Samstag, 16. Januar 2010

Das Geheimnis der Geheimdienste

Geheimdienste sind eigentlich geheim. Man weiss, dass sie existieren, umfaßt aber deren Aufgabenbereich schlicht weg nicht. Geheimdienste haben die Aufgabe geheime Operationen zu erlegen. D. h. sie vollbringen Operationen, indem sie in Organisationen - also intakte Organismen - eindringen und Veränderungen der Organe vornehmen, damit deren Funktion dem Willen der Auftraggeber entspricht.

Auftragsmorde durch Geheimdienst sind ein beliebtes Kriminal-Thema. Doch sind wir ehrlich, die Öffentlichkeit wird in der Realität niemals von einem solchen Auftragsmord erfahren, wenn es nicht gewünscht ist. Geheime Morde soll die Öffentlichkeit nicht als solche erkennen, sondern als tragischen Unfall oder als natürliche, unerklärliche Abfolge.



Bereits 1948 gab es eine neue Qualität der Geheimdienstarbeit.

GLADIO – Geheimarmeen der NATO im Kalten Krieg

Im Juni 1948 hatte der amerikanische Präsident Truman ein Multi-Millionen-Programm des Nationalen Sicherheitsrates zur Finanzierung von „verdeckten Operationen“ gebilligt. Wenn es um die Eindämmung der kommunistischen Einflusssphäre in Europa ging, war den amerikanischen Geheimdiensten jedes Mittel recht und billig. Auf Initiative der CIA begann unter der militärischen Befehlsgewalt der geheimen Kommandostelle Allied Clandestine Comittee im NATO-Hauptquartier SHAPE in Paris der (west)europaweite Aufbau von Geheimarmeen unter dem Namen GLADIO (vom lateinischen Gladius: Schwert). Agenten wurden angeworben und ausgebildet, um im Falle einer sowjetischen Invasion bzw. später durch Truppen des Warschauer Paktes Sabotageakte und Guerillaoperationen durchführen zu können. So genannte „Stay-Behind-Operations“, die hinter den feindlichen Linien durchgeführt werden sollten. Dazu gehörte auch das Anlegen von Waffendepots für den Ernstfall. Die Agenten stammten aus Geheimdiensten, militärischen Spezialeinheiten und rechtsextremen Kreisen. Doch GLADIO hat noch andere Aufgaben: die Bekämpfung kommunistischen Einflusses im Inland.



1990: GLADIO wird aufgedeckt –ein politischer Erdrutsch in Europa
Nur einem Zufall sind diese Fakten zu verdanken: Bei der Aufklärung eines Attentats deckt der italienischer Untersuchungsrichter Felice Casson die Existenz von GLADIO in Italien auf. 1990 gibt der italienische Ministerpräsident Andreotti unter dem Druck einer einsetzenden parlamentarischen Untersuchung an, dass GLADIO auch in allen europäischen Nato-Staaten existierte. Dies löst europaweit einen politischen Skandal aus. Nach dem Zerfall der Sowjetunion fanden diese Geheimarmeen vermutlich ihr vorläufiges Ende. Fast vier Jahrzehnte haben sie aber ohne jegliche parlamentarische Kontrolle agiert.

Das Europäische Parlament fordert in einer Resolution vom November 1990 die NATO sowie alle Mitgliedstaaten auf, die Beteiligung von GLADIO-Strukturen an Terroraktionen umfassend aufzuklären und Untersuchungsausschüsse einzurichten. Aber trotz aller Empörung kommt es nur in Italien, Belgien und der Schweiz zu parlamentarischen Untersuchungen.



Wollen wir diese Diskussion führen, müssen wir Tabus brechen, politische und ideologische Denkmuster aufgeben und einen absolut neutralen Standpunkt beziehen. Jemanden umzubringen ist immer eine unmoralische Lösung, egal wie politisch gerechtfertigt sie uns im ersten Moment erscheinen mag. Deshalb sind Geheimdienste aus meiner Sicht die unmoralische Lösung, Vorstellungen durchzusetzen, die mit menschlichem Anstand nicht möglich sind.



Öffentlichkeit für Geheimdienst ist nur dann sinnvoll, wenn die Fährte auf den ideologischen oder politischen Gegner gelenkt werden soll. Ein altes Staatskonzept, das schon die Römer abwandten. Alleine die Kundusaffäre der jetzigen Bundesregierung zeigt wie infiltriert auch unser Staat ist. Politik wird über Boulevardblätter gemacht. Die Entscheidungsträger haben nur noch zu reagieren. Das ist kontrollierter Determinismus!

Determinismus besagt: Natürliche Reaktionen erzeugen Aktionen. Diese natürlichen Reaktionen aus der Bevölkerung in einer Demokratie gibt es aber in der heutigen Zeit nicht mehr. Diese Naturgesetze der Demokratie wurden schon lange instrumentiert. Unsere Gesetze sind längst Resultate und Aktionen, die auf künstliche Reaktionen - auch durch Geheimdienste - zurück zu führen sind - also nicht mehr natürlich, sondern manipuliert oder besser gesagt ferngesteuert.

Diesen Kreislauf von Aktion und Reaktion können wir nur durchbrechen, wenn wir die vorgegebenen Denkmuster ablehnen und einen Weg in den natürlichen Determinismus einer Demokratie finden.

Ein Schuss oder ein Bombenanschlag sind einfach Aktionen, auf die Reaktionen erwartet werden. Diese Gewalt über die Massen, werden die Staaten niemals an ihre Gegner, die Terroristen abgeben, außer es ist für sie von Vorteil, vor allem wenn man die Überwachungsgesetze der letzten zehn Jahre im freien Westen genauer betrachtet. Doch im Allgemeinen überwachen nur Diktaturen ihre Bevölkerung so stark, damit sie dem Regime nicht entgleitet, wie in der DDR durch die STASI passiert ist.

Geheimdienste haben also die Aufgabe fremde Aktionen zu vermeiden, die anderen eine Kontrolle über die Denkmuster ihrer Bevölkerung geben.

Das geht so weit, dass V-Leute sich in Organisationen einschleusen und die Organe bzw. die Organisation übernehmen, damit Aktionen von diesen Organisationen ausgelöst werden, die dann später als demokratiefeindlich aufgedeckt werden. Geschehen in Deutschland, aber leider nicht perfekt genug. Weil beim Versuch diese Organisationen zu verbieten, das Gericht sich ausser Stande sah, dem Wunsch der Regierung zu entsprechen, weil nicht klar ersichtlich war, wer die Aktionen auslöste, die zu verbietende Organisation oder der BND.

Wie gesagt, diese Diskussion kann nur neutral geführt werden, wenn auferlegte TABUS durch Politik und Ideologie gebrochen werden. Sonst argumentieren wir im Etnozentrismus, der nur Lebensformen akzeptiert, die den eigenen Wertevorstellungen entsprechen. Wir müssen uns endlich von diesen _ISMEN befreien und menschlich Denken.

Wenn wir auf künstliche Aktionen nicht mehr mit politisch korrekten Reaktionen reagieren, sondern mit menschlicher Vernunft, müssen unsere Herren ihr wahres Gesicht zeigen, um ihre Ziele durchzusetzen. So bekommt auch der letzte Gutmensch eine Chance die wahren Absichten unserer Herren zu erkennen, die er dann nicht mehr schön reden kann.

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