Montag, 8. Dezember 2008

Finanzkrise: BIS empfiehlt baldigen Ausstieg aus dem Banksystem

Bloomberg-TV meldet am 8. Dez. 2008 im News-TV-Laufband, dass die BIS (Bank für Internationalenzahlungsausgleich) den Staaten empfliehlt, nach den Rettungsaktionen aus dem Bankensystem auszusteigen.

Das ist eine bittere Nachricht für unsere Banker. Wird es eine grundlegende, neue Geldordnung geben, indem die Banken nicht mehr das Monopol auf die Geldkreierung haben werden oder ist diese Meldung nur heiße Luft, um die Gemüter zu beruhigen? Es kann auch so verstanden werden, dass die Staaten überhaupt keine eigenen Banken mehr haben sollen - z. B. Landesbanken und KfW.

Man wird sehen, wie die deutschen Medien diese Meldung der BIS aufnehmen und gegebenenfalls es für nötig halten, sie zu publizieren.

Laut dem Quartalsbericht der BIS sind die Anleihen im Welt-Schuldverschreibungs-Markt (Staatsanleihen) stark im dritten Quartal 2008 gesunken. Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) schätzt, dass 2006 die Geldmenge 122 Prozent des Weltsozialproduktes ausmachte. Zusätzlich zirkulierte aber mehr als das Zehnfache in Form von verbrieften, also als Wertpapiere verpackten Krediten sowie Derivaten.

"Die Süddeutsche schreibt über Derivate, dass diese eine Art atomare Abschreckungswaffe für Investoren sein könnte, denn jetzt richtet sich diese Finanzwaffe gegen diese selber." Daraus kam man aber auch schließen, dass diese Derivate eventuell absichtlich eingesetzt wurden, um diese Krise zu verursachen und so den Staaten diese Unmengen an Geldern bzw. Schulden auf zukünftige Steuereinnahmen zu entlocken. Ein ausgeklüglter Plan - wenn es denn so war.

Merkel sagte am 26.11.08 im Bundestag: "Übermäßiges billiges Geld in den USA war eine treibende Kraft für die heutige Krise. Ich bin zutiefst besorgt darüber, ob wir jetzt diesen Trend durch Maßnahmen verstärken, die in den USA und anderswo, obwohl wir uns nicht wissen ob wir uns in fünf Jahren nicht in exakt der gleichen Krise wieder finden."

Welch ein Schlauer Spruch unserer Kanzlerin! Sie hat sehr lange zusammen mit ihren schlauen Beratern gebraucht, um zu erkennen, dass sie die Finanzkrise mit den gleichen Mitteln bekämpft, wie sie schon in Amerika bekämpft worden ist, und zwar mit billigen Krediten und billigem Geld vom Staat.

Das, was momentan sämtliche Staaten dieser Welt machen ist eine offene Disflation. Die vorherigen Maßnahmen in den USA, mit billigen Immobilienkrediten, war eine versteckte Disflation der US_Regierung und hat die Finanzkrise nur noch verstärkt und zu einem weltweiten Problem gemacht. Der Konkurs von Lehman-Brothers war eine eigennützige Handlung der US-Regierung, die Europa tief in die Verschuldung der USA mit hineinzog. Und jetzt sollen sämtliche europäische Länder genau den selben Fehler machen wie Georg Bush und seine Berater aus der FED?

In der Empfehlung der BIZ, nach den Rettungsaktionen aus dem Bankensystem auszusteigen, ist keine Heilsnachricht. Es bedeutet lediglich, alle Staaten sollen Gelder ins Finanzsystem pumpen und hinterher das Banksystem überprüfen. Die Gelder sind in in jedem Fall weg und auf den Konten der Bankteilhaber, nicht der kleinen Aktionäre.

Das Problem der Finanzierung der Finanzkrise wird wohl darin bestehen, dass die Staaten gar nicht genug Anleihen für die Rettungsgelder auf dem Geldmarkt platzieren können - es fehlen schlichtweg die Käufer. Dies hat offensichtlich der oberste Wächter der Banken, die BIZ, erkannte. Doch noch wag sie es nicht, es auszusprechen, dass unser Finanzsystem aus dem Ruder gelaufen ist. Die generierte Krise der Hochfinanz, ist unkontrollierbar geworden, außer sie findet ein neues Finanzkunststück, um die Sicherheiten auszulagern. Mittlerweile beginnen eine Banken ihre unbezahlbaren Schulden in Auslagerungsbanken umzubuchen. Wie sich diese Maßnahme auswirkt bleibt abzuwarten. Hier zu müssen wir die Meldungen durchkämmen. Ausstieg aus dem Banksystem

Wie könnte das aussehen? Würden die Staaten zur altbewährten Nationalbank bzw. in Deutschland "Bundesbank" zurück kehren und ihr eigenen Geld kreieren. Dazu müßte erst einmal die Satzung der EZB geändert werden, die besagt, dass die EU-Staaten keine Gelder von den eigenen Nationalbanken leihen dürfen.

Zu aller erst sollte aber auch nachgeforscht werden, wer überhaupt diese Ideen in die Politik pflanze, damit die Nationalbanken in ihrer Funktion beschnitten wurden. Schon alle das ist aus meinen Augen kriminell veranlagt gewesen. Es ist auch nicht akzeptabel, dass dies den sogenannten Experten der Bundesregierung nicht bekannt gewesen sein soll. Hier liegt böswillige Absicht dabei, im Dienste der Hochfinanz.

Wenn nach Angaben der BIZ die Geldmenge 122 % über Welt-BIP lag, kann sich jeder einfach ausrechnen wie viel Geld im Umlauf war, doch dazu kommt das 10fach durch Derivate (auch bekannt als faule Kredite). 2006 betrug das Welt-BIP ca. 48 Billionen USD. Somit hatten wir 2006 eine Geldmenge von über einer halben Billion US_Dollar. Das legt nahme warum die M3-Geldmenge in den USA nicht mehr veröffentlicht wurde. So konnte die Wahrheit der Öffentlichkeit vorenthalten werden und die Politik spielte dieses Spiel willig mit. Doch diese Geldmenge aus 2006 hat sich mit Sicherheit noch einmal verdoppelt, denn der Handel mit Derivate wurde gerade nach dem Jahr 2006 exessiv fortgeführt.

Süddeutsche Zeitung
Bloomberg

1 Kommentar:

  1. Mag. Reinhard Wallmann, Baugasse 10, 4600 Wels, Austria, Fon ++43 7242 673940, Fax ++43 7242 6739419 wallmann@wallmann.at 10.12.2008

    Finanzkrise 2008 -
    „Geldvernichtung“ als Lösungsansatz


    Die Ursache der aktuellen Finanzkrise liegt in der Blasenbildung als Folge der unkontrollierten Geldschöpfung – darin sind sich nahezu alle einig.

    Diese wurde ausgelöst durch zügelloses Konsumverhalten der US-Verbraucher, durch risikoreiche Geschäfte der Banken in Island (und auch anderswo), durch bis heute nirgendwo dargelegte Geschäfte der BayernLB (und anderer), durch Derivate auf Kreditversicherungen und durch die Gier der Manager.

    Um das Wirtschaftssystem zu erhalten muss nun der Staat Haftungen und Kapital bereitstellen, um die reihenweisen Insolvenzen systemrelevanter Banken zu verhindern.
    Dieser Lösungsansatz ist eine unter Insolvenzgefahr und Zeitdruck entstandene Improvisation, deren Folgen niemand kennt.

    Die Angst vor der Deflation und deren Folgen (Hyperinflation, Währungsreform) geht um.
    Wenn man also die Geldmenge als Folge des außer Kontrolle geratenen Systems der Geldschöpfung als Ursache der Finanzkrise ortet, so wäre es konsequent, wenn man sich mit der Geldvernichtung beschäftigte.

    Die Geldtheorie bestätigt uns: der Geldschöpfungsmultiplikator wirkt auch in der entgegengesetzten Richtung.

    Zinssenkungen, Kapitalbereitstellungen und Haftungen sind jedoch zweifellos „inflatorische geldpolitische Instrumente“, die die Geldmenge weiter erhöhen (Reflation).

    Wie also „Geldvernichtung“ betreiben, aber nicht durch Deflation ?

    Man könnte einmal über „negative inflatorische Maßnahmen“ nachdenken, gleichsam den Rückwärtsgang in der Geldschöpfung einlegen, den Geldvernichtungsprozess einer Rückzahlung erzeugen.
    Es ist besser freiwillig und kontrolliert Geldmenge zu vernichten, anstatt gezwungenermaßen durch Insolvenzfolgen der Deflation.

    30% der Kredite werden einfach nachgelassen.
    (Selbstverständlich nur bei jenen, die das auch wollen)

    Wie wirkt sich dies bei den Teilnehmern am Geldsystem – den Notenbanken, den Geschäftsbanken und den Nichtbanken aus?

    - Die Beziehung zwischen Notenbanken und Geschäftsbanken und zwischen Geschäftsbanken untereinander

    Die wechselseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten werden in Höhe von z.B. 30% b.a.w. abgegrenzt.
    Es verbleibt der entgangene Deckungsbeitrag aus der Zinsdifferenz (z.B. 1%), über den man sich im Sinne einer „Bankenhilfe“ Gedanken machen muss.

    - Die Beziehung zwischen Geschäftsbanken und Nichtbanken

    Eine Streichung von 30% der Verbindlichkeiten der Nichtbanken führt auch zum gleichen Ergebnis. Die Geschäftsbanken reduzieren im gleichen Ausmaß ihre Zwischenbankverbindlichkeiten und es verbleibt der entgangene Deckungsbeitrag aus der Zinsdifferenz. In diesem Fall ein höherer (z.B. 3%) als der zwischen den Geschäftsbanken untereinander.
    Den endgültigen Niederschlag findet der Schuldnachlass in den Notenbankkonten. Steuerliche Rahmenbedingungen neutralisieren allfällige „Sanierungsgewinne“.

    Im Sinne der Lösung der Finanzkrise ist nun das Staatensystem gefordert, Hilfestellung zu geben, was ja auch geschieht – es sind ja schon bald 50% des BIP (USA 7.400 Mrd. $).

    Was könnte es nun kosten, dem Bankensystem die entgangene Zinsdifferenz zu ersetzen?

    World Bank und EZB helfen uns, die Größenordnungen z.B. des Euroraumes zu erkennen:

    GDP Euro area : 12.179 Mrd. USD / 1,30 = 9.368 Mrd. EUR
    M3 Sept. 2008 : 9.224 Mrd. EUR

    Berechnung: für rd. 10.000 Mrd. € Geldmenge und davon 30% entgangene Zinsdifferenz zwischen Geschäftsbanken und zwischen Geschäftsbanken und Nichtbanken.

    Abgrenzung Zinsdifferenz
    10 000 Mrd. € 30%
    Banken 1% Mrd.€ 3000 Mrd.€ 30
    Nichtbanken 3% Mrd.€ 3000 Mrd.€ 90

    (Da das Verhältnis der Kredite zwischen den Geschäftsbanken und Geschäftsbanken und Nichtbanken nicht vorliegt, wurde die entgangene Zinsdifferenz jeweils in Höhe der gesamten Geldmenge zwischen Geschäftsbanken und zwischen Geschäftsbanken und Nichtbanken berechnet.)

    Die „Bankenhilfe“ läge also zwischen 30 und 90 Mrd. €, das ist soviel wie die BayernLB alleine braucht und weniger als Österreich sofort bereitgestellt hat.
    Diese „Bankenhilfe“ würde jährlich anfallen, aber die mit der Hilfe verbundenen Auflagen müssen eine Sanierung bewirken.

    Die Risikobetrachtung ist eine andere geworden, den verbliebenen Aktiva (abzüglich der risikobehafteten Forderungen) stehen verringerte Verbindlichkeiten gegenüber.
    Die Insolvenzgefahr ist gemindert, kein weiteres Geld wird neuem Risiko ausgesetzt.
    Die Geldschöpfungsmöglichkeiten, auf niedrigerem Niveau, sind wieder gegeben.
    Die Kreditversicherungsrisken sinken.

    Bei den Nichtbanken verbessert sich der Ertrag, da der Finanzierungsaufwand sinkt.
    Dies hat positive Auswirkungen auf die Verkehrswerte.
    Hausbesitzer können sich die Rückzahlung ihrer Hypotheken wieder leisten, der Druck auf den Immobilienmarkt wird geringer.
    Eine Denkumkehr tritt ein, denn die „Gier“, oder besser der „Eigennutz“ als Triebfeder wirtschaftlichen Handelns wird in Richtung „Sanierung und Risikobegrenzung“ gelenkt, um aus der freiwilligen Teilnahme am „Schuldnachlass“ das Bestmögliche zu machen.

    Literatur, Links, Definitionen

    Issing, Otmar; Einführung in die Geldtheorie; Verlag Vahlen, 1995
    http://www.bundesbank.de
    http://www.oenb.at/de/ueber_die_oenb/schulen/das_geld/erscheinungsformen/schoepfung/geldschoepfunggeldvernichtung.jsp
    http://www.macroanalyst.de/afe-kasten-gitalgeld.htm
    http://de.wikipedia.org/wiki/Geldvernichtung
    http://www.valiant-future.ch/banking/referate/Geldtheorie.pdf
    http://homepage.univie.ac.at/christian.sitte/PAkrems/zerbs/volkswirtschaft_I/beispiele/inf_b01.html
    http://goldnews.bullionvault.de/Fannie_Freddie_Hadronen_Beschleuniger_Staatsverschuldung
    http://blog.zeit.de/herdentrieb/2008/11/26/wiederholt-sich-das-schulden-deflations-szenarium-von-irving-fisher_442
    http://de.wikipedia.org/wiki/Offenmarktpolitik
    http://www2.uni-siegen.de/~merk/downloads/offenmarktpolitik_ezb.pdf
    http://de.wikipedia.org/wiki/Geldmenge
    http://www.bundesbank.de/download/ezb/monatsberichte/2008/200811.mb_ezb.pdf
    http://web.worldbank.org/WBSITE/EXTERNAL/DATASTATISTICS/0,,contentMDK:20399244~menuPK:1192714~pagePK:64133150~piPK:64133175~theSitePK:239419,00.html

    M3:
    Für M1 bis M3 definiert die Europäische Zentralbank[1]:
    M1: (Nov. 2007: 3.860 Mrd. Euro) Sichteinlagen der Nicht-MFIs sowie Bargeldumlauf ohne die Kassenbestände der Kreditinstitute (MFIs);
    M2: (Nov. 2007: 7.307 Mrd. Euro) M1 plus Einlagen mit vereinbarter Laufzeit bis zu zwei Jahren und Einlagen mit gesetzlicher Kündigungsfrist bis zu drei Monaten;
    M3: (Nov. 2007: 8.620 Mrd. Euro) M2 plus Anteile an Geldmarktfonds, Repoverbindlichkeiten, Geldmarktpapieren und Bankschuldverschreibungen mit einer Laufzeit bis zu zwei Jahren
    Die Geldmenge M ist über die Quantitätsformel von Irving Fisher direkt mit der Umlaufgeschwindigkeit V und der Summe aller verkauften Produkte X, multipliziert mit ihren Preisen P, verknüpft:
    .
    In der Praxis wird die Umlaufgeschwindigkeit jedoch nicht direkt gemessen, sondern über die vorangestellte Gleichung berechnet. Dabei wird die Summe aus allen verkauften Produkten und ihren Preisen mit dem Bruttoinlandsprodukt (BIP) gleichgesetzt:
    V = BIP / M.

    OENB:
    Geldschöpfung/ Geldvernichtung
    Aus dem bisher Gesagten geht hervor, dass Zentralbank (Zentralbankgeldschöpfung) und Kreditinstitute (Giralgeldschöpfung) Träger der Geldschöpfung sind.
     Das Gegenteil der Geldschöpfung wird – sehr einprägsam – als „Geldvernichtung“ bezeichnet. Wenn beispielsweise ein Kreditinstitut von der OeNB ausländische Zahlungsmittel erwirbt und mit Euro-Banknoten bezahlt, verlieren diese bei der Hereinnahme durch die Zentralbank ihre Geldeigenschaft. Bei der OeNB eingezahlte Banknoten haben keine Zahlungsmittelfunktion mehr. Sie sind streng verrechenbare Drucksorten wie vor ihrer Ausgabe. 
    …mehr>>http://www.oenb.at/de/ueber_die_oenb/schulen/das_geld/erscheinungsformen/giralgeld/buch-_oder_giralgeld.jsp

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