Donnerstag, 30. Oktober 2008

Die Wirtschaftskrise kommt nicht gleich nach der Finanzkrise

Vergleiche mit der Kernschmelze von 1929 sind verblüffend. Damals in den späten Zwanigern standen Aktien im Mittelpunkt und jeder wollte und viel konnten damit viel Geld verdienen. Aber schon damals wurden "faule Kredite" als Geldkreierungsmittel also als Sicherheit verwendet.

So wurde auch in den Zwanziger eine Masse an Geld kreiert wie nach 2003 in den USA. Tatsächlich bestand der Wohlstand der 1920er Jahre nicht auf dem Wirtschaftsboom, sondern aus der Geldkreierung auf Fantasieprodukten wie Krediten, die nie zurück bezahlt werden.

Dieses Geld floss in die Wirtschaft und jeder glaubte, den Himmel auf Erden gefunden zu haben. Doch der Zahltag kam.



Heute, am 29.10.2008 wird bekannt, dass einige Immobilienfond geschlossen werden, weil die Anleger massenhaft Geld abziehen. Nicht nur die Frankfurter KanAm, sondern auch AXA, Pramerica und die SEB-Gruppe schließen ihre offenen Fonds. Archner (Geschäftsführer des Verbands der Fondsimmobilienbewerter) rät Anlegern, in den Produkten investiert zu bleiben. Das von der Bundesregierung für die Banken geschnürte Rettungspaket über 500 Mrd. Euro könne zu einer Inflation führen. Archner : „Das Grundbuch schlägt dann das Sparbuch.“ Das gilt heute wie damals.

Am 13. Juli 1931 nahm das Spiel in Deutschland ein jähes Ende. Die damalige Großbank Donata war zahlungsunfähig und von Panik erfaßte Anleger wollten ihr Geld zurück.

Doch die damaligen faulen Kredite basierten sicherlich nicht auf den kleinen Häuslesbesitzern wie heute in den USA sondern, Deutschland hatte aus dem Versailler Vertrag horrend hohe Zahlungen zu beweltigen, die sich auf eine ähnliche Art und Weise verselbständigten wie heute die Immobilienkredite in den USA.

Deutschland verstaatlicht die Banken

Damals wie heute versorgte der Deutsche Staat unter Bruning die Banken mit Liquidität und im Gegenzug wurden diese teilverstaatlicht. 1932 gehören ihm 90 Prozent der Dresdner Bank, 70 Prozent der Commerz- und Privatbank sowie 30 Prozent der Deutschen Bank. Auch damals wurde dieses Vorhaben als "Sozialisierung von Verlusten" beschimpft und die Nazis schlachten dies genüsslich aus und verteufelten gleich den Kommunismus, wegen der Verstaatlichung der Banken. Diese Einstellung wurde reflexartig von Wirtschaft und Volk unterstützt.


Weltwirtschaftskrise 1929

Der Schwarze Freitag von 1929, der eigentlich ein Donnerstag war, wird hier in diesem Film ausführlich erklärt.



Doch der tatsächliche und endgültige Auslöser der Wirtschaftskrise waren die spontan angehobenen Einfuhrzölle von den USA und Großbritannien. Deutschland war damals wie heute ein großes Exportland und natürlich auf diesen Handel angewiesen - auch aus Sicht des Versailler Vertrages, der erfüllt werden musste.

Obamas Wirtschaftspolitik nach den Wahlen

In seinem letzten TV-Duell mit McCain beklagte sich Obama umständlich, dass Nordamerika und andere Länder einfach Waren und ohne großen Aufwand in die USA importieren können und die USA nicht in diese Länder . Und das wolle er ändern.

Frei übersetzt heißt das für mich: Obama wird nach der Wahl die Einfuhrzölle in den USA anheben, denn die USA versucht schon sein Jahren sämtliche Einfuhrzölle für ihre Waren abzuschaffen, hält aber an den eigenen Einfuhrzöllen fest.

Heute ist die Welt besser vernetzt und auch "größer" wie zum damaligen Zeitpunkt. Doch die Merkel'sche Politik in Deutschland ist zu sehr nach Amerika gerichtet und verschloß sich dadurch der restlichen Welt, besonders Russland.

Deshalb wäre es zu empfehlen sich weitere Handelspartner zu suchen und sich nicht auf die Schutzmacht Amerika zu verlassen. Denn die Historie beweist, dass jeder sich selber der nächste ist, in großer Not - Amerika allen voran.

Amerika hat sich auf den Wettstreit nach der Finanzkrise bestens vorbereitet. Es hat sich die Ölquellen dieser Welt gesichert und auch seine Währung als Energiewährung an die Spitze der Welt gebombt. Wer also Energie in der Wirtschaftskrise will, muss wohl oder übel Handel mit den USA betreiben, um seine Energiekosten in Dollar bezahlen zu können.

Mit der Verhinderungspolitik der Erneuerbaren Energien der letzten Jahrzehnte hat sich die deutsche Politik keinen Gefallen getan. Erneuerbare Energien haben als Nebeneffekt den Klimaschutz, aber die Wertschöpfung der Energien findet hauptsächlich im eigenen Land statt. Das würde uns unabhängier von Energieimporten in Fremdwährung machen. Diesen enormen wirtschaftlichen Vorsprung haben alle Regierungen Deutschland leichtfertig aus Lobbyismus glauben verspielt.

Massenelend und Arbeitslosigkeit


In Deutschland hat das Massenelend (Arbeitslosigkeit, Obdachlosigkeit, Hunger) unterdessen die politische Ordnung aus den Angeln gehoben: 1932 steigt die Arbeitslosenquote auf 43,8 Prozent. Mit der Bundeswehr im Inneren könnte Schäuble eventuellen Unruhen vorweg greifen, falls es wieder zu ähnlichen Zuständen kommen sollte wie 1932. Erstaunlich ist es schon, wenn gerade in der Finanzkrise ein solches Gesetz durchgedrückt wird, wo es vorher keine Mehrheit dafür gab. Ich kann mir vorstellen, dass gerade diese Szenarien von 1931 und 1932 bei den Plädoyers beschrieben wurden.

Was kommt nach der Finanzkrise?

Sicher ist, dass all die Gläubiger rigoros ihre Gelder eintreiben und um jeden Heller (Cent) feilschen. In unserem momentanen Finanzsystem nützt hier wahrscheinlich nicht einmal eine Verstaatlichung der Banken, denn bei der Finanzkrise der 1920er Jahre kreierten die Nationalbanken bzw. in Deutschland die Bundesbank ihr Geld für den Staat noch selber. Dies ist aber schon längst aufgehoben und Staaten haben heute reale Schulden bei Privatbanken bzw. durch Anleihen und Pfandbriefen, die durch die sogenannten Staatsfinanzierer (HRE) in den Markt kommen.

Deshalb wäre es jetzt in erster Linie zu klären, wer eigentlich der wirklich Gläubiger dieses Schuldenberges ist, so könnte abgeschätzt werden, welchen Verlauf diese "Krise" nimmt.

Die letzte Krise hat nichts Gutes für die Welt gebracht, deshalb sollten wir aufmerksam unsere Regierenden beobachten. Doch genau genommen reagieren sie genauso wie beim letzten Mal, nichts hat sich verändert. Jetzt kommen die Konjunkturprogramm für die Wirtschaft. Dieses Mal glauben die Herrschenden sie können es verhindern, weil sie früher beginnen als bei letzten Mal.

Doch im Hintergrund stehen die riesigen Schuldenberg, die niemals mehr abgearbeitet werden können. Dieses Finanzsystem ist so aufgestellt, dass sich diese Turbulenzen immer wieder und dann auch in kürzeren Abständen wiederholen werden und jedes Mal noch größere Schulden zurücklassen.

Wie viele Schulden können die Bürger dieser Welt verkraften und die dafür fälligen Zinsen erarbeiten bzw. neue Kredite dafür aufnehmen? Offensichtlich will das Finanzsystem genau das testen.

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