Mittwoch, 11. März 2009

EU entdeckt EIB als neue Finanzquelle für marode Staaten und Industrien

EU-Bank (EIB) soll Europas Unternehmen retten

Die EIB (Europäische Investment Bank) soll in zu Zukunft Europas Unternehmen retten. Sie, Europas langweiligste Bank, macht nur totsichere Geschäfte ohne Risiko und scheint die der letzte Rettungsanker der EU zu sein, die europäischen Unternehmen vor dem Untergang zu retten.

Die Banken-Rettungspakete sind geschnürt, die nationalen Staatskassen sind am Rande ihrer Belastungsgrenzen. Für manches europ. Land ist der finanzielle Rahmen für weitere Rettungsmaßnahmen nicht mehr vorhanden. Spanien, Griechenland und Italien als EURO-Länder droht die finanzielle Starre. Das Krisenmanagement der Regierungen entpuppt sich als unsägliche Schuldenmaschine ohne STOPP-Taste. Sämtliche Steuercents setzten Sie zur Rettung von Banken ein. Wesentlich kleinere Konjunkturpakete sollen jetzt die Binnenwirtschaft ankurbeln, damit die Steuereinnahmen zur Zinstilgung weiter sprudeln. Hilfloser Aktionismus, der die Krise noch weiter anfachen wird, anstatt sie zu dämmen.

Notprogramme nur Placebos

In der Zwischenzeit droht der deutschen Großindustrie der Produktionsstillstand. Die Absatzmärkte berechen weltweit weg und bringt damit die nächste Stufe der Eskalation in Gang. Noch wird mit Kurzarbeit ein Notkeil in die unheilvolle Vernichtungswalze der Finanzen geschoben, doch es ist nur noch eine Frage der Zeit bis dieser dem Druck der Geldforderungen nachgibt.

Opel und Schaeffler bitten um staatliche Hilfen, damit nicht zehntausende Jobs verloren gehen, denn diese Firmen sind aufgrund ihrer Zahlungsverpflichtungen gegenüber Banken in die Schieflage geraten. Das ist wieder ein eindrucksvolles Beispiel wer eigentlich tatsächlich den Ton in unserem Wirtschaftssystem angibt. Es sind die Arbeiter, die Firmen sondern schlicht und einfach das Kapital.



Der Reigentanz von Regierungen und Bevölkerung wird im Takt der Schuldenuhr diktiert. Wer aus dem Takt kommt, fällt dem Finanzbeil zum Opfer. Anstatt aber das Orchester zu stoppen wird wie hypnotisiert, ein Opfer nach dem anderen dargebracht.

Zuerst werden Milliarden in die Banken gepackt, damit diese unsägliche Finanzwalze erst richtig über die Länder hinweg fegen kann. Ohne die Rettung der Banken hätte es zu einem neuen Finanzsystem kommen können, das die Geldströme und die Geldkreierung in demokratische und gerechte Bahnen hätte lenken können.

Jetzt steht aber der Aderlass der Realindustrie im Drehbuch der Hochfinanz und wieder wird ein Phyrrussieg von der Bevölkerung abverlang. Unter dem Vorwand, Arbeitsplätze zu retten, werden wieder Milliarden von Staatsgeldern über die Zwischenhändler FIRMEN in die Banken gepumpt, dabei spielt es keine Rolle ob diese Gelder jetzt aus Deutschland direkt oder über eine neu, unverbrauchte Bank auf europäischer Ebene, im gierigen Rachen der Hochfinanz verschwinden.

Lohnkürzungen als Mittel gegen die Krise?


Dramatische Lohnkürzungen stehen schon für Lettland und Spanien als TOP-Punkt auf den Diskussionslisten der selbsternannten Wirtschaftsexperten. Lohnkürzungen haben besonders dramtische Folgen, wenn die Inflationsrate ansteigen wird und die Kaufkraft der Einkommen damit noch weiter reduziert wird. Steuersenkungen bergen nur einen in sich selbst verstärkenden Jojo-Effekt der Überschuldung.

Genau betrachtet werden wir von einem Haufen gackernder Hühner regiert, die absichtlich die Stalltür für den Fuchs offen liessen und jetzt alles daran setzen ihre Unschuld mit falscher Tatkraft zu bekräftigen.


Im Notfall EIB als neue Gelddruckmaschine

Die EU-Bank EIB wurde 1958 mit der Europ. Wirtschaftsgemeinschaft gegründet. Eigentümer sind die EU-Staaten. Die EIB finanzierte zunächst den Aufbau des rückständigen Italiens. Laut Vertrag unterstützt sie die EU-Politik. Sie finanziert vor allem Infrastrukturprojekte sowie Forschung-, Energie-und KLimaschutzvorhaben. Das Geld für ihre Kredite nimmt sie am Kapitalmarkt auf - also bei privaten Banken. Durch ihr AAA-Rating kann sie für viele schlechter eingestuften EU-Länder billiges Geld beschaffen - eine Alternative zum EU-Bond, der vor einigen Tagen im Gespräch war und besonders von Deutschland abgelehnt wurde. Würde die EIB ins Spiel kommen, hätte Deutschland nicht mehr viel mitzureden - es müßte nur bezahlen.

48 Mrd. Euro Kredite vergab die EIB 2008. Ihr Darlehnsbestand beläuft sich auf ca. 325 Mrd. 165 Mrd. zeichneten die EU-Länder, 8 Mrd. sind davon tatsächlich bezahlt worden, den Rest garantieren die EU-Staaten.

Ein Problem für die EU ist, sie keine Schulden machen und ihr Haushalt gibt kaum etwas her. Deshalb soll ihre Bank den Löwenanteil der Gemeinschaft zum EU-Konjukturpaket beisteuern. Eine Gelegenheit die Vertragsvereinbarungen galant zu umgehen.

Schon träumt Joaquin Alumunia (EU-Währungskommissar) von einer Kapitalspritze an die EIB, um sie damit zur EU-Förderbank für Unternehmen zu machen. Diese sollen sich bei der EIB auch kurzfristig refinanizieren können, falls Privatbanken ausfallen. Offensichtlich wird in der EU ganz ernsthaft über ein solches Szenario nachgedacht, dass demnächst größere Privatbanken insolvent werden könnten.

Günter Verheugen will gleich mal 40 Mrd. Euro für die Autobranche, damit sie nicht unter die Räder kommt. Ginge es nach Jean-Clauce Juncker (Pimiere v. Luxemburg) würde die EIB sogar Euro-Anleihen ermittieren lassen, um Finanzierungsenpässe zu beseitigen.

Diese Vorschläge zeugen von einem Versuch, auch die EU auf Pump bei privaten Banken zu finanzieren. Ein verzweifelter Versuch, die Geldlöcher mit noch mehr Schulden zu stopfen ohne dass der Steuerzahler das direkt nachvollziehen kann. Er wiegt sich in der Sicherheit eines verwirrenden Geldsystems und agiert tatsächlich ohne Netz unter höchstem Risiko des Totalverlustes.

Einen Schuldenerlass wird es nicht geben

Alle Schulden dieser Welt erzeugen Zinsen und diese Zinsen werden unweigerlich eingefordert. Die Hochfinanz wird sich nicht durch Inflation oder Währungsreform um ihre Forderungen betrügen lassen - auch bei der Währungsreform von 1948 gab es keine vollständige Entwertung der privaten Schulden.

Unsere Regierungen stellt sich mittlerweile schon öffentlich die Frage, welche Firmen systemrelevant sind und vor dem Konkurs durch die Staatskasse gerettet werden können. Unsere Bundeskanzlerin meinte am 07.03.09 locker in ihrem Podcast, dass gerettet wird, wenn der Nutzen für die Menschen größer ist als der Schaden.

Welche ein Aussage in einer wohlklingenden Floskel? Es müssen doch viele Arbeitsplätze für diese Krise geopfert werden. Ganze Firmen werden wohl noch als Zinstribut an die Finanzwirtschaft abgetreten werden müssen.

Sie haben schon so viele Gelder in die Rettung der Banken investiert, dass für die Rettung der Bürger und deren Grundbedürfnisse kein Geld mehr übrig bleiben wird.

Wie viel Geld wird Deutschland für die Unterstützung der vielen noch zu erwartetenden Arbeitslosen überhaupt noch aufbringen können? Der Streit um diese Veranwortung ist bereits durch die ARGE heftigst entbrannt. Bund und Kommunen streiten sich um die finanzelle Verpflichtung und lassen die Menschen aufgrund des BVG-Urteils von Anfang März 2009 in der rechtlichen Schwebe.

Nach der Kurzarbeiterwelle werden sich einige Mitarbeiter wohl in der Arbeitslosigkeit wieder finden. Es wird sich noch zeigen ob die Entscheidung von Bundeskanzlerin Angela Merkel richtig war, die Arbeitslosenversicherungsbeträge zur Entlastung der Lohnnebenkosten, zu senken. Doch zum damaligen Zeitpunkt war sie noch in Aufschwungstimmung und meinte, dass dieser bei allen Menschen angekommen sei. Diese Verblendung solle wir nicht vergessen - warum soll unser Land unter der Führung dieser Partei auf einmal aus einer Krise herauskommen, die sie nicht einmal erahnen wollte, obwohl sie die Weichen in die Krise stellte.

In Asien sind angeblich an die 50 Billionen USD verbrannt worden. Ein Geldbetrag, der erst wieder durch die Realwirtschaft erzeugt werden muss, in dem nochmal so viel Geld als Schulden in Form von neuem Geld in die Wirtschafts fließt. Der deutsche Export bricht regelrecht zusammen und die angebliche Stärke als Exportnation, trifft uns jetzt wie eine Keule aus dem Hinterhalt, weil unsere Politiker gerade den Export als Bollwerk gegen die Krise anpriesen.

Der Finanz- und Wirtschaftsmotor stottert gewaltig und die Politik setzt alles daran, dass keine Panik ausbricht, damit die Verschuldungwelle bis zur Unerträglichkeit angedreht werden kann. Im guten Glauben, löschen sie das Feuer des Finanzstrumes ganz eilig mit PAPIERGELD, bevor die Bevölkerung in Panik ausbricht, die Banken stürmt und das System unwissentlich stürzt.



Lieber ein ENDE mit Schrecken
als ein SCHRECKEN ohne Ende!

UPDATE:

  • 17. März 2009
    Ex-EU-Kommissionspräsident Delors schließt
    Auseinanderbrechen der EU nicht aus'
    Der ehemalige EU-Kommissionspräsident Delors hat aufgrund der Wirtschaftskrise vor einem Auseinanderbrechen der EU gewarnt. Laut Delors kann ein Auseinanderbrechen der EU nicht mehr ausgeschlossen werden. Ebenfalls pessimistisch äußerste sich der ehemalige EU-Kommissionspräsident gegenüber dem Fortbestehen des Euro.
    weiter



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...

Neueste Meldungen

Regelmässige Leser

Internetradio

mit politischen Themen und Hintergrundinformationen, die in den Mainstreammedien verschwiegen werden oder als Halbwahrheiten publiziert werden von keuronfuih

Politprofiler (keuronfuih) hat sich zur Aufgabe gemacht, die Beweggründe der Politik aufzudecken, denn Systemkritik scheint in unserer Medienlandschaft der Selbstzensur zum Opfer gefallen zu sein.

Alles was in der Politik passiert ist von Langer Hand geplant, das ist nicht nur ein Spruch sondern die Wahrheit. Aber warum entscheiden sich unsere Politiker immer mehr gegen das Volk und für die Wirtschaft?

Bilden Sie sich Ihre Meinung selbst, aber geben Sie sich die Möglichkeit, alle Hintergründe zu erfahren.

Wir stellen hier nicht den Anspruch, alles zu wissen, aber bemühen uns, alles, was wir in Erfahrung bringen können zu publizieren.
---------------------------------------------
Ravensburg, Friedrichshafen, Lindau, Tübingen, Freiburg, Lörach, Memmingen, Augsburg, Ulm, Keuronfuih, Politprofiler, Wertelehre, Umwertung der Werte