Dienstag, 23. Februar 2010

ZENSUR: Maulkorb für Bischöfin auf demokratisch

UPDATE 28.02.2010:
Der Jesuitenorden hat nach FOCUS-Informationen in den USA Insolvenz beantragt. Damit beugt er einer möglichen Sammelklage von Missbrauchsopfern auf finanzielle Entschädigung vor. (Focus)


Bischöfin Margot Käßmann überschritt die Meinungsfreiheit in Deutschland. Mit ihrer Weihnachtspredigt gab sie der Friedensbewegung Futter und den LINKEN eine öffentliche Person, die sie in ihrer massiven Kritik am Afghanistaneinsatz zitieren konnten.

Das ist natürlich GIFT für CDU / CSU und FDP - unsere Regierungsparteien, die sich als christliche Parteien präsentieren wollen. Käßmann hat die christliche propagierte Einstellung unserer Regierungsparteien öffentlich infrage gestellt. Man bekam fast den Eindruck die bösen LINKE seinen die besseren Christen, als die Parteien die sich mit einem "C" im Parteinamen schmücken und die FDP die sich der "C"-Parteien so nahe fühlt.



Käßmann beging mit ihrer Kritik am Afghanistaneinsatz eine inkorrekte politische Äußerung, die nicht geduldet werden darf.

Karl-Theodor von und zu Guttenberg, unser adliger Kriegsminister, mit heroischen Generalsvorfahren, konnte so eine Aussage aus einem geistlichen Munde nicht dulden. Wo kämen wir da hin, wenn die Kirche, auch wenn es die evangelische ist, politische Entscheidungen anzweifelt. Das untergräbt die Glaubwürdigkeit unserer Politik. So wurde Margot Käßmann wie ein kleiner Büßer beim Kriegsminister vorgeladen. Unglaublich, was heute in Deutschland alles möglich ist, ohne dass sich die Öffentlichkeit daran stört.


Mit Guttenberg ist der Begriff "Verteidigungsminister" aus der Mode. Er stammt noch aus der Zeit der Urfassung unseres GG, das niemals eine Armee vorsah. Jetzt fast 70 Jahre nach dem II. WK sind wir wieder so weit, dass wir eine Armee haben und auch über Kriegseinsätze diskutieren dürfen.


Margot Käßmann machte der Umdefinierung von Befreiungskrieg zum schlichtem Kriegseinsatz im Namen der Demokratie einen Strich durch die Rechnung. Sie hat zu vielen Menschen aus dem Herzen gesprochen und sogar die Herzen der Soldaten getroffen, die auf Befehl in Afghanistan die Deutsche Freiheit verteidigen. Das war zu viel. Mit der Einbestellung ins Kriegsministerium unserer adligen Herrn Guttenberg ist die Meinungsfreiheit in Deutschland mit groben Springerstiefeln geschunden worden. Von nun an darf kein weltlicher Frieden mehr von der Kanzel gepredigter, nur noch vom Kanzleramt und dort stehen die Zeichen auf "KRIEG" unter Anbetracht eines baldigen Endes, das entspricht wieder dem Prinzip HOFFNUNG unserer Religion.

Doch Margot Käßmann konnte nicht Stille halten. Sie mischte sich wieder in politische Angelegenheiten ein. Diesmal war Guido Westerwelle an der Reihe. Sie zeigte ihm die kalte Schulte und scholt ihn als Vorurteilsverbreiter gegenüber Langzeitarbeitslosen als Nichtsnutze. Westerwelle traute sich wohl nicht noch einmal die Bischöfin im Ministeramt einzubestellen wie Karl-Theodor von Guttenberg.

... und prompt hat Margot Käßmann das Glück, zufälliger Weise ein Ampel bei Rot zu überfahren, als sie alkoholisiert war und zufälliger Weise eine Polizeistreife an dieser Stell positioniert war, die es zur Anzeige brachte. Noch doller ist die prompte Veröffentlichung der Promilledaten unserer fleißigen Schreiberlinge bei Springer und Konsorten. Auf einmal gab es keine persönlichkeitsrechte für Prominente. Käßmann wird kleingeschrieben und dem Mob zur Ablenkung präsentiert. KO - für Käßmann, die ungeliebte Kritikerin.

Vergessen sind die Offerten der NRW-CDU, die ihren Ministerpräsidenten gegen 20.000 Euro zum Fototermin anbieten inkl. persönlichem Gespräch. Rücktrittforderungen der Presse gibt es nur gegenüber Margot Käßmann, Rüttgers bleibt unbehelligt aber auch Guido Westerwelle darf weiter Hartz4-Empfänger auf niedrigste Art für besser Umfragen ausbeuten und es kommt keine Rücktrittforderung von der Presse, nur Margot Käßmann gilt in ihren Augen als unhaltbar.

... und die Masse grölt lustvoll mit. Angestachelt von den Schreiberlingen unserer Meinungsmonopole. Vergessen sind die Pädophilevorkommnisse in den katholischen Internaten der elitären Jesuiten. Eine fadenscheinige Entschuldigung des Bischofs reicht aus, um die Bevölkerung zu beruhigen, weil die Schreiberlinge ihre Stifte ruhig halten, denn schließlich sollen nur die politisch unbequemen per Großtitelbuchstaben aus der Öffentlichkeit gewischt werden.

Wo ist eigentlich unsere Moral geblieben und eigens Urteilsvermögen, sind wir wirklich zu so billigen manipulierbaren Massenindividuen verkommen?

Kommentare:

  1. "zufälliger Weise ein Ampel bei Rot zu überfahren"

    hat sich eigentlich jemand mal gefragt, wie es zu dem Alkoholkonsum kam? Dass die Käßmann allein süppelt, kann ich mir nicht vorstellen.

    Also: wer war dabei? War das geplant? Wer hat welche Hintermänner/Organisationen im Hintergrund?

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  2. "bei Rot über die Ampel" - hört sich für mich an, als ob die Dame in voller Fahrt über die Kreuzung donnerte. Ist bei unserem Verkehrsaufkommen in Deutschland eigentlich lebensgefährlich.

    Oder war es nur tief ROT? Egal, es hat gereicht, die Damen anzuhalten und einen Alkoholtest zu machen.

    Ich denke die Polizei brauchte einfach nur Geduld. Solche Unruhestifter stehen bestimmt unter Beobachtung, der Verfassungsschutz hat in Deutschland eine rege Fantasie, sogar die Linken stehen unter Beobachtung.

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  3. Genau das gleiche hab ich gestern auch gedacht, als ich die Meldung gelesen habe. Natürlich ist so ein Verhalten verwerflich, aber die Verhältnismässigkeit, wie so etwas ausgeschlachtet wird macht den Unterschied.
    Ein Prinzip aller Inlandsgeheimdienste ist die Tatsache, das jeder irgendetwas zu verbergen hat und jeder irgendwann einen Fehler macht, man muss nur lange genug hinschauen und abwarten. Das ist doch die Gefahr die hinter, der ganzen Überwachung mittels Polizeistaat droht.
    Wenn da mal nicht der Schwanz mit dem Hund wedelt!

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  4. Rainer Grauer
    78052 Villingen-Schwenningen
    r.grauer@email.de

    Die Bischöfin, Frau Käßmann hat einen Fehler gemacht den Sie zu tiefst bereut. Was sie veranlasst hat ihre Rolle als Vorbildfunktion kurzfristig zu verlassen, kann nur sie selbst wissen. Ihr ist hoch anzurechnen, dass sie die Konsequenzen zieht und zurücktritt.

    Frau Käßmann ist keine Heilige, will keine sein und hat gegen von Menschen gemachte Gesetze, die für alle Menschen gleich gelten, verstoßen. Dafür muß sie die srafrechtliche Konsequenz tragen.

    Ein vorbildhaftes Verhalten der Kirchen-Menschen, die was zu sagen haben, wäre, wenn Sie Jesus folgen würden und Sie bitten würden, zu bleiben "Geh hin und sündige nicht mehr!"....Wir sind noch nicht im Paradies, wir sind immer noch Menschen... und Menschen machen Fehler... menschliche Größe wäre, diese Fehler zu verzeihen.... Vergebung der Sünden.. nicht nur von Gott, sondern auch von Menschen untereinander... Die Chance des Bereuens und des Neubeginns geben....
    und offen und ehrlich zu sein....
    wir haben keine bessere... bitte bleiben Sie und setzen ihre christlich geprägten Vorstellungen um...wir stehn hinter Ihnen und begleiten Sie auf ihrem Weg... seien Sie weiterhin authentischer Mensch mit Ecken und Kanten und seien Sie Nachfolgerin von Jesus, in dem Sie seine (r)evolutionären Gedanken (ich denke dabei hauptsächliche an die Bergpredigt) in die heutige Sprache und heutige notwendige Verhaltensmuster übersetzen... Jesus ist aktueller denn je... Die Zeit ist entfernter von seinen rettenden Konzepten als je zuvor... Frau Käßmann kann diesen Teufelskreis durchbrechen, in dem sie möglichst viele Menschen (Christen und Nicht-Christen) durch glaubhafte Überzeugungsarbeit aktiviert.
    ich bin dabei.

    Rainer Grauer

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Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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