Mittwoch, 26. Mai 2010

Großbritannien: Noch nie wurden Sparpläne so prunkvoll verkündet

Großbritannien gönnt sich einen außergewöhnlichen Luxus. Sie haben eine Queen. Ein schillernde Königin mit echtem Diamanten-Diadem und Zepter. Ein Stück Nostalgie vom gerechten Herrscher aus einer Märchenwelt, die nie existierte. Königliche Häuser erhielten ihren Prunk grundsätzlich durch Kriege, Enteignung von Unangenehmen und durch Gefälligkeitsgeschenke, sowie Ausbeutung des landlosen Volkes. Unter demokratischer Betracht ist das in Wahrheit nichts, auf das man stolz sein könnte, doch Großbritannien will einzigartig sein und trotzdem eine Demokratie. Großbritannien finanziert sich sein eigenes privates Finanzimperium. So eine Volksherrschaft hätte sich so mancher Aristokrat in Deutschland auch gewünscht.



2008 kostete die Queen den britischen Steuerzahler ca. 49 Millionen Euro. Zusätzlich erhält die Queen aus dem Staatshaushalt an die 7,9 Millionen Pfund zum Unterhalt ihres Personals. 70 % dieser jährlichen Zahlungen, aus Civil List genannt,  müssen für das Personal verwendet werden. Weiterhin erhält die Queen jährlich an die 13,3 Millionen Pfund für dem Unterhalt ihrer Paläste, die für offizielle Empfänge genutzt werden. Als Gegenargumentation wird in Großbritannien angeführt, dass alleine wegen den Royals 330 Millionen Euro Wirtschaftseinnahmen generiert werden. Doch auch die Einnahmen der Royals durch Eintrittsgelder sind nicht zu verachten.

Buckingham Palace-Staatsgemächer:
11,50 £ (Erwachsene)
6 £ (Kinder von 5 bis 16 Jahren)
frei (Kinder unter 5 Jahren)

Königliche Stallungen:
5 £ (Erwachsene)
2,50 £ (Kinder von 5 bis 16 Jahren)
frei (Kinder unter 5 Jahren)

Queen's Gallery:

6,50 £ (Erwachsene)
3 £ (Kinder von 5 bis 16 Jahren)
frei (Kinder unter 5 Jahren)


Auch Prinz Charles ist kein armer Mann. Er erhält die Einnahmen des Herzogentum Cornwell, die auf jährlich über 18 Millionen Pfund geschätzt werden. Dafür erhält er kein Geld vom Staat.

Das Familienvermögen der Royals - ein Fondo - ist unveräußerlich und wird an den Thronnachfolger steuerfrei vererbt, ähnlich dem katholischen Kirchenvermögen. Auch das Herzogtum Lancaster ist Teil des Fondo, Ländereien, die im 13. Jahrhundert dem Rebellen Simon de Montfort gestohlen wurden, als er vergeblich versuchte das Parlament in Großbritannien zu stärken. Der berühmt größte Diamant der Welt, der Koh-in-noor gehört zu den Kronjuwelen. Er wurde dem Maharadschah vom Pundschab nach einem Sieg der Ostindiengesellschaft abgenommen und Königin Viktoria geschenkt. Die mit adliger Lust, dieses Geschenk dem Maharadschah bei seinem Besuch in England vorführte. So viel zur Moral der Blaublüter, die von allen angebetet und verehrt werden. Aufrecht erhalten von einer Märchenmythologie mit Prinzen und Prinzessinnen, die nichts anderes im Sinn haben, als Gerechtigkeit für ihre Untertanen.

Doch die Queen verfügt auch über ein so genanntes Privatvermögen, aus Immobilien, Aktien, Anleihen und Ländereien. Das macht die Royals zu den größten EU-Agrar-Subventionsempfändern (473.000 Pfund erhielt alleine die Queen im Jahre 2009, der Herzog von Westminster sogar 480.000 Pfund). Erst seit 1992 zahlt die Queen freiwillig Einkommens- und Vermögenssteuer. Die jahrelange Anhäufung von Vermögen ohne Steuern brachte ein geschätztes Privatvermögen von 3 Mrd. Pfund. Doch die freiwillige Steuervereinbarung kann jederzeit wieder aufgekündigt werden. Es soll nur ein Zeugnis des Großmuts der Royals gegenüber dem Pöbel sein.



Aufgrund ihrer staatlichen Funktion verfügt die Queen über Informationsrechte auf sämtliche Staatsgeheimnisse, Finanzinformationen und Nachrichtendienst, was sich natürlich besonders bei Spekulationsgeschäften als sehr hilfreich erweisen kann. Genauer betrachtet sind das Insidergeschäfte. Es wäre auch interessant zu erfahren, welche Aktientransaktionen unsere Politiker tätigen, bevor und während sie in EU-Kommissionen sitzen und beschließen.

http://www.goldseiten.de/modules/news/print.php?storyid=65

http://www.oe24.at/welt/Die-Queen-braucht-mehr-Geld-0679147.ece

http://www.zeit.de/politik/ausland/2010-05/queen-regierung-programm

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