Mittwoch, 19. November 2008

Von der Finanzkrise in die Vertrauenskrise

Erst baut die US eine Immobilienblase künstlich auf, um die eigene Wirtschaft aus dem neu entstanden Geld von überfinanzierten Häusleskäufer, ein Wirtschaftswachstum aus dem Hut zu zauber. Danach gingen fleißige US-Investmentbanken an den Finanzdesignertisch und entwerfen windige Spekulationspapiere, in denen sie die bald platzenden Kredite als AAA+ Produkte in nach Europa verhöckerten - hauptsächlich über die Lehman-Bank.

Die Immobilienpreise sind aber nicht erst in 2008 auf dem amerikanischen Markt verfallen, sondern schon seit 2006 ist dieses Problem bekannt, doch die Banker haben wissentlich die Augen verschlossen und diese Papiere bevorzugt an Rentner verkauft.

Doch es kommt noch dicker

Die US-Regierung rettet vorwiegend die US-Investmentbanken, die ihre Geschäfte im Inland tätigten und Lehmann-Brother mit seiner starken europäischen Anbindungen wird ihrem Schicksal ganz bewußt überlassen. In der Folge leidet vor allem Europa und Deutschland unter der Immobilenkrise und muss jetzt mit Steuergeldern für amerikanische Kredite aufkommen.
Ein lohndener Schachzug für Amerika, der deutlich zeigt wie weit es mit der US-Welt-Verantwortung bestellt ist. Barack Obama wird an dieser Einstellung auch nichts ändern. Blumenthal, der ehemalige US-Finanzminister mit deutschen Wurzeln, sieht sogar ein Verantwortung der ganzen Welt, die US-Wirtschaft zu stützen, damit die gesamt Weltwirtschaft gestützt werden kann.

Das ist Humbug! In Wahrheit hat die US-Wirtschaft von ihren Auslandgeschäften gelebt und ihren Handesldefizit damit notdürftig ausgelichen. Der hohe Import in den USA ist der Niedriglohnpolitik geschuldet, die auch Europa und explizit Deutschland jetzt auch praktiziert.



Das macht die Aussichtslosigkeit dieses Finanzsystem erkennbar. Es ist nicht mehr zu retten, es wird aber noch am Leben erhalten, bis die Weltbevölkerung nichts mehr hat, außer der eigenen Arbeitskraft, die sie für Zinszahlungen in Zukunft kostenlos den Finanzoligarchen zur Verfügung stellen muss.

Vor dem Hintergrund dieses Grundgedanken werden Aussagen wie von Müntefering: "Wer nicht arbeitet, braucht nicht essen" noch viel gewichtiger und zeugt von der Grundeinstellung der Politik, die voll und ganz im Finanzsystemdenken aufgegangen ist. Das gleiche gilt für die Inragestellung der gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherung. Diese Politik verfolgt letztendlich nur ein Ziel, und zwar die Verarmung sämtlicher Völker dieser Welt für das Finanzkartell, das jetzt schon Parlamente und Regierungen aus dem Hintergrund regiert.

Noch ist die Zeit der öffentlichen Machtübernahme nicht gekommen, aber sie kündigt sich.

Deutsche Steuergelder für amerikanische Rentner

Jetzt steht die GM-Pleite ins Haus und zwar für die USA, die sich über Deutschland finanzieren will. General Motors hat sich verpflichtet für die Renten seiner ehemaligen Mitarbeiter aufzukommen, dadurch sind enorme Defizite in den letzten Jahren entstanden, die auch aus den Kassen von OPEL Deutschland ausgeglichen wurden. Und jetzt soll wieder einmal der deutsche Steuerzahler für die Rentenkassen der Amerikaner herhalten und Rettungspaket für OPEL schnüren.

Diese Spiel machen die USA schon seit längerer Zeit. In Südamerika investierten vornehmlich amerikanische Rentenfonds und stürzten die dortige Wirtschaft in ein Desaster, so dass auch dort andere Volkswirtschaften für die Renten der Amerikaner hohe Preise bezahlen mußten.

Die Vertrauenskrise

Diese Misswirtschaft und bewußte Aushöhlung von Volkswirtschaften durch die Finanzwelt, die gesteuert ist von wenigen Schlüsselbanken haben wir jetzt die sogenannte Finanzkrise zu verdanken. Doch diese Finanzkrise ist eine natürliche Reaktion eines Systems von Geldkreierung, das auf immer neuen und höheren Schulden besteht.

Durch die Überfinanzierung der amerik. Häusleskäufer erhielt die amerikanische Wirtschaft einen Schub von neuem Geld, das aber nicht anhielt, weil die anfallenden Zinszahlungen und vor allem die weitere neue Verschuldung der amerikanischen Bürger ausblieb. Die Menschen sind aufgrund ihrer schlechten Erfahrungen und dem stetig steigenden Preisdruck gar nicht mehr in der Lage neue Kredite aufzunehmen. In solch einer Situation spricht die Politik und auch die Wirtschaft auf einmal von einer Vertrauenskrise, anstatt das Finanzsystem global infrage zu stellen.

Unser Finanzsystem ist unfinanzierbar



Ein Finanzsystem, das als Grundlage die ständige Neuverschuldung von Arbeitnehmern voraussetzt, um darauf ein Wirtschaftswachstum zu erschaffen, in auf Dauer nicht funktionsfähig.

Mittlerweile werden die meisten Gewinne unserer Wirtschaft nicht mehr durch produktive Arbeit erzeugt, sondern durch die Finanzwirtschaft, die einen lächerlich kleinen Rückfluss mit den Gehälter an die Bankangestellten in unsere Volkswirtschaft erbringt. Dazu sollte im Hinterkopf behalten, dass als die Kapitalsicherheit der Banken für Finanzgeschäfte und Geldkreierung lediglich bei 8 bis max. 10 % liegt.

Der ethische Grund des Wirtschaftens



Wir wirtschaften nur noch für den Profit der Finanzwirtschaft, den Zins und den Zinseszins, doch eigentlich sollte der Sinn des Wirtschaftens darin bestehen, dass alle von den Erträgen der Profite etwas abbekommen.

Seit der Gründung der AGs wurde Kapital anonymisiert und zu einem Handelsgut wie Äpfel, weil es imaginär an die Realwirtschaft geknüpft zu sein scheint. Künstliche Verknappung und falsche Gerüchte treiben mal die eine, dann die andere Aktien an, um Gewinne zu erwirtschaften bzw. Verluste. Diese Verluste müssen aus den Gewinnen von produktiver Arbeit bezahlt werden, was auch erklärt, warum die Löhne immer weiter im Realwert sinken und auch keine Besserung in Aussicht ist.

Noch nie war es so deutlich, dass wir Arbeitssklaven des Kapitals sind. Geld das sich in einem eigenem Kosmos des Kapitals an der Börse und Bankcomputern befindet. Geld vermehrt sich durch produktive Arbeit, wenn diese vorher mit Schulden zu hohen Zinsen bei den Banken für Geld beliehen wird.

Und dieser Motor steht jetzt natürlicher Weise still, weil es niemanden mehr gibt, der für produktive Arbeit genügend Geld verdient, um sich die neuen Schulen leisten zu können. Deshalb redeb uns die Politiker jetzt einreden, das wir Vertrauen haben sollen - Wir sollen auf das GOLDENE ZEITALTER nach der Krise bauen und fröhlich weiter Schulden machen.

Das neue Vertrauen in mehr Schulden

Jetzt sollen die unterjochten und ausgesaugten Arbeiter mit ihren Hungerlöhnen neue Autos kaufen zu NULL Prozent Zinsen. Sie werden mit Sprüchen wie: "JETZT KANN SICH JEDER ALLES LEISTEN - zu NULL ZINSEN und Zahlung erst in 12 Monaten". Die Deflation droht nicht nur zu kommen - sie ist bereits mitten unter uns. Deutsche lassen sich aber nicht so an der Hand in die Schuldenfalle führen, wie es die Amerikaner mit sich haben machen lassen. Die letzten Inflationen sind noch zu tief im kollektiven Gedächtnis der Deutschen eingeprägt. Auch die Währungsreform durch den EURO kostet die Deutschen erhebliche Kaufkraft und wurde nicht durch die versprochenen Exportgeschäfte in den Lohnzahlungen ausgeglichen.

Die Finanzwirtschaft braucht dringend neues Futter und zwar vom Volk. So greift die Staatsmutter Merkel in die Taschen der Landeskinder und verteilt Milliaraden. Alleine Deutschland stemmt ein Rettungspaket von 500 Mrd. Euro, dagegen wirken die 700 Mrd. UDS wie ein Mückenschiss, wenn man bedankt dass Amerika um ein vielfaches größer ist wie Deutschland.

In dieser Hinsicht ist sogar ein Neoliberaler wie Prof. Hüther (INSM) bereit Hilfe vom Staat zu akzeptieren, aber nur wenn sie so ausgerichtet, ist dass das Geld an die Unternehmen und Banken ausgezahlt wird.

Bei einem Finanzprogramm für OPEL werden den Mitarbeitern trotzdem hohe Opfer abverlangt. Verzicht auf das Weihnachtsgeld, Gehalterhöhung oder Mehrarbeit ohne 'Geldausgleich werden bestimmt in den nächsten Wochen heiß diskutiert. So kann garantiert werden, dass die Gelder niemals an den Steuerzahler zurückfließen werden.

Solche Entscheidungen dürfen in Zukunft nicht mehr hingenommen werden. Entlastung darf nur noch zum Geldwert-Vorteil der Bürger stattfinden, sonst bleibt den Menschen nach dem Zusammenbruch des Finanzsystems nichts mehr übrig.

Jeder Staat, der jetzt den Vorschlägen der Finanzwirtschaft folgt und entsprechende Modelle aufstellt, versündigt sich am eigenen Bürger. Angela Merkel handelt in der Finanzkrise falsch, rücksichtslos und ohne Voraussicht. Doch solche Politiker sind der Finanzwirtschaft mehr als recht. Sie kann sich bei der nächsten Bundestagswahl wohl sehr viel starkt auf die Unterstützung der Banken und Finanzmogule verlassen - so wie sich Obama auf das Geld dieser Lobbyisten in den USA verlassen konnte.

Ja, wir können auch anders wählen!

Wir können die Welt verändern, und zwar indem wir nur doch die Politiker wählen, die kein Geld aus der Wirtschaft erhalten und annehmen.

Bei einem bin ich mir sicher: Die Linken erhalten bestimmt keine Zahlungen aus der Wirtschaft.

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