Sonntag, 27. April 2008

Der gute Ritter Jürgen Rüttgers (CDU)

Das Herz am rechten Fleck



NRW Minsterpräsident Jürgen Rütterges CDU läßt hin und wieder sein Herz für die soziale Gerechtigkeit medienstark schlagen. Wie ein guter Ritter prescht er durch die heiligen Hallen seiner Partei und zeigt jedem wie ach so gerecht und gütig er sein kann. Jetzt wieder im April 2008 für die Renter.

Anstatt aber das System zu hinterfragen oder gar in Frage zu stellen, will er einfach wieder einmal in gewohnter CDU-Manier Geld verteilen und damit die Ungerechtigkeit im System erhalten.

Wenn er sich wirklich für soziale Gerechtigkeit einsetzen würde, müsste er fragen, warum es in unserem Rentensystem die Zweiklassengesellschaft gibt. Unser ach so gelobtes Sozialsystem war noch nie sozial, weil die Unterschicht die soziale Absicherung der Oberschicht finanziert, obwohl sich diese in eigenen Geldflüssen absichert und auch noch die gesamte Infrastruktur kostenlos nutzt. Die Allgemeinheit hat nur die Aufgabe die gefallen Engel der Elite aufzufangen, wenn ihnen die eigenen Geldmittel für ihren privaten Club nicht ausreichen. Im Hintergrund plant aber die Finanzwelt im Komplott mit unserer Polit-Elite den systematischen Niedergang der staatlich garantieren Rente.

Der Kanongesang der Medien ist eindeutig. Es soll nur noch eine ultimative Lösung geben und zwar die Privatrente für alle, was im Klartext heißt: "die Rente wird infolsvenzfähig".

Private Renten
garantieren der Finanz- und Dienstleisterfirmen Einnahmen per Gesetz - das nett die Berterlsmann-Stiftung auch Inneren Markt. In Zusammenarbeit mit der INSM (Inisitiative Neue Soziale Marktwirtschaft) bearbeiten sie mit Studien nicht nur die Bevölkerung sondern auch die Politik, um ihr Ziel des privatisierten Staates durch unsinnige Entscheidungen herbei zu führen.

Rüttgers Engagement für die Renter ist also nur eine Aktionen für den Stimmenfang, den die CDU bereitet sich auf den Wahlkampf in 2009 vor. Das Heer der Rentner soll in gewohnter Routine wieder für die CDU abstimmen. Eine Systemkritik wird es aber von dieser Partei nie geben, weil sie der Bertelsmann-Stiftung und der INSM viel zu nahe steht. Schon alleine die Beraterfunktion von Alt-Bundespräsident Roman Herzog spricht Bände. Das Zweiklassensystem in unseren Renten- und Gesundheitsversicherungen wird von diesen Blendern niemals in Frage gestellt werden. Sie stehen für den Erhalt der Ungerechtigkeit, zum Niedergang der Erhardt'schen Sozialen Marktwirtschaft, hin zum privatisierten Staat - dem NEOLIBERALISMUS.

Die Rentenkassen sind leer, weil sich Staatsmänner wie Kohl an diesen vergriffen haben. Kohl unterstützte das Programm der Frühverrentung in den 1980er Jahren, um die Unternehmer von ihrer sozialen Verantwortung zu entbinden, damit er den Jungen als Wahlgeschenk Arbeitsplätze anbieten konnte.

Es war von Anfang an klar, dass unserer Renten- und Krankenversicherungssystem in seiner Ungerechtigkeit niemals funktionieren konnte, denn es diente nur zur Pfründensicherung der selbst ernannten Eliten, die sich damit abschotten konnten.

Über all dies schweigt Rüttgers, er will mit seinem Vorschlag nur das Rentensystem noch weiter korrumpieren, denn die lechzende Finanzwirtschaft steht schon in den Startlöchern, um alle in ihren Bankhäuser privat versichern zu können. Das würde Milliardenumsätze in ihre Kassen schwemmen.

Vielen ist nicht bekannt, dass gerade Rüttgers in NRW sehr eng mit der Bertelsmann-Stiftung in Sachen Bildung eng zusammenarbeitet. Diese "gemeinnützige" Stiftung nützt alle nur denklichen Instrumente, um den Inneren Markt (Privatisierung der Staats- und Ländergelder) voranzutreiben, denn es gibt kein sicheres Geschäfts, als das Geschäfts mit Steuern und Staatsgeldern.

In einer Demokratie können aber die sozialen System nicht einfach aufgehoben werden, sondern sie müssen systematisch zu Grund gerichtet werden, damit nach dem heilbringenden Weg, der Privatisierung gesucht wird.

Amerikanische Renten haben sich in der Finanzkrise aufgelöst

08.10.08:
Gemäß Pressemeldungen sammelten die Gewinner der Finanzkrise 1 Billion US von den amerikanischen Rentenabsicherungen ein.

Die Finanzkrise lässt viele US-Bürger um ihre Altersvorsorge bangen: Öffentliche und private Pensionsfonds in den USA haben in den vergangenen anderthalb Jahren zwei Billionen Dollar (knapp 1,5 Billionen Euro) verloren, wie der Präsident des Rechnungshofs des US-Kongresses (CBO), Peter Orszag, am Dienstag erklärte. Seit Mitte 2007, dem Beginn der Krise um faule Kredite in den USA, sei der Wert der Fonds um 20 Prozent gesunken.
Quelle: Spiegel-Online

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