Mittwoch, 5. November 2008

Erster schwarzer Präsident der USA

Barack Hussein Obama hat in der Nacht vom 05.11.2008 eine historische Wahl gewonnen. Amerika bekommt einen schwarzen Präsidenten. Nach Jahrhunderten von Unterdrückung und Rassismus hat Barack Obama das undenkbar geschafft und die Massen mobilisiert. Mit gigantischen 700 Millionen US-Dollar Wahlkampfspenden konnte er einen nie dagewesenen Wahlkampf führen und gleichzeitig eine halbe Stunde Sendezeit auf sämtlichen Kanälen der USA erkaufen.



In den USA standen zwei Alternativen zur Wahl, die sich in ihren Grundeinstellungen nicht unterschieden. Doch es war wieder einmal eine schönes und teures Spektakel für die USA und natürlich für die Welt, beim dem Inhalte zur Nebensache wurde. Fast 1.000 Millionen USD Spendengelder wechselten in dieser Zeit den Besitzer und Amerika glaubt wieder für wenig Geld und ohne Leistung an sich selbst
.

Sogar Europa verfiel in eine regelrechte Obamamani, in einen Wahlkampfrausch ohne Inhalte. Die Deutsche Presse kannte nur noch ein Thema: "Der charismatische Obama" mit seinen zündenen Reden, deren Inhalte nie öffentlich zur Diskussion standen. So entstand ein Bild eines Heilbringers, der die Welt nach seiner Wahl in Frieden hüllt.

Doch schon in der Wahlkampfnacht ruderten einige Medien von ihrer euphorischen Haltung zurück und begannen sachte inhaltliche Differenzen zwischen den USA und Europa offen anzusprechen. Sie endeten meist in der schlichten Erkenntnis:

"Obama wird in erster Linie der Präsident der Amerikaner sein."

Für Europa gibt es ein jähes Erwachen mit Katerstimmung aus diesem Wahlkampf. Noch bleibt den Medien Zeit, uns über die politischen Inhalte und Ziele des Barack Obamas aufzuklären.

Das Wahlergebnis "the winner takes it all", dargestellt in Wahlmännern, verzerrt die eigentliche Abstimmung, die recht knapp ausgefallen ist.

Ob Obama die USA mit seiner Politik zu neuer Akzeptanz in der Welt führen wird, wird sich ab dem 20. Januar 2009 zeigen. Auch Obama hält nach wie vor am Irakkrieg fest, er will lediglich die Soldaten zum Teil nach Afghanistan abziehen. Pakistan erscheint in seinen Augen als noch gefährlichere Brutstätte für Terroristen als Afghanistan, in das er noch mehr US-Truppen senden will.

Seiner Auffassung nach müssen "alle in den Krieg, nicht nur einige wenige", womit er wohl die Bereitschaft der NATO mit noch mehr Truppen und Risiko zum Einsatz auffordert und das als Wiederbelebung des transatlantischen Bündnisses versteht - was übrigens Schäuble überaus herzlich begrüßt und schon Anfang dieses Jahres als neue Aufgabe ansah.

Die wirtschaftlichen Probleme in den USA sind mit seiner Wahl zum Präsidenten noch lange nicht gelöst. Obama steht vor einem riesigen Schuldenberg und militärischen Ausgaben, die in absehbarer Zeit auch nicht wegbrechen werden. Ob er den wirtschaftlichen Aufschwung in international verkraftbare Wege leiten wird ist fraglich, denn Marktanteile gibt es nur auf dieser Welt, wenn sie vorher anderen weggenommen werden.

Wollen wir hoffen, dass er allen gleich viel wegnimmt, damit nicht einzelne Länder zu sehr darunter leiden müssen.

Obama der Erlöser




Guantanamo und die Menschenrechtsverletzungen in den USA waren kein Thema für ihn und auch nicht für McCain. Eigentlich hat er die Amerikaner mit Steuersenkungen und Wahlversprechungen geködert, die wir hier aus den eigenen Wahlkämpfen bestens kennen.

EILMELDUNG
Deutsches Marine in Kuwait


Ohne viel Medienrummel trifft die Deutsche Marine in Ostafrika ein, zu einem NATO-Manöver. Doch sie wird nicht nur in Katar sondern auch in Kuwait anlegen. Inzwischen wird das Bedrohungsspiel um die Straße von Hormuz immer bizarrer. Über die Seestraße von Hormuz läuft der meiste Ölseehandel des Nahen-Osten und Iran droht mit dessen Schließung falls es zu militärischen Handlungen gegen den Iran kommen sollte.

Offiziell wird von den NATO-Generälen bezweifelt, dass der Iran zu so einem Schritt überhaupt fähig ist. Doch das Eintreffen der NATOflotte, auch mit deutschen Schiffen kann doch nur bedeuten, dass sich die Herren Generäle in Wahrheit gar nicht so sicher sind. Natürlich könnte diese NATOflotte auch die Absicherung sein, weil es tatsächlich zu einem Angriff auf den Iran kommt.

Noch ist Bush im Amt und hat die Befehlsgewalt, so müßte Obama diese Entscheidung nicht auf seinen Schultern tragen, sondern er könnte sie G. W. Bush anhaften, obwohl er hinter verschlossen Türen einer solchen Entscheidung höchst wahrscheinlich zustimmt.

Denn die Amerikaner sind sehr oft sehr naiv: Alle hoffen auf ein Wunder.

RIA NOVOSTI

Somit stehen für Obama gleich nach seinem Amtsantritt harte Zeiten bevor. Auf einen Honigmond mit Amerika kann er zu seinem Bedauern kaum hoffen. Wenn Amerika der Rührung über den eigenen Demokratismus und die politische Korrektheit müde ist, nimmt es ihn hart ‘ran. So hart, wie es nur ein aufgebrachtes, krisengebeuteltes, über die jüngste Vergangenheit und die anstehenden Pläne unmutiges Land tun kann.

Was auch immer mit den USA und um die USA herum während Obamas Amtszeit geschehen wird, es unterscheidet sich günstig davon, was unter John McCains Präsidentschaft geschehen könnte. Doch wenn die Siegeseuphorie vorbei sein wird, wird sich die Erfüllung der Wahlversprechungen zumindest in der vierjährigen Amtszeit als ein langwieriger und komplizierter Weg der Veränderung erweisen. Die Wähler mögen das nicht.


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