Sonntag, 2. November 2008

Die Zeit der großen Streiks ist gekommen!

Die Arbeitgeberseite läßt nichts aus, um die Streiks der IG-Metall in der Öffentlichkeit schlecht zu reden. Kannengiesser, Mitbegründer der INSM ist von Natur aus gegen Streiks, denn Streiks schmälern seinen Gewinne, den er nicht teilen will.

Sein einziges Bestreben ist, dass die Arbeitnehmer vorzugsweise kostenlos für ihn arbeiten. Noch in Zeiten des Aufschwungs, von dem die Arbeitnehmer nichts mitbekamen, tönte er vollbrüstig, mit Unterstützung unserer Bundeskanzlerin Merkel, dass die Arbeitnehmer doch bitte an schlechtere Zeiten denken
sollen. Jetzt sind die schlechten Zeiten da und wieder soll der Arbeitnehmer, der einzige Produktive in unserer Gesellschaft, wieder leer ausgehen und sogar noch für den Wohlstand der Unternehmer Steuergelder bezahlen.

Nach dem die Konzerne die horrenden Gewinne der letzten Jahre einstrichen und nichst davon als Lohnerhöhung abgaben, droht das nächste Ungemach für die Arbeitnehmer. Die Finanzkrise trifft sie mit ihren geschmälerten Reallohneinkommen mit voller Wucht.

Sie müssen nicht nur die Defizite der Finanzwelt ausgleichen, sondern auch noch mit Ihren Steuergelder Subventionen für die eigenen Arbeitsplätze finanzieren. Im Gegenzug wird jede Forderung nach einer Gehalts- und Lohnerhöhung verteufelt. Wieder einmal soll Zurückhaltung geboten sein.

Konsum wird per Gesetz vorgeschrieben





Ginge es nach Steinbrück, Merkel und Glos, sollte jeder Arbeitnehmer noch höhere Kredite aufnehmen, damit der Binnenmarkt wieder blüht und die Finanz- bzw. Wirtschaftskrise abgewendet wird. Sie suchen wieder allesamt das HEIL im Geldausgeben. Doch woher sollen die Arbeitnehmer das viele Geld nehmen? Durch ähnliche Kredite, die die Immobilienblase in den USA herauf beschwörten und deren Schulden wir heute mit 500 Milliarden bezahlen.

Die Arbeitnehmer seien vom Neid getragen und gönnen den Eliten den Wohlstand nicht. Diese Vorwürfe müssen aufhören. Der Wohlstand der Eliten beruht nur auf der Tatsache, dass die Arbeitnehmer ausbeuten und das auch noch mit politischer Unterstützung. Die Regierungen Kohl, Schröder und auch Merkel haben nichts unterlassen, um den Arbeitsmarkt zu untergraben und mit billigen, vom staat subventionierten Arbeitskräften auszubluten.



Um die Abwehr der Eliten gegen Gewerksschaften und Streiks zu erkennen, muss die Geschicht der Streiks und Arbeiterbewegungen in Deutschland bekannt sein. Schon damals unternahm die Politik alles, um die Arbeiterschaft zu unterdrücken und Gewerkschaften bzw. Bruderschaften zu unterdrücken oder gar zu verbieten.

Die Gesetze für die Anmeldung von Demonstrationen stammen aus unruhigen Zeiten, als Arbeitnehmer für Gerechtigkeit und humane Behandlung kämpften. Das Thema der NEIDdebATTE ist so alt wie die Arbeitnehmergeschichte nach der Industriellen Revolution. Das Kongomerat von Unternehmer, Politik und Medien funktioniert nicht erst seit der NEUZEIT sondern schon im 18. Jh. gab es Meinungsmanipulationen.

Für die Gewerkschaften wird es Zeit


Die Verhandlungen der letzten Jahre zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften waren verwässert durch poltische Einflußnahme, die sich eindeutig gegen die arbeitende Bevölkerung stellt. Die Gewerkschaften mokierten sich als bessere Unternehmer und disziplinierten Ihre Mitglieder zu unternehmerischen Denken, in der Hoffnung in besseren Zeiten berücksichtig zu werden.

Doch vom Aufschwung kam nichts beim Arbeitnehmer an. Die Politik veranschlagte sogar noch höhere Steuern und nimmt jetzt das Geld und neue Schulden, um die Unternehmer zu stützen, anstatt sie selber zur Verantwortung zu rufen.

Immer wieder wird die Soziale Gerichtigkeit in die Verantwortung gerufen, wenn es darum geht unternehmerische Interesse zu finanzieren und zu unterstützen. Soziale Verantwortung von den Unternehmern ist im Gegenzug aber niemals erbracht worden. Sie suchen immer neue Wege über die Politik, um aus der sozialen Verantwortung herauszukommen. Wer sich so aus dem sozialen System stielt, sollte keine Hilfe mehr erhalten.

Ein Umbruch in den Verhandlung ist notwendig


Anstatt die Sozialleistungen der Unternehmer immer weiter zu kappen, müssen diese wieder höher angesetzt werden. Entlastung der Arbeitnehmer ist dann zu erzielen, wenn die Unternehme wieder mehr Abgaben übernehmen.

Sinnvoller wäre es, wenn die Arbeitgeber einen höheren Anteil an der Renten- und Krankenversicherung tragen würden - so hätten die Arbeitnehmer auch mehr netto vom brutto.

Unsere Gewerksschaften müssen umdenken - weg von der prozentualen Gehalt- und Lohnerhöhung, welche die Ungerechtigkeitsschere noch weiter öffnet. Gestreikt wird durch die produktiven Arbeiter, die oftmals verhältnismäßig kleine Löhne beziehen, aber für die Wertschöpfung der ganzen Firma sorgen. Doch mit ihren erstrittenen Prozenten erhöhen sich gleichzeitig auch die lukrativen und hohen Gehälter der unproduktiven Arbeiter in der Verwaltung.

Für jeden ist es nachvollziehbar, dass 8 % Gehaltserhöhung bei einem Einkommen von 4000 Euro mehr sind, als bei 3300 Euro. Die Gewerkschaften sollte einfach aufhören die oberen Gehaltsgruppen in ihre Forderungen einzubeziehen, denn die streiken niemals mit. Sie belächeln sogar noch das "Fußvolk" und streichen die von denen erstrittenen Mehreinkommen leise und hämisch ein.

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