Sonntag, 4. Juli 2010

CDU-Angela Merkel als Fußballfan

Das Los einer Kanzlerin ist schwer. Angela Merkel gab zu, dass sie sich nicht viel aus Sport macht und muss jetzt als Bundeskanzlerin auch noch in ein Fußballstationen sitzen und sich von VuVuZelas die Ohren voll tröten lassen. Sie wäre gerne einen Tag früher angereist, zu einem Fototermin mit der Fußball-Nationalmannschaft, aber Josef Platter, der Chef der FIFA, erlaubte es ihr nicht. Auch eine deutsche Bundeskanzlerin, die gerne als mächtigste Frau der Welt bezeichnet wird, muss sich dem FIFA-Chef beugen und diesen einen Tag warten.



So sitzt sie jetzt tapfer in dem Stadionsessel, um lagert von Kameras, die jede ihre herzlichsten Emotionen einfangen und um die Welt schicken. CDU-Angela ist eben die Kanzlerin der Herzen und des gesamten Deutschen Volkes. Die PR-Maschine ihrer Partei läuft, die Hintermänner erwarten gute Umfragewerte und hohe Volksakzeptanz. Sympathischen Menschen werden Sozialkürzungen nicht übel genommen , vor allem wenn sie als Vorteil für die Massen verkauft werden obwohl in ein paar Jahren sich die Massen in Bedürftige verwandeln wird.

Doch hier gilt das große Schweigen. Aufklärung und Hintergründe konzentrieren sich heute in den Presse viel mehr auf die richtige Garderobe der Politiker, anstatt auf Fakten, die die Politik so gerne nicht nennt.

Mann/Frau muss viel für seine Partei auf sich nehmen, damit die Sympathiewerte wieder etwas aus dem Kellergewölbe herauf kommen. Die Presse schlug ihr, der mächtigen CDU-Kanzlerin ein ganz gemeines Schnippchen, indem die Massen mit ein paar gewaltigen Artikel für Gauck begeistert wurden, wo doch eigentlich das Traumpaar Wulff ins Schluss Bellevue einzeihen sollte. Die Presse war für einen greisen, verblassten Freiheitskämpfer, der erst als solcher durch Presserummel vor ein paar Wochen geboren wurde. Umso größter die der Glanz des jungen Paares "Wulff", deren Altersdruchschnitt erheblich durch die junge Ehefrau angehoben wird und die moderne Familie mit einem Baby noch unterstreicht. Die schöne heile Welt im TV durch tägliche Seifenopfern reicht nicht mehr aus, die Politik muss gerade für die kritische kleine Masse ebenfalls das moderne Bild des neuen Menschen in unserer Demokratie vorleben, denn sogar das Präsdientenkind kommt in die Kinderkrippe. So soll es zumindest aufgefaßt werden, wenn Wulf über sein Familienleben spricht, das sich in überhaupt nichts von dem der Massen unterscheidet.

Tägliche Seifenoper aus Schloss Bellevue

Gerade die anfängliche Ablehnung gegen Wulff wird die VOLKS-Familie jetzt mit Glitzerbilder des jungen Paares und mit ihrem Kleinkind auf dem Arm, um so mehr aufwerten. Obama mit seiner Michelle ist längst entzaubert und der Designer der Michell-Mode längst ein alter Hut. CDU-Angela ist nicht die Frau, die als Vorzeigedame in der Yellow-Press fungieren kann. Ihr Part ist die Eiserne-Lady ohne Privatleben. Miss-No-Name  vor dem Vorhang der Weltpolitik. Die Yellow-Press wird sich auf die Präsidentengattin stürzen, sie in wallende Kleider stecken und über den neuesten Modeschrei aus Bellevue berichten. Das niedrigste Niveaue des Polit-Geschäftes ist erreicht. Ursula von der Leyen hätte sich auch dazu geeignet, aber das Bild der siebenfachen Mutter hätte die Merkelbevölkerung überfordert . Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass Familienministerin Schröder bald ihr erstes Kind erwartet, damit wäre die Gute Politk / Schlechte-Politik- Soap perfekt. Wir bräuchten nur noch einen fiesen, gemeinen JR, der seine Intrigen spinnt, der die "guten Politiker" gegen einander aufhetzen will und mit vereinter Kraft den Sozialabbau voranbringt, weil es gut für das Volk ist. Guido Westerwelle könnte diese Rolle übernehmen - er bewarb sich bereits sehr erfolgreich mit seiner Arbeitslosen- und Hartz4-Hetze.

Politische Inhalte sind mittlerweile so unattraktive geworden. Die Politik will sich lieber ganz persönlich darstellen und hinter dieser Fassade die nächsten Schritte der Regierung einleiten. Wulffs Wahl zum Bundespräsidenten ist eine Neubesetzung der besonderen Art. Die Politik plant mit Nachhaltigkeit das neue Bild des neuen Menschen einer neuen Republik in einer neuen Demokratie.

Nachhaltigkeit in der Politik wird heute so verstanden, dass jetzt Pläne bis ins Jahre 2050 festgeschrieben werden, die von den nachfolgenden Generation einfach nur noch ausgeführt werden müssen. Die Entscheidungskraft einer Demokratie wird so als Planpolitik entmachtet und zu einem schlichten Ausführungsorgan eines Manifests - das niemals als Diktatur verstanden werden darf, denn es sind Entscheidungen, die einmal eine Demokratie vor Jahren traf.

Nachhaltigkeit als Planpolitik für die Zukunft

So ganz ohne Politik soll das Merkelvolk aber nicht sein. Wir brauchen gut ausgebildetes Polit-Personal, das die Massen an die Hand nimmt und tröstet, wenn die harten Zeiten einbrechen. Schon in den 1920er wußte Hollywood und die Filmindustrie: Je schlechter die Zeiten, desto mehr Glamour muss auf die Leinwand. Das ging sogar so weit, dass die Mafia die neuen Ikonen der Bevölkerung waren, denn das war lange Zeit die einzige Branche, die noch richtig Geld verdiente.

Das ist heute natürlich undenkbar, deshalb wird die Politik einen entscheidenden Part in der Glitzerwelt der Schlechten Zeiten übernehmen müssen.


Versteckt im Innenteil der Zeitungen finden wir noch die angekündigten Wirtschaftswachstumsdaten, die nur aufgrund der Konjunkturmaßnahmen erreicht werden konnten und keine wirklicher Aufschwung sind. Die Arbeitslosenzahlen werden zwar in den nächsten Jahren sinken, aber nur weil immer mehr in Rente gehen. Die Indikatoren haben sich verschoben, werden aber dem Merkelvolk vorenthalten, so entsteht das Bild von blühenden Landschaften, die längst verdorrt sind.

Die schöne Welt der Politik, bestehend aus Hoffnung, braucht einen immer dickeren Wohlfühlanstrich, wie eine Prostituierte, die in die Jahre kommt, die nackte Wahrheit sieht im Schummerlicht der gleichgeschalteten Presse immer noch geschmeidig aus und verspricht lustvolle Jahre im Wohlstand.

Deshalb muss sich CDU-Angela Merkel ganz privat in die Menge der VIPs ins Fußballstation wagen. 10 Std.-Flug auf sich nehmen und in Südafrika die Geldmaschine der FIFA bejubeln: die Anti-Rassismus-Erklärung der Mannschaften abnehmen und gleichzeitig Anti-Soldiaritäsgesetze in Deutschland auf den Weg durch das Parlament bringen. Heute jubeln Arm und Reich 11 Mann auf dem grünen Rasen vereint zu, eine Einigkeit, die Deutschland nur während einer WM erfährt. Das Zeitfenster für die Politik ist kurz, denn die Glückhormone, die Endorphie sind schnell wieder abgebaut. Die Zeit drängt ANGELE spute Dich, Spanien und England steigen in der Hitliste der von Insolvenz gefährdeten Länder rasant nach ob. Nicht mehr lange und auch Deutschland wird sich unter den ersten zehn einfinden. Bis dahin muss die Nachhaltigkeit der Politik in trockenen Tüchern sein. Keine nachfolgende , demokratische gewählte Regierung darf diese festgeschriebenen Pläne jemals mehr ändern.

Ohne Klimawandel geht nix voran

Leider war der Sommer 2010 noch nicht heiß genug um den Klimawandel mit seinen neuen Steuern als unabdingbares Übel der Menschen zu präsentieren, es müssen andere Lösungen her. Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko ist so eine Möglichkeit und keiner wird auf die Idee kommen, dass Klimasteuern die Öl im Golf von Mexiko stoppen können. Es wird weiter fließen, wie die Steuereinnahmen auf CO2. Doch erst muss das ausströmende Methan seine Wirkung zeigen und die Erde so aufheizen, damit die Politik Recht behält, denn tatsächlich strömt mehr Gas als Öl aus dem Bohrloch zur Hölle heraus und unsere Wirtschaft träumt von einem Elektroauto, das mit Uranstrom fährt und jeder neu und teuer kaufen soll.

Die eigentliche bohrende Frage ist leider noch nicht geklärt. Mit welchen Geld soll der Merkelbürger sein neues Auto kaufen? Ab 2011 kommen acht weitere EU-Länder in den Genuss der europäischen Gerwerbefreiheit. Durch die Gesetze sind Kommunen gezwungen diese neuen Billiganbieter zu beschäftigen, weil es keine Mindestlohn in Deutschland gibt. Das ist natürlich keine Absicht, sondern reiches wirtschaftliches Kalkül für den Wirtschaftsaufschwung.

Ich kann mich nur noch angewidert von diesem schlechten Spektakel abwenden.

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