Dienstag, 10. August 2010

Wertegesellschaft/Geldokratie: Jagen und töten in Afghanistan

"US-Spezialkommandos jagen in Afghanistan Terroristen und Taliban - auch im deutschen Mandatsgebiet", schreibt Zeitonline. Das ergaben die irrelevanten Dokumente, die Wikileak unlängst veröffentlichte. Für die deutsche Wertegesellschaft ist das natürlich kein Aufreger. Taliban ist das neue Synonyme für Terrorist geworden. Die globale Terror-Paranoia begann am 11. September 2001 in New York. Anfänglich war Bin Laden der alles bedrohende Überterroist, der nach einer kurzen Jagd in Afghanistans Bergen und Höhlen von Al Kaida abgelöst wurde. 

Amerika litt förmlich an seiner Sinnlosigkeit. Nach dem Ende des Kalten Krieges schien Aufrüstung und Kriegsbereitschaft kein Geschäft mehr zu sein .... bis Bin Laden die Welt bedrohte, in dem das WTC zusammenstürzte. 

Plötzlich tauchten überall auf der Welt Terrororganisationen auf, die mehr oder weniger Al Quaida angeschlossen waren oder sind. Islamisten - vor allem mit Bärten - waren die neuen Bedroher unserer Wertegesellschaft im zivilisierten Westen, manche verwechseln WERTEGESELLSCHAFT sogar mit Demokratie. Unsere Politik wagte den globalen Schulterschluss und beschützte uns fortan überall dort, wo es Rohstoffe für die Marktkapitalisierung gibt. Natürlich kann es auch sein, dass Rohstoff reiche Länder einen genetisch bedingten Hand zum Terrorismus haben - dafür gibt es noch keine Studie, aber noch nicht ist, kann noch werden.



Natürlich spielen die Rohstoff-Reserven der arabischen Länder keine Rolle in der Selbstverteidigung unserer Demokratien bzw. Wertegesellschaft. Wir aufrechte Demokraten, hier in Deutschland akzeptieren sogar Spezialkommandos mit Listen in den Brusttaschen, auf denen fein säuberlich die Taliban und die Terroristen mit Namen aufgelistet sind, und genau abzulesen ist, wer getötet und wer inhaftiert werden muss.

Erschießen oder inhaftieren?

Ich stelle mir die Umsetzung der Todesliste so vor: Die Soldaten (alles ehrenvolle Demokraten, die ihr Land verteidigen) machen Taliban, die offensichtlich an einem Turban zu erkennen sind, ausfindig und fragen gemäß den Statuen nach deren Namen. Selbstverständlich kann jeder die persischen Namen fehlerfrei verstehen und in lateinische Schrift umsetzen. Danach wird akribisch überprüft, ob der Name dieser Menschen auf der Liste für "TOD" oder "LEBENDIG" zu finden ist und erst danach erfolgt die legitime Erschießung dieser gefährlichen Terroristen, die die gesamte Welt in Atemnot und Terrorangst versetzen.

Hier in Deutschland ist anscheinend ständig ein Bombenentschärfungsteam unterwegs und beseitigen die arabische Bedrohung aus Afghanistan. Wahrscheinlich erfahren wir von all der Aufregung nichts, weil es uns  zu sehr beunruhigen würde - denn die Terrorgefahr aus dem Nahen-Osten ist längst nicht gebannt, sonst wären unsere Soldaten längst wieder zuhause. Natürlich dürfen wir nicht vergessen, dass unsere Soldaten in keine Kriegshandlungen in Afghanistan verstrickt sind, sondern ständig von terroristischen Anschlägen bedroht werden. Das ganze erinnert mich immer an die Erklärung, wenn Israel gerade mal wieder einen Angriff auf den GAZA-Streifen zu erklären versucht und in jedem Haus sich ein Hamasverbrecher versteckte und es zu bedauerlichen Kollateralschäden in der Zivilbevölkerung kam.


Wir verteidigen uns längst nicht mehr gegen Terroristen, sondern unser Werte!

Längst ist der Lack der Terroristen ab und die Politik fand wieder einen neuen Verteidigungsgrund gegen Afghanistan. Nach dem Bin Laden erfolglos in den Bergen gesucht wurde und die Bevölkerung unruhig wurde, verteidigten wir unsere Demokratie in Afghanistan. Das klag so absurd und die Medien und die Politik wechselten ganz pauschal zur islamisch-extremistischen, terroristischen Bedrohung.

Der neuste SCHREI ist: Die Verteidigung unserer Wertegesellschaft ... unverhofft stellt die USA jetzt fest, dass Afghanistan stolzer Eigentümern von Rohstoffen im Wert von einer Billion Dollar ist. Natürlich war das alles vorher nicht bekannt, es wurde erst im Zuge des nun neun Jahre andauernden Krieges zufälliger Weise festgestellt und resultiert aus Bodenproben, die höchst wahrscheinlich für Sprengstoffanalysen genommen wurden. 



Diese Tatsache kommt unserer Wertegesellschaft ungemein entgegen oder soll ich sagen unserer Wirtschaftseliten, die Hände ringend nach neuen Absatzmärkten für ihre Produkte sucht? Selbstverständlich ist ein afghanisches Volk mit ca. 70 Millionen Einwohner ein hervorragender "NEUER" Markt, doch dafür müssen die armen Wüstensöhne erst in die Lage versetzt werden, Geld zu verdienen, damit sie es für unsere Produkte wieder ausgeben können.

Unsere Werte sind GELD!

Mit einer Billion Dollar an Rohstoffwerten lässt sich einiges anfangen. Es lässt sich gegen Geld kapitalisieren und all die Besatzungsmächte hätte Vorverkaufsrechte beim Aufbau der neuen Konsumwelt in Afghanistan.  Europa und die USA brauchen diesen "NEUEN" Markt.

Diese Nationen müssen längst ihre eigenen Staatsanleihen aufkaufen, um Liquidität vorzugaukeln. Die EU legte unlängst einen Rettungsfonds auf, damit Länder wie Griechenland, Spanien, Portugal und Irland nicht in die missliche Lage kommen, auf ihren Staatsanleihen, die sie für die Umschuldung ihrer alten Schulden benötigen, sitzen bleiben.

Natürlich ist eine Billion Dollar in Anbetracht der hoch verschuldeten, westlichen, zivilisierten Welt und dominierenden Wertegesellschaft nicht viel Geld, aber noch gibt es die wunderschönen Finanzvermehrungswundertüten, bestehend aus der Schuldgeldvermehrung in sich selbst und all die feinen, köstlichen Finanzschmankerl, die unser Börsen-, Zertifikate- und Aktienhandel sonst noch bietet.

Wir sind eine Geldgesellschaft - ohne Wert!

Geld und Sicherheiten für neues Geld, das sind unsere Werte, die wir mit Waffen und Panzern in die Welt hinaus tragen. Im Gegensatz überlegt die arbeitslose Bevölkerung in Deutschland längst was die wirklichen Werte einer vergessenen Welt einmal waren. Unsere Armen verlangen nicht nach Brot, sondern sie wollen Geld, damit sie sich ihr Brot kaufen können, denn das ist Freiheit in einer Wertegesellschaft oder in einer Demokratie (?), die Geld zum Maß aller Dinge macht.



Unsere Regierung legt ein Sparpaket auf und kürzt Geld bei den eigenen Bedürftigen, beschneidet aber die Armutsindustrie - das Geschäft mit den Ein-Euro-Jobbern - nicht, denn schließlich soll die Wirtschaft wachsen und wenn sie mit dem Menschengeschäft wächst. Der Wert - der Leiharbeiterfirmen - schießt an den Börsen nach oben. Die letzte Möglichkeit in unserer "Wertegesellschaft" noch Geld zu verdienen - denn Geld ist unser täglich Brot.

Unsere Demokratie definiert sich über ihre Werte - über ihren Geldwert - über ihren Marktwert. Wir könnten anstatt Demokratie - auch Geldokratie - sagen! Wir sitzen auf heißen Kohlen,  denn sinkt der Marktwert unserer Geldokratie,  könnten über Nacht all die vielen Schulden, die uns so reich im Glauben machten, fällig werden. Ein Albtraum eines jeden Schuldners, der nicht einmal weiß wie er seine Zinsen bezahlen soll.

http://www.0815-info.de/News-file-article-sid-10704.html

http://www.zeit.de/politik/ausland/2010-07/wikileaks-afghanistan-task-force-373

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Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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