Sonntag, 20. Juni 2010

SUPERGAU im Golf von Mexiko: 15,9 Millionen Liter Öl pro Tag + 12,12 Mill. m3 Gas

Was ich nicht sehe, ist nicht schlimm, haben sich wohl BP und auch die Behörden der USA gesagt. Sie lassen Corexit - ein hoch toxisches Lösungsmittel - direkt am Bohrloch in das Öl strömen, damit die amerikanische und Weltöffentlichkeit das viele Öl nicht sieht. 

Die USA rätselt schon seit 7. Juni 2010 über ein misteriöses Nutzpflanzensterben in den USA: Die Blätter von Mais und anderen Argrapflanzen weisen Flecken auf, die an Säureflecken erinnern. BP leitete bereits eine Millionen Gallonen an toxischen Chemikalien und Dispersionsmitteln direkt am Bohrloch ins Meer. Ein riesiges Experiment am lebenden Meer. Corexit 9500 wird diese Chemikalie genannt und soll das ausströmende Öl für den Menschen unsichtbar machen. Die USA sollen das Öl nicht in dem Ausmaße sehen wie es tatsächlich ins Meer fließt. Corexit 9500 soll das Öl in kleine Tröpfchen lösen, damit die US-Bürger und der Rest der Welt nicht sehen wie das Meer abstirbt. Täglich sollen ca. 2.900.000 Gallonen Öl ins Meer strömen, das sind ca. 13.000.000 Liter Öl - TÄGLICH. Ein BP-Dokumente, das der US-Kongressabgeordneten Ed Tag zugespielt wurde, spricht von 100.000 Barrel (15,9 Millionen Liter) Öl pro Tag.


Corexit ist daher keine Lösung des Problems, es ist Kosmitik für die öffentliche Wahrnehmung und Make UP für US-Präsident Obama sowie wie für BP. In Großbritannien ist der Einsatz dieses Mittel aufgrund seiner toxischen Eigenschaften längst verboten. Die USA genehmigen diesen Chemie-Einsatz trotzdem.

Corexit  kommt nicht nur in den Meer-Wasserkreislauf und zerstört dort die Biospäre, sondern es besteht die Möglichkeit, dass dieses Lösungsmittel mit dem aufsteigenden Regenwasser auf dem Kontinent abregnet.

Anita George-Ares und James R. Clark stellten fest, dass Corexit eines der toxischsten Chemikalien überhaupt sei, die jemals entwickelt und hergestellt wurden. “Akkurate Meerestoxizität von drei Corexit-Produkten: ein Überblick” Was sich als weitaus schlimmer erweise sei die Tatsache, dass die Toxizität mit höheren Wassertemperaturen – wie sie im Moment im Golf von Mexiko vorherrschten – zusätzlich zunehme. Die amerikanische Umweltschutzbehörde (EPA) habe, nachdem sie entdeckte, dass BP diese gefährliche Chemikalie einsetzte, dem Konzern die weitere Nutzung des Mittels verboten. BP habe sich allerdings geweigert, sich an die Auflage zu halten und teilte mit, dass die einzige Alternative zum Einsatz von Corexit 9500 auf der Nutzung der noch gefährlicheren Chemikalie  Sea Brat 4 basieren würde. Eine weitaus größere Gefahr beim Einsatz von Corexit 9500 sei laut der russischen Wissenschaftler in dem Aspekt auszumachen, dass die Molekularstruktur der Chemikalie mit ihrem Toxizitätsniveau von lediglich 2,61 ppm wie auch in Kombination mit dem sich erwärmenden Wasser des Golfs von Mexiko, dazu in der Lage wäre, in einen anderen Zustand überzugehen: nämlich von ihrem ursprünglich flüssigen in einen gasförmigen Zustand, der dann über den Prozess der Verdunstung durch die Wolken aufgenommen werden und als “toxischer Regen” über ganz Nordostamerika herunter käme.

Das Öl schießt mit einem Superdurck von 20.000 bis 80.000 psi (pounds per square inch)
aus dem Boden.In Bar sind das ca. 1400 bis 5.500 bar. Ein 96 mm starker Baustahl kann mit einem Wasserstrahl unter 5.900 bar Druck problemlos und präzise geschnitten werden.

Angst vor dem SUPER GAU

Warum muss dieses Öl überhaupt im Meer vernebelt werden. Es ist keine Lösung und trotzdem wird es zugelassen, weil BP sonst mit einem noch toxischerm Lösungsmittel droht.  Jetzt beginnt die Hurrikan Saison in den USA und große Regenmassen werden auch dieses Jahr über dem Küstenbereit vom Golf von Mexiko nieder gehen. Doch dieses Jahr wird alles anders sein. Corexit 9500 wird sich in diesem Regenwasser befinden und könnte damit sämtliches mikobilogisches Leben inkl. Pflanzen zerstören und ins Grundwasser und Seen gelangen.

Inoffizielle kursieren bereits Gerüchte über eine Massenevakuierung des Küstenstreifens im Golf von Mexiko, wenn dieses Warst Case Szenario eintreten sollte.

Sinnlose Verschwendung dient dem Wirtschaftswachstum

Die Geldgier der Konzerne treibt sie zu immer noch riskoreicheren Unternehmungen und  Ölabbau. Öl ist Geld, geschenkt von Mutternatur, an den der unter seinem Boden findet oder das Förderrecht besitzt. Lange Jahres ging die Ölförderung in den Meeren gut. Die Ölkatastrophen hielten sich in Grenzen oder wurden von den Medien nicht im vollem Umfang in die Öffentlichkeit transportiert. Zu sehr hängt die Wirtschaftsleistung der Welt vom Öl ab; - nicht nur als Energielieferant, sondern auch die Autoindustrie ist ein wichtiger und unabdingbarer Wirtschaftsfaktor für das Wirtschaftswachstum im Kapitalismus unter den Bedingungen der heutigen Vorschriften zur Geldentstehung. Alternative Energie werden der Menschheit erst zugänglich gemacht, wenn die Monopole der jetzigen Energiereisen darauf gesichert sind. Vorher wird es keinen Wandel in der Energiegewinnung geben. Zu groß wäre die Gefahr, dass die Menschen sich über regnerative Energien sich selbst versorgen würden. Das würde nicht nur die Wirtschaft treffen, sondern auch die Staaten, durch ihre Steuerpolitik eine Neuauflage der Planwirtschaft im Kapitalismus betreiben und so die Umverteilung der staatlichen Einnahmen in die Hände von Monopolisten weiterleiten, unter dem Vorwand, für das Volk zu handeln.

Exxon entwickelte z. B. das Lösungsmittel Corixit 9500 selber, diese wird jetzt von der Firma Nocal hergestellt. Diese gehört wiederum den gleichen Personen, die große Anteilseigner bei BP sind - wird unter vorgehaltener Hand erzählt. Auf diese Art kann Kapital - also Einfluss - einfach umgelagert und umgebucht werden. In der Öffentlichkeit entsteht der Eindruck die Bösen werden bestraft, aber das betrifft nur eine juristische Person, eine Aktiengesellschaft. Regieren die Aktieneigentümer schnell genug, kann der Verursacher ganz schnell durch Umschichtung der Aktien zum Nutznießer der Krise werden. Das ist der Vorteil von anonymisiertem Kapital - Aktien und zeigt ganz deutlich ab einem bestimmten Kapitalaufkommen gibt es grundsätzlich nur WIN - WIN - Situationen. Eine Finanzmarkttransaktionssteuer besteuert also nur die miesen Geschäfte mit einer kleinen Steuer und die Allgemeinheit muss die Kosten trotzdem bezahlen, denn jede Steuer wird über den Verkaufspreis an den Endkonsumenten weitergegeben, denn der Endkonsument ist der einzige wirklich und wahre Steuerzahler.

BP-Manager in der Kritik wegen Segeltrip

Lapidare Stimmungsjournalismus macht sich wieder einmal in der Welt breit. Eine Zeitung schreibt von der anderen ab bzw. sie bedienen sich bei den wenigen Nachrichtenagenturen, die mit ihrer Arbeit das Stimmungsbarometer der Welt bestimmen. Jetzt fanden sie mit einem BP-Manager ihr ersten Opfer zur Ablenkung der eigentlichen Problem im Golf von Mexiko.

Wäre es nicht an der Zeit, sich mit den ehemaligen Eigentümern von BP zu beschäftigen, als sich über das eingesetzte Führungspersonal bei BP zu ergötzen?

Rockefeller und König Beatrix haben längst das sinkende Schiff BP verlassen und sich beim Lösungsmittelhersteller Nacol eingekauft. So wird Kapital einfach umgebucht, zum Nutznießer dieser Katastrophe. Ab einer bestimmten Anzahl von Nullen hinter der ersten Eins gibt es nur noch WIN-WIN-Situationen.

Will man das anonymisierte Kapital unterbinden, müssten sämtliche Aktienverkäufe von BP rückabgewickelt werden bis zu einem längeren Zeitpunkt vor der Katastrophe. Ein Veräußern der Aktien sollte dann aber untersagt werden. Wer die Gewinne einstreichen, soll auch die Verlust ertragen.

Das wäre ein ganz neuer Kapitalismus mit Erziehungseffekt. Die Staaten hätten die Möglichkeiten, es fehlen nur die Politiker, die den Mut aufbringen, gegen die Nullen mit vorangestellten Zahlen, zu entscheiden.

Bei diesem SUPERGAU ist es nicht damit getan BP sterben zu lassen. Das Öl wird bleiben. Die Ausdünstungen des Lösungsmittels werden die Küstengebiete verseuchen. Das ausströmende Methan wird die Atmosphäre anheizen. Wir können nur hoffen, dass es zu keiner Methaneruption bzw. -explosion kommt.



Gesine Schwan hat mehr als RECHT. Dieser Systemkrise kann nur mit mehr Demokratie begegnet werden, als mit immer weniger Demokratie. Doch die Politik sieht sich als alleine demokratische Macht und koppelt sich so von der tatsächlichen Idee der Demokratie, der Mitsprache und Entscheidung des Volkes ab. In Europa wird fieberhaft an einer Wirtschaftsregierung gearbeitet. Macht wird mehr und mehr auf einzelne Personen zentralisiert und sogar die Parlament ausgeschaltet.

Kommentare:

  1. Du schreibst:
    "Die Geldgier der Konzerne treibt sie zu immer noch riskoreicheren Unternehmungen und Ölabbau."

    Sowas liest man nun allerorten, und die meisten würden dem zustimmen. Ich denke jedoch, dass geht vollkommen am Problem vorbei.

    1. BP würde doch viel mehr verdienen, wenn sie in ihrer Gier Öl dort fördern, wo es einfacher ist, zB an Land oder in flachem Wasser.

    2. BP könnte in ihrer Gier ja mit dieser komplizierten Förderung aus großer Tiefe gar nichts verdienen, wenn es ihnen nicht aus den Händen gerissen würde.

    Na, dämmerts ein wenig? BP MUSS da unten bohren, weil es an einfacheren Stellen nicht mehr genug gibt. Und BP MUSS das tun, weil die gesamte Welt es verlangt. Du und ich und alle anderen sind der Grund dafür, dass dies passiert.

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  2. 1. In meinem vorangegangen Bericht hat ich Projekt Sugar erwähnt und die Absicht Methan abzubauen.

    2. So einfach ist es nicht. BP muss nicht bohren, weil wir es verlagen. Die Wirtschaft und die Politik verhindern Technologien außerhalb der Ölenergie.

    3. Das ständige Wachstum verbraucht so viel Ressourcen, die eigentlich gar nicht verbraucht werden müssten.

    4. Es also eindeutig am System. So einfach ist es nicht, jetzt den Menschen alles in die Schuhe zu schieben, deren Meinung in Politik und Wirtschaft niemals eine Rolle spielte.

    5. Die Entscheidungsträger sind SCHULD! Kollektivschuld akzeptiere ich in diesem Zusammenhang nicht, obwohl es in einen Angelegenheiten sehr effektiv und vor allem lukrativ ist.

    FAZIT: Die haben gar nicht nach Öl gesucht, sondern nach Methan und es auch gefunden. Das Öl war ein Nebenprodukt. Leider ist das Methan unter diesen Drücken nicht zu beherrschen und auch nicht zu fördern.

    Die Industrie, die Wirtschaft und auch die Wissenschaft haben sich selber überschätzt und dabei auch noch die Öffentlichkeit angelogen und sie machen es weiterhin, indem sie anfangen eine Szenario aufzubauen, dass die Menschen mit ihrem Autofahren schuld an dem ganzen haben.

    Das ist natürlich ganz nach dem Geschmack von Obama, der jetzt als Umweltgott aus dem Desaster aufsteigen will.

    Er hat die Bohrung genehmigt und die Gutachten nicht gegenprüfen lassen.

    SCHULDIG!

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