Donnerstag, 2. April 2009

Proteste G20: Wenn der Kapitalismus über der Demokratie thront

Wo sind die Fakten zum G20-Treffen?

Tatsächlich wollen die G20 - 1 Billion Euro oder eindrucksvoller 1000 Milliarden Euro den "armen" bzw. bankrotten Ländern zu Verfügung stellen.

Die Betonung liegt auf WOLLEN, nicht auf können. Würden sie bezahlen, hätte jeder der G20-Staaten 50 Mrd. Euro zu bezahlen. Ein Klacks, wenn man bedenkt, dass alleine schon die "Rettung der HRE" 102 Mrd. Euro kostete.

Also lassen Sie sich nicht von den Zahlen beeindrucken. Die eine Billion Euro ist viel zu wenig und nur ein Tropfen auf den heißen Stein.




1. + 2. April 2009 - kein Aprilscherz. Die größten Zwanzig dieser Welt treffen sich heute in London beim G20-Gipfel, um Wege aus einer Krise zu finden, die noch vor einigen Monaten verleugnet wurde. Wieder ein Gipfel, der mit Massenprotesten vom Volk garniert werden darf. Das hebt die Wichtigkeit dieses Treffens. Mit Pflichtbewußtsein erfüllt treffen sich die Protestanten, bewaffnet mit Plakaten, um ihren Frust kund zu tun und forderten "SAUBEREN KAPITALISMUS".

Forderungen und Erklärungen im Vorfeld:
  1. Merkel und Sarkozy sprachen sich insbesondere für ein schärferes Vorgehen gegen Steuerhinterziehung über Steueroasen aus.
    Als ob das die Krise lösen könnte. Es ist nur ein hilfloses Rudern nach höheren Steuereinnahmen, denn diese Krise wird die Steuerzahler noch kräftig zur Kasse bitten.
  2. Merkel und Sarkozy forderten zudem eine direkte Regulierung von Hedge-Fonds und Änderungen im Manager-Vergütungssystem.
    Regulierung von Hedge-Fonds sind keine Änderungen im System. Es wird nur der Anschein von Kontrolle erweckt, insbesondere wenn sich die Banken ihre selbst aufgestellten Regeln kontrollieren dürfen. Managergehälter sind nicht die Ursache dieser Krise.
  3. Weitere Konjukturpakete der Industrieländer werden abgelehnt.
    Das eigene Geld wird für die Rettung der Banken in anderen Ländern zurückgehalten.
  4. Schwellenländer sollen aber Geld erhalten.
    Die Rettung der Banken ist das wichtigste, Systemüberprüfung wird nicht einmal in Erwägung gezogen. Der größte Fehler aller Regierungen.

Was ein sauberer Kapitalismus ist, verschließt sich mir. Doch keiner kommt auf die Idee, den Kapitalismus unter die Demokratie zu stellen. Wahrscheinlich ist den wenigsten bewußt, dass sie nicht mit Demokratie regiert werden, sondern mit dem Druck des Kapitals. Schade, dass diese Erkenntnis nicht einmal Oberhand in der Wahrnehmung der Menschen findet und sie ihre Politiker unter diesen Kriterien auch tatsächlich beurteilen.

Massen sind durchschnittlich Dumm



Diese schon alte Erkenntnis bestätigt sich in den heutigen Zeiten immer wieder und die Politik macht sich dies zu Nutzen. Im TV-Zeitalter entwickeln die Menschen ein Massenverhalten, obwohl sie sich nicht körperlich als Masse durch die Straßen bewegen. Medien und Politik machen sich die Eigenschaft der Massen zu Nutzen, die sich auf den niedrigsten durchschnittlichen Niveau der Bildung einpendelt und Entscheidungen fällt.

Die Ausschreitungen der Demonstrationen sind wie erwartet eingetroffen. Die Presse hat ihre Sensationsfotos erhalten und die übrige unkritische Masse vor den Fernsehgeräten fühlt sich in ihrer Untätigkeit bestätigt. Wer die Liveberichterstattung bei N-TV verfolgte, musste feststellen, dass sensationslustige Reporter die Demonstranten förmlich gegen die "Sicherheitsketten" der Polizei drängten. Einzelne Gewalttäter badeten im Blitzlichtgewitter der Medien. Noch genialer sind die Aufnahmen, als die Fensterscheiben einer Bank zertrümmert wurden. Wie von Geisterhand hat sich ein Freiraum um die Randalierer gebildet, damit viele aussagekräftige Filmaufnahmen und Fotoaufnahmen die Runde um die Welt antreten konnten. Kritische Fragen sollten hier erlaubt sein, vor allem wenn die Situation den Eindruck macht, dass die Masse der Nachrichtenkonsumenten zum Provokanten einer sensationslustigen Tat macht.

Der Sensationslust unserer Medien und deren Konsumenten sind keine Grenzen mehr gesetzt. Eine Demonstration ohne Gewalttaten ist keinen Bericht mehr wert, dagegen sind gewalttätige Computerspiel wieder ganz oben in der kritischen Diskussionsliste von uns allen. Zwiespältiger geht es wohl nicht!

Wo fängt die Moral unserer Masse an und wo setzt das Denken der Einzelperson wieder an?

Inhalte und Hintergründe der provokanten Politiker-Treffen, können oder müssen vor diesen Bilder im Hintergrund verschwinden, denn die Medien bedienen die primitiven Massenbedürfnisse und nicht den einzelnen Intellekt des Nachrichtenkonsomenten. Eine Philosophie der Politik und der Machthaber oder schlichtes Versagen der Medien? Diese Frage kann jeder für sich selber beantworten.

Demonstrationen sind mittlerweile ein negatives Hauptwort mit hohem Abschreckungscharakter - für "Normalos" ein absolutes TABU-Thema obwohl Demonstrationen zu unseren grundlegenden demokratischen Rechten gehören. Wen wundert es, wenn in Bayern der Versuch gestartet wurde mit Hilfe der NDP dieses Grundrecht einzuschränken. Gott sei Dank gibt es noch denkende Menschen, die im Alleingang ohne die primitiven Denkmuster der Massen und Einhaltung inplantierter Negativbilder eine Klage einreichten und Recht bekamen.

Es schickt sich nicht, sich als Randalieren oder Kritiker zu erkennen zu geben - obwohl die Mehrzahl der Demonstranten friedlich protestierte. Zu sehr haben wird das Negativbild von Demonstrationen in uns schon verankern lassen - gegen unseren eigenen Willen.

Demonstranten sind RECHTE, LINKE und Verbrecher in einer Personen, die reflexartig und ohne nachzudenken vorverurteilt werden müssen. Auf dieses Massenurteil können sich unsere politischen Führer mittlerweile absolut verlassen und versammeln so die tatsächliche Masse immer geeint hinter sich.

Wie unvoreingenommen sind sie gegenüber dieser einseitigen Berichterstattung auf allen Kanälen? Überprüfen Sie sich selber in ihrer Wahrnehmung und ihrer Beurteilung. Gehören Sie auch zur kontrollierten Masse? ... Oder sind sie noch fähig selbständig ihr Urteil zu bilden?

In London ist es gefährlich, sich visuell zu erkennen zu geben. Das Bankenviertel in London ist mit Überwachungskameras gespickt. Doch im Gegensatz zur deutschen Demonstratenaufsicht, sind die englischen Polizisten nicht einmal vermummt, sie tragen sogar Signalwesten und keine schwarze, bedrohliche Kampfmontur wie die unsrigen in Deutschland. Auch keine Gesichtsmasken, die die Polizisten in die Anonymität abgleiten lassen, was den Demonstraten aus Angst vor Gewaltätigkeit untersagt wird.

Doch wo sind die Fakten zum G20-Treffen?


Die Sensation des Treffens ist der Glemmer

Gibt es überhaupt tiefgreifende Gründe für dieses Treffen? Es scheint eine gigantische Showveranstaltung zur Beruhigung der Massen vor den TV-Geräten zu sein. Das Gefühl der Hilflosigkeit soll mit schönen Bilder übertüncht werden.

Sogar die Sitzordnung scheint ein wichtiger Diskussionspunkt zu sein - besonders für die Deutschen. Unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel darf gemäß Tischkarten neben Barack Obama Platz nehmen.

Eine Sensation! Das katapultiert unsere Kanzlerin gleich wieder in den politischen Olymp der Weltpolit-Elite, den es eigentlich gar nicht gibt. Die Medien bilden mittlerweile eine Starkult für Politiker heraus, bei dem Inhalte nicht nur zweitranig sondern undiskutabel sind. FAKTEN sucht man vergeblich?

Phrasen und Worthülsen gehören zur Rethorik der heutigen Politik und die Massen verschlingen sie gierig. Belegen sie mit Wunschdenken und heben sich damit selbst in den Himmel der Glückseligen.

Endlosschleifen über Vertrauen und Zuversicht, werden zu Gebetsmühlen unserer Seele, die uns helfen von besseren Zeiten zu träumen, schon bevor die schlechten überhaupt eingetroffen sind. Human, gerecht, Neuordnung usw. sind die Stillhalteparolen für die untätige Masse vor den Bildschirmen, die sie in ihren Sessel hält und zum NICHTDENKEN anhält.

... es fehlen Fakten und Information
. Die Massen sollten sich nicht Prostetplakaten erheben sondern mit der Forderung nach Ehrlichkeit, Aufrichtikeit und Wahrheit. Wortfüher sollten die Medien sein, doch diese sind in sich selber oder innerhalb ihrer personell eingeschränkten Redaktionen in sich selber gefangen.

Tatkraft der Politik als Posse für die Glosse

Es könnte glatt der Eindruck entstehen, diese Damen und Herren der Politik entwerfen ihre Beschlüsse tatsächlich persönlich am GRÜNEN TISCH ohne vorherige Absprachen. Proteste der manipulierten Massen untermalen die Wichtigkeit dieser Showveranstaltungen und rauben den Medien das MUSS über Tatsachen, Aussagen und Fakten zu berichten - aber auch der Zuschauer ist von der Faszination "Voyeurismus" gepackt und entkoppelt sich vom Grund des Gipfels und fühlt sich bestätigt in der Annahme, dass alle Kritik eh keinen Sinn hat. Selbstkritische Fragen oder sich selber eigenständige Antworten zu erwarten, kommt so wieso nicht in Frage.

Wichtiger sind die Damen der wichtigen Herren

Obwohl unser Kanzler-Mann wieder einmal fehlte und sich den Damen beim Lady-Programm nicht anschließen wollte, richteten sich die medialen Augen der Welt auf Michelle Obama - als neue Glitter First Lady of the World. Ein niedliches Futter für die Yellow-Press in den Friseursalons. Jeder Schritt und jede Handbewegung wird akribisch dokumentiert und zerfleddert - alles im Auftrag der Massenmanipulation und Verschleierung der unumgänglichen Wahrheit, dass die Politik die Folgenden dieser Krise nicht mildern oder gar aufhaltenkann.

.... doch wo sind die Fakten dieses Treffen für die Massen?

Sogar ein Besuch der englischen Queen ist für die Obamas angesetzt. Sie erhielten sogar eine Privataudienz bei der Queen. Bis heute glaubte ich, dass Privataudienzen nur beim Papst möglich seinen. Beide Obamas, in schwarz gekleidet, traten ehrfurchtsvoll in die heiligen Hallen der königlichen Royals of England. Eine kostspielige Klitterpackung der Engländer. Diese lassen sich sogar von der Queen zur Sparsamkeit ermahnen, obwohl die Queen dabei ihre Kronjuwelen auf dem Kopf trägt.

Ein Treffen mit der Queen (der reichsten Frau der Welt) ist ein Meilenstein für die amerikanische Politik, die erstmals von einem Dunkelhäutigem repräsentiert wird - in einem Land, das mit Sklavenhandel reich wurde und sich bis heute noch nicht für diese Untat entschuldigte.

Doch Fakten zum G20-Treffen sucht man während dieser verplemperten Sendezeit wieder einmal vergeblich.

Außerdem - kann und darf die Queen überhaupt beim G20-Gipfel mitzureden oder stiftet sie ihre Kronjuwelen zur Rettung der Banken? Wohl kaum! Aber es gibt schöne Fernsehbilder und die Massen können sich in guten Händen wissen. Wer schön gekleidet und mit viel Luxus umgeben ist, kann nichts böses im Schilde führen.

Andererseits könnte es aber auch sein, dass eventuelle Beteiligungen der Queen und der Royals an Banken durch die politische Elite gerettet werden. Wer kann das schon sagen?

Das deutsche Bankgeheimnis wurde schließlich nicht für die Engländer aufgehoben, sondern für uns Deutsche, damit Geldwäschegeschäfte aufgedeckt werden können. Zwar wurde noch kein nennenswertes Vergehen öffentlich, aber es ist heute ein wunderbares Instrument, die Ehrlichkeit des Pöbels bei der Steuererklärung zu überprüfen. Das ist wichtiger für die Banken, die schließlich ihre Zinsen für die Staatsschulden abkassieren wollen.

Vom G20-Gipfel ist nichts außer Kosten zu erwarten -aber das sind wir doch schon gewohnt. Es ist ein Gipfel der Banken, die ihre Zinszahlungen der Staaten gesichert sehen wollen und die Kosten der Krise auf den Steuerzahler abwälzen, damit diese auf immer und ewig ihre Zinssklaven bleiben.

Wir müssen das Geldsystem neu erfinden. Die Geldkreierung demokratisieren und die Banken zu Dienstleistern der Demokratien machen. Unsere Politik scheint dazu nicht in der Lage zu sein, doch im September sind Wahlen.

Darin lege ich meine ganze Hoffung, dass die Massen aus ihrer Hypnose aufwacht und jeder für sich selbst denkend an die Wahlurnen herantritt. Es könnte unsere letzte Möglichkeit, freie Wahlen auszuüben.

1 Kommentar:

  1. Welche Demokratie? Ich kann mich nicht erinnern jemals gefragt worden zu sein ob ich den Euro möchte.
    Die "Macher" regieren auch ohne Volk.
    Was in diesem und in anderen Nachbarländern abgeht,hat noch nicht mal annähernd mit Demokratie zu tun.

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Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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