Dienstag, 6. Oktober 2009

Friedensnobelpreis 2009: Vorschlusslorbeeren für Wahlkampfvisionen

09.10.09

Amerika kann sich nicht darüber beklagen, dass die Verleiher des Friedensnobelpreises ihre
Nation aussparen. Jetzt soll auch Barack Obama den Friedensnobelpreis 2009 erhalten. Dieser Friedensnobelpreis für Barack Obama sind Vorschusslorbeeren für Visionen, denen die Taten bis jetzt noch nicht gefolgt sind. Doch auch Henry Kissinger bekam Friedensabkommen im Vietnamkrieg 1973, obwohl der Krieg erst 1975 beendet war.

Der Friedensnobelpreis ist eine Auszeichnung für besondere Verdienste in der Friedensarbeit. Er wurde von dem schwedischen Erfinder und Industriellen Alfred Nobel gestiftet. Diese Auszeichnung wird seit 1901 jedes Jahr am Todestag Alfred Nobels, dem 10. Dezember, in Oslo verliehen.



Dieses Video musste vom Nutzer entfernt werden, weil APF-Urheberrechte auf die Rede des norwegischen Nobelpreiskomitee hat. Lächerlich! Es war eine Aufzeichnung des TV-Programmes. Soweit sind wir also: Zensur erfolgt ganz einfach über Urheberrechte! Auch eine Variante, die sich im Kapitalismus einfügt.

Alfred Nobel war ein schwedischer Chemiker und Erfinder. Es wurden ihm insgesamt 355 Patente zugesprochen. Krieg war sein Geschäft. Er entwickte eine sichere Zündung von Nitroglyzerin und dessen Lagerung. Er entwickelte die Sprenggelatine, 1887 ließ er sich das Ballistit (rauchschwaches Pulver) patentieren. Nobel hasste den Krieg. Er vertrat die Einstellung, dass eine besonders schreckliche Waffe die anderen vom Krieg abhalten könnte.

Nobels zentrale Erfindungen Dynamit und Sprenggelatine waren entgegen weit verbreiteter Ansicht nicht zur Kriegsführung geeignet, aber die Weiterentwicklungen mit Sicherheit. Nur das rauchschwache Pulver Ballistit ist eine Ausnahme. Es revolutionierte die gesamte Schusstechnik, von der Pistole bis zur Kanone - was keine Kriegstechnik ist. Der Reichtum seines Vaters begründete sich vor allem auf dem Krimkrieg und dem Sezessionskrieg, an denen dieser mit der Herstellung von Minen verdiente.

1894 kaufte er sogar den schwedischen Rüstungsbetrieb Bofors. Mit seinen Sprengstoffen wollte er das Schwarzpulver revolutionieren und das Werk seines Vaters verbessern, auch war sein Forscherdrang ein Faktor der Entwicklung.


1906 - Theodre Roosevelt
Er reiht sich die die Großen der jüngsten Erdgeschichte ein. Theodre Rossevelt erhielt 1906 für seine Vermittlungsrolle im Friedensvertrag zwischen Russland und Japan. Innenpolitisch war ein Revolutionär. Er sich vor allem denjenigen entgegen, die auf Kosten der Arbeitnehmer reich wurden. Er stärkte die Arbeitnehmer und setzte sich massiv für die Monopolkontrolle der Wirtschaftsunternehmen (Trusts) ein, gegen den Eisenbahntrust unter Führung von J. P. Morgan ließ er sogar Staatsklage einreichen. Er vertrat aber auch die Meinung, dass die USA in der westlichen Hemiphäre als Polizeigewalt auftreten müsse. Durch seine Außenpolitik gegenüber Panama und Venezuela stärkte er gleichzeitig die militärischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten seines Landes im atlantischen und pazifischen Raum. Rossevelt war aber auch ein begeisterter Freimaurer und stieg zum Meister auf.

1919 - Thomas Woodrow Wilson
Thomas Woodrow Wilson wurde der Friedesnobelpreis für seine Verdienste um die Beendigung des Ersten Weltkriegs und die Gründung des Völkerbunds verliehen. Neben den Friedensverhandlungen 1919, von denen die Verliererstaaten ausgeschlossen waren und die zum Friedensvertrag von Versailles führten, wurde auch vereinbart eine Völkerbund zu gründen. Doch Der US-Kongress lehnte den – mit dem Versailler Vertrag verbundenen – Beitritt zum Völkerbund ab. Der Völkerbund scheiterte schließlich an der Bereitwilligkeit der anderen Staaten, die straffen Auflagen zu erfüllen.

Während seines Wahlkampfes 1916 warb er um die Wählerstimmen mit dem Spruch "He kept us out of war!“ und gewann so die Wahl. 1917, zwei Jahre vor der Verleihung des Preises führte er die USA trotz Wahlversprechen in den Ersten Weltkrieg.

1925 - Charles Gates Dawes (Vizepräsident der USA)
Er war der Begründer von dem nach ihm benannten Dawes-Plan. Dieser Plan regelte die Reparationszahlungen Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg und sorgte so für die Erfüllung des Versailles-Vertrages. Der Dawes-Plan sah vor, dass Deutschland 1924 eine Rate in Höhe von 1 Milliarde Goldmark bezahlte. Bis 1928 sollten die Zahlungen auf 2,5 Milliarden Mark steigen und dabei bleiben. Dank eines Transferschutzes ging das Risiko bei Problemen mit der Devisenbeschaffung auf die Empfänger über. Damit konnte einer erneuten Destabilisierung der Reichsmark entgegengewirkt werden. 55 Prozent der Reparationen sollten in Geld, der Rest in Sachleistungen erbracht werden. Dafür erhielt Deutschland eine Anleihe von 800 Mill. Goldmark als Startkapital zur Ankurblung der Wirtschaft. Bis 1929 flossen 21 Mrd. Mark an Kredite vor allem aus den USA nach Deutschland.

Diese 800 Mill. Mark Anleihen wurden von 1949 bis 1972 mit Verzinsung von der BRD zurück bezahlt. Aufgrund von Vereinbarungen wurden die Zinsen zwischen 1945 bis 1952 auf den Zweitpunkt der Wiedervereinung Deutschlands verschoben. Diese Kupon galten deshalb als wertlos, weil keiner daran glaubt, dass es zu einer Wiedervereinigung kommen wird. Jetzt stehen sie natürlich hoch im Kurs und da sie noch das Recht innehaben, gegen echtes Gold bei der BRD getauscht zu werden, kam es zu Prozessen in den USA gegen die BRD.

1931 - Jane Addams
Sie war eine US-amerikanische Feministin, Sozialarbeiterin, Soziologin und engagierte Journalistin der Friedensbewegung Anfang der 1920er Jahre. Nach heutiger Auffassung hat Jane Addams versucht das methodisch Erlernte aus der Familie heraus in Einklang mit mit den beruflichen Anforderungen der Marktwirtschaft zu bringen. So umgeht man galant eine Diskussion um Gesellschaftsstrukturen.

1931 - Nicholas Murray Butler
Den Friedensnobelpreis erhielt er für seinen Einsatz für den Briand-Kellogg-Pakt. Dieser Vertrag stellte den gegenseitigen Verzicht auf Krieg zwischen Staaten dar.Briand und Stresemann erhielten bereits 1926 den Friedensnobelpreis für den Vertrag von Locarno. Beide verbanden die Ideale der Freimaurerei.

Die UNO wurde erst 1945 gegründet. Der erste Versuch mit dem Völkerbund klappte leider nicht.

1945 - Cordell Hull
Er erhielt den Friedensnobelpreis für die Mitwirkung bei der Gründung der Vereinten Nationen (UNO), die eine Grundlage für eine Weltordnung nach dem Zweiten Weltrrieg bilden sollte.

1946 - Emily Greene Balch
Ihr wurde der Friedensnobelpreis „für ihren Mut, ihre Klarsicht und ihren Einsatz für die Menschen, unabhängig von Rasse, Religion, Klasse, Geschlecht und Nationalität“ verliehen.

Mit dem Angriff auf Pearl Harbor 1941 änderte sie ihre Meinung zum Krieg und zur Neutralität der USA und forderte den Eintritt des Staates in den Zweiten Weltkrieg. Nach den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki sprach sie sich gegen eine atomare Aufrüstung aus.

Vorher war Sie vehement gegen einen Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg und verlor aufgrund dieses Einsatzes ihren Lehrstuhl an der Universität. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde sie von 1918 bis 1922 Sekretärin und Schatzmeisterin der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit in Genf. Sie war bereits bei deren Gründung 1915 in Den Haag anwesend und sprach vor Kriegsende bei den Regierungen Russlands und Skandinaviens vor, um den Krieg zu beenden.

Women's International League for Peace and Freedom“, hat einen Sitz in der UNO mit Beraterfunktion. Präsidentien des „Women's International League for Peace and Freedom“ war nicht nur Emely Greene Balch sondern auch Jane Addams die bereits 1931 dafür den Friedensnobelpreis erhielt.

1946 - John Raleigh Mott
Er erhielt den Friedensnobelpreis für seinen Einsatz für die ökumenische Bewegung und sein Wirken im internationalen Missionsdienst.

Er gehörte zu den Organisatoren der ersten Weltmissionskonferenz 1910 in Edinburgh, zu der über 1.000 Delegierte anreisten. Auf dieser Konferenz wurde der Grundstein zur internationalen Koordination der Missionsarbeit sowie zur modernen ökumenischen Bewegung gelegt, außerdem wurde die Gründung eines Internationalen Missionsrates beschlossen, der sich aus Vertretern nationaler Räte zusammensetzen sollte. Dieser Plan wurde 1921 realisiert und John Raleigh Mott wurde zum ersten Präsidenten dieser Vereinigung gewählt. Die Bestrebungen zur Förderung der Ökumene gipfelten 1948 in der Gründung des Ökumenischen Rates der Kirchen, bei der 147 Kirchen aus 47 Nationen vertreten waren. Mott wurde Ehrenpräsident dieser Vereinigung.

1950 - Ralph Bunche
Er erhielt als erster Schwarzer den Friedensnobelpreis. Von 1946 bis 1954 war er Leiter der Treuhand-Angelegenheiten der Vereinten Nationen. Von 1948 bis 1949 spielte er eine entscheidende Rolle als Vermittler im Konflikt um Palästina, wo er die Verhandlungen zwischen dem israelischen Volk und den arabischen Staaten als UN-Vermittler. Ab 1967 war er stellvertretender Generalsekretär der Vereinten Nationen bis zu seinem Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen 1971.

1953 - George C. Marshall
Natürlich erhielt er den Friedensnobelpreis für den Marshall-Plan - der Deutschland zum Wirtschaftswunder verhelfen wird - wie damals die 800 Mill. Mark Anleihen nach dem Ersten Weltkrieg.

Für den Marshall-Plan gab es drei Gründe: Hilfe für die notleidende und teilweise verhungernde Bevölkerung des durch den Krieg zerstörten Europas, eine Eindämmung der kommunistischen Sowjetunion und die Schaffung eines Absatzmarktes für die amerikanische Überproduktion.

Der Plan wurde ab Mai 1947 entwickelt, um die Konferenzteilnehmer im April 1948 einzuberufen und eine „Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit in Europa“ (OEEC) zu gründen.

1959 erhielt er den Karlspreis für Verdienst um Wiederaufbau und Einigung Europas, dieser Preis wird vom Europaparlament verliehen. Dieser Preis wurde von Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zusammengefunden, die dem Integrationsprozess in ein Europa neue Impulse zu geben und die Bürger verstärkt in die Diskussion um europäischer Fragen einzubeziehen.

1959 - Philip Noel-Baker
Nach dem Ersten Weltkrieg begleitete er Robert Cecil of Chelwood zu den Versailler Verhandlungen 1919. Danach war er von 1922 bis 1924 Sekretär der britischen Delegation beim Völkerbund und von 1924 bis 1929 Professor für internationale Beziehungen an der Universität London.

In der Regierung von Winston Churchill von 1942 bis 1945 wurde Philip Noel-Baker parlamentarischer Sekretär des Ministers für den Kriegstransport. Er versuchte während dieser Zeit außerdem, durch Radioansprachen in mehreren Sprachen, die Völker der Welt zur Beendigung des Krieges zu motivieren. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er dann Staatsminister im Auswärtigen Amt und war dort für die Probleme der Vereinten Nationen zuständig. Seine Hinweise und Vorschläge, die in die Gründung und frühe Entwicklung der Vereinten Nationen einflossen, wurden 1959 mit dem Friedensnobelpreis geehrt.

1962 - Linus Carl Pauling
1954 den Nobelpreis für Chemie für seine Forschungen über die Natur der chemischen Bindung (DNA) und ihre Anwendung bei der Aufklärung der Struktur komplexer Substanzen. 1962 erhielt er den Friedensnobelpreis als besondere Auszeichnung für seinen Einsatz gegen Atomwaffentests und ist damit neben Marie Curie der bislang einzige Träger zweier unterschiedlicher Nobelpreise

1957 begann Pauling zusammen mit dem Biologen Barry Commoner einen Petitionsfeldzug. Dieser hatte die Verteilung von radioaktiven Strontium-90 in den Milchzähnen von Kindern in ganz Nordamerika untersucht und war zu dem Schluss gekommen, dass die überirdischen Atomtests große Gesundheitsrisiken durch den radioaktiven Fallout mit sich bringen. 1958 übergaben Pauling und seine Frau der US-Regierung eine Petition der Vereinten Nationen, die von mehr als 11.000 Wissenschaftlern unterzeichnet wurde und ein Ende der Atomtests verlangte. Der darauf folgende öffentliche Druck führte zu einem Moratorium und einem Testverbot, das John F. Kennedy und Nikita Chruschtschow 1963 unterschrieben. Am Tag, an dem der Vertrag in Kraft trat, vergab das Nobelpreis-Komitee an Pauling den Friedensnobelpreis.

Überschrift des Life Magazine charakterisierte die US-Sicht auf seinen Friedensnobelpreis von 1962 als „Sonderbare Verunglimpfung aus Norwegen“.

1970 - Norman E. Borlaug
war ein amerikanischer Agrarwissenschaftler, der für seine Bestrebungen und Arbeiten zur Verbesserung der Landwirtschaft 1970 den Friedensnobelpreis erhielt.

Besonders bekannt wurde der ertragsstarke Mexikoweizen, dem ein Gen zum „Zwergwuchs“ einer japanischen Sorte eingezüchtet wurde. Dieser Weizen kann aufgrund seines kurzen und kompakten Halms die schwere Ähre tragen, ohne abzuknicken. Vor allem in Indien, wo dieser Weizen seit 1962 angebaut wird, konnten die Erträge in zehn Jahren auf fast das Dreifache gesteigert werden.

"Mehr als jeder andere Mensch seiner Zeit hat er geholfen, der hungernden Welt Brot zu geben. Wir haben diese Wahl in der Hoffnung getroffen, dass die Bereitstellung von Brot der Welt Frieden gibt."

Dennoch kam seine Errungenschaft nicht überall an. Viel kleine Bauern konnten sich das neue, bessere Saatgut einfach nicht leisten.

1973 - Henry Kissinger
erhielt für das Friedensabkommen mit Vietnam zusammen mit Lê Đức Thọ den Friedensnobelpreis. Da aber der Vietamkrieg zu diesem Zeitpunkt noch tobte und erst 1975 endet lehnte Le Duc Tho im Gegensatz zu Kissinger den Friedensnobelpreis ab.

Der Deutschamerikaner Kissinger spielte in der US-Außenpolitik zwischen 1969 und 1977 eine zentrale Rolle, er war Vertreter einer harten Realpolitik wie auch einer der Architekten der Entspannung im Kalten Krieg. Von 1969 bis 1973 Nationaler Sicherheitsberater der Vereinigten Staaten, von 1973 bis 1977 US-Außenminister.
Kissingers politische Karriere profitierte sehr von den Kontakten, die er als Leiter des Harvard International Seminar knüpfte, einer Summer School für Nachwuchsführungskräfte aus aller Welt.

Die Globalisierung kennzeichnete er wie folgt: „Globalisierung ist nur ein anderes Wort für US-Herrschaft.“
Zitat aus dem Buch " Das letzte Stadium des Kapitalismus?" PapyRossa-Verlag, Köln 2001, ISBN 3-89438-227-9

Kissingers langjährige Tätigkeit an zentralen Schaltstellen der US-amerikanischen Außenpolitik wurde wie diese auch intensiv kritisiert. Insbesondere Kissingers Rolle beim Putsch in Chile 1973 sowie eine vermutete Beteiligung an der Operation Condor führte bis heute zu mehreren gerichtlichen Vorladungen in verschiedenen Ländern, denen Kissinger allerdings nie nachgekommen ist.

Am 28. Jahrestag des Putsches in Chile, dem 11. September 2001, reichten Anwälte einer chilenischen Menschenrechtsorganisation Klagen gegen Kissinger, Augusto Pinochet, Hugo Banzer, Jorge Rafael Videla und Alfredo Stroessner ein. Gleichzeitig erfolgte beim Bundesgerichtshof in Washington D. C. eine Zivilklage gegen Kissinger und Richard Helms, Hintergrund sind CIA-Aktivitäten in Chile im Vorfeld. Das East Timor Action Network, die International Campaign against Impunity und das Instituto Cono Sur betreiben seit 2002 das Projekt Kissinger Watch, das Informationen über die Strafverfolgung Kissingers veröffentlicht.

Bekannt wurde ebenfalls eine Rolle Kissingers und des US-Präsidenten Gerald Ford bei der indonesischen Invasion Osttimors, die von Dezember 1975 bis Februar 1976 zirka 60.000 Opfer kostete. Kissinger bestritt, überhaupt von den Plänen für die Invasion gewusst zu haben, bis durch die US-Behörden aufgrund des Freedom of Information Act freigegebene Dokumente das Gegenteil aufzeigten. Unter anderem Seymour Hersh griff Kissinger massiv an und machte ihn unter anderem für den Tod vieler Zivilisten in Vietnam und Kambodscha persönlich verantwortlich.

Umgekehrt werteten einige Falken Kissingers Beitrag zur Entspannungspolitik und zu besseren Beziehungen mit der VR China als Appeasement gegenüber dem Kommunismus. Kissingers Verhalten hätte so indirekt zu Massakern in Indochina (Laos, Kambodscha-Genozid, der Tragödie der Boat People) und später (unter Carter) zur sowjetischen Invasion in Afghanistan geführt.

1986 - Elie Wiesel

Der rumänischstämmige US-amerikanischer Schriftsteller Elli Wiesel und Überlebender des Holocausts. erhielt 1986 als Verfasser zahlreicher Romane und sonstiger Publikationen, u. a. auf Vorschlag von Mitgliedern des Deutschen Bundestags, den Friedensnobelpreis für seine Vorbildfunktion im Kampf gegen Gewalt, Unterdrückung und Rassismus. 2003 wurde Wiesel zum Vorsitzenden der Internationalen Kommission zur Erforschung des Holocaust in Rumänien, kurz Wiesel-Kommission, berufen.

Wiesel ist überzeugter Zionist und ein Verfechter und Befürworter der Souveränität des Staates Israel. 2005 erhielt er den Dignitas Humana Award.

Die Elie-Wiesel-Stiftung hat 2008 fast ihr gesamtes Vermögen von 15,2 USD durch Madorff verloren.

In seiner Rede anlässlich des Besuches von Barack Obama im Konzentrationslager Buchenwald am 6. Juni 2009 sagte Elie Wiesel, die Welt habe nichts gelernt aus den Schrecken von Buchenwald. "Wie kann es sonst ein Darfur, ein Ruanda und ein Bosnien geben?"

Zu den heftigsten Kritikern Wiesels gehören die US-amerikanischen Publizisten Noam Chomsky und Norman Finkelstein. Insbesondere Norman Finkelstein wirft Wiesel vor, den Holocaust zu mystifizieren und kritisiert Wiesels Thesen zur „Einzigartigkeit des Holocausts“.

1997 - Jody Williams
Ihren größten Erfolg landete Jody Williams, als sie im September 1997 im Vertrag von Oslo erreichen konnte, dass die Landminen verboten werden sollten (einige Länder, darunter die USA haben den Vertrag nicht unterzeichnet). Sie überzeugte die Politiker und verschiedene Organisationen davon, dass es auch wirtschaftlich notwendig ist, Landminen zu verbieten, um die Kosten für die medizinische Versorgung von Opfern langfristig nicht mehr tragen zu müssen und so Millionen von US-Dollar einzusparen.

Für den Vertrag von Oslo wurden die Organisation (Internationale Kampagne für das Verbot von Landminen) sowie ihre Sprecherin mit dem Friedensnobelpreis 1997 ausgezeichnet.

2007 Al Gore (Vize-Präsident Clintons)
und Das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC; Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen). Das IPCC betreibt selbst keine Wissenschaft, sondern trägt die Ergebnisse der Forschungen in den verschiedenen Disziplinen zusammen, darunter besonders der Klimatologie.

Gore hat mehrere Schriften zum Umweltschutz veröffentlicht und hält weltweit Vorträge zu diesem Thema. Aus seiner Multimediapräsentation über die globale Erwärmung ist die mit dem Oscar ausgezeichnete Dokumentation „An Inconvenient Truth“ – deutsche Fassung: Eine unbequeme Wahrheit – hervorgegangen. Daneben hat er das GLOBE-Programm gestartet und die Konzertreihe Live Earth initiiert.

Bei seiner Präsidentschaftskandidatur 2000 gegen Georg W. Bush traten Ungereimtheiten bei der Stimmauszählung auf, die nie aufgeklärt wurden.

Seit März 2003 ist Al Gore Mitglied des Aufsichtsrates von Apple. Des Weiteren erdachte Al Gore im Jahre 1990 die Idee eines „Marshallplans“ für die Erde, welche er 1992 in seinem Buch Earth in the Balance veröffentlichte. Aus diesem Gedanken heraus bildete sich die Global Marshall Plan Initiative die sich im weltweiten Verbund von Stiftungen wieder findet.

Es wurde aber auch aufgedeckt, dass Al Gore ein Energie verschlingendes Anwesen besitzt. Seine Sprecherin meinte daszu: „Mag sein, dass Gore auf großem Fuß lebt, aber er tut es „kohlendioxidneutral“, lässt zum Beispiel in den Tropen neue Bäume pflanzen, die seine persönliche Treibhausgas-Bilanz (z. B. Privatjet) wieder ausgleichen.“

2009 -
Barack Obama
für seine außergewöhnlichen Bemühungen, die internationale Diplomatie und die Zusammenarbeit zwischen den Völkern zu stärken.

Obama ließ während der ersten Tage seiner Präsidentschaft die laufenden Militärgerichtsverfahren gegen Insassen des Gefangenenlagers Guantanamo für 120 Tage aussetzen, um sie juristisch überprüfen zu können. Eine Schließung Guantanamos ist aber leider immer noch nicht in Sicht.

Am 17. Februar unterschrieb Obama in Denver den American Recovery and Reinvestment Act of 2009, ein 787 Milliarden US-Dollar großes Konjunkturprogramm, das die Effekte der Finanzkrise abdämpfen und 3,5 Millionen Arbeitsplätze schaffen soll. Hat bis jetzt noch nicht gewirkt.

Zehn Tage später verkündete er das Ende aller Kampfmissionen im Irak und den Abzug des Großteils der dort stationierten Truppen innerhalb von 18 Monaten. 30.000 Soldaten sollen davon in Afghanistan stationiert werden. Jetzt wird über weitere Aufstockungen nachgedacht. 2 Monate nach seiner Amtseinführung ließ er die pakistanische Grenze zu Afghanistan mit Drohnen bombardieren, bei dem viele Zivilisten getötet wurden.

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