor der FH Neu-Ulm, Uli Fidler, hat über den Studenten Fritz G. nach dessen Verhaftung ähnliches gesagt wie dessen Vermieter, Nachbarn und Kommilitonen: "Er war ganz normal."

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