Im Allgemeinen, sollte jeder die Meldungen aus Afghanistan für sich selber überprüfen, schließlich befindet sich Deutschland in einem Krieg, auch wenn er als Friedensmission bezeichnet wird. Oberstes Gebot in der Kriegsberichterstattung ist: Sich immer als starker, unnachgiebigen Gegner darzustellen und jeden Toten, besonders eigene Zivilisten oder auch Ärzte in den Medien als brutalen Mord darzustellen. Das gilt natürlich für beide Seiten.
In Kriegsberichterstattungen wird mehr gelogen und falsch dargestellt als zu anderen Themen. Das belegen auch die Wikileaks-Akten, die schon wieder aus dem medialen Gedächtnis gestrichen worden sind. Zu erst waren diese Unterlagen "lebensbedrohlich " für die USA und einen Tag später irrelevant.
Waren die Ärzte Missionare?
Wir prostestieren gegen dieses sinnlose Töten von Menschen", sagt die IAM (International Assistance Mission). Zehn Helfer, darunter eine deutsche Ärztin, sind in Afghanistan ermordet worden. Die Taliban werfen den Opfern vor, missioniert zu haben. Die Hilfsorganisation bestreitet dies – und Geheimdienstler zweifeln an der Täterschaft der Taliban.
Auf der Internetseite von IAM steht eindeutig und klar: "IAM ist eine internationale gemeinnützige, nicht gewinnorientierte, christliche Organisation, zum Wohl der Menschen in Afghanistan durch den Aufbau von Kapazitäten in den Bereichen Gesundheit und wirtschaftliche Entwicklung." - aber auch für Gott.
Eigentlich sollte klar sein, dass Hilfsleistungen nicht in Verbindung mit einem Glauben praktiziert werden sollten. Das erregt in andersgläubigen Regionen sehr viel Misstrauen. Aber der Islam hat gelernt. Er missioniert jetzt auf die gleiche Weise, die die westlich zivilisierte Welt.
Millardärsgelder für klamme Staaten als Hilfslieferungen?
In Pakistan hat bereits ein Wettlauf um die Mildtätigkeit der Religionen begonnen. Das stellt Spenden und Hilfsorganisationen unter ein schwermütiges politisches Licht, das jede erst gemeinte Hilfsspende in den Dienst der Politik stellt und am Ziel vorbei schießt.
Doch leider ist unsere Welt so, wie wir ihr erlauben zu sein. In diesen Kriegen geht es um mehr als um Demokratie. Es geht um eine neue Wertewelt, die in Afghanistan installiert werden soll, damit sie sich besser in unser Marktwirtschaftssystem einbinden läßt.
Somit ist die Willenserklärung der Milliardäre als Hilfestellung für die Politik zusehen, die nicht mehr über genügend Gelder verfügt, um ihre wirtschaftliche Vormachtstellung mit Hilfsgeld zu zementieren. Noch sind die Gelder nicht geflossen - warten wir ab ob sie tatsächlich gespendet werden und für welche Zwecke. Auch unsere Politik gibt ständig Willenserklärung bezüglich Geldspenden ab, (beschämender G8-Gipfel der gebrochenen Worte) die letztendlich nicht eingehalten werden. Aber jede Willenserklärung ist eine Riesenmeldung in den Nachrichten und Tageszeitung wert. Scheckeingänge, sind dagegen eine seltene Meldung.

Unsere ganze "moderne Zivilisation" ist eine Lüge. Ein gigantischer Cargo-Kult, entstanden aus einem vor über 3200 Jahren erdachten Schöpfungsmythos, der die halbwegs zivilisierte Menschheit "wahnsinnig genug" für die Benutzung von Geld machte:
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