Freitag, 19. März 2010

Wo ist das Kartellamt: TEVA kauft Ratiopharm?

Der weltgrößte Generikahersteller TEVA aus Israel kauft Ratiopharm, den 3. größten Generikahersteller. Adolf Merckle hatte seine Firma mit viel Liebe aufgebaut. War als fairer Arbeitgeber bekannt, doch er wurde ein Opfer der Spekulationen. Die unglaublichen Kursausschläge um die VW-Aktien vernichteten sein gesamtes Vermögen und machten ihn zum Schuldner. Bis heute wurde von der Finanzaufsicht nicht geklärt, wie es zu derartigen Kursausschlägen bei der VW-Aktien kam. Es wird vermutet, dass die damalige Übernahme von VW durch Porsche die Ursache war. Porsche, der sich damals noch in der Gewinnerposition wägte, ist heute selber ein Opfer der eigenen Spekulationswut geworden und muste von VW durch einen Kauf vor dem ENDE retten werden. Eigentlich war von Wedeking geplant gewesen, dass VW aus eigenen BAR-KASSE seinen Kauf durch Porsche finanziert.



Adolf Merckle wurde zum damaligen Zeitpunkt die Kredite aus Baden-Württemberg verweigert, damit er die Verluste überbrücken hätte können. Jetzt steht sein Imperium zum Verkauf. Ein schwerer Schlag für ihn. Adolf Merckle entschloss sich zum Freitod und jetzt müssen die Erben Ratiopharm an den Weltmarktführer TEVA für 3,6 Mrd. Euro verkaufen, um die Schulden bei den Banken bezahlen zu können.



Hintergrund:

Adolf Merckle war ein aktiver Investor. Er kaufte Kässbohrer im baden-württembergischen Laupheim auf und es kam zum Streit um den Vorsitz zwischen der Kreissparkasse und Merckel. Es war eine regelrechte Schlammschlacht. Die Kreissparkasse pochte auf den einen Sitz im Aufsichtsrat.

Es gab gegenseitige Vorwürfe über Insidergeschäfte und unlauteren Praktiken gegenüber der Kreissparkasse Biberach, die bis vor Gericht endeten.

Weil ihn die Präsenz der Kreissparkasse Biberach im Aufsichtsrat des Unternehmens zunehmend nervte, kegelte Mehrheitsaktionär Merckle den Bankenvertreter kurzerhand aus dem Kontrollgremium. Seither ist es fest im Griff des Merckle-Clans; die Sparkasse, immerhin mit 39,9 Prozent an der Firma beteiligt, hat nichts mehr zu melden. (Manager-Magazin)

Es ist also schon möglich, dass das Land Baden-Württemberg, das sehr wohl mit den Kreissparkassen verknüpft ist, aus unersichtlichen Gründen, Adolf Merckle nicht mit Krediten aus der Schieflage helfen wollte.

Wo ist das Kartellamt?

Es mutet seltsam an, dass die EU große Anstrengungen gegen Microsoft betreibt, damit es mehrere Browser zum Download anbietet, aus Wettbewerbsgründen und in Sachen Generikaherstellung nicht einschreitet bzw. sich nicht einmal zu Wort meldet. Es kann doch nicht sein, dass der weltgrößte Generika-Hersteller ohne ein Wort der EU und auch Deutschlands den drittgrößten Generika-Hersteller einfach aufkauft?

Hab ich das Kartellrecht nicht richtig verstanden?
Gilt das Kartellrecht nur für Deutschland und die EU?
Ausländische Firmen können nach Herzenslust Monopolo aufbauen, auch mit deutschen Firmen und es regt sich nichts?

Meine lieben Leser, das wirft wieder mal den letzten Hoffnungsschimmer von gerechter Gesetzeslage und Justizerei in Deutschland und Europa bei mir über den Haufen.

TEVA: Das Unternehmen blickt auf eine mehr als hundertjährige Geschichte zurück. Gegründet wurde Teva 1901 als kleiner Pharmagroßhändler in Jerusalem, der Importe auf dem Rücken von Kamelen und Eseln an Kunden im ganzen Land verkaufte. Das Unternehmen hieß zunächst, nach den Namen der Gründer, Salomon, Levin and Elstein Ltd und erhielt erst später den Namen Teva. Mit der Einwanderung zahlreicher Flüchtlinge in den dreißiger, vierziger und fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts entstand aus solchen Anfängen die pharmazeutische Industrie Israels. Unternehmen wie Zori, Assia und Teva entwickelten sich zu für die Region wichtigen Pharmaherstellern. Im Jahr 1964 fusionierten die Gesellschaften Assia und Zori, beide kauften später einen beherrschenden Anteil an Teva. Im Jahr 1976 schlossen sich die drei Unternehmen unter dem Namen Teva zu einer einzigen Gesellschaft zusammen. Der Vorstandsvorsitzende von Assia, Eli Hurvitz, wurde Vorstandschef des neuen Unternehmens und blieb es bis 2002. Hurvitz ist heute der Teva-Aufsichtsratsvorsitzende.



'Rauben ist strafbar, aber Wirtschaftskriminalität ein Kavaliersdelikt



Drei junge Männer überfallen ein Poker-Turnier und in ganz Europa wird mittlerweile gefahndet. Es handelt sich angeblich um 200.000 Euro Beute, nicht viel wenn man bedenkt, dass Landesbanken und private Banken Milliarden durch Spekulationen veruntreut haben. Mehrfach wurde ins Gespräch gebracht, dass Landesbanken aus Gefälligkeit Papiere teuer aufkauften, weil es für die damaligen Besitzer klar war, dass diese Papier im Grund nichts wert waren.



Doch hier schaltet sich keine Staatsanwaltschaft ein. An Aufklärung ist keiner Interessiert. Der Skandal um die Hypo Alpe Adria ist auch schon wieder im Schwarzen Loch des medialen Desinteresses versunken. Schuldige werden zwar hin und wieder gesucht, aber es ist keine Ernsthaftigkeit zu erkennen, Schuldige auch gemäß dem Gesetz zu verurteilen.

Das bringt mich zu dem Schluss: STEHLEN und RAUBEN ist STRAFBAR - Wirtschaftsbetrügerei nicht einmal eine ANZEIGE wert.

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Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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