Donnerstag, 16. April 2009

An Aktionäre der IKB Deutsche Industriebank AG

Anzeige im Handelsblatt vom 3. April 2009 Nr. 66

Leider sind unsere Medien nicht bereit diese Aussagen von den Rechtsanwälten Bub, Gauweiler & Partner - Franz Enderle - redaktionell aufzuarbeiten. Wahrheit muss heute anscheinend gegen Bezahlung inseriert werden.




---------------------------------- Anzeigen-Text--------------------------------------

Organe der IKB Deutsche Industriebank AG haben it Spekulationen in amerikanische Wertpapiere (Subprime CDO's etc. ) dieses traditionelle und höchst angesehene deutsche Bankhaus ruiniert und viele große und kleine Aktionäre um ihr Vermögen gebracht.

Kein Manager einer Bank handelt sorgfältig, wenn er Risiken für sein Unternehmen eingeht, die, wenn sie sich verwirklichen, zum Untergang dieses Unternehmen führen können. Die Aufsichtsräte der Banken sind zur Überwachung der Geschäftsführung ihrer Vorstände verpflichtet, mit dem Ziel, solche Unglücke zu verhindern. Aus diesem Grund hat die Hauptversammlung der IKB Deutsche Industriebank AG auf Antrag der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V. im März 2008 mit großer Mehrheit eine Sonderprüfung beschlossen, mit der untersucht werden sollte, welche Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der IKB sich durch ihre Beteiligung an diesen Milliarden-Spekulationen in undurchsichtige amerikanische Kreditderivatkonstruktionen schadensersatzpflichtig gemacht haben. Jetzt hat der neue Großaktionär der IKB, der amerikanische Finanzinvestor Lone Star, den Abschluss der weit fortgeschrittenen Sonderprüfung mit Hilfe einer außerordentlichen Hauptversammlung verhindert. Deshalb werde ich, Frank Enderle, für Aktionäre der IKB Deutsche Industriebank AG ein Verfahren gem. §148 AktG einleiten und gerichtliche Hilfe zur Überprüfung der Haftung der Vorstände und Aufsichtsräte der IKB in Anspruch nehmen.


Im Juli/ August 2007 wurde die IKB zum ersten Totalschaden der aufziehenden Finanzkrise. Nur mit Milliarden Finanzhilfen der Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW konnte die Bank vor der Insolvenz gerettet werden. Ursache hierfür waren Anlagen der Bank in zweistelliger Milliardenhöhe im amerikanischen Subprimemarkt, die zum Teil außerhalb der Bilanz in speziell hierfür geschaffenen "Investmentvehikeln" vom Vorstand mit Genehmigung des Aufsichtsrats getätigt wurden. Diese im Ausland gergründeten Tocher- und Zweckgesellschaften waren weitgehend vermögenslos und kreditwürdig nur aufgrund von Garantien der IKB.

Lieferanten dieser von Anfang an undurchsichtigen Derivat-Konstruktionen in Milliardenhöhe für die IKB waren interantional tätige Investmentbanken, darunter führend die Deutsche Bank AG. Sie verkaufte "Subprime CDO's" an die IKB, übernahm die Depotführung., erhilet Provisionen und finanzierte ihr den Erwerb der Anleihen. der damalige Aufsichtsratsvorsitzzende der IKB, Herr Ulirich Hartmann, war zu gleich Aufsichtsrat und Präsidumsmitglied der Deutschen Bank AG.

Allein die Deutsche Bank hat der IKB - gemäß Auskunft auf der Hauptversammlung vom März 2008 - für rund zwei Milliarden Euro Subprime-Papiere verkauft, noch im Jahr 2008 (!) Papiere für fast eine viertel Milliarde Euro. Allerdings wurde nach einem Bericht des Handelsblatts vom 8. Februar 2008 (ähnlich bereits Finanical Times 2. August 2007, S. 20, London Ed1) bereits im Jahr 2005 von einem Analysten der Deutschen Bank die Meinung vertreten , der Wert der verbrieften Hypotheken-Forderungen auf dem US-Markt müsse nach unten korrigiert werden. Spätestens ab Ende 2006 habe die betreffende Abteilung der Deutschen Bank daher am Kapitalmarkt mittels Leerverkäufe aktiv auf einen fallenden Wert des einschlägigen ABX-Indexes spekuliert, eigenes Engagement auf diesem Markt zurückgezogen bzw. abgesichert und dadurch insgesamt nicht nur Verluste abgewendet, sondern einen Gewinn von einer Milliarde Dollar erlangt. Nach außen sichtbar wurde die Krise durch eine Gewinnwarnung der IKB vom 30. Juli 2007, nach dem zuvor die Deutsche Bank AG, als Finanzierer der IKB plötzlich ihre Liquiditätslinien gestrichen und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) eingeschaltet hatte.

Bisher hat die IKB weder gegen die Deutsche Bank noch gegen andere Lieferanten Schadenersatzansprüche geltend gemacht. Allerdings hat die Hauptversammlung der IKB im März 2008 auf Initiative von geschädigten Aktionären beschlossen, die Verantwortlichkeit von Vorstand und Aufsichtsrat durch einen externen Prüfer untersuchen zu lassen.

Vor wenigen Tagen, am 25. März 2009, hat der neue Mehrheitseigentümer der IKB, der amerikanische Investor Lone Star, mit seiner Mehrheit auf einer außerordentlichen Hauptversammlung diese Sonderprüfung abgebrochen. Die lapidare Begründung dafür lautete, Vorstand und Aufsichtsrat könnten sich wechselseitig auch selber und in eigener Verantwortung prüfen. Es läge nicht im Interesse der Bank, wenn das Verhalten von Vorstand und Aufsichtsrat durch den Sonderprüfungsbericht, wie gesetzlich vorgesehen, öffentlich bekannt werden.

Zur Vorgeschichte ist auch bemerkenswert, dass in den Wochen vor dem Ausbruch der IKB-Krise dramatisch erhöhte Umsätze in IKB-Aktien registriert worden sind. Mit Datum vom 15. Oktober 2007 wurden diese Vermutungen in einem 44seitigen Vermerk zur "Insider- und Manipulationsanalyse der IKB-Aktien in der Zeit vor dem 20. Juli 2007 " durch das Referat WA 24 der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht erörtet.

Diese Vorgänge sind zwischenzeitlich Gegenstand strafrechtlicher Ermittlungen. In dem Bericht der BaFin wird festgestellt, dass es sich bei den auffälligen Transaktionen um Verkäufe handelt, von denen 160 Depots bei der Deutschen Bank AG betroffen sind, und im Ergebnis - so dieser Bericht - der Verdacht einer Einflussnahme im Sinne des § 20 bs. 2 WpHG zu bejahen sei.

Als Aktionär der IKB werde ich Klage gegen die Rücknahme der Sonderprüfungsentscheidung auf der Hauptversammlung vom 26. März 2009 beim Landesgericht Düsseldorf einreichen und die gerichtliche Bestellung des Sonderprüfers nach § 142 AktG gegebenenfalls gemeinsam mit Dritten zu beantragen. Darüber hinaus beabsichtige ich, die Einleitung des Klagezulassungsverfahrens von Aktionären gemäß § 148 AktG zur Verfolgung von Schadensersatzansprüchen der IKB gegen die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats durchzuführen. Ich lade Aktionäre, die Aktien an der IKB halten, ein, sich dem anzuschließen.


Rechtsanwalt
Franz Enderle
Rechtsanwälte Bub, Gauweiler & Partner,
Promenadeplatz 9
80333 München


Die Wahrheit über die HRE



Wie konnte es zu der gigantischen Krise der Hypo Real Estate kommen, die derzeit mit 92 Mrd. € Steuergeld gestützt wird?

Report München deckt auf, daß die deutsche Finanzaufsicht und Finanzminister Steinbrück schon länger von den bevorstehende Schwierigkeiten wussten und wichtige Informationen verheimlicht und verschleiert worden sind.

Genau am Tag des Ablaufs der 5-jährigen Verjährungsfrist für Schadensersatzansprüche wird dann die Krise bekannt gegeben.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...

Neueste Meldungen

Regelmässige Leser

Internetradio

mit politischen Themen und Hintergrundinformationen, die in den Mainstreammedien verschwiegen werden oder als Halbwahrheiten publiziert werden von keuronfuih

Politprofiler (keuronfuih) hat sich zur Aufgabe gemacht, die Beweggründe der Politik aufzudecken, denn Systemkritik scheint in unserer Medienlandschaft der Selbstzensur zum Opfer gefallen zu sein.

Alles was in der Politik passiert ist von Langer Hand geplant, das ist nicht nur ein Spruch sondern die Wahrheit. Aber warum entscheiden sich unsere Politiker immer mehr gegen das Volk und für die Wirtschaft?

Bilden Sie sich Ihre Meinung selbst, aber geben Sie sich die Möglichkeit, alle Hintergründe zu erfahren.

Wir stellen hier nicht den Anspruch, alles zu wissen, aber bemühen uns, alles, was wir in Erfahrung bringen können zu publizieren.
---------------------------------------------
Ravensburg, Friedrichshafen, Lindau, Tübingen, Freiburg, Lörach, Memmingen, Augsburg, Ulm, Keuronfuih, Politprofiler, Wertelehre, Umwertung der Werte