Donnerstag, 4. März 2010

Der Deutsche Journalismus hat sich längst aufgegeben

Frontal 21, Monitor oder wie diese Politmagazine alle im staatlichen Fernsehen heißen, haben sich offensichtlich der "nachträglichen"Berichterstattung verschrieben.

Vor den Wahlen war die "Eigenverantwortung" in Sachen Krankenversicherung für den Arbeitnehmer kein Thema, da tobten sich die Politmagazin und Polit-Talks lieber über Hartz4-Empfänger und sonstige anscheinende Ungerechtigkeiten aus. Guido Westerwelle war vor den Wahlen auch kein Thema mit seiner verschobenen psydosozialen Einstellung und seiner "bürgerlichen Mitte"! Eine Diskussion wer mit "bürgerliche Mitte" gemeint ist, kam keinem Journalisten in den Sinn, nur das Internet brachte hier und da eine Diskussion zu diesem Thema auf, die es aber nicht an die breite Öffentlichkeit schaffte. Ich frage: WARUM?



Heute stehen viele ratlos vor ihrer eigenen Entscheidung und fühlen sich durch die Steuerpolitik der FDP betrogen, obwohl mit "bürgerlicher Mitte" genau die Schicht gemeint, war die jetzt bedient wird. Das ist keine Wahlbetrug, sondern ein Betrug der Journalisten durch eine unterschlagene Berichterstattung zu Gunsten einiger Parteien. Unseren Medien fehlt es vor allem an der Bereitschaft zur Systemkritik. Die scheint in Deutschland ausgestorben zu sein.

Frontal 21 setzte sich in keinster Weise wirklich mit den Inhalten der Parteien und der Vorhaben auseinander. Sie veranstalteten Hahnenkämpfe einzelner Parteivertreter und erläuterten die Parteiprogramme leider nie verständlich für die Bevölkerung. Wer nicht die Wortwahl und die Schönschwätzerei (Semantik) der Politiker beherrscht tut sich schwer, die wahren Inhalte zu erkennen. Vom Journalismus können wir keine Hilfestellung erwarten. Sie rennen mit uns die absichtlichen semantisch aufgestellten Fallen hinein.

Frontal21
Baustellenstress auf der Autobahn
Luxusliner als Dreckschleudern
Asylrecht
Gesundheitsfonds - aber nichts über die plante Eigenverantwortung von CDU und FDP
Bahnsicherheit
und natürlich die Schweinegrippe

Monitor
Rentenlüge - Umlagefinanzierte Rente ist nicht so schlecht, wird aber Steinbrück als Scheindebatte vorgeworfen. Es wird kein Zusammenhang zur geforderten Eigenverantwortung der CDU und FDP hergestellt und das kurz vor den Wahlen - am 23.07.09.



Monitor war das einzige Magazin, das die Gesundheitspolitik der FDP etwas näher erläuterte und erfuhrt "die Partei will auch die gesetzlichen Kassen privat organisieren. Eine Grundversorgung für jeden - alles Weitere kostet extra." Daniel Bahr stand nicht Rede und Antwort und auch sonst wollte keiner der FDP vor den Wahlen eine Stellungnahme abgeben.
Wo sind die anderen Polit-Magazine zu diesem Thema gewesen. Wo war die Tagesschau oder Heute? Neutrale Berichterstattung erstreckt sich wohl auf die Semantik der Politik und läßt damit den Bürger im Dunkeln stehen. Erst nach den Wahlen wir das Licht angeknipst und der Bürger fühlt sich sogar noch als Schuldiger.

Die Diskussionskultur in Deutschland ist Medien gemacht

Diskutiert werden soll nur über die Themen, die die Politik gerade vorlegt. Vor der Wahl wir nach den Wahlen zum TABU und allerhöchstens als Hahnenkampf in Polit-Semantik abgehalten. Luftschlösser und blühenden Landschaften werden als Diskussionsziel vorgegeben. Die Medien machen bereitwillig mit. Wahrheiten bringen keine Einschaltquoten, aber Realo-Märchenstunden!

Schließlich gehören auch sie (die Medien) zu den Profiteuren, einer zweigeteilten Gesellschaft in Deutschland. Sie werden nicht so schnell im Stich gelassen.

Die "Bürgerlichen Mitte", die Guido Westerwelle immer ansprach, war nicht die Arbeitnehmerschicht, die an den Wahlurnen für die FDP stimmte. Heute fragen sich viele, wie sie dieser Scheinheiligkeit aufsitzen konnten - es lag ganz einfach an der Berichterstattung unserer Medien, die Guido Westerwelle zum deutschen Polit-Messias hoch stilisierten. Als spätere Rechtfertigung gab es ein paar vereinzelte Berichte, die aber nie eine öffentliche Diskussion aufkommen ließen.

Eine neutrale Auseinandersetzung mit dem tatsächlichen Wahlprogramm wurde einfach auf "nach der Wahl" verschoben. So hilft Journalismus der Politik und die Bürger dürfen nach den Wahlen vollendete Tatsachen bestaunen, von denen sie glaubten, dass sie abgewählt hätten.

Mit großen Augen dürfen die Bürger heute ihre eigene Dummheit bestaunen und die Medien grinsen sich hämisch in Fäustchen. Ich halte das für eine niederträchtig und falsche Entscheidung Chefredaktionen in unserer etablierten Medienwelt.

Politmagazine haben heute nur noch eine Alibi-Funktion in der Gesellschaft. Sie weisen die Bevölkerung meist erst nachträglich auf gesellschaftliche Missstände hin, wenn sie nur noch unattraktiven und entsozialisierenden Entscheidung behoben werden können. Der Journalismus verweigert sich dem vorausschauendem Blick eines Analytikers, den überlassen sie den politischen Sprechern, die Luftschlösser bauen. Das halte ich für das moderne Programm einer Menschenführung in der neuen Politik der freiwilligen Zwangsentsozialisierung einer ganzen Nation.

Diskussionskultur in Deutschland ist ferngesteuert!

Sämtliche Polit-Magazine und Polit-Talks wie Illner, Will und sonstige von ARD und ZDF beschäftigten sich vor den Wahlen mit der Wirtschaftskrise und wie sie angeblich schon längst wieder überwunden sein oder aber sie verausgaben sich mit "alten Hüten", der Bankenrettung - die längst in trockenen Tüchern ist und die Gelder schon längst geflossen waren, aber die Bevölkerung in Wallungen versetzen. Sie führen sozusagen Stammtischdiskussion auf Hochdeutsch! Aussagelose Debatte, die von der Politik im Wahlkampf angeheizt wurden und der Bevölkerung wie ein Sandsack im Keller zum Aggressionsabbau dienen.

Heute schon wird überlegt, ob Deutschland Griechenland hilft, ob die EU Opel hilft! Geschönte Arbeitslosenzahlen kamen über eine Monitor- oder Frontal21-Berichterstattung nicht hinaus - bis heute nicht! Die Tagesschau und Heute thematisierten dies nie in der breiten Öffentlichkeit. Die Wahrheit wird systematisch vor dem Bürger verborgen, in Zusammenarbeit mit den Medien.

So wurde eine Wahleuphorie in Deutschland erzeugt und die jetzigen Regierungsparteien mit ihren Steuersenkungsvorschlägen unterstützt. Die eigentlichen Themen des Wahlkampfes, die unter dem schlichtem Motto "Eigenverantwortung" getarnt wurden, blieben unter dem Deckmantel des journalistischem Schweigens und wird jetzt nach den Wahlen nach und nach hervor gekehrt.

Erst jetzt soll der Bürger, der Wähler begreifen was er eigentlich gewählt hat, obwohl alles schon vor den Wahlen längst bekannt war. Das nennt sich in Deutschland investigativer und systemkritischer Journalismus.

Ich halte das für nachträgliche Berichterstattung zur Beruhigung des Gewissens, der zur Rechtfertigung in den Geschichtsbüchern dienen soll. In meinen Augen ist das eine Irreführung einer ganzen Nation, wenn sich der Journalismus nicht mehr für die politische Bildung der Bevölkerung einsetzt, sondern Denkanstöße aus Unwissenheit oder Naivität verweigert.

Der Journalismus hat sich in Deutschland längst aufgegeben!


Das zeigt auch das Bundesverfassungsgerichtsurteil zur Vorratsdatenspeicherung. Der Bürger wird in dem Glauben gelassen, dass die FDP etwas für die Bürgerfreiheit getan hätte. Tatsächlich ist diese Urteil nur die Vorbereitung für die endgültige Zementierung der Vorratsdatenspeicher. Frau Leutheuser-Schnarrenberger hat ihren Auftritt sehr wohl in Rhetorik und Körpersprache geübt - nie trat sie so selbstbewusst auf! Wir sollten uns an den Auftritt von Andrea Ypsilanti erinnern, die anscheinend frei und emotional ihren Wahlsieg verkündete und im Hintergrund konnte man ihren Mann beobachten, wie er jede Wort mit murmelte.

Lassen Sie nicht von denen täuschen! Denken Sie selber! Wir sehen nur noch ausgebildete Schauspieler auf der politischen Bühne, Menschen die frei sprechen können wir nicht ertragen, denn ihre Ergüsse sind nicht so flüssig und wohlklingend wie die unserer Berufspolitiker.

1 Kommentar:

  1. Welt onliine hat die kompletten Kommentarfunktionen heute morgen abgeschaltet.
    Nicht ein einziger Artikel kann kommentiert werden.
    Es wurde wohl zu heiß im Lande...

    AntwortenLöschen

Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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