Samstag, 31. Mai 2008

Teil 1: Heimliche Aufrüstung in Deutschland und der EU

Aufrüstung mit und für die EU



Dies wurde ganz deutlich im N-TV-Gespräch vom 27.05.08 anlässlich der ILA in Berlin klar. Dort plauderte N-TV beschwingt mit einem Bundswehr-Piloten und stellte ganz beiläufig fest, dass Deutschland in den nächsten Jahren wohl mehr militärische Einsätze zu bewältigen habe. Mit einem kleinen Augenzwinkern schob er seine Bemerkung dann aber auch schon wieder auf die Seite und meinte, wir wissen das ja, aber wir dürfen darüber nicht reden.

Präventive Militäreinsätze durch EU und NATO

Die Rahmenbedingungen wurden durch die Satzungsänderung der NATO in 2008 in Bukarest fertiggestellt.

Noch im Februar 2002 brach man die Simulation "CMX 2002" ab, in der präventiv ein Feindland angegriffen werden sollte, das über atomare und chemische Waffen verfüge.

Jetzt, nach dem NATO-Gipfel in Bukarest, am 27. April 2008, ist die Satzung viel aggressiver ausgerichtet. Frankreich soll nach 40 Jahren wieder in die NATO integriert werden. Als Geschenk schickt Frankreichs Präsident Sarkozy 700 Soldaten nach Afghanistan. Das Abwehrschild der USA in Polen und der Tschechei wir genehmigt. Da die Raketensysteme die Hauptaufgabe haben, die Zweitschlagsfähigkeit zu verhindern, ist das als ein offener Angriff gegen Russland zu verstehen und schließt einen atomaren Erstschlag gegen Russland nicht mehr aus.

Diesem Vorhaben kommen auch die ab sofort legalen präventiven Einsätze der NATO und auch der EU entgegen. Es geht sogar so weit, dass nach Meldung der franz. Zeitung 'Le Canard enchainé' die NATO vielleicht vorhandene oder behauptete feindliche Länder mit Atomwaffen (Stichwort: Iran) und andere Massenvernichtungswaffen bekämpfen darf, das soll beim nächsten Gipfel in 2009 vorschlagen wird.

Für solche Vorhaben braucht es natürlich Armeen. Auch daran hat die EU mit ihrem EU-Vertrag gedacht. Der nachweislich unter der Federführung von der Deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel unter demokratiefeindlichen Methoden zur Ratifizierung in Europa gestellt wird.

Deutschland darf momentan nicht mehr als 194.000 Soldaten haben

Gemäß dem neuen EU-Vertrag soll eine EU-Armee fest installiert werden. Hier durch werden die nationalen Parlamente in ihrer Befehlsgewalt über ihre eigenen Armeen massiv eingeschränkt. So wird erreicht, dass die EU, die schon lange unter dem Einfluß der globalisierten Wirtschaft steht, eine eigenen Armee von sämtlichen Ländern der EU befehligt und für die eigenen, privaten, materiellen Ideale einsetzen kann.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Deutschland die im 2+4Vertrag vorgeschriebenen Truppenstärke von max. 194.000 Soldaten durch die EU-Armee überschreiten kann. Ein strategischer Schachzug Deutschland doch wieder zu Militärschlägen aufrüsten zu können. Ich bin auch davon überzeugt, dass imzuge des EU-Vertrag es bald möglich sein wird auf den Ostgebieten der BRD wieder Atomwaffen aufzustellen, was bis jetzt der 2+4 Vertrag verbietet.

Aus diesem Grunde wird auch der Abwehrschild gegen Russland vorerst in Polen und der Tschechei diskutiert.


Militärische Zusammenarbeit mit INDIEN ist geplant

Gleichzeitig wird aber auch darüber berichtet, dass Deutschland bzw. die EU in Sachen Bodenüberwachung eine Zusammenarbeit mit Indien anstrebe, weil diese in der optischen Überwachung besser ausgerüstet seinen, als Deutschland und auch der gesamte Westen. Es sei eine hervorragenden Ergänzung der westlichen Radarüberwachung, mit der optischen Überwachung der Indern würde eine ganz neue Dimensionen der Bodenbeobachtung auf der gesamten Welt aufmachen.

Auch sonst hat sich Indien in Berlin als sehr militärisch vorgestellt und wurde auch immer wieder als Partnerland von den Kommentatoren in den Vordergrund gestellt. Das sollte nicht unbeachtet bleiben, vor allen wenn man die strategische Lage des Atmobombenlandes Indien zu Pakistan und den Iran betrachtet.

Indien als strategischer Partner zur Ressourcen-Sicherung


Indien wird in den nächsten Jahren einen massiven Anstieg des Ölverbrauches haben und ist genauso an der Sicherung der Rohstoff-Ressourcen interessiert wie Europa und auch die USA.

Türkei als Eintrittskarte für die NATO zum Kriegseinsatz im Irak

Condoleezza Rice betonte im Mai 2008, dass die strategische Lage der Türkei für Europa immer wichtiger werde. Durch die Türkei verlaufen Öl- und Gaspipelines und es sollte aus Sicht der Europäer daran gedacht werden, sich von den russischen Fesseln zu lösen und alternative Energielieferungen aus dem Nahen-Osten und den ehemaligen Gebieten der UdSSR zu beziehen. Das ist deshalb so wichtig, weil bei einem Militärschlag gegen Russland die Öl- und Gasversorgung von Europa nicht mehr gewährleistet ist.

Mit dieser Losung spricht Rice wohl auch zu Gunsten der anglo-amerikanischen Ölfördermengenbesitzer des Iraks, denn aus deren Sicht bezieht Europa viel zu wenig Energie aus ihren Ölquellen.

Die Kampfeinsätze des türkischen Militärs gegen die PKK auf irakischem Boden sind sozusagen die Eintrittskarte der NATO in den Irak, denn die PKK wird für die Esklation in den kurischen Gebieten dringend gebraucht. Deshalb wurden auch die Kurden schon bei Beginn des amerikanischen Militäreinsatzes in 2001 von den USA aufgerüstet.

Die kurdischen Gebiete liegen hauptsächlich im IRAK, IRAN und der TÜRKEI - also ist die weltpolitische Aufgabe der PKK, wenn sie sich nicht vom amerikanischen Untergrund löst.

Am 26.05.08 musste der Iran die Gaslieferungen in dieTürkei einschränken, weil es an der Pipeline auf türkischem Gebiet zu einer Explosion kam, die 30 m Leitung zerbersten lies. Die Türkei schließt nicht aus, dass kurdische Extremisten daran beteiligt gewesen sein.

Das spricht wieder für eine vermehrte militärische Beobachtung dieser Gebiete und wird wohl auch in nächster Zeit zu einer EU-Indien-Zusammenarbeit führen, die auf der ILA in Berlin mehrfach angedeutet wurde.

Auch Russland ist in der Türkei aktiv

Russland hatte sich im Jahr 2006 der Anti-Terror-Operation "Schwarzmeer-Harmonie" der türkischen Marine angeschlossen, um die Sicherheit auf dem Schwarzen Meer zu gewährleisten, den Schiffsverkehr zu überwachen und dabei den illegalen Transport von Waren, Waffen und Drogen zu unterbinden. Das gemeinsame Manöver findet Anfang Juni 2008 statt.

Deutschland rüstet die iranischen Nachbarn auf

  • Feb 1991: Lieferung von 36 deutschen Fuchs-Spürpanzern an Saudi-Arabien.
  • Okt 1999: Lieferung eines Testpanzers vom Typ Leopard 2 an die Türkei.
  • Jun 2000: 1.200 Panzerfäuste an Saudi-Arabien.
  • Dez 2001: Militäraktion in Afghanistan und Bekämpfung des Terrorismus.
  • Dez 2002: Lieferung von Transportpanzer Fuchs nach Israel.
  • Sep 2004: 20 Radpanzer des Typs Fuchs in den Irak.
  • Okt 2004: Export von U-Booten nach Israel.
  • Febr. 2005: Die Vereinigten Arabischen Emirate wollen einem Zeitungsbericht zufolge Hunderte Panzer aus Bundeswehrbeständen kaufen. Auch U-Boote stehen bei den Scheichs auf der Wunschliste
  • Nov 2005: Verkauf von 298 gebrauchten Leopard 2-Panzern in die Türkei und die Lieferung von zwei Dolphin-U-Booten nach Israel.
  • Jun 2006: Verkauf von 150 Dingo 2 an Israel.
Israel hat mehr als 150 Atomwaffen

sagte US-Ex-Präsident Carter. Damit wäre zum ersten Mal von Regierungsseite die Existenz von israelischen Atomwaffen bestätigt worden.
Quelle: Reuters vom 27.05.2008

Deshalb stimmten wohl auch Israel und die USA gegen den Vorschlag von Ägyptens in 2007 bei der IAEO , der eine Atomwaffenfreie Zone im Nahen-Osten forderte. Die EU-Staaten enthielten bei der Abstimmung.

Aufrüstung der USA im Nahen-Osten


1981 bis 2006: Saudi-Arabien hat von den USA Waffen und militärische Leistungen für eine Gesamtsumme von 57 Milliarden Dollar erhalten.

Weitere Lieferungen stehen noch an:
  • 10 000 JDAM-Bomben an Israel
  • 200 JDAM-Bomben an die Vereinigten Arabischen Emirate
  • 900 JDAM-Sätze für die Modernisierung der konventionellen Bomben und deren Verwandlung in Präzisionswaffen an Saudi-Arabien
  • 550 GBU-38-Sätze (Guides Bomb Unit) für die Bomben MK-82,
    250 GBU, 31-Sätze für die Bomben MK-84 und
    100 GBU-31-Sätze für die Bomben BLU-109 nach Saudia-Arabien
Folgendes ist angefragt:
  • 61 leichte Panzerfahrzeuge
    50 Humvees und Maschinengewehre,
    Gewehre sowie Nachtsichtgeräte an Saudi Arabien
  • 900 Luft-Boden-Raketen vom Typ Hellfire II Longbow
    300 Gefechtsköpfen an die Vereinigten Arabischen Emirate
  • 164 Raketen vom Typ Stinger Block I
    25 Avenger-Raketenwerfer von Ägypten
  • Drei L-100-30-Flugzeuge von Kuwait

Quelle: RIA- Novis 16.01.2008

Quelle: Tagesspiegel vom 05.10.2007


Einen überaus interessanten Blick auf die "Schurkenstaaten" Irak und Iran läßt der Bericht von hagalil vom 12.07.2000 zu."NEUE DYNAMIK IM MÄCHTESPIEL DES NAHEN OSTENS". ... Lake stellte klar, dass der Frieden zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn ein bewaffneter Frieden bleiben müsse, um die so genannten Schurkenstaaten(1) Irak und Iran zu isolieren....
>>> weiter

Der diplomatische Nordpol-Krieg hat schon längst begonnen

Die Arktis-Anrainerstaaten treffen sich vom 26. - bis 29.05.2008 zur Arktis-Konferenz im kleinen Ort Ilulissat in Grönland. (Russland, USA, Kanada und Norwegen mit den Gastgebern Grönland und Dänemark). Sie wollen die künftige Orientierung und Verwaltung des Ozeans und der Antarktis verabschieden. Keine Einladung erhielten Island, Schweden und Finnland.



>>> weiter

Weitere Links:
Erneute US-Drohungen gegen den Iran (1. Mai 2008)

Bereit zum totalen Krieg
NATO-Generäle planen den Ernstfall


.... Als strategische Gegner werden mittelfristig vor allem Rußland, die VR China, Indien, kurzfristig vor allem der Iran, ins Auge gefaßt. Der Iran würde – wenn Atommacht - „immun“ werden gegen internationale Sanktionen. Man müsse daher mit „großer Geduld, Nervenstärke und Hartnäckigkeit“ vorgehen und die ganze Palette der Eskalationsmöglichkeiten im Auge haben – sowohl Zuckerbrot als auch Peitsche. Letztlich müsse man auch die Bereitschaft zum „totalen Krieg“ aufbringen. Ein wichtiges Mittel der Eskalationsstrategie ist auch die Bereitschaft zum atomaren Erstschlag, um die „Verbreitung von Massenvernichtungswaffen“ zu verhindern.

Berliner Umschau 04.04.08
>>> LINK Originalbericht

17.06.08
Sarkozy will EU-Armee mit 60.000 franz. Soldaten

7. Oktober 2008
US-Kampfjet im Iran zur Landung gezwungen


Hindergrund - Kurdistan
Wie die Kurden den Nahen-Osten entfachen könnten:

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...

Neueste Meldungen

Regelmässige Leser

Internetradio

mit politischen Themen und Hintergrundinformationen, die in den Mainstreammedien verschwiegen werden oder als Halbwahrheiten publiziert werden von keuronfuih

Politprofiler (keuronfuih) hat sich zur Aufgabe gemacht, die Beweggründe der Politik aufzudecken, denn Systemkritik scheint in unserer Medienlandschaft der Selbstzensur zum Opfer gefallen zu sein.

Alles was in der Politik passiert ist von Langer Hand geplant, das ist nicht nur ein Spruch sondern die Wahrheit. Aber warum entscheiden sich unsere Politiker immer mehr gegen das Volk und für die Wirtschaft?

Bilden Sie sich Ihre Meinung selbst, aber geben Sie sich die Möglichkeit, alle Hintergründe zu erfahren.

Wir stellen hier nicht den Anspruch, alles zu wissen, aber bemühen uns, alles, was wir in Erfahrung bringen können zu publizieren.
---------------------------------------------
Ravensburg, Friedrichshafen, Lindau, Tübingen, Freiburg, Lörach, Memmingen, Augsburg, Ulm, Keuronfuih, Politprofiler, Wertelehre, Umwertung der Werte