Dienstag, 27. April 2010

Amerikanismus: Geister, die sie riefen gehen nicht mehr

Kein anderes Land dieser Welt fühlt sich so bedroht wie die USA. Eine ganze Nation leidet an Verfolgungswahn, seit ihrer Gründung. Die amerikanische Beurteilung der Welt war immer simple aufgestellt. Sie unterlag der Stammtischmanier gut und böse, schwarz und weiß - das vermeidet Selbstkritik; doch Kritik an den USA muss erlaubt sein ohne gleich des Antiamerikanismus verdächtigt zu werden.



Antiamerikanismus ist ebenfalls ein paranoides Instrument zur Meinungsunterdrück als Schutze für eine Nation, die sich ständig und überall bedroht fühlt und nicht zur Selbstkritik fähig ist.

Die amerikanische Verfassung war ein Meilenstein in der Geschichte der Menschheit, wenn sie nur eingehalten werden würde. Die USA fand immer Gründe ihre selbstgesteckten Ziele für die eigenen, die besseren Bürger ihres Landes, mit Füßen zu treten.

Indianer

Die USA fühlte sich immer schon bedroht: Von den Ureinwohner Amerikas; die sich einfach nicht assimilieren ließen und die Werte der europäischen Siedler nicht übernehmen wollten. Die USA griff zu einem Bestrafungssystem - wer nicht anpassungsfähig ist, wird bestraft und wird enteignet. So ließ sich alles mit den Indianer machen, im Einklang mit der Verfassung.

Schwarze

Die nächste Bedrohung war die Sklaverei. Nicht alle Bundesstaaten wollten das Verbot akzeptieren und die Angst wuchs vor einer Verschwörung der Südstaaten, die natürlich durch die Sklavenhaltung einen Wettbewerbsvorteil hatten, denn leider wurde die Apartheid in den USA erst in der Mitte der 1960er abgeschafft. Doch das Bild des bedrohlichen Schwarzen Mannes hält sich hartnäckig in den Köpfen der USA und in der Justiz.

Kommunisten

Mit dem Kommunismus kam die erst globale Aufgabe (Angst) für die USA. Das ging sogar soweit, dass Amerika der Verschwörungstheorie der Regierung glaubte - "wenn Vietnam fällt, fällt ganz Asien dem Kommunismus zum Opfer und bedroht damit die USA in seiner Existenz" - Amerikas Paranoia brachte die Welt fast in eine Atomkrise!



Jetzt ist der Kommunismus mit dem Konsumwahn des ungezügelten Kapitalismus gestoppt worden und die USA war lange Zeit auf der Suche nach neuen Aufgaben. Sie leidet immer mehr unter dem Marktwirtschaftskrieg, den es selber entfesselte, um den Kommunismus zu besiegen. Die USA wird die Geister nicht mehr los, die sie rief.

Soziale Ungerechtig interessiert die USA nicht

Die entfesselte Geldwirtschaft suchte sich immer neue Opfer, um seinen Hunger nach Gewinn zu stillen. Steigende soziale Ungerechtigkeit im Land der Gerechtigkeit war für Politiker uninteressant, das gehört nach Ansicht der Politik zum Bestrafungssystem des Kapitalismus. Die Gesetze des Dschungels galten immer in den USA - sie nennen es nur FREIHEIT.

Der Klimawandel war ein neues Spielfeld für die Supermacht - ganz uneigennützig. China zeigte Ambition als Wirtschaftsmacht aufzusteigen und Ressourcen zu beanspruchen, die sich die USA schon gesichert glaubte. Finanziert durch US-Staatsanleihen, die sich China als Finanzierung der US-Kaufkraft erwarb, um sich den Absatzmarkt in den USA zu sichern. Saddam Hussein wollte nur noch sein Öl in Euro verkaufen, das bedrohte den Dollar als Leitwährung.

Der Kampf um die Vormachtstellung der Welt im "Kalten Krieg" wurde mit einem entfesstelten Kapitalismus geführt, der jetzt nicht mehr zu bändigen war.

Der islamische Terrorismus

Dann kam der 11. Sept. 2001. Ein Befreiungsschlag für die USA. Die Welt hatte wieder eine Ordnung. Sie war wieder in Gut und Böse aufzuteilen. Ein neuer großer, übermächtiger Feind betrat die Bühne und drohte nicht nur die USA, sondern die ganze freie Welt, in Schutt und Asche zu legen - so die offizielle Theorie einer nie bewiesen Weltbedrohung - aber sie reichte aus, die NATO von einem Einsatz in Afghanistan zu überzeugen. Den Angriff gegen den Irak übernahm die USA zusammen mit GB und Polen in eigener Regie und bestrafte die Kritiker mit ihrer stärksten Waffe, dem Kapitalismus. Kriegsgegner wurden einfach vom Verdienst durch den Wiederaufbau ausgeschlossen.

Der Druck der entfesselten Finanzmärkte wird immer größter und die USA ist nicht im Stande ihre bösen Geister, die es im Kampf für das aus ihrer Sicht bedrohliche einsetzte, wieder in die Flasche zurück zu schicken.

Bis zu diesem Zeitpunkt funktionierte das Finanzbestrafungssystem der USA; sei es gegen die Indianer, gegen die Schwarzen und gegen Asien, weil noch genügend Ausbeutungsland in dieser Welt zur Verfügung stand; doch für den Kampf gegen den Kommunismus reichte nicht einmal die halbe Welt als Pfand für die Banker.

Keine Steuer der Welt; keine Finanzmarktderegulierungssteuer; kein Krieg; kein Rohstoffland wird diesen Hunger nach immer mehr Geld, Sicherheiten und Leistungsübereignung stillen können. Der Kapitalismus griff nach Amerika selbst und der islamische Terror erschien wie ein bestellter Akteur auf der Weltbühne.

Jetzt suchen sie (alle Regierungen der US-Freunde) allesamt, getrieben von einer Paranoia der äußeren Bedrohung nach immer neuen Schuldigen und bemerken nicht wie sie dabei die eigenen Bevölkerung verarmen, verkaufen und ausbeuten.

Die Kettenreaktion der Weltmonopolbildung ist unwiderruflich in Gang gesetzt worden, die USA hat nicht den Roten Knopf der Atombombe gedrückt, sondern eine Enteignungsmaschine angeworfen, von der sie jetzt selber bedroht wird, obwohl sie ja nur den Kommunismus vernichten wollte.

Die Panik der USA

Die USA machte den Fehler, zu glauben, dass Kapitalismus bzw. Geldwirtschaft FREIHEIT ist. Das ist das Resultat einer Nation, die in Überheblichkeiten nicht zu übertreffen war und immer als Sieger durch Geld und Geldgeschäfte sich ihren Vorteil verschaffte.

Jetzt ist sie Opfer ihrer eigenen Dekadenz geworden und immer noch nicht im Stande sich das einzugestehen. Nein, sie zieht die halbe Welt mit in den Abgrund, wahrscheinlich in der Hoffnung, dass sie selber die anderen als Opfer vorausschicken kann.

Ein Land, das seinen eigenen Mitbürger eine solidarische Krankenversicherung verweigert, weil es sich dadurch in seiner Freiheit bedroht sieht, darf niemals den Anspruch als Weltmacht erheben. Nicht ein Russland behandelt so seine Mitbürger. In Sachen Überwachung stehen die westlichen Länder dem verhasstem Kommunismus mittlerweile in nichts mehr nach.

Unbemerkt haben sich die Befreier in das verwandelt, was sie einmal selber bekämpften. Im Kampf um das Geld, geht als ersten die Gerechtigkeit verloren. Die USA rettete sich bis jetzt immer damit, dass es Minderheiten für diese Gerechtigkeit opferte, aber das war auf ihrem eigenen Territorium. Jetzt steht es vor der großen Frage, welches Land, welche externe Bevölkerungsgruppe, wird sie diskriminieren, um den eigenen Wohlstand zu retten?

Die Araber, die Europäer - lassen wir uns überraschen!

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