Sonntag, 21. September 2008

Finanzkrise: Angriff der NEOLIBERALEN auf Russland

Russland steht schon lange im Kreuzfeuer der westlichen Politik und auch in den westlichen Medien. Seit Jahren wird wieder das alte Feindbild des KALTEN KRIEGES aufgebaut und eingeheizt.

Mit Putins Politik erlebte Russland einen wirtschaftlichen Aufstieg, den die westlichen Wirtschaften, die sich hinter den Demokratien verstecken, nicht einfach akzeptieren wollen.

Putin reorganisierte die korrupte Wirtschaftspolitik seiner Vorgänger und verwies die Hochfinanz in Gefängnisse oder ins Exil. Diese hatten sich auf die westlichen Globalisten eingelassen und die Rohstoffe Russlands für diese geöffnet ohne dass das russische Volk an den Gewinnen beteiligt gewesen ist.

Das versetzte den Raubtierkapitalismus, unter dem wir alle hier in Deutschland leiden, in die Lage Russland mit samt seiner Bevölkerung genauso auszubeuten wie die arabischen Öl-Länder.

Soziale Marktwirtschaft in Russland

Mit Putin kam ein frischer Wind die marode, mafiös strukturierte Politik Russlands. Putin richtete gegen die Strömungen des Kapitals in Russland eine soziale Marktwirtschaft ein, die in den westlichen Medien als Staatsmonopole verteufelt wird. Doch Putin hat nichts anderes getan, als Deutschland nach dem Krieg. Er hat Monopolstellungen verstaatlicht, zum Schutz der heimischen Wirtschaft und der Bevölkerung. Eine Politik, die für Deutschland erstrebenswert wäre - aber in Deutschland wird privatisiert und der Weg für die Ausbeutung der Bürger geebenet. Putin hat mit seiner Politik den Staat unerpressbar gemacht. In Deutschland hingegen verfährt die Politik in entgegengesetzter Richtung. Die soziale Marktwirtschaft ist schon fast aufgelöst. Übrig bleibt nur noch die Bahn und Post sowie das gesamte Straßensystem, als letztes Festung wird die kommunale und dann auch die Landes- und Bundesverwaltung zum Verkauf anstehen.


Die neue Leitwährung Rubel

Der Dollar, der bis heute als öffentliches Zahlungsmittel für Energie (Öl) gilt, hat nur deshalb einen noch so hohen Tauschkurs. Der Dollar wir auf der ganzen Welt gehortet, um die immer weiter steigenden Öllieferung bezahlen zu können. Wäre diese nicht der Fall, würde er ins Bodenlose stürzen und hätte nur noch in den USA Kaufkraft Da diese Land aber unter einer notorischen negativen Außenhandelsbilanz leidet, müßten sich die USA als bankrott erklären.

Putin Entscheidung wurde wahrscheinlich auch wegen den Turbulenzen an den Börsen im Sept. 2008 unterstützt. Den diese rissen vor allem Russland in eine Panik, die sogar zur Aussetzung des Börsenhandels führte. Denkmodelle lassen es aber auch zu, dass vor allem wegen Russland, das schon lange zusammen mit dem Iran an einen Zahlungsmittelwechsel in den Ölgeschäften nachdenken, diese Finanzkrise von der Hochfinanz motiviert war.

Mit Russlands neuem Währungssystem würde die Welt neuorganisiert. Schon Außenminister Steinmeier erwähnte in einer Pressekonfernz Anfang des Jahres 2008, dass Russland ein neues Währungssystem einsetzen will. Leider ließ er sich damals nicht näher ein, doch mit der Umstellung auf Rubel würde auch Deutschland betroffen sein.

Ab sofort, wären Geschäfte mit den USA nicht mehr so wichtig. Der Stellwert der eh schon maroden Wirtschaft in Amerika würde absacken.

Vorteil für Deutschland

Deutschland könnte von dem neuen Währungssystem Russlands nur profitieren. Die Absatzzahlen in die USA sind schon lange rückläufig und die Deutschland kann nicht mehr genügend Geschäfte mit Dollar abwickeln, sondern ist ständig verpflichtet von irgendwoher Dollar anzukaufen um die Ölrechnungen zu bezahlen. Vor allem ist das ein unleidiges Geschäft, weil ein großer Teil der Öl- und Gaslieferung an die Deutschen aus dem russischen Raum kommt.

Russland ist aber die aufstrebende Nation, die auch nicht unbedingt ihren Import mit Dollar sondern mit Rubeln bezahlen möchte. Da ist es doch für beide Seiten nur erfreulich, wenn ein Währungswechsel stattfindet.

Doch wir haben die Rechnung ohne die CDU und ohne Angela Merkel bemacht. Diese wird nichts unversucht lassen, die positive Aussichten für Deutschland marode zu reden, um ihrem Freihandelsfreunden (Neoliberalen) in den USA zu diesen.

Deutschlands Kreuz mit den USA

Ohne Rücksicht auf Verluste ist Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf eine PRO AMERIKA Politik eingeschworen. Noch viel schlimmer ist aber, dass die USA diese Politik aus Dankbarkeit von Deutschland verlangt. Die Hochfinanz verlangt über die Politik der USA, den gesamten Wohlstand der Bürger für die Misswirtschaft und die Habgier der Hochfinanz in den USA zu einzutreiben. In diesen Sog soll nicht nur Deutschland, sondern auch das gesamte Europa hingezogen werden.

Der Schutzschild der USA auf europäischen Boden ist das Pfand für diesen bedingungslosen Gehorsam. Mit dieser Maßnahme will die USA Europa unterjochen und in ihre Abhängigkeit bringen. Der letzte Rest der ehemaligen Weltmacht USA beruht auf deren Militärschlagkraft, die mit dem Schrumpfen der Wirtschaftskraft, langsam abflacht. Als letzte Bastion soll Russland unter die Fitiche der Hochfinaz gebracht werden.

Die Hochfinanz greift nach Russland


Russland verfügt überfügt über unglaubliche Mengen von Ö- und Gasvorräten und die Produktion aus dem Nahen-Osten reicht für den Energiehunger der USA nicht aus. Also haben sich die schlauen Männer aus der Poltik bzw. Hochfinanz gedacht, dass Russland das gleiche Schicksal wie der Nahen-Osten erlangen soll.

Es stellt sich nur ein Problem: Russland kann sich mit Atombomben wehren, die arbischen Staaten nicht. Also wird eskaliert was die Trickkiste hergibt. Erst folgt das Abwehrschild in Europa und gleich darauf die Eskalation in Georgien, das ebenfalls ein Öltransitland ist und vor allem weil Georgien einen wichtigen Hafen auf seinen Grenzen hat. Also ein empfindlicher Schlag für Russland und eine gute Propaganda für das Feinbild RUSSLAND.

Weitere werden Folgen. Zur Auswahlstehen:
Ukraine
Aserbaidschan
Usbekistan
Weissrussland

KRIEG mit Russland ist eröffnet

1998 fand der erste Angriff auf die russische Finanzwelt statt. Damals löste die Hochfinanz über die politische Führung der USA eine Verknappung des Rubels aus (Leo Wanta) und macht Russland für die neoliberale Wirtschaftswelt unter Jelzin gefügig. Aus gelöst wurde sie, als am 13. Mai 1998 ein Gesetz verabschiedet wurde, das ausländische Kapital an Unternehmen einschränken sollte. Dadurch konnte Jelzin Anleihen für den Staatshaushalt nicht mehr am Finanzmarkt anbringen. Danach wurde der Refinanzierungszinssatz bis auf 170% angehoben.

Durch diese Zinstreiberei konnte sich kein einziges Unternehmen in Russland mehr einen Kredit leisten. Ausländische Investoren kauften diese Anleihen in Rubel auf und wandelten diese gleich wieder in Dollar um. Dadurch entstand ein Überangebot an Rubeln, weil die russische Wirtschaft hauptsächlich auf Tauschhandel beruhte. Der IWF tat sein übriges dazu bein und verlangte harte Sparmaßnahmen, die das ganze noch zuspitzten. Im Hintergrund baute die Hochfinanz eine diktatorische Machtübernahme vor, denn es wurden harte Auseinandersetzungen mit der Arbeiterklasse erwartet und Staatsbetriebe geschlossen.

Ministerpräsident Kirijenko wurde entlassen, weil er darauf bestanden, daß die großen Unternehmen ihre Steuern tatsächlich bezahlen und sich geweigert, alle bankrotten Banken auszulösen. Zusätzlich widersetzte er sich lange einer Rubelabwertung, die den Öl-, Gas- und metallverarbeitenden Firmen genutzt hätte. Kurz gesagt, Kirijenko wurde abgesetzt, weil er sich gegenüber korrupten Geschäftsinteressen behauptete, zum Wohle ganz Rußlands. Danach begann die Privatisierung von Ölunternehmen wie Rosneft, Slawneft-Megionneftegaz, Sibur und Lukoil und die Telefon-Holding Swjasinvest zur Privatisierung. Eine Situation die Deutschland auch schon kennt.

Jelzin folge Putin als Wunschkandidat 1999 ins Amt. Doch Putin hielt nicht an der Jelzin Politik fest. Er ging gegen die "Familie" vor und entfernte Pawel Borodin und Tatjana Djatschenko, Jelzins Tochter, zwei Schlüsselfiguren der alten Führung von ihren Posten. Er räumte gewaltig in den russischen Seilschaften auf, die den Staat betrogen. Einige von ihnen wurden angeklagt, die anderen befinden sich in westlichen Exil. Mit diesen Maßnahmen hat er die Hochfinanz vor den Kopf gestoßen und sich reiche und einflußreiche Feinde geschaffen.

Die Finanzkrise im Sept. 2008 will wieder einen Erdrutsch in Russland auslösen und Privatisierungen vorantreiben, doch Putin hat eindeutig signalisiert. Die Börsenindizes sind bereits seit dem Hoch im Mai um mehr als die Hälfte gesunken, Milliarden Dollar ausländischen Kapitals wurden aus dem Land abgezogen, und die Kreditvergabe wurde praktisch eingestellt. "Keiner gewährt dem anderen noch Kredit", sagte Garegin Tosunjan, Chef der russischen Bankenvereinigung, der Financial Times, "das ist weniger eine Finanzkrise als eine Vertrauenskrise."

Medwedew:
"An den Grundsätzen unserer Wirtschaftspolitik
wird sich nichts ändern"


Denn das wollen die Investoren der Hochfinanz, sie wollen Russland wieder erobern und ausbeuten. Der RUBEL als Leitwährung für russisches Öl würde sie schwer treffen.

NABUCCO - Die Rettung Europas vor dem Russen

Mit seiner Oper "NABUCCO" vertonte Verdi ein Thema aus der jüdischen Geschichte und machte das Sehnen des jüdischen Volkes in der "Babylonischen Gefangenschaft" zu einem Symbol für den italienischen Widerstand gegen die Fremdherrschaft der Habsburger, wie sie durch den Wiener Kongress (1814-15) zementiert wurde. Heute steht "NABUCCO" für die Befreiung Europas aus den Gaslieferungen aus Russland.

Ohne Unterlass predigt die Politik, die Unsicherheit der russischen Lieferung. Leider wird vergessen, dass Russland sogar in der heißen Phase des Kalten Krieges zuverflässig seine Gaslieferungen einhielt.

Mit "NABUCCO" rückt wieder der Iran in den Mittelpunkt der Energiegeschäfte, denn die Pipeline braucht ein Minimum von 30 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr. Das kann Aserbaidschan nicht alleine leisten. Schon agieren die Amerikaner im Irak und wollen dort die Gasquellen zur Versorgung Europas erschließen und auch der Iran, der über fast so große Gasvorkommen wie Russland verfügt, rügt wieder ins wirtschaftliche Interesse Europa und den USA.

Die Europäer haben mittlerweile ihre politischen Interessen von den wirtschaftlichen abgekoppelt. Seit 2006 verhandeln beispielsweise Portugiesen rege mit Iran. Das Unternehmen Edison verhandelt über iranische Gaslieferungen nach Italien. Mitte März schloss die Schweizer Elektrizitäts-Gesellschaft Laufenburg Group (EGL) einen Vertrag über Gaslieferungen aus Iran. Der Vertrag mit NIGEC (National Iran Gas Export Company) hat eine Laufzeit von 25 Jahren und einen Wert von 20 Milliarden Dollar. Dem Beispiel der Schweizer folgten die Österreicher: Die EconGas GmbH will ab 2013 iranisches Gas beziehen und das alles ohne politische Beteiligung.

Würde sich der Iran für eine Einbindung in das europäische Pipeline-Netz entscheiden, stehen die Chancen recht gut, dass er kurzfristig aus dem Kreuzfeuer der amerikanischen Außenpolitik kommt. Doch angesichts des Iraks ist es auch ein gefährliches Unternehmen, denn nach der Anließung an NABZCCU und Trans-Adriatic-Pipeline (TAP) - ein gemeinsames Projekt von EGL und des norwegischen Konzerns StatoilHydro - könnte ihn das Schicksal des Iraks ereilen.

Sollte sich der Iran nach Osten orientieren und in Co-Operation mit Russland Gas an Europa ausliefern, hätte es einen starken Partner, aber Europa eine einseitige Gaslieferung.

Aus diesem Grund sollte sich Europa bzw. Deutschland schleunigst daran machen endlich die Erneuerbaren Energien voranzutreiben. Die mondernen Volkswirtschafen sind momentan die Melkkühe der Energieländer. Ganze Völker arbeiten für den Energieetat, der in ausländische Hände und Investoren fließt und nicht in der eigenen Wirtschaft verbleibt.

Das würde aber eine grundlegende Änderung der Politik in Deutschland voraussetzen, diese ist bis heute nicht in Sicht. Die Politik wird gerade von diesen Lobbyisten der ausländischen Energieinvestoren bestimmt, denn wer will schon so eine willige und ergibige Merkkuh aufgeben.

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