Dienstag, 30. September 2008

Finanzkrise: Mitwisser und TÄTER

Große Hoffnungen setzte die Finanzwelt in den Rettungsplan von George W. Bush. Es sollten 700 Millarden US-Dollar vom US-Steuerzahler als Rettungspaket für strudelnde Banken bereitgestellt werden. Doch gerade seine eigenen Parteikollegen haben sich in diesem Punkt gegen ihn gewandt. Republikaner verstehen sich als Freihändler und lehnen daher jeden staatlichen Eingriff ab. Mit dieser Mehrheit schmetterten sie Bush Rettungspaket einfach ab und beschleunigen so den Kollaps.

Wo her kommt das Geld für die Zinsen?



Die Refinanzierung sämtlicher Staaten dieser Erde gerät jetzt ins Stocken. Anleihen, ein überlebenswichtiges Instrument der Refinanzierung von Staaten findet keine Abnehmer mehr. Sollten diese Papiere tatsächlich nicht mehr am Markt plaziert werden können, wären die Staaten verpflichtet, ihre Schulden und Zinsen abzubezahlen.

Die große Frage ist aber bei wem?
Bei wem sind wir verschuldet?


Ein wohl gehütetes Staatsgeheimnis. Doch die Personen selber sind nicht wichtig, sondern die Tatsache, dass unsere Staatsoberhäupter dieses System gemeinsam mit diesen Vordenkern aufgebaut haben und es solange am Laufen halten bis sämtliche Völker dieser Welt in Schulden ersticken, damit die Sicherheiten (Land und Leute) übernommen werden können.

Der Vorsatz der Ausbeutung


Die gefeierten Männer und Frauen der Historie haben den Grundstock für dieses Geldsystem gelegt. Sie haben die Gelegenheit nach dem II. Weltkrieg genutzt und sämtliche Staaten in dieses Geldsystem eingebunden, das mit den Demokratien der westlichen Welt fest verschweißt ist. Sämtliche Hilfsprogramm in die sogenannte Dritte Welt zielen darauf ab, das gleiche System zu manifestieren. Z. B. erhalten afrikanische Staat nur dann Gelder, wenn sie bereit sind private Investoren die Ausbeutung ihrer Rohstoffe zu erlauben.

Grundvoraussetzung für die Ausbeutung aber war: Die Staatsmänner vereinbarten, dass Staaten ihr Geld in Zukunft nicht mehr selbst durch Bundesbanken erzeugen durften, sondern am privaten Kapitalmarkt beschaffen mußten. Dies gelang spätestens mit der EZB. Seit dem 01.01.1999 ist dies manifestiert und keine Nation darf sich selber Geld leihen bzw. kreieren. Sie muss die Geldkreierung der Privatwirtschaft überlassen und nur noch Sicherheiten bei diesen hinterlegen.

Mit jeder Rettungsaktion verschulden die Staatsmänner die eigenen Staatsbürger noch mehr, denn Staaten sind selber keine juristischen Personen wie eine AG, sondern die Bürger haften privatschuldnerisch wie bei einer OHG, und zwar mit ihrem gesamten Vermögen und Grundbesitz.

Noch schlimmer ist, dass Deutschland die DM damals auf den Grund- und Boden der BRD beliehen hat. Die DM war also ohne Goldrücklagen entstanden und befindet sich heute mit dieser Sicherheit im EURO-Verbund. Eine Inflation durch Staatsüberschuldung ist also unmöglich, außer Europa geht im Gesamten auf eine Inflation ein.

So entstand ein Konstrukt aus Scheinsicherheiten, für die die Bürger alleine gerade stehen müssen. Die Anleihen, die durch die Finanzagentur Deutschland GmbH in die ganze private Welt verkauft werden, sind nichts anderes als die Wechselwirtschaft Hitlers im Dritten Reich. Ein verzweifelter Versuch aus dem System auszubrechen. Aber wir Zapfel wie ein armer Mensch im Sumpf, jede Gegenwehr läßt uns weiter absinken.


Unsere letzte CHANCE


Unter logischer Betrachtung ist dieser Prozeß nicht mehr aufzuhalten. Der Kollaps ist vorprogrammiert. Einziger Ausweg: Nach dem Zusammenbruch müssen wir alle darauf achten, dass nicht wieder die alte Bande an die Macht kommt.

Bis jetzt haben sie es immer wieder geschafft. Nach jedem Kollaps gingen diejenigen als Gewinner hervor, die Sicherheit (unbewegliche Güter) ansammeln konnten. Doch die Sicherheitsübereignung der Weltbevölkerung ist bereits so weit vorgeschritten, dass ein weiter Kollaps mit einen Neuanfang unwahrscheinlich wird. Dieser letzte Kollaps wird wohl im Feudalismus und im dunklen Mittelalter enden, wenn wir nicht wachsam sind.

Revolution gegen das Geldsystem


Die zehnjährige franz. Revolution (von 1789 bis 1799) brachte die Demokratie an die Macht. Aber mit dieser Demokratie kamen die alten Mächte der Hochfinanz wieder nach oben, die zuvor mit dem Adel die Völker verarmten. Das Geldsystem, das die franz. Bürger damals aussaugte blieb bestehen und so geht es durch die gesamte Geschichte. Jede Inflation, jeder Zusammenbruch endete damit, dass die alten Herren, an der Macht blieben und ihr Geldsystem weiter betreiben konnten.

Jetzt ist aber die Sicherheitsübereignung global so weit fortgeschritten, dass ein Neuanfang nicht mehr notwendig ist. Dies wird also unsere letzte Chance sein, die Hintermänner der globalisierten Finanzwelt zu entmachten, und zwar vor dem Zusammenbruch.

Eine Entmachtung erfolgt nicht durch Konsumverweigerung sondern durch die demokratische Entmachtung der politischen Stadthalter auf der ganzen Welt. Die Geldkreierung muss in staatliche Hand und muss abhängig von produktiver Arbeit gemacht werden. In diesem System sind Zinsen überfällig, denn diese vergiften die soziale Gerechtigkeit und übervorteilen die "Untätigen", die Kapital anhäufen können.

Rohstoffgewinnung dient als Sicherheit für die Geldkreierung. Diese wichtige Basis darf nicht in privater Hand bleiben. Rohstoffe gehören allen und erst produktive Arbeit macht sie zu einem geldwerten Produkt. Also muss die Produktivität als Sicherheit für Geldkreierung dienen und nicht das blose Auffinden von Rohstoffen und das noch durch private Hand.

In unserer Gesellschaft ist die Wertschöpfung durch Arbeit mittlerweile im unteren Feld angelangt. Aber gerade die Arbeitskraft ist das wichtigste Gut eines Menschen. Mit Leiharbeiterfirmen, HartzIV und Kombilohn privatsiert unsere Politik auch noch dieses letzte freie Gut der Menschen und macht es zur handelbaren Ware, sogar an der Börse.

Dieser Tatsache müssen wir uns bewußt werden.

Bei einem Neuanfang dürfen
die alten Vordenker auf keine Fall
wieder an die Macht.

Die Parteien,
die bis jetzt an der Regierung der BRD
beteiligt waren
sind Mitwisser und Täter.
Sie sollten in einer Demokratie
im Niemandsland verschwinden.


Nachtrag:

30.09.08 Reuters
Weitere Hilfestellung der EZB für Banken
"Die EZB wird weiter solvente Banken Zugang zu Liquidität gewähren und das Funktionieren des Geldmarktes so lange garantieren wie es auch nötig ist", sagte EZB-Chef Jean-Claude Trichet am Dienstagabend in Frankfurt laut Redetext. Durch die Bereitstellung ständig frischen Zentralbankgeldes im Verlauf der Finanzmarktkrise sei es gelungen, das System stabil zu halten.
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01.10.08 TAZ
Paris fordert 300 Milliarden-Paket
Jetzt werden die ersten Forderungen laut, dass auch die EU-Staaten für die Finanzkrise ähnlich tief in die Taschen greifen wie die Amerikaner: Frankreich wird nach Angaben eines EU-Regierungsvertreters ein europaweites Rettungspaket für die Finanzbranche im Volumen von 300 Milliarden Euro vorschlagen. Zur Finanzierung des Fonds sollen die EU-Staaten jeweils drei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts beitragen, hieß es am Mittwoch.
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