Freitag, 16. Januar 2009

Pharmaindustrie: Selbstbedienungsladen Deutschland

Es ist wohl nicht zu erwarten, dass wie in anderen Ländern bereits geschehen, die Medikamentenpreise festgeschrieben werden. Ein ungeschriebenes Gesetz in Deutschland besagt, dass der in Deutschland durchgesetzte Medikamenten-Preis weltweit als Richtwert gilt, obwohl er anderswo so gut wie nie überschritten wird. Deutschland ist das Eldorado der Medikamentenhersteller.

Deutschland ist also mit seiner Krankenkassen-Bedienungskultur, der Selbstbedienungsladen der Pharmaindustrie.

Selbstbedienungsladen Deutschland

Jährlich steht ein Milliarden-Paket von über 200 Mrd. Euro zur Abholung bereit. Hier bedient sich vorrangig die Pharmaindustrie und die medizinische Geräteindustrie, der immer kleiner werdende Rest wird fürs das Personal aufgeteilt. Die Folgen sind schlechte Leistungen am Patienten bei steigenden Kosten.

Der neu aufgelegte Gesundheitsfond ist eine Lachnummer und dient lediglich der Unterstützung der seit Jahren praktizierten Ungerechtigkeit zum Wohle der Wirtschaft. Daran ändert auch das zusätzliche Geld für mehr Personal nichts.



Ausbeutung als Regierungsprogramm

Schließlich sollte das Problem der Gesundheitsversorgung in Deutschland doch an der Wurzel angegangen werden. Die Krankenkassenbeiträge sind doch nicht dazu da, die Bilanzen der Pharmaindustrie jährlich mit Zuwachsraten zu frisieren, deren Leistungen hauptsächlich darin bestehen, alte Medikamente mit neuem Namen teuer zu verkaufen.

In Deutschland werden ja nicht nur Krankenkassenbeiträge abkassiert, sondern der Patient hat pro Quartal auch noch 10 Euro Arzt/Praxisgebühr zu entrichten. Doch das reicht den Gierigen immer noch nicht, es wird auch noch eine Medikamentzuzahlung verlangt. Ständig wird dem Bürger eingeredet, er sei zu kränklich und ließe sich zu schnell von einem Arzt behandeln. Deshalb müsse er sparen oder die Kassenbeiträge werden erhöht. Diese Sparaufforderung und Kostendisziplin wird aber immer nur an den Patienten gerichtet, nie an die tatsächlichen Kostenverursacher - die Pharmaindustrie. In Deutschland sind Medikamentenpreise möglich, die in anderen Ländern undenkbar sind.

Grippe als Geldverdienmaschine

Zum Sparen wird hier nicht aufgefordert. Ein Pressebericht über eine drohende Grippewelle jagd den anderen und die Patienten strömen in die Arztpraxen um sich impfen zu lassen - natürlich auf Kosten der Krankenkassen und zum Wohle der Pharmaindustrie. Der Apothekenverband schürt da kräftig mit und auch mit Anzeigen wird für die Vorsorge geworben.
In Wahrheit ist die Schutzimpfung ein Lotteriespiel, denn wer kann schon im Vraus sagen, welcher Virus dieses Jahr zuschlagen wird. Aber genau genommen ist dies auch egal, Hauptsache die Spritze wird teuer bezahlt.

Auch der Staat verdient bei Krankheit kräftig mit

Aber auch unser Staat schöpft aus dem Vollem bei unserem Gesundheits-Milliarden-Paket. Alleine die anfallende MwSt. für Medikamente beschert der CDU/SPD-Regierung 2007 fast 6 Mrd. Euro. Das übersteigt die versprochenen staatlichen Zuwendungen im Gesundheitsfond für mehr Personal in der Krankenpflege locker.

Gebährmutterhalskrebs-Impfung

Alleine das seltsame Gebaren zur Gebärmutterhalskrebs-Impfung ist verheißungsvoll. In Deutschland übernimmt die Krankenkasse diese Impfung für ca. 500 Euro und in den USA werden dafür nur ca. 250 USD verlangt - ca. 190 Euro. Dazu kommt, dass diese Impfung mit Fernsehwerbung beworben werden darf - sie suggeriert damit einen öffentlichen Aufruf zur Vorsorg - was nicht der Fall ist. Alleine die schnellen Genehmigungsverfahren für diese medizinische Behandlung werfen Fragen auf, die die Regierung nicht beantworten will. Nebenwirkungen und Begleiterscheinungen werden heruntergespielt und vor allem die tatsächliche Wirkung dieser Impfung wird erst gar nicht infrage gestellt. Ich sehe diese Impfung als Hilfsmittellieferung zur Belohnung für die Pharmalobby an, die die Allgemeinheit zu finanzieren hat, und zwar nicht nur mit Geld, sondern als großflächiger Menschenversuch.

Dazu kommen jetzt noch die Milliaradenhilfen für die Forschung. Also übernimmt jetzt auch noch der Steuerzahler die Forschung für die Pharmaindustrie, die die Ergebnisse mit horrenden Gewinnen aus den Krankenkassenbeiträgen auch noch umsetzen darf. Das wird als Cooperation zwischen Uni und Industrie von Frau Scharvan angepriesen. Ein Selbstbedienungsprojekt von der Politik für die Wirtschaft.

Und so können wir alle Industriezweige durch machen. Der Steuerzahler zahlt für seinen Arbeitsplatz und subventioniert mit seinen Steuern auch noch die Industrie, damit diese ihre Gewinnvorstellungen von mind. 10 % jährlich einhalten kann. Keine Volkswirtschaft dieser Welt kann dieses Finanzgefüge auf Dauer finanzieren. Die ersten Anzeigen dafür ist die Finanz- und Wirtschaftskrise. Auch die Konjunkturprogramme sind für die Wirtschaft bestimmt, die nicht einmal die Kurzarbeitskosten übernehmen will, sondern die soll auch noch der Bund, also der Steuerzahler zahlen.

Deshalb stellen sich jetzt CDU und FDP an die Front der Wahlkämpfer und fordern auch noch mehr NETTO vom BRUTTO, damit sie ihr Vorhaben, noch mehr Privatisierung im Staat einfacher durchsetzen zu können.

Leider sind es nur wenige, die dieses Finanzspiel der Politik und der Wirtschaft tatsächlich verstehen oder sie verschließen einfach die Augen, in der Hoffnung "es wird schon gut" gehen.

Die Wahrheit über "mehr NETTO vom BRUTTO"



SOZIAL IST WAS ARBEIT SCHAFFT
- der Staat hat für Arbeitsplätze gefälligst zu bezahlen

MEHR NETTO vom BRUTTO
die nächste Gehaltserhöhung bezahlt der Staat





Pharma-Betrüger kassierten Millionen - auch AOK verwickelt

NEUER SKANDAL - So werden die Kassenpatienten um ihre Beiträge betrogen

30.01.2009 SHZ.de

Eine neue Verpackung für das Medikament - Millionen mehr in der Kasse. Das war die Masche eines Ringes von Pharma-Betrügern, der in Lübeck aufgeflogen ist.

"Wir ermitteln wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betruges gegen zwei Apotheker, zwei Pharmahändler und drei Mitarbeiter einer gesetzlichen Krankenkasse", sagte gestern Oberstaatsanwalt Werner Spohr, Leiter der Abteilung Wirtschaftskriminalität der Staatsanwaltschaft Lübeck. "Es ist ein Fall von enormen Ausmaßen." Bereits Ende 2007 war eine Ermittlungsgruppe aus vier Kripo-Experten für Wirtschaftsdelikte, zwei Staatsanwälten und zwei Bilanzbuchhaltern gegründet worden, nahm die Verdächtigen ins Visier. Am 26. November vergangenen Jahres durchsuchten 80 Polizisten und sechs Staatsanwälte die Apotheke in Lübeck, Büros in Rendsburg, Neumünster, Kiel und Hamburg. Die Staatsanwaltschaft geht von einem Schaden von mehreren Millionen Euro aus.

Und so funktionierte der Betrug: Die beiden Lübecker Apotheker sollen über Jahre Medikamente gekauft haben, die nur für die Verwendung in Kliniken bestimmt waren. Diese Arzneimittel können günstiger erworben werden - bei Krebs-Medikamenten kann die Preisdifferenz zum Beispiel mehrere Hundert Euro betragen. Die Apotheker verpackten die Medikamente neu und verkauften die gewinnbringend an Kunden, Kollegen, Pharmagroßhändler und niedergelassene Ärzte.

Trennung zwischen öffentlichen Apotheken und Versorgungsapotheken

Möglich machte den Betrug eine in Paragraf 14 des Apothekengesetzes geregelte Trennung zwischen öffentlichen Apotheken und den sogenannten Versorgungsapotheken in Krankenhäusern. Letztere dürfen Medikamente zu sehr viel niedrigeren Preisen kaufen. Der Pharmaindustrie ist daran sehr gelegen: Werden ihre Medikamente in Kliniken angewendet, sind die weiterbehandelnden Ärzte praktisch gezwungen, sie auch anschließend zu verschreiben - dann allerdings zum höheren Apothekerpreis.

Nach Informationen des sh:z waren auch drei Mitarbeiter der AOK in den Fall verstrickt. Sie sollen die Apotheker veranlasst haben, niedergelassene Ärzte illegal mit Klinikware zu versorgen. So verdienten beide. Oberstaatsanwalt Spohr: "Die Gewinne der Apotheker stiegen, bei der Krankenkasse reduzierten sich die Abrechnungskosten."

AOK-Sprecher Jens Kuschel: "Nach unseren Erkenntnissen bestehen keinerlei Anhaltspunkte für die Beteiligung von AOK-Mitarbeitern. Selbstverständlich wird die AOK alles ihr Mögliche zur Aufklärung des Sachverhalts beitragen."

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