Freitag, 21. Mai 2010

Bangkok: Westliche Medien schreiben für die reiche Vorherrschaft in einer Demokratie

Unsere westlichen Medien versäumten bewusst oder gar unbewusst in ihrer Berichterstattung über Thailand-Bangkok darauf hinzuweisen, dass die momentane Putschregierung unter Premierminister Abhisit Vejjajiva wissentlich die arme Mehrheit unterdrückt bzw. gar die Mehrheitsentscheidungen einer Demokratie mit an den Haaren herbei gezogenen Verwaltungsfehlern unterdrückt und so die reiche Oberschicht, die sogenannte Elite an der Macht hält.



Die Proteste der Rothemden sind berechtigt, doch die Reichen vor deren Türen sie kampieren sind genervt. Sie stören das westliche Leben in Thailand, legen das Bankenviertel lahm und den Tourismus. Das jetzige Vorgehen der thailändischen Putsch-Regierung zeigt ganz deutlich wie Demokratien vorgehen, wenn die Wirtschaft durch soziale Unruhen Schaden nimmt. Die EU selber fühlt sich in der Pflicht, lieber werden Sanktionen gegen den Iran ausgesprochen und Burkas verboten, als dass Thailand endlich etwas gegen das Ungleichgewicht im eigenen Land macht.

Der Deutsche ist es gewohnt, dass Demonstranten nieder geprügelt werden - sie gelten längst als militante Demokratiestörer, denn gegen eine Regierung, die sich demokratisch nennt hat man nichts einzuwenden.

Die Proteste der sogenannten Rothemden sind und waren berechtigt. Das Vorgehen der thailändischen Regierung kommt einem 17. Juli in der DDR gleich, als die Armee die Demokratieforderungen der damaligen DDR-Bürger brutal niederschlug und auch die deutschen Medien feiern die Niederschlagung der Protest in Thailand als Sieg der Demokratie. Es kommt immer auf die Sichtweise an. Wer Kapitalimus, Ungleichheit als Grundlage der Demokratie versteht, hat mit seinem Jubel bestimmt recht.

Es läuft einiges schief in unserer Republik, in unserem Demokratieverständnis und unserer freien Berichterstattung. Hier soll wohl ein Bild vermittelt werden, dass zukünftige Unruhen. ausgelöst durch den Sozialsstaatabbau in Deutschland,  auch militärisch niedergeschlagen werden dürfen. Meiner Auffassung nach ist es undemokratisch Minderheiten auch in einer Demokratie brutal zu unterdrücken - in Thailand, in Griechenland sowie in Deutschland. Wir sollten uns dieses Weltbild, impliziert durch Massenmedien, nicht aneignen.Grundlage jeder Demokratie sollte sein: Keine Ungleichgeweichte ausbauen und begünstigen.

Lange hat sich das thailändische Militär geweigert die eigenen Landsleute anzugreifen, doch am 19. Mai 2010 kam der Befehl aus der Putschregierung unter Premierminister Abhisit Vejjajiva und die arme Landbevölkerung musste dem Militär weichen oder es wird erschlossen. Viele Menschen starben.

Die "Anführer der Proteste" sind inhaftiert, nach dem sie sich freiwillig gestellt hatten, um noch mehr Blutvergießen zu verhindern. Das ergibt bei mir die Schlussfolgerungen: Demonstrationen sind in einer Demokratie nur dann erlaubt, so lange keine konkrete Änderungen gefordert werden. Kompromisse finden heißt in einer Demokratie auch unrechtsmäßiges Handeln einer Regierung zu akzeptieren. Demonstrationen sollen lediglich ein Ventil für den Unmut der Bevölkerung sein, aber niemals ernsthafte politische Änderungen verlagen - politische Forderungen werden schnell zum Aufstand gegen die Regierung - also zum TERRORISMUS.

Das erinnert an die Einstellung totalitärer Systeme.

Wohl von der moderaten westlichen Berichterstattung angestachelt, hat sich die Putschregierung in Thailand zu einem blutigen Niederschlagen der Proteste hinreißen lassen. Das brutale Eingreifen der Militärs wird in westlichen Medien als Befreiungsschlag einer Demokratie dargestellt, doch in Wahrheit war es die Beerdigung der Demokratie in Thailand und das Mundtod machen, der armen Mehrheit in diesem Land. ÜBERAUS UNDEMOKRATISCH!

Westliche Journalisten beschmutzten die eigen aufgestellten Ethikrichtlichen als ob sie sich in einer  Kriegsberichterstattung befänden. Die unterschwellige Mitteilung an uns westliche Demokratie ist:  Jeder Widerstand gegen eine Demokratie ist Terrorismus und muss blutig niedergeschlagen werden.  Seit dem Wahlbetrug Karzais in Afghanistan ist die journalistische Sensibilität gegenüber Demoraktierichtlinen-Verletzungen unterhalb der moralisch vertretbaren Marke angekommen. Karzai wird von NATO, USA, EU  und damit auch von Deutschland als rechtmäßiger Verhandlungspartner für Afghanistan anerkannt. Unglaublich - aber wahr!

Liegt wohl daran, dass Karzai den wirtschaftlichen Interessen dieser westlichen Demokratien näher liegt, als jeder andere Volksvertreter in Afghanistan. Das belegt wieder einmal die Theorie, dass wir in einer Wirtschaftsdemokratie leben und jeder Nichtleistungsträger aus demokratischer Sicht kein Stimmrecht mehr hat. So lange sich in unserer Demokratie Kapital-Minderheiten hinter der Unterdrückung der Armen vereinigen, wird auch an den Wahlergebnissen nicht gerüttelt, doch weh es kommt eine Partei in die Nähe der Mehrheit, die sich für die Armen einsetzt - dann werden auch wir das journalistische Feuerwerk von Wahlbetrug und nicht Verfassungsmäßigkeit erleben. Thailand sollte uns ein mahnendes Beispiel sein.

Journalismus als Sprachrohr des Kapitals

Journalismus gehorcht ebenso der Ökonomie und Geldwirtschaft wie die Politik auch. In Thailand wäre es für die westliche Industrie nicht von Vorteil, wenn die arme Mehrheit auch in der Demokratie in Thailand widergespiegelt wäre.

So bald sich in Thailand demokratische Wahlen entwickeln, die nach freien Wahlen entschieden werden und Menschen an die Regierung kommen, die sich für die armen Menschen dort einsetzen, werden sie wieder weggeputscht wie vor 4 Jahren oder per IWF und Weltbankdiktat zu einer wirtschaftlichen Unterdrückungspolitik gezwungen.

Jetzt ergreift die Putschregierung unter Premierminister Abhisit Vejjajiva noch drastischer Maßnahmen im Zuge der nun ausgerufenen Notstandsgesetze und konfisziert auch noch die Bankkonten der Opposition. Thailands Demokratie ist hiermit gestorben.

Ein trauriges Beispiel vom Versagen des Journalismus im Auftrag der Wirtschaft.

http://thailandjumpedtheshark.blogspot.com/2009/04/abhisit-declares-war-on-foreign-media.html

http://schoenes-thailand.de/startseite/politik/4002-abhisit-erkl-auslischen-medien-krieg

http://www.zeit.de/politik/ausland/2010-05/thailand-bangkok-gewalt

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