Montag, 4. April 2011

Stromexportrekordüberschuß im Jahr 2008 - 22,5 Milliarden Kilowattstunden

3. Februar 2009 neu veröffentlicht am 4. April 2011

Im Jahr 2008 erzielte Deutschland einen nie zuvor erreichten Stromexportüberschuss von 22,5 Milliarden Kilowattstunden. Das ist erheblich mehr als Deutschlands größtes Kernkraftwerk, das RWE-AKW Gundremmingen, produziert hat.



2010 waren es im ersten Quartal
9 Milliarden Kilowattstunden. Der höchste Exportüberschuss der Geschichte. Das belegen Zahlen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen. Übersetzt bedeutet das: Deutschland könnte mühelos acht Atomkraftwerke abschalten. EnBW droht indessen mit Investitionsstopp. 





Kommentar Polit-Profiler:
Ein Führungswechsel im Wirtschaftsministerium wird an der Einstellung der CDU/CSU-Fraktion gänzlich wenig ändern. Auch Freiherr von und zu Guttenberg wird vehement an längeren Laufzeiten der Atomkraftwerke in Deutschland festhalten. Die CDU/CSU-Fraktion kann auch als Patron der Energielobby angesehen werden, zu denen im übrigen auch der wirtschaftsnahe Flügel der SPD gezählt werden muss. Schweden will ebenso neue Atomkraftwerke bauen und gibt damit den Forderungen nach neuen AKWs und längere Laufzeiten eine moralische Rechtfertigung. In der momentanen wirtschaftlichen Situation sind aber politische Entscheidungen gefragt, die der Bevölkerung tatsächliche Entlastungen bringen und nicht für riesige Gewinne in der Wirtschaft sorgen, die gar nicht beim Endverbrauchern ankommen.

Für nachhaltig können längere Laufzeiten für AKWs auch nicht angesehen werden, denn Deutschland darf nicht einmal die eigenen Brennstäbe aufbereiten, dafür sorgen entsprechende Atomwaffensperrverträge, aus Angst Deutschland könnte eine eigene A-Bomben bauen, wie der Iran.

Deutschland wird mit neuen AKWs nicht unabhängiger, sondern begibt sich von einer Abhängigkeit in die nächste. Die einzige Erleichterung und Unabhängigkeit versprechen Energiequellen, die ihre Wertschöpfung in Deutschland haben. Das muss Ziel einer langfristigen und nachhaltigen Klima- und Energiepolitik sein. Diesem Grundsatz verwehren sich besonders die Politiker aus CDU und CSU, weil es ihrem Grundsatz "zum Wohle der deutschen Wirtschaft" absolut widerspricht. Mit längeren Laufzeiten wird kein einziger Arbeitsplatz geschaffen, außer man berechnet die Mehrarbeit, bezahlt durch Steuergelder ein, die entstehen, wenn der Atomabfall auf Kosten der Steuerzahler entsorgt und für Jahrtausende beaufsichtigt wird.



Und dies, obwohl die beiden AKW Brunsbüttel und Krümmel wegen altersbedingter Schäden das ganze Jahr still lagen und weitere AKW in Biblis und Neckarwest­heim mit gedrosselter Leistung betrieben wurden. Rechnerisch könnten also auch noch das AKW Gundremmingen und ein weiterer Atommeiler sofort abgeschaltet werden, ohne dass eine Stromlücke entstünde.
Deutschlands Windkraftwerke haben im Jahr 2008 erstmals über 40 Milliarden Kilowattstunden geliefert und auch die Photovoltaikanlagen haben 43 Prozent mehr eingespeist: 4,3 Milliarden Kilowattstunden. So verbessert sich Deutschlands Strombilanz von Jahr zu Jahr.



Längere Laufzeiten für Kernkarftwerke






Trotzdem wird die Propaganda der rückständigen Atom- und Kohlestromkonzerne lauter. Immer stärker wird aus diesen Kreisen versucht, die stromsparenden Effizienzbemühungen sowie den Ausbau von Wind- und Solarkraft zu hintertreiben. Denn bisher haben es die schwerfälligen Atom- und Kohlestromkonzerne nicht gelernt, mit Solar- und Windkraft, Biogas und Energiedienstleistungen die Zukunftsgeschäfte zu machen. Heute wird 15 Prozent des deutschen Stromverbrauchs aus Erneuerbaren Energien gedeckt – in fünfzehn Jahren werden es um die 50 Prozent sein.

Und so geraten die unbeweglichen Atom- und Kohlestromkonzerne in die Existenzkrise. Anstatt sich auf moderne wie auch umweltschonende Kraftwerke sowie auf zukunftsweisendes Stromnetzmanagement einzustellen, versuchen diese veralteten Stromkonzerne mit Lobbyarbeit in Berlin die Laufzeiten ihrer abgeschriebenen und gefährlichen Atomkraftwerke zu verlängern. Und wenn sie dann gar nicht mehr weiter wissen, werden sie auch nach Staatshilfe rufen.

RWE als Europas größter CO2-Produzent und Deutschlands zweitgrößter Atommüllproduzent hat in den letzten 12 Monaten schon über 10 Milliarden Euro seines Wertes an der Börse verloren. Sogar die Rückstellungen für die Atommüllbeseitigung kommen in Gefahr. Und dennoch will sich RWE in Bulgarien, einem Land, das in Europas Korruptionsliste einen unrühmlichen Spitzenplatz einnimmt, in neue rücksichtslose Atomabenteuer stürzen.

Kunden und Gemeinden können den Stromanbieter wechseln oder neue Konzessionsverträge abschließen und sich so von RWE und seinen Risiken befreien. Die Augsburger LEW AG als RWE-Tochter wird ohnehin immer abhängiger und direkt aus der RWE-Zentrale in Essen gelenkt.



Raimund Kamm (Vorstand)
FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager
und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V.


Hier ein paar Infos zu den Nobelpreisträgern

1 Kommentar:

  1. Klimaschonend?

    Es gibt eine riesengroße Lüge über den Einfluß des Kohlendioxids auf die Erdatmosphäre. Der Link zur deutschen Version eines BBC-Films:
    http://www.youtube.com/watch?v=ApIe5faS8mM

    Das Klima wird durch das Frequenzspektrums der Sonne beeinflußt. Und das ändert sich.

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