Dienstag, 16. Februar 2010

Die "römische Dekadenz" - Volk entscheidet zwischen Not oder Elend

Die Dekadenz des politischen Pöbels in Deutschland geht weiter. Es ist keine Dekadenz die sich in heimlich in die Köpfe einschlich, es ist die bewußte Dekadenz der Zerstörung, die über unsere Gesellschaft und den wahren demokratischen Geist in Europa her fällt und sie ein für alle teilen soll.

Während der junge Gesundheitsminister Rösler den Angriff auf die solidarische Krankenversicherung Deutschland vorbereitet, wird in Afghanistan kräftig geschossen und gestorben - für die Marktwirtschaft-Demokratie und die Freiheit des Kapitals, dem sich auch diese Menschen unterwerfen müssen. Ihm Namen der abendländischen Demokratie wird ein Kapitalfond gegründet, der Taliban fürstlich für den Wechsel zur Marktwirtschaftsdemokratie entlohnt. In einer Marktwirtschaftsdemokratie entscheidet nicht der Mensch mit seinem Herzen, sondern nach seinem Geldbeutel.



Und Guido Westerwelle heizt die Faschingsstimmung mit Armutsdikussionen in Deutschland an, damit auch der letzte endlich versteht, dass nur noch Geld zur politischen Meinungsäußerung rechtfertig - das Menschsein hat ein für alle mal aufzuhören.

Noch prekärer wird die Situation im Wirtschaftsministerium von Rainer Brüderle (FDP), lt. Aussage von Mitarbeitern soll das Ministerium eine Studie zurückgehalten haben, die besagt, dass Privatekrankenversicherungen keinen besseren Schutz vor Beitragserhöhungen geben können als gesetzliche Krankenkassen. Ja - die PKVs verteuern sich sogar noch schneller und es ist keine Ende in Sicht - aber das Wirtschaftsministerium will der PKV-freundlichen Politik von CDU und FDP nicht in die Quere kommen, denn schließlich soll den Deutschen eine private Zusatz-Krankenversicherung schmackhaft gemacht werden.
(Focus)

Nein, es ist nicht immer nur die FDP die dem Deutschen das Geld aus der Tasche ziehen will - es sind zwei - nur die CDU verkauft sich als das kleinere Übel und versteckt sich hinter dem "C" der Christlichen Nächstenliebe, die auch als Dekadenz angesehen werden.



GUIDO W. ist ein Opfer seiner eigenen "spätrömischen Dekadenz" bzw. seinem "anstrengungslosem Wohlstand" geworden. Er ist selber Steuergeldempfänger und ein Pöbel der in die Vorgärten des wahren Reichtums schaute. Nichts liegt ihm mehr am Herzen, als genau so zu empfinden, wie die, die hinter diesen hohen Mauern in ihren schönen Gärten hausen. Er will denken wie sie, er will die Welt nach ihren Vorstellungen bilden und gestalten.

... doch Guido Westerwelle, dieser Neoliberale oder besser gesagt Libertäre im Gewand eines Liberalen hat beim Briefing der Bilderberger Konferenz 2007 in der Türkei die Zusammenhänge nicht voll erfaßt - er war eben nur bemüht.

Die Aufgabe der FDP ist: Das Klassendenken in Deutschland wieder gesellschaftsfähig zu machen und zur Tugend. Der Einstieg dazu ist der Sozialneid, der den reichen Armen eine moralische Rechtfertigung gibt, sich als Klasse über die Armen zu stellen. Sie sollen bestimmen was und wie viel diese zu bekommen haben - denn der Neidvolle ist der schlimmste und ungerechteste Richter, der jeden Aufsässigen bändigt. So unterdrückt sich das Volk selber und hält das Elend und die Not fern von den hohen Mauern hinter denen sich die wahren Brandstifter des Unrechts verbergen.

Die Schreibzunft liefert den letzten moralischen Beweis für die Rechtmäßigkeit des Unrechts an sich selber. Hartz4-Empfänger sind die Tagediebe, die Urheber der Armut der reichen Armen - so wird umschrieben erzählt - nicht die, die sich hinter hohen, kahlen Mauern im Luxus suhlen und sich darüber amüsieren, wie sich das gemeine Volk gegenseitig beschimpft und entmenschlicht. Diesen Herrschaften ist das Bildnis der "spätrömischen Dekadenz" gewidmet, mit samt ihren Handlangern die mit gierigen Blicken dem Treiben frönen und auf eine Einladung warten.



Die armen Reichen unserer Nation ergötzen sich am Stellvertreter-Schuldigen, den die FDP als wohl gekleideter Lakai serviert, denn hohe, kahle Mauern sind schwerer zu erklimmen, als in dunkle Gräben zu schlagen. Deshalb ist die oberste Regel für die Beherrschung einer Demokratie - "such Dir immer die strebsamsten und neidischsten für die Führungspositionen heraus - sie werden Dir ergeben sein."

Dem gemeinen Volk - ob reicher Armer oder Armer - bleibt immer nur die Wahl zwischen Not oder Elend. Sie sollen sich das wenige selbst erstreiten, das die Dekadenz übrig läßt. Guido Westerwelle gefährdet mit seiner Debatte den sozialen Frieden, denn der Krieg soll vor den hohen, unscheinbaren Mauern toben, niemals dahinter.

Die Gefahr für die "schönen Gärten" wird zu groß, die Mittelschicht darf sich niemals mit der Unterschicht solidarisieren, sie soll als Bollwerk vor den Mauern sein und dreschen, schlagen und sozial morden - freiwillig, moralisch motiviert und folgsam.

Jetzt bläst die Schreibergarde der "schönen Gärten" zum Angriff gegen den übermütigen Unruhestifters, der zu schnell das Gemetzel anheizen will. Die öffentliche Meinung muss sich selber finden, gesteuert von den Schreiberlingen und Guido Westerwelle wird eindeutig demonstriert, wessen Pfiffen er folgen soll.

Nein es ist nicht Angela Merkel, die da pfeift. Es ist ein schlichter, einfache Pfiff aus den hohen Gärten der Gnädigen, getragen von vielen fleißigen Schreiberlingen und eingefärbt in Papier.



Hartz4 kann gar nie abgeschafft werden. Das Land würde im Chaos versinken. Das Fußvolk soll sich selber mit dem WENIGEN organisieren. Wer mehr haben will, muss mehr schlagen, aber nie zum Sturm auf die Gärten blasen - das ist Verrat an der Demokratie.

Was für ein Bild würde sich in Deutschland bieten, wenn Hartz4 wirklich wegfallen würde?

Die Vermieter hätten keine zahlungskräftigen Mieter mehr. Die Finanzierungen der reichen Armen würden vorzeitig fällig werden. Die Immobilienpreise würden in den Keller sacken. Die Energiekonzerne verlören eine große Anteil an Kunden und Einnahmen. Ich mag mir gar nicht vorstellen, was mit den Umsätzen der Discounter passiere, wenn die vielen Hartz4-Empfänger nur noch von freiwilligen Spenden leben müßten.

... außerdem wären an die 8 Millionen Menschen auf der Straße auf der Suche nach einem Schlafplatz, inkl. deren Kinderschar. Die Obdachlosenheime könnten der Flut der Menschen gar nicht mehr Stand halten. Die Suppenküchen wären leer, bevor sie geöffnet hätten und die Bahnhöfe müssten wohl mit der Polizei abgesperrt werden.

Deutschland würde im Chaos versinken und einer könnte aus Hunger und Kälte tatsächlich auf eine hohe, kahle Mauer klettern, gefolgt von noch mehr Hungrigen und Frierenden. Das muss verhindert werden - das ist die Aufgabe der Politik.

Selbstverständlich ist nicht geplant Hartz4 abzuschaffen, es ist der Schutzmechanismus der Herrschenden und das Placebo für das gemeinen Volkes. Die Diskussion soll nur den Boden ebenen, dass in Zukunft der Lebensstandard in Deutschland niedriger angesetzt werden muss, damit mehr freiwillige und unentgeltliche Arbeit eingefordert werden kann. So kann der Sozialstaat voll und ganz in die Dienste der "schönen Gärten" gestellt werden - die "römische Dekadenz" ist nicht mehr in Gefahr; sie kann weiterhin gut verborgen hinter hohen, kahlen Mauern lüstern ausgelebt werden. Diese Lebensdiebe haben eine andere Auffassung von Menschheit, denn sie sind die Götter, denen die Menschheit dienen muss - wohl organisiert in einem Staat, den sie der Menschheit eingerichtet haben. Einfacher wäre das ganze in einem Weltreich zu regieren.

Eine neue Unterschicht braucht das Land, zum Wohlgefallen der reichen Armen, denn auch sie brauchen Gespielen, die sie schikanieren können - sonst wird er Unmut zu groß.
... und Leid läßt sich besser ertragen, wenn noch schlimmeres Leid in Sichtweite bleibt.

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