Montag, 5. April 2010

Ninive - Schaust du hin, so sind die Menschen insgesamt blöde

Ninive war die erste Weltstadt in der sich Politik und Wirtschaft traf. Noch heute kennt man die Legenden um die schönen, glänzenden Paläste, den Wohlstand, den Handel und den Reichtum.

Ninive war das assyrische Rom, Großstadt, Weltstadt, mit Riesenstraßen, Riesenplätzen, eine Stadt mit neuen und unerhörten technischen Triumphe. Aber es war auch die Stadt einer dünnen Herrscherschicht, sie sicherten sich ihre Macht auf Blut, auf Geld, auf Gewalt oder besser auf einer raffinierten Kombination aus allem. Denn die Leistungsträger waren geprügelte, rechtlose graue Massen. Ungefragte, die in Wahrheit Sklaven waren, obwohl ihnen unter geschickten Parolen immer wieder der Anschein der Freiheit eingeredet wurde; arbeiten zum Wohle des Ganzen, Krieg führen zum Wohle des Volkes - das machen nur freie Menschen. Ninive stand immer zwischen sozialer Unruhe und Folgsamkeit des Schlachtviehs, das im Dreck schlief und die Paläste der Gönner bestaunte.




... und in diesen Ruinen wurde eine Tontafel gefunden mit der Inschrift: "Schaust du hin, so sind die Menschen insgesamt blöde".

Wer die Geschichte nicht nur nacheinander sondern nebeneinander stellt, kann die Parallelitäten nicht leugnen. Die Menschheit, damit meine ich das besitzlose Volk, das schon seit Jahrtausenden auf das gönnerhafte Wesen der Besitzenden angewiesen ist, konnte sich noch nie nachhaltig gegen die Maßlosigkeit und Dekadenz der Besitzenden auf Dauer erwehren oder gar befreien.

Ja, wir haben die Demokratie entdeckt. Tausende Jahre nach dem römischen Reich und Griechenland, die Demokratie inkl. Sklaventum praktizierten, haben wir die Demokratie neu entdeckt. Konnte noch im alten Rom der frei Bürger einen Sklaven kaufen, ihn ernähren, ankleiden und Unterkunft bieten - ist das heute verboten. Es verletzt die Menschenwürde. Heute muss sich der freie Nichtsklave selbst versorgen, seine Unterkunft selbst bezahlen und das mit einem Hungerlohn von 3 - 5 Euro. Und falls sein spärliches Einkommen nicht ausreicht subventioniert der Staat die Billiglöhne mit Wohngeldzuschüssen.

So ist die Demokratie perfekt. Die Perfekte Selbstverwaltung der Armut. Die größte Errungenschaft der Menschheit. Die Freiheit aller Völker, weil sie alle vier Jahr unter ein paar wenigen Parteien auswählen dürfen, wer sie für die nächsten vier Jahre regieren darf. Die natürliche Auslese, welche Partei überhaupt von den Massen wahrgenommen werden darf, entscheidet das Geld - hinter dem sich der Besitz der Jahrtausende versteckt. Parteien in unserer Demokratie brauchen Spenden, die Menge der Spenden des Geldes entscheidet ob sie die Medien dafür bezahlen können, dass man ihre Botschaft hört oder sie lesen darf. Die Vorentscheidung für die Demokratie trifft also wieder mal das Geld bzw. der Besitz - der nachhaltiger ist als Geld und Gold. Das sollte jeder aus der Geschichte gelernt haben.

So wird die Spreu vom Weizen getrennt, bevor die Masse der Wähler überhaupt erfährt was die Demokratie so alle zu bieten hätte, wenn das Geld nicht die Vorentscheidung getroffen hätte.

Weitere Mitspracherecht des Volkes, außer Wahlen gibt es nicht. Damit die Durststrecke zwischen den Bundestagswahlen nicht all zu lange ist, gibt es auf die Wahlspektakel bei Landtags- und Kommunalwahlen. Lediglich die Bürgermeisterwahl ist in Deutschland direkt.

Das nennen wir Freiheit und Mitbestimmung! Wir sind davon so überzeugt, dass wir diesen Segen gleich mit Waffengewalt in andere Länder tragen, denn wir sind zivilisiert - wie Ninive?

Manchmal schadet eine Betrachtung in der Vogelperspektive nicht. Sie hat den Vorteil, aufgetürmt und aufgebauschte Nichtigkeiten erscheinen nicht mehr wichtig. Strukturen sind aus dieser Perspektive besser erkennbar.

Der Adel oder nennen wir es besser der Geld- und Besitzadel hat sich Parteien gegönnt, die von ihrem Geld, von ihrem Wohlwollen abhängig sind, so wie wir von ihnen. Diese Parteien haben die Aufgabe der politischen Willensbildung der Bevölkerung. Unter politischer Willensbildung muss das Vorbeten von Willen verstanden werden, das solange wiederholt wird und argumentativ tot geredet wird, bis jeder glaubt, es sei sein eigener Wille was politisch über seinen Kopf hinweg beschlossen wird. Ohne die Aufgabe bräuchten wir keine Parteien. Es könnte alles in Selbstbestimmung und direkter Demokratie entschlossen werden. Wer Bürger derart überwachen kann, kann auch Volksentscheide ohne Problme durchführen.

Doch der Vorteil dieses System ist: Wer nicht die politische Willensbildung mitmacht, sondern selber denkt, kann er sich von der Mehrheit überstimmt fühlt, die in Wahrheit nie abstimmte.

Demokratie - der Wille des Volkes war grundsätzlich ein gute Idee - aber auch eine große Gefahr für die die alles Besitzen. Die Nichtbesitzenden sind in der Mehrzahl. Deshalb steht schon in den Tontafeln von Ninive in Keilschrift eingeritzt: Schaust du hin, so sind die Menschen insgesamt blöde".

Seit diesem Satz sind mindestens 3000 Jahre vergangen und keine Lösung in Sicht. Die Menschheit will einfach nicht verstehen, dass Besitz an Land und Ressourcen nicht für die Entstehung von Geld herangezogen werden darf, sondern nur die freiwillige Leistung von freien Menschen.

Wir müßten Ihnen nicht einmal den Besitz wegnehmen. Nur das Geldsystem ändern. Mit diesem neuen Geldsystem wären sie die besitzenden machtlos. Ohne Leistung hätten auch sie kein Geld. Ein wohltuender Gedanke.

Wie würde sich unser Volk wohl entscheiden. Geld für den Krieg in Afghanistan oder Geld für Schulen? Würden sie freiwillig ihre Leistung einer Rüstungsinsturie zur Verfügung stellen, wenn dadurch die Nahrungsmittelversorgung von Millionen von Menschen in Gefahr wäre?

Nein die Mehrzahl der Menschen ist GUT - Nur die Besitzen halten das aber für Blödheit und nutzen es mit einem Geldsystem schamlos aus, das nur für ihnen die Vorteil erdacht wurde.

Die Macht des Geldes funktioniert nicht so wie sie es erzählen



Die Besitzenden sind es von jeher gewohnt ist über die Mehrheit der Menschen zu bestimmen, durch ihre Besitz machen sie die Menschen abhängig. Unser Geldsystem unterstützt sie dabei. Doch in Folge der politischen Willensbildung hat sich der Wille des Volkes so ausgerichtet, dass direkte Demokratie zu willkürlich wäre. Demokratie musste in parlamentarische Demokratie umgewandelt werden, denn die Meinung eines einzelnen Parlamentariers spiegelt viel deutlicher die Meinung des Volkes wider als eine direkte Abstimmung.

635 Parlamentarier natürlich viel einfacher in ihrer Willensbildung zu beeinflussen. Sie werden als Vordenker und Vorbilder für den politischen Willen vorangestellt. Da unsere Parteien in einer marktwirtschaftlich orientieren Demokratie von Geldmitteln abhängig sind, sind sie auf das Mitleid der Industrie und des Geldadels angewiesen. Raffiniert durchdacht - und gestützt durch ein Geldsystem, das den Besitzlosen niemals ermöglicht Geld zu erschaffen oder gar zu erhalten - außer sie verkaufen das, was sie noch besitzen.


Die falsche politische Willensbildung

Ich bin davon überzeugt, dass sich das Mitleid der Industrie hauptsächlich dann auf den Weg in die Spendenkassen macht, wenn es dem Volk am schlechtesten geht. Raffinierte Versprechungen und Gesetze, veranlasst von den Parlamentariern züchtigen sie und macht sie weich für Opfergaben, denn "SOZIAL ist WAS ARBEIT SCHAFFT!"

Das ist die Gerechtigkeit. Wirtschaftskompetenz erhält nur eine Partei, die sich am Umverteilungssystem von UNTEN nach OBEN orientiert. Die beste ist es, wenn sie dabei das Volk an der Nase herumführt und es glauben läßt, es sei zu seinem Wohle.


Das drückt sich auch in der politischen Willensbildung aus, besonders bei der CDU/CSU und FDP aus. Nächstenliebe gibt es ab sofort ein Tauschhandel, wenn ich Dir, dann Du mir. Ist das die Konsequenz aus dem Synergieeffekt zwischen Partei und Spenden. Keine Partei stirbt gerne den Spendentod.

Könnte man unser Parteiensystem nicht als Stellvertretersystem der verachteten Monarchie ansehen? Im Grunde spielt es doch keine Rolle, wer die Hand hebt, Hauptsache sie geht im richtigen Moment gen Himmel, wenn das Wohl des Volkes auf dem Spiel steht und der Geldadel aus Geldverlustschmerz die Zähne zusammen pressen müßte, sich aber nur ein gequältes Lächeln abringt, weil nie gegen sie abgestimmt wird - weil es keine direkte Demokratie gibt?

Die Demokratie in der heutigen Form wie wir sie kennen ist sehr erfolgreich. Der Mensch fühlt sich frei, obwohl er an politischen Entscheidungen nur im Vierjahres-Rhythmus teilnehmen darf. Um so wichtiger ist die Demokratisierung der ganzen Welt. Die Armeen führen zwar immer noch Befehle blindlings aus, glauben aber diese aus bestem Wissen und Gewissen entschieden zu haben. Ich würde sagen: Wir sind Fehlgeleitete!


Die Sklaverei im antiken Rom

Die Sklaverei im antiken Rom bestand bis ins 2. Jahrhundert v. Chr. als Schuldsklaverei, in geringem Maße wurden im Römischen Reich jedoch auch Kriegsgefangene versklavt. Die Schuldsklaverei wurde im 2. Jahrhundert v. Chr. verboten, offiziell auf Druck der Bevölkerung. Tatsächlich kamen zu jener Zeit wegen der Eroberungsfeldzüge der Römer immer mehr Kriegsgefangene als Sklaven nach Rom, wodurch die Schuldsklaverei zunehmend uninteressant wurde. Zeitweise waren ein Viertel bis mehr als ein Drittel der Einwohner Roms Sklaven.

Verschiedene Gruppen und Klassen von Sklaven

Sklaven wurden in verschiedenen Bereichen eingesetzt und hatten dadurch z.T. sehr unterschiedliche Lebensbedingungen. So gab es Feldsklaven, die in der Landwirtschaft arbeiteten. Sie wurden von Aufsehern beaufsichtigt, die auch straften. Alles (Essen, Trinken, Schlafen, Kleidung der Sklaven) zielte darauf ab, die Sklaven bis zum Äußersten zu fordern, damit sie möglichst viel Geld einbrächten. „Das schlimmste für den Betrieb waren untätige Sklaven, weil sie etwas kosten anstatt etwas einzubringen und so beschäftigte sich Cato intensiv mit der Frage, welche Arbeiten bei schlechtem Wetter erledigt werden können.“(Andreas Reißmann,1999)

Anders sah es für Haussklaven aus: Sie gehörten zur familia ihres dominus (Herr, Herrscher). Sie waren für die Erledigung aller Aufgaben im Haushalt zuständig, wie Kochen, Putzen, Waschen. Bei Festgelagen bedienten, musizierten und tanzten sie. Sie hatten oft eine enge und freundschaftliche Beziehung zu ihren Herren und wurden nicht wie die Feldsklaven bis zum Äußersten ausgebeutet. Ihre Aufgaben waren nicht nur am wirtschaftlichen Profit orientiert, sondern der Bequemlichkeit ihres dominus und der Repräsentation seiner Macht und Würde gewidmet. Gut ausgebildete Sklaven wurden auch als Hauslehrer oder Ärzte eingesetzt.

Sklaven im öffentlichen Dienst kümmerten sich um die Stadt – sie bauten Straßen und Gebäude, pflegten diese und arbeiteten im Hafen. Viele Sklaven arbeiteten auch in Bergwerken und Münzprägereien. Besonders die Arbeit in Bergwerken war körperlich extrem anstrengend und die Arbeitsbedingungen oft unmenschlich. Aufgrund der schlimmen Verhältnisse überlebten die meisten Sklaven, die in einem Bergwerk arbeiteten, nicht einmal die ersten zehn Monate. In der Verwaltung tätige Sklaven arbeiteten, wenn sie die Gunst des Kaisers genossen, in dessen Hofstaat oder in der Verwaltung.

Einer der bekanntesten Einsatzorte von Sklaven war die Arena: Viele Gladiatoren waren Sklaven, die von ihren Herren gezwungen wurden, in Arenen auf Leben und Tod zu kämpfen. Hierzu wurden sie in speziellen Schulen ausgebildet. Diese Arbeit war jedoch häufig auch mit hohem Prestige verbunden.

Weibliche Sklaven arbeiteten im Haushalt; sie wurden auch zum Konkubinat gezwungen.

Beim Militär gab es keine Sklaven, sie wären „unwürdig“ gewesen, „Waffen zu tragen“. Als entlaufene Sklaven erkannte Soldaten wurden umgehend hingerichtet. Es gab allerdings (nicht römische) Hilfstruppen, in denen Sklaven zum Einsatz kommen konnten.

Unterschiedliche Erkennbarkeit/Kleidung

Feldsklaven arbeiteten in der Regel halbnackt und hatten keinen Ausgang. Sie wurden in kleine Hütten gepfercht und traten in der städtischen Öffentlichkeit kaum in Erscheinung. Haussklaven bekamen oft ähnliche Kleidung wie ihre Besitzer und waren so nur an ihrem Verhalten zu erkennen.

Es gab verschiedene Versuche von Senatoren, eine eigene Kleidung für Sklaven einzuführen, doch wegen der Gefahr, dass die Sklaven gemerkt hätten, wie viele von ihnen es wirklich gab, was zu einem Aufstand hätte führen können, unterblieb dies.

Die einzige Kleidung, die Sklaven nicht tragen durften, war die Toga.

Sklavenmärkte

Alle Sklaven wurden auf Sklavenmärkten verkauft. Die Preise unterschieden sich erheblich. Besonders hoch waren die Preise gebildeter Sklaven, die nicht selten vor ihrer Versklavung in ihrer eroberten Heimat einen hohen sozialen Status gehabt hatten. Schöne Sklavinnen und Sklaven waren teuer. Nach einem Bericht des Geographen Strabo (Geogr., 14.5.2) wurden alleine in Delos 10.000 Sklaven täglich verkauft, doch kann es sich hier auch um eine Rundzahl handeln, die nur "sehr viel" bedeutet.


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