Dienstag, 30. Dezember 2008

GAZA/Israel: Wechselseitige Luftangriffe - 750 Ziele bombardiert

Nicht einmal die Wahl Barack Obamas schaffte fast 6000 News-Einträge bei Google, doch die Eskalation im Gazastreifen vom 27.12.08 bringt es locker auf diese Anzahl.

"Die Welt" schreibt von "wechselseitigen Luftangriffe"
. Mit dieser "Begrifflichkeit" mag sie im weitesten Sinne auch richtig liegen, doch ich persönlich unterscheide immer noch massiv zwischen Luftangriffe durch Bombenabwürfen und selbstgebastelten Kassamraketen der Hamas.

Noch skurriler war der Aufklärungsbericht in der ARD gleich nach der Tagesschau am 29.12.08. Er einmal wurde der Zuschauer mit einem Rückblick auf die letzten 10 Tage im Gazastreifen eingestimmt. Dabei versäumte die ARD mitzuteilen, dass Israel schon mit einer Blockade parallel zur Präsidentschaftswahl am 05.11.08 im Gaza-Streifen begonnen hatte. Viel Menschen sind sich nicht bewußt, dass Israel eine riesige Mauer um den Gazastreifen baute und noch weiter baut. Die Menschen sind dort abhängig vom Gutwillen der Israelis. Sie entscheiden über Hunger oder einen vollen Bauch im Gazastreifen.

Also wurden die Palästinenser schon seit dem 04.11.08 an der Hungerleine gehalten - zu einer neutralen Berichterstattung würde das meiner Meinung nach auch gehören. Doch hier versagen unsere Medien politisch korrekt. Nur vereinzelt gab es einen zeitgemäßen Bericht, der aber die Massen nicht erreichte.

Auch wird einführend davon berichtet, dass der Iran die Hamas mit Waffen beliefert und später im Bericht wird ausführlich gezeigt, wie die Hamas ihre Raketen selber bastelt und mit Reinigungsmaterialen anrührt.

Auch die Schmuggeltunnel werden gezeigt. Zwar wird nicht verschwiegen, dass durch diese Tunnel sich die Bevölkerung ernährt, weil Israel den Gazastreifen oft von Hilfslieferungen abschirmt, doch vorrangig sind diese Tunnel gemäß ARD zum Waffenschmuggel gedacht.

Gaza-Streifen ist nur 15 km breit und 40 km lang, aber 750 Ziele bombardiert

Auf diesem Gebiet bombardierte gemäß"Die Welt" die israelische Luftwaffe sagenhafte 750 Ziele. Unsere Nachrichten sagen: Es seien immer nur Hamas-Ziele anvisiert worden. Jeder kann glauben was er will. Auf jeden Fall sind seit Beginn der Luftangriffe fast 500 Menschen getötet worden, darunter viele Kinder.

Am 3. Januar 2008 titelte "Die Welt" mit "Die Islamisten jubeln über den Einmarsch der Israelis" und bringen darüber zum Ausdruck, dass mit den vielen Toten der Einfluß der Hamas zurückgegangen sei. Hier wird wohl die Taktik der Israelis klar. Je mehr unschuldige Menschen im Gaza-Streifen sterben, desto mehr kommt die Hamas in Verruf. Eine moralisch verwerfliche Einstellung, aus meiner Sicht.

Ariel Scharon fragte sich einmal öffentlich: "Kann der Gaza-Streifen übernommen werden?" Nach diesen Angriffen und der israelischen Erklärung "bis zum bitteren Ende" scheint Scharons Frage entlich mit JA beantwortet werden können.

Der GAZA-Streifen ist Israel schon immer ein Dorn im Auge gewesen, denn es will uneingeschränkten Zugang zum Meer. Scharon schwebt eine friedliche Lösung der zwei Staaten vor. ISRAEL als bewaffnetet Großmacht im Nahen-Osten und Palästina als entwaffnetes Nebenland und mit demokratischer Führung unter der Kontrolle der UN bzw. den USA. Scharon und G. W. Bush haben Hand in Hand zusammengearbeitet.

Scharon hatte die Siedlungspolitik als politische Grundlage für Angriffe genutzt
. Durch die Enteignung der Palästinenser schuf er eine Eskalationsgrundlage, die nach Belieben für Angriffe gegen die Palästinenser unter Rechtfertigung der Welt genutzt werden kann. Diese Strategie ging auch an Weihnachten 2008 wieder einmal auf. Die Weltöffentlichkeit erfuhr nur den Hamasbomben gegen Israel und die vorangegangene Blockade des Gazastreifens wurde in den Weltmedien nebensächlich behandelt oder gar verbummbelt. CNN berichtet gestern sogar, dass von den fast 400 Toten im Gazastreifen tatsächlich "nur" 25 % Zivilisten seinen.

Dieser Artikel ist leider nicht mehr online - aber ich habe ihn archiviert:

Humanitäre Lage im Gazastreifen
Uno sieht Gazabevölkerung am Rande des Abgrunds

Die humanitäre Lage im Gazastreifen hat sich dramatisch verschlechtert. Seit fast zwei Wochen gelangen fast keine Hilfsgüter mehr in das von Israel abgeriegelte Gebiet. Dort sind über eine Million Menschen auf Hife angewiesen. Die Generalkommissarin der UN-Hilfsorganisation UNRWA, Karen AbuZayd, warnt vor einer ''Katastrophe''.

Ein Konvoi in über zwei Wochen

Nach einer knapp fünf Monate langen Waffenruhe war am 4. November eine neue Welle der Gewalt ausgebrochen. Israel hatte als Reaktion auf den anhaltenden Raketenbeschuss die Grenzübergänge zum Gazastreifen geschlossen. (Gab es hier irgendwelche Meldungen? AH- am 4.11. während der US-Wahl!)

Seitdem durfte nur ein einziger Konvoi aus 33 Lastwagen mit humanitären Hilfsgütern die Grenze passieren, und dass erst nach internationalen Protesten.

''Am Rand des Abgrundes''

Nach Einschätzumg der Leiterin des UN-Hilfsprogrammes, AbuZayd, sind die Zustände im Gazastreifen so schlimm wie seit acht Jahren nicht mehr. ''Sie bringen uns wieder an den Rand des Abgrundes, aber bisher haben sie es nie soweit kommen lassen, dass wir uns darüber sorgen, ob wir morgen noch Lebensmittel haben oder nicht''. Es fehle vor allem an Grundnahrungsmitteln. In vielen Gebieten gibt es nur noch wenige Stunden am Tag Strom, die Gasvorräte sind erschöpft. Das UN-Hilfsorganisation UNRWA versorgt rund 820.00 Menschen mit Lebensmitteln, das Nahrungsmittelprogramm der Vereinten Nationen versorgt weitere 200.000 mit Hilfen. Insgesamt leben im Gazastreifen rund 1,5 Millionen Menschen.

Protest von Journalisten

Über die tatsächliche Lage vor Ort lässt sich zur Zeit schwer berichten, seit knapp zwei Wochen dürfen Journalisten nicht mehr die Grenzübergänge von Israel in den Gazastreifen passieren. Bereits gestern hatten mehrere Vorsitzende und Chefredakteure internationaler Medienorganisationen gegen das von Israel verhängte Einreiseverbot protestiert.

Quelle: tagesschau.de

Meldung vom 25. Dezember 2008

Die libanesische Armee hat an der Grenze zu Israel sieben scharfgestellte Raketen entdeckt und rechtzeitig entschärft. Die Raketen vom Typ Katyuscha seien auf den Norden Israels ausgerichtet und mit einem Zeitzünder versehen worden, heißt es aus Sicherheitskreisen. Bisher ist unklar, wer die Raketen nahe den Grenzorten Naqoura und Teir Harfa positioniert hat. Das Gebiet wird von UN-Friedenstruppen und der libanesischen Armee kontrolliert. Die militante Hisbollah verfügt über ein großes Arsenal von Raketen, hat diese aber seit dem Krieg 2006 kaum gegen Israel eingesetzt.

Informieren Sie sich und bilden Sie sich Ihre eigene Meinung:


Israel setzte Phosphorbomben gegen Palästinenser ein

Für viele Medien, darunter die britische Times, ist klar: Israels Armee setzt Phosphorbomben im Krieg gegen die Hamas ein. Nach der Genfer Waffenkonvention von 1980 sind diese nur noch zur Vernebelung oder Beleuchtung erlaubt. Verboten ist dagegen ihr Einsatz als Brandwaffe gegen die Zivilbevölkerung. Sie verursachen beim Hautkontakt Verbrennungen bis auf die Knochen, die Dämpfe sind hochgiftig.

Israel versucht sich mit dem Internationalen Recht herausstehlen, dass besagt, dass derartige Waffen nicht gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt werden würfen. Also ist daraus zu schließen, dass es gegen Kombatanten (Kämpfer, Soldaten) eingesetzt werden darf. So viel zu den Feinheiten unserer Gesetze, die je nach Belieben gedehnt werden können.

Otfried Nassauer, Direktor des Berliner Instituts für Transatlantische Sicherheit (BITS), hält es jedoch für "hochwahrscheinlich", dass Israel weißen Phosphor verwendet. Schließlich habe die Armee solche Granaten bereits im Libanon-Krieg 2006 eingesetzt.

Quellen:
baz.online
fr-online

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