Mittwoch, 4. Februar 2009

Päpstin Angela

Eigentlich wollte Papst Benedikt nur die Kirche wieder vereinigen und einen erzkonservativen Bischof der Piusbruderschaft rehabilitieren. Doch nicht die eigentliche Rehabilitierung Williamson löste den Eklat aus, sondern die Ausstrahlung des verhängnisvollen Interviews, mit der Holocaust-Leugnung. Das Unfassbare in Deutschland ist geschehen. Jeder konnte sie hören und sehen und es gab keine Strafverfolgung. Also musste das Problem über maßlose Angriffe gegen den Papst gelöst werden, denn Holocaust-Leugnung ist nicht überall auf der Welt eine Straftat wie in Deutschland.



Die Pius-Bruderschaft wurde von Erzbischofs Marcel Lefebvre, ein entschiedener Traditionalisten innerhalb der katholischen Kirche gegründet. Sie lehnen zentrale Beschlüsse des Zweiten Vatikanischen Konzils ab: Sie verweigern sich gegen die Anpassung an die moderne Welt, weshalb die Piusbrüder ihre Messen bis heute auf Latein lesen, und lehnen ebenso Religionsfreiheit und Ökumene ab. Nach jahrelangem Streit mit Rom kam es 1988 zum Schisma. Papst Johannes Paul II. exkommunizierte den Gründer Lefebvre und vier weitere Bischöfe, weil diese von Lefebvre ohne päpstlichen Genehmigung gewiehen wurden. Im Januar hob Papst Benedikt XVI. diese Exkommunizierung auf.

Bischof Bernard Fellay, Alfonso de Gallareta, Tissier de Mallerais und Richard Williamson sollten dem nach wieder in den Kreis der kath. Kirche aufgenommen werden.


Das Interview

Im November 2008 gab Richard Williamson ein schändliches Interview bei einem schwedischem Fernsehsender und leugnet öffentlich die Vergasung von Juden im Dritten Reich: "Ich glaube, es gab keine Gaskammern, ja."

Das führte zur momentanen Hetzjagd gegen den Papst, denn das Interview wurde erst kurz vor der Bekanntgabe der Rehabilitierung (19. Jan. 2009) von Williamson ausgestrahlt. In den deutschen Medien fielen die Angriffe naturgemäß besonders heftig aus. Irgendwie wurde die Rehabilitierung in einen direkten Zusammenhang mit der Holocaust-Leugnung gebracht, um einer unterschiedlichen nationalen Strafbarkeit von Holocaust-Leugnungen aus dem Weg zu gehen.

In der Öffentlichkeit entstand durch die Meldungen imaginär der Eindruck, dass Papst Benedikt als Deutscher mit der Rehabilitierung von Williamson die Holocaust-Leugnung akzeptiere.

Seine öffentliche Stellungnahme gegen diese Holocaust-
Leugnung von Williamson wurde in den deutschen Medien gar nicht wahr genommen. Sie verblasst in den Tickermeldungen der Presseagenturen. So ergab sich eine öffentliche Gerichtsbarkeit gegen einen Engländer, der sonst nicht strafrechtlich wegen seiner Holocaust-Leugnungen verfolgt werden kann.

Eine gewollten Eskalation zwischen weltlichen und religösen Angelegenheiten als Ablenkungsmanöver. Ist auch unterschwellig im obigen Video (Aufforderung an den Papst) erkennbar.


Angela Merkel will den Papst regieren


Angela Merkel witterte ihre Chance für den Wahlkampf und vor allem für die internationale Politbühne. Sie wollte sich und die Deutsche Bevölkerung vom imaginären Vorwurf der Akzeptanz der Holocaust-Leugnung freisprechen. Und gleichzeitig den Beweis führen, dass überall auf der Welt eine Holocaust-Leugnung unter Strafe steht. Joschka Fischer sieht den Holocaust sogar als "identitätsstiftende Moment" für Deutschland.

Der Papst und der Vatikan müssten „eindeutig klarstellen, dass es keine Leugnung des Holocaust geben darf“, sagte Merkel am Dienstag in Berlin. Diese Klarstellung habe es bislang nicht gegeben. Hier handele es sich aber um eine Grundsatzfrage, wenn durch eine Entscheidung des Vatikan der Eindruck entstehen könnte, dass der Holocaust geleugnet werden dürfe.

Williamson ist Engländer. In diesem Land kann aber nach meinen Kenntnissen eine Holocaust-Leugnung nicht strafrechtlich verfolgt werden. Ein entsprechendes EU-Recht ist noch nicht auf den Weg gebracht. Nun will Angela dieses Manko wohl mit Vorschriften gegenüber einem deutschem Papst begegnen, damit dieses Thema erst gar nicht in der öffentlichen Diskussion aufgegriffen wird.

Sie erweckt den Eindruck, dass ein Deutscher auch als Papst den Aufforderungen einer deutschen Kanzlerin Folge zu leisten hat und den Holocaust-Leugner zu bestrafen hat, wenn es schon nicht über nationales, weltliches Recht möglich ist.


Die Israel-Lobby - Buchbesprechung




Weltliche Strafverfolgung ist nicht Aufgabe des Papstes

Anstatt die gesetzliche nationale Hilflosigkeit gegenüber Äußerung wie von Williamson zuzugeben, flüchtet Angela Merkel in den Angriff auf den Papst. Dieser ganze Eklat ist doch wohl eher darin zu suchen, dass diese Holocaust-Leugnung einfach so im deutschen Fernsehen ausgestrahlt wurde und es sonst zu öffentlichen Diskussion gekommen wäre. Das musste mit allen Mittel verhindert werden.

Ohne die massiven Angriffe auf den Papst und den Vatikan, wäre wohl in der deutschen Öffentlichkeit zur Diskussion gekommen, warum Williamson wegen Volksverhetzung nicht strafrechtlich verfolgt wurde und im Gefängnis landete.


Also hätte die deutsche Justiz der deutschen Öffentlichkeit erklären müssen, dass Holocaust-Leugnung nicht in jedem europäischen Land unter Strafe steht. Die Aktion wurde erfolgreich abgeschlossen und kein Land wurde diskreditiert, weil es die Holocaust-Leugnung nicht unter Strafe stellt.

England gehört zu den Ländern, in denen solche Äußerungen nicht strafrechtlich verfolgt werden können, wie in Deutschland (§ 130 StGB). Das Ablenkungsmanöver von dieser Tatsache ist erfolgreich verlaufen, denn nach menschlichem Ermessen sollten solche Äußerungen eben nicht nur in Deutschland und einigen wenigen EU-Ländern unter Strafe stehen, sondern auf der ganzen Welt. Das wäre doch noch eine Herkulesaufgabe für unsere Bundeskanzlerin.

Seit 1994 gilt:
Am 13. April 1994 entschied das Bundesverfassungsgericht, dass das Leugnen des Holocausts nicht unter das Grundrecht der Meinungsfreiheit nach Artikel 5, Absatz 1 Grundgesetz falle (Az. 1 BvR 23/94, veröffentlicht in BVerfGE 90, 241). Dabei handele es sich vielmehr

um eine Tatsachenbehauptung, die nach ungezählten Augenzeugenberichten und Dokumenten, den Feststellungen der Gerichte in zahlreichen Strafverfahren und den Erkenntnissen der Geschichtswissenschaft erwiesen unwahr ist. Für sich genommen genießt eine Behauptung dieses Inhalts daher nicht den Schutz der Meinungsfreiheit.


Rechtsextremismus - Definiert vom Verfassungsschutz als Antiamerikanismus und auch die NO-NWO-Bewegung wird dort als Rechtsextemismus angesehen:


Zitat: "Die Wurzeln des rechtsextremistischen Antiamerikanismus reichen weit zurück. Denn die entscheidende Rolle, welche die US-Kriegsbeteiligungen seit 1917 beziehungsweise 1941 für den Ausgang der beiden Weltkriege spielten, wurde bereits von den zeitgenössischen deutschen Rechtsextremisten als traumatisch empfunden. Die Rolle der USA als Besatzungsmacht in den ersten Jahren nach Kriegsende und hier insbesondere die „Umerziehung“ als Versuch, die Westdeutschen nach der totalitären Erfahrung des Nationalsozialismus politisch und mental in die westliche Wertegemeinschaft einzubinden, erscheinen deutschen Rechtsextremisten bis heute als Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln. In Anspielung darauf heißt es in der „Deutschen Stimme“ (DS) vom April."

1 Kommentar:

  1. Das schwedische Fernsehen hat einen Ausschnitt aus einem längeren Interview mit Bischof Richard Williamson von der Piusbruderschaft veröffentlicht:

    http://www.kreuz.net/article.8541.html


    Bischof Richard Williamson:„Ich meine, daß die historische Faktenlage sehr stark, ja überaus stark dagegen spricht, daß sechs Millionen Juden gezielt in Gaskammern vergast wurden, als eine gezielte Strategie von Adolf Hitler.“

    Reporter: „Aber Sie sagen, daß nicht ein einziger Jude getötet wurde…“

    Bischof Williamson: „…in Gaskammern.“

    Reporter: „Also gab es keine Gaskammern“

    Bischof Williamson: „Ich glaube, daß es keine Gaskammern gegeben hat – soweit ich die historische Faktenlage studiert habe. Ich folge nicht Gefühlen.

    Ich glaube, zum Beispiel, daß Leute, die sich gegen das wenden, was heute häufig über den – in Anführungszeichen – »Holocaust« geglaubt wird, diese Leute – die Revisionisten, wie sie genannt werden – kommen zum Schluß, die ernsthaften unter ihnen glauben, daß etwa 200.000 oder 300.000 Juden in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern umkamen, aber niemand durch Vergasung in einer Gaskammern.

    Sie haben vielleicht vom Leuchter-Report gehört. Fred Leuchter war ein Fachmann für Gaskammern. Er plante für drei der fünfzig US-Bundesstaaten drei Gaskammern für die Hinrichtung von Verbrechern. Er wußte, worum es geht. Er studierte irgendwann in den 80er Jahren die Überreste der angeblichen Gaskammern – zum Beispiel die Krematorien in Birkenau-Auschwitz.

    Und seine Schlußfolgerung als Fachmann war, daß es unmöglich ist, daß diese Anlagen jemals für die Vergasung einer großen Menge von Menschen gedient haben könnten. Denn Cyanid-Gas ist sehr gefährlich. Nehmen wir an, jemand will 300 Menschen vergasen, die in eine Kammer eingesperrt wurden, die irgendwelche Kleider tragen [undeutlich].

    Es ist sehr gefährlich hineinzugehen und die Leichen herauszuholen. Denn wenig Gas, das sich zum Beispiel in der Kleidung dieser Menschen festgesetzt hat, wird diese Person töten. Das ist sehr gefährlich.

    Wenn Menschen vergast werden, muß man das Gas zuerst ableiten, um in die Kammer hineingehen zu können. Um das Gas zu entfernen, braucht es einen hohen Kamin. Wenn der Kamin tief ist, steigt das Gas herab und tötet die Vorbeigehenden. Sie brauchen einen hohen Kamin. Ich habe vergessen, wie hoch er sein muß.

    Wenn es einen hohen Kamin gab, wäre der Schatten dieses Kamins während der meisten Zeit des Tages auf den Boden gefallen. Und die alliierten Luft-Fotografen, die über die Lager flogen, hätten die Schatten dieser Kamine gesehen. Aber es gab keinen solchen Schatten. Es gab keinen solchen Kamin. Das spricht für das Zeugnis von Fred Leuchter, daß es keine solche Kamine gegeben haben kann.

    Er schaut auch auf die Türen und sagt, daß die Türe völlig luftundurchlässig sein muß. Ansonsten wird das Gas wiederum nach außen dringen und die Menschen draußen töten. Die Türe der Gaskammer, die den Touristen in Auschwitz gezeigt wird, ist absolut nicht luftundurchlässig. Absolut nicht.“

    Reporter: „Sie sagen jetzt, daß der Holocaust nie stattgefunden hat – nicht so wie die Historiker ihn präsentieren [undeutlich].“

    Bischof Richard Williamson: „Ich richte mich nach dem, was nach meinem Urteil die historische Faktenlage ist – Leuten gemäß, die diese Faktenlage untersucht haben. Ich glaube, was sie festgestellt haben. Wenn sie ihre Feststellungen änderten, würde ich vermutlich diesen Feststellungen folgen, weil ich denke, daß sie aufgrund der Faktenlage urteilen.

    Ich glaube, daß 200.000 bis 300.000 Juden in nationalsozialistischen Konzentrationslagern umkamen – aber keiner von ihnen in einer Gaskammer.“

    Reporter: „Ist das nicht Antisemitismus? Was ist Antisemitismus?“

    Bischof Richard Williamson: „Wenn Antisemitismus schlecht ist, so weil er gegen die Wahrheit ist. Wenn etwas wahr ist, dann ist es nicht schlecht. Ich bin nicht am Wort ‘Antisemitismus’ interessiert. Das Wort ist sehr gefährlich.“

    Reporter: „Der Bischof [unklar, wer gemeint ist] nennt sie einen Antisemiten.“

    Bischof Richard Williamson: „Der Bischof kann mich einen Dinosaurier nennen oder einen Idioten. Er kann mich nennen wie er will. Es geht hier nicht darum, welche Namen man verwendet. Das ist eine Frage der historischen Wahrheit. Die historische Wahrheit richtet sich nach der Faktenlage nicht nach Gefühlen.“

    [Schnitt im Video]

    „Es hat bestimmt eine gewaltige Ausbeutung [des Holocausts] gegeben. Deutschland hat Milliarden und Milliarden Deutsche Mark und jetzt Euros gezahlt, weil die Deutschen einen Schuldkomplex haben, weil sie sechs Millionen Juden vergast hätten. Aber ich glaube nicht, daß sechs Millionen Juden vergast wurden.

    Seien sie vorsichtig, ich bitte Sie. Das ist gegen das Gesetz in Deutschland. Wenn es da einen Deutschen gäbe [schaut zurück, undeutlich] – dann könnten sie mich in ein deutsches Gefängnis bringen, bevor ich Deutschland verlasse. Ich hoffe, das ist nicht Ihre Absicht.“

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