Samstag, 30. Januar 2010

Tony Blair will kein Kriegsverbrecher sein

Tony Blair der ehemalige schillernde britische Premierminister, der das europäische Inselvolk in einen erfolgreichen Krieg gegen den Terror zusammen mit George W. Bush führen wollte, mußte am 30. Januar 2010 vor einem Untersuchungsausschuss wegen dem Krieg gegen den Iran Rede und Antwort stehen.

Vor den Türen waren die versammelt, die Blair als Kriegsverbrecher ansehen und die britische Presse nennt Tony Blair mittlerweile "Bush-Pudel" (Bushs Schoßhündchen).

Die wenigsten werden Powells Auftritt vor der UN vergessen. Damals brachte Powell überzeugende Beweise vor die Weltöffentlichkeit, die nachweisen sollten, dass Sadam Hussain in Besitz von Atom- und Chemiewaffen sei. Zwar verweigerte die UN die Zustimmung für den Feldzug gegen Terror im Irak, aber die USA unter Bush und Großbritannien unter Blair bildete eine Front und rückten in dieses Land ein. Viele starben auf irakischer Seite, aber auch die Angreifer verloren Soldaten. Die Angehörigen dieser Soldaten versammelten sich vor diesem Gerichtssaal um eine Entschuldigung bzw. ein Schuldeingeständnis von Tony Blair zu hören, denn die Beweise für die Gefährlichkeit des Irak waren allesamt gefälscht. Es ist ein verzweifelter Kampf einer Bevölkerung gegen die Manipulation der politischen Eliten, die Demokratien immer und immer wieder in wirtschaftliche Kriege führten, unter dem Vorwand der Gerechtigkeit. Die Völker dieser Erde sehen ihre moralischen Werte durch die politischen Elite verraten und suchen Gerechtigkeit in Gerichten, die sich an die Gesetze der Menschen halten müssen, die ständig lügen und manipulieren.



Blair wirke gar trotzig als er vom Ausschuss befragt wurde, aber auch die Angst vor der Wahrheit bzw. vor den drohenden Konsequenzen stand ihm in den Augen. Er wand sich wie eine Schlage, die nicht ins Feuer geworfen werden wollte. Einen Anflug von Mitleid konnte ich mich nicht verweigern als ich diese Bilder im TV sah. Doch Blair hatte auch kein Mitleid mit seinen Soldaten und der irakischen Bevölkerung. Er schob die Menschen beiseite und sah nur noch Humankapital. So ein Mensch muss genau so behandelt werden, wie er seine Mitmenschen behandelt. An Tony Blair könnte Großbritannien ein Exempel statuieren, wenn es denn die Richter auf die richtige Seite bringt.

Der Ausschuß versucht ihm nachzuweisen, dass er absichtlich und ohne Prüfung der US-Beweise, die Briten in den Krieg führte, in dem viele ihre Lieben verloren. Natürlich bestreitet wer das. Nach wie vor hält er diesen Krieg für richtig und beruft sich auf das brutale Regime Sadam Hussains.Er gibt nach wie vor an, dass er den Beweisen aus den USA glauben schenkte und damit nach bestem Wissen und Gewissen handelte. Doch man wirft ihm auch mangelnde Sorgfalt vor, weil er die Beweise nicht überprüfen ließ. In den Reihen seiner Berater soll es auch zu Ungereimtheiten gekommen, berichtet BayernAktuell am 29.01.10. Waren noch einige gewichtige Berater anfänglich gegen die Echtheit der Beweise, sollen sie noch kurzfristig umgeschwenkt haben. Was tatsächlich zu ihrer Meinungsänderung führt ist nicht bekannt. Das lässt Raum für Spekulationen. Tony Blair sagte aber im Dezember 2009 noch zum Untersuchungsausschuss, "es sei falsch gewesen Atom- und Chemiewaffen als Grund anzuführen, man hätte andere Gründe anführen soll".



Dieser Satz sagt eigentlich alles. Doch mit anderen Gründen, die nicht der Wahrheit entsprechen wird dieser Krieg auch nicht richtiger. Das brutale Regime Sadam Hussains hat die Welt lange nicht gestört, die Weltgemeinschaft geißelte den Irak mit schweren Sanktionen, so daß die dortige Bevölkerung sehr litt. Es fehlte an allem, an medizinischer Hilfe und Nahrungsmittel. Damals galt noch das Tauschgeschäft, Lebensmittel gegen Öl.

Alles sieht so aus, als ob Tony Blair auf menschliches Versagen plädieren will. Doch den Krieg gegen den Irak hält er nach wie vor für richtig. Es ist unwahrscheinlich, dass ein ehemaliger hochrangiger Politiker wegen eines Krieges verurteilt wird, während der Krieg gegen den Terror erst so richtig in Afghanistan in Gang kommt.

Es ist beachtlich, dass in Großbritannien eine Klage gegen Tony Blair überhaupt zugelassen wurde. Gibt es doch noch Hoffnung auf Demokratie und Unabhängigkeit in Europa?



Der Druck der Öffentlichkeit wurde wohl zu groß und die politische Elite muss sich unweigerlich dem Druck und der Trauer der Menschen beugen. In Deutschland fällt die Berichterstattung über den Fall Tony Blair recht dünn aus.

Deutschland scheut die Wahrheit über die fingierten Beweise für einen Krieg im Irak öffentlich zu diskutieren. Auch die Nachrichtensendungen während den Hauptsendezeiten vermeiden eine Thematisierung des eigentlichen Grundes für Tony Blairs "Anklage". Der Schwerpunkt wird auf seine Aussage gelegt, dass der KRIEG RICHTIG GEWESEN SEI.

Genau genommen müßte die Weltöffentlichkeit sich über die Dreistigkeit der US-Regierung und die Abgeschlagenheit der britischen unendlich empören. Regierungen die falsche Beweise für eine Bedrohung vorlegen, sollten besser und strenger kontrolliert werden. Doch im Krieg gegen den Terror erhielten die Regierungen der westlichen Welt immer mehr Freiheiten und die Bevölkerung wurde im Gegenzug immer mehr kontrolliert. Immer unter dem Vorwand irgendwelcher Terrorbedrohungen, doch in Wahrheit fühlen sich die Regierungen vom eigenen Volk bedroht, wenn es den Lügen auf die Schlichen kommen sollte.

Noch wird die Erkenntnis mit Denkbarrieren und TABUS gedeckelt. Noch weigern sich die meisten Menschen sich vorzustellen, dass auch die eigenen Regierung lügt und betrügt. Die Medien schüren diese Einstellung und halten damit das Volk ruhig. - Mit Erfolg! Doch der Druck wird größer, wie lange werden die Mächten noch die Geduldigen spielen. Die Finanzkrise hat die Länder verarmt und mit hohen Schulden beladen. Die Bevölkerungen werden bald unter diesen Lasten ächzen. Geschenke an die eigenen Bevölkerungen werden spärlich ausfallen, eine härte Gangart ist nur noch eine Frage der Zeit.

Kann man diesen Regierungen überhaupt noch trauen?


Militärs und Regierungschefs die in Absprache mit den Geheimdiensten der UN falsch Beweise vorlegen um einen Krieg gegen ein Land zu führen, das über eines der größten Ölvorkommen der Welt verfügt, sollte wirklich angeklagt und verurteilt werden.

Alle Regierungen die diesen Rädelsführern folgen sollten genau beobachtet und noch stärken Kontrollen der nationalen Parlamente unterliegen. Es ist egal, auch Krieg von der "guten" Seite sind immer falsch. Das Vorgehen und die Vorbereitung der Öffentlichkeit für den Irakkrieg sollte jedem eine Lehre sein. Auch Regierungen lügen!

Die demokratische Kontrolle hat versagt. Die Medien hetzten gegen den Irak. Er war der anerkannte Böse, der Bedroher der Welt und schon wurde an die Waffen gerufen. So einfach sind Menschen zu manipulieren. Wie oft wurden wir schon manipuliert, um die Macht und Gier von ein paar wenigen zu befriedigen.

Auch die deutsche Regierung windet sich im Kampf um die Kriegsbeteiligung in Afghanistan. Man kann es sich in Deutschland nicht leisten, nicht bei den Siegertypen des 21. Jh. dabei zu sein. Mit rhetorischen Tricks und angestifteten öffentlichen Diskussionen wir auch Deutschland auf einen Krieg in Afghanistan eingestimmt, der jeder völkerrechtlichen Grundlage entbehrt.

Unter dem Druck der Bilder vom 21.09.01 - WTC-Anschlag, genehmigte die UN den Angriff gegen Afghanistan, weil der mutmaßliche Urheber der Anschläge, Bin Laden, sich dort verstecken soll.

Das war der Grund für den Krieg gegen Afghanistan! Ein Mann wird in den Berger in einer Höhle vermutet und ist nach 9 Jahren immer noch nicht gefunden worden. Trotzdem ist der Krieg in Afghanistan richtig und damit auch das Sterben dieser unschuldigen Bevölkerung.

Es ist kein Krieg der Religion und auch kein Krieg der Ideologien. Es ist ein Krieg der Marktwirtschaft, die hungrig sich die ganze Welt unterwerfen will. Die westliche Welt verurteile all diejenigen, die ihre Wertvorstellungen nicht teilen - die neue Form der Diskriminierung und der Definition von minderwertigen Menschen. Ein wertiger Mensch in einer Marktwirtschaft, muss Handel, Bankwesen und Ausbeutungssystem über Schuld, Zinsen und Steuern akzeptieren und praktizieren. Wer sich den erfunden, angeblichen Naturgesetzen der Mächtigen dieser Welt nicht unterwirft, wird unterworfen.

Sicher der Koran schreibt aus unserer westlichen Sicht ein unmenschliches Bestrafungssystem vor, das mit unseren Maßstäben nicht zu begreifen ist und sich jeder schwer tut, dies auch nur annähernd zu akzeptieren. Doch das ist noch lange kein Grund ein Volk mit Gewalt den westlichen Wertevorstellungen zu unterwerfen, außer es sind noch niedrigere Beweggründe im Hintergrund verborgen.

Der freiwillige Zwang der NEUZEIT im 21. Jh.


Afghanistan hat eine wichtige geopolitische Lage. Es werden auch Öl- und Gasvorräte vermutet , aber auch die Pipelines, die Lebensadern des westlichen Wohlstandes sind in Gefahr, wenn die afghanische Regierung sich nicht den Gepflogenheiten des Westens anpaßt. In der zivilisierten Welt (so bezeichnen sich die Politiker gerne) der NEUZEIT im 21. Jh. wird nicht mit Krieg gedroht, wenn ein Land den Vorstellungen der Weltgemeinschaft entspricht, sondern mit Geld und Handelsentzug - deshalb muss Afghanistan erst entwickelt werden, damit es mit westlicher Manier an die Kandare genommen werden kann.

1 Kommentar:

  1. http://www.perdana4peace.org/

    http://www.criminalisewar.org/

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Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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