Donnerstag, 5. Juni 2008

Deutsche Kanzlerin ein Stasi-Spitzel?

www.schweizmagazin.de

Sankt Gallen/Berlin (29.05.2008) - Die Deutsche Kanzlerin soll als Stasi - Mitarbeiterin an Bespitzelungen des ehemaligen DDR Regimekritikers Robert Havemanns, im Jahr 1980 teilgenommen haben.



Robert Havemann erhielt 1965 ein Berufsverbot und wurde am 1. April 1966 aus der Akademie der Wissenschaften der DDR ausgeschlossen der auch Angela Merkel angehörte.. In den Folgejahren wurden von ihm zahlreiche SED-kritische Publikationen in Form von Zeitungsbeiträgen und Büchern (unter anderem Fragen Antworten Fragen; Robert Havemann: Ein deutscher Kommunist; Morgen) veröffentlicht.

1976 protestierte er gegen die Ausbürgerung des DDR-kritischen Liedermachers Wolf Biermann. Er tat dies in Form eines Briefes, den er an den Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker gerichtet hatte und ließ den Brief im westdeutschen Nachrichtenmagazin Der Spiegel veröffentlichen. Im Jahr 1976 verhängte das Kreisgericht Fürstenwalde einen unbefristeten Hausarrest gegen Havemann (auf seinem Grundstück in Grünheide). Sein Haus und seine Familie (und auch die Familie seines Freundes Jürgen Fuchs, die er 1975 in sein Gartenhaus aufnahm) wurden rund um die Uhr von der Stasi überwacht.

Jugendliche im Alter von Angela Merkel haben die Stasiobservation am Grundstück rund um die Uhr übernommen. Zeitweise wurden bis zu 200 Stasiagenten auf das Grundstück angesetzt und ausser Hausarrest hatte Havemann seit 1976 mit einem gekappten Telefonanschluss zu leben. Die Überwachung kostete 740 000 DDR Mark.

WDR entdeckt Merkelbild in Havemanns Akte


Vor einigen Jahren plante man, in der Redaktion des Westdeutschen Rundfunks, den Bericht ” Im Auge der Macht- die Bilder der Stasi” und wollte über die Stasiarbeit recherchieren.

Die Redakteure stiessen dabei auf ein Foto, dass eine junge Frau, die sich um 1980 in dieser Zeit dem Grundstück der Familie Havemann in Grünheide bei Berlin näherte: Auf dem Foto soll Angela Merkel zu sehen sein, die sich dem Grundstück Havemann in der Zeit der Observation und der Isolation von Havemann näherte.

Das vom WDR gefundene Merkel.Bild durfte nicht gesendet werden, weil Angela Merkel die Ausstrahlung des Fotos im WDR Film untersagt hatte.

Die Doku des WDR gibt es hier:
der entsprechende Vorabbericht des Spiegels und als Quellennachweis

http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,377389,00.html

Besonders spannend dürfte jetzt die Debatte um den PDS Abgeordneten Gregor Gysi werden.Viele Deutsche Medien sowie der CDU Generalsekretär Ronald Pofalla, fordern den Bundestags-Fraktionschefs Gregor Gysi auf, seine DDR-Vergangenheit nicht unter den Teppich zu kehren.Wir können gespannt sein, ob der Generalsekretär dies auch von seiner Chefin der Kanzlerin Angela Merkel verlangt.

Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Günter Nooke (CDU), plädierte für eine offene politische Debatte zur Aufarbeitung der DDR-Geschichte. Seiner Meinung nach sei Gysi nicht nur ein einfaches funktionierendes Rädchen im Getriebe gewesen. Nooke, erwartet, dass der PDS-Fraktionschef und andere, eben auch Frau Merkel, ehrlich zu ihrer Geschichte stünden.

Bild schweigt zu Merkel und klagt Gysi an

Fatal in diesem Zusammenhang dürfte die Rolle des Boulevardblattes "Bild"sein.Hat man sich gerade richtig gut darauf eingeschossen Gregor Gysi seine Stasi Vergangenheit vorzuwerfen, muss "Bild"sich nun auf seine Kanzlerin fokussieren, wenn man nicht mit zweierlei Maass messen will. Eine mit Stasi Vorwürfen belastete Kanzlerin dürfte allemal schwerer wiegen als ein Bundestags-Fraktionschef.

Das Magazin "Stern"reiht sich ebefalls in die Riege derer ein, die sich jetzt scheinen verschluckt zu haben.Gestern noch mit der lauten Forderung "Zur Sache Herr Gysi", scheint man im im Fall der Kanzlerin gewisse Hemmungen zu haben diese Forderung auch an sie zu stellen.

Die nicht vorhandene Berichterstattung der Deutschen Medien, die sich zur Zeit in einer Handlungsunfähigkeit befinden, dürfte den Deutschen einen erkenntnisreichen Einblick in die Aufrichtigkeit, Glaubhaftigkeit und Vertrauenswürdigkeit ihrer Medien gewähren.Faktisch sind diese gezwungen über etwas zu berichten, was man schon seit langem wusste und absichtlich der Oeffentlichkeit verschwiegen hat. Berichtet man nicht, leistet man einen medialen "Offenbarungseid" und gibt Hinweise auf eine mögliche Gleichschaltung aller Medien.Ob diese von oben befohlen ist oder auf einem medieninternen Schweige- und Vertuschungskodex beruht kann man nur schwer beurteilen.Der Schaden den man sich gerade jetzt selbst zufügt, ist kaum wieder gutzumachen und gewährt einen aufschlussreichen Zustandsbericht Deutschlands.

Anmerkung der Redaktion
Uns erreichte eine Email des Autors des WDR Films ”Im Auge der Macht- die Bilder der Stasi” die wir hier gern veröffentlichen.

Die stasi hat einfach von jedem, der dem havemanngrundstück nahe kam, fotos gemacht, personalien ausfindig gemacht und eine auflistung erstellt, wer wann zu welcher uhrzeit da auftauchte. und da es von allen ddr-bürgern ein zweites doppel des passbilds extra für die stasi gab, hat man angela merkels damaliges passfoto lose mit in diese akte gelegt - nur, weil sie eben einmal mit ihrem mitkommilitonen aus der havemann-familie dorthin genommen wurde. aber aus diesem vorgang eine spitzelin merkelin abzuleiten ist ziemlich daneben und unseriös....
merkel gab damals das foto nicht frei, weil wir auf dem höhepunkt der kohl-debatte über die öffnung seiner akten bei ihr angefragt hatten. und die begründung für die ablehnung war, mit rücksicht auf kohl keinen präzedenzfall zu schaffen, der ihm in den rücken fällt.... merkel war zu diesem zeitpunkt noch nicht kanzlerin.

holger kulick (berlin)


Dieser Email entnehmen wir das a.) Frau Merkel tatsächlich am Haus Havemanns war und b.) das jede Person, also auch die Observierenden, fotografiert wurde.

Selbstverständlich haben wir die freundliche Mail Herrn Kulicks beantwortet.

Herzlichen Dank für Ihre Email.Es freut uns das sie so viel Vergrügen bei unserem Artikel hatten.Trotzdem sind wir generell skeptisch bei Dingen, wie einem"zufällig" in die Akten gerutschten Bild von Frau Merkel und einem "zufälligen" Besuch bei einem der bestbewachtesten Regimekritikern der DDR gerade in der Hochzeit der Observation.

Wer derart um seine Karriere besorgt war, wird sicher auch ständig bemüht gewesen sein nicht anzuecken.Sicher würde da eine lückenlose Aufdeckung durch Frau Merkel im Bezug auf ihre Rolle während der DDR Zeit weiterhelfen.

Der von Ihnen erwähnte Grund der Nichtveröffentlichung des Photos, beruht auf der Darstellung von Frau Merkel. Ob diese so wie erwähnt stimmt, können sicher auch Sie nicht beurteilen.Hierbei könnte es sich auch um einen vorgeschobenen Grund handeln.

Der Grundgedanke des Artikels bezieht sich darauf, dass man keine Treibjagd gegen Einzelne veranstalten kann und eine lückenlose Aufdeckung bezüglich der Stasi -Vergangenheit verlangen kann, wohingegen andere davon befreit bleiben.Ansonsten vertreten wir die Meinung das kein ehemaliger Mitarbeiter der Staatsicherheit überhaupt ein öffentliches Amt bekleiden sollte, egal wie tief seine Verstrickung war.

Wir haben in keinem Satz erwähnt das Frau Merkel eine Spitzelin war.Wir haben lediglich das Photo in den Akten, die Tatsache sich am Haus des Herrn Havemann aufgehalten zu haben und die Verweigerung der Veröffentlichung des Photos in einen Zusammenhang gestellt und daraus eine für die deutsche Oeffentlichkeit nicht unwichtige Frage (Deutsche Kanzlerin Merkel ein Stasi-Spitzel ?) konstruiert Die volle Wahrheit um diese Ereignisse könnte Frau Merkel sicher nur von allein aufdecken mit der Veröffentlichung Ihrer Stasi-Akte, so wie es öffentlich auch von anderen gefordert wird.Solange dies nicht geschehen ist, sind alle noch so abstrusen Verdächtigungen oder Mutmassungen von jedermann legitim.Verdächtigungen gegen Politiker generell, werden ja zum Glück in Deutschland noch nicht als"Gotteslästerung "betrachtet.

Redaktion Schweiz Magazin

Unterlagen aus DDR-Zeit von Angela Merkel gesucht?

Wer aus der Leserschaft dieser Zeitung Angaben machen kann, über Dokumente verfügt oder weiterführende Hinweise zur DDR-Vergangenheit der Angela Merkel hat, die über oben genannte und aufgeführte Faktenlage hinausgehen, den bitten wir, sich mit uns in Verbindung zu setzen:

DSZ-Verlag
Postfach 600464
81204 München.

Original-Artikel (War Angela Merkel ein Stasi-Spitzel)

Weiter Meldungen zu diesem Thema:
IM "Bundeskanzlerin" - Merkels Vergangenheit
www.radio-utopie.de

1 Kommentar:

  1. Bitte verstehen Sie diesen Artikel nicht falsch. Es handelt sich hierbei nicht um Stasispitzelbashing, sondern es geht darum, dass Berichte über die Kanzlerin in bezug auf STASI zurück gehalten werden.

    Des Weiteren vertrete ich die Ansicht, dass die Stasi-Akten Aufschluss über sämtliche Aktivitäten unserer West-Politiker wie Helmut Kohl geben könnten. Doch diese stehen ebenfalls unter Verschluss.

    Ich fordere keinen Pranger, wie Sie. Pranger dienen nicht der Aufklärung. Sie sind nur ein Lustinstrument der Rachsüchtigen, die ihre eigene Widrigkeit verbergen wollen.

    AntwortenLöschen

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