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Donnerstag, 16. September 2010

Winnenden: Wie viel Schuld trifft den Vater und wer machte Tim zum Einzelgänger?

Ein Gericht soll klären wie schuldig der Vater des Täters von Winnenden ist. Auf mich macht das ganze den Eindruck als sei es ein Vergeltungsgericht für die Eltern der Opfer. In diesem Zusammenhang fällt mir ein Artikel ein, in dem ein saudiarabischer Bürger die Lähmung seines Arztes fordert, durch den er in einer riskanten Operation gelähmt wurde. (Und es ist legitim - der Arzt soll gelähmt werden).

Ich persönlich vermisse eine wirkliche Aufarbeitung der Amokläufe in Deutschland. So wie es aussieht, sind dazu nicht nur Schusswaffen erforderlich, wie es anfänglich noch den Eindruck machte; Videospiel sind nicht immer als Auslöser erkennbar - es muss also andere Auslöser geben.

Es gab bis heute keinen mir bekannten Leitartikel der das im Raum stehende TABU bricht und die Umgangsformen der Menschen untereinander anspricht. Was Menschen an anderen kaputt machen, wenn sie mit einer Gruppe einen Einzelnen ausgrenzen, hänseln, nicht beachten, übel nachreden und verbal und emotional über Monate und Jahre hinweg seelisch misshandeln; tiefe Narben auf Seelen hinterlassen.

Klar, das ist all bekannt - aber es gibt immer  mehr junge Menschen, die diesem Druck nicht mehr standhalten. Und immer mehr ist die Tendenz in unserer Gesellschaft zu erkennen, dass gerade diejenigen, die dieses "Spiel" beherrschen als Leader und Anführer akzeptiert werden.

Nein, ich möchte es mir nicht so bequem machen; mich zurück lehnen und den Vater des Jungen verurteilen, weil er seine Schusswaffe nicht ordnungsgemäß verwahrte. Wäre es dadurch nicht zu diesem Drama gekommen?.... oder hätte sein Sohn eine andere Möglichkeit gefunden, sich dieser Waffe mächtig zu werden? Keiner kann sagen, was gewesen wäre - Möglichkeiten über Möglichkeiten.

Nicht das Wegsperren von Schusswaffen löst da Problem, es macht nur Mordinstrumente schwerer zugänglich, aber verletzte Seele könnten auch mit einem Auto in eine Personengruppe rasen - verbieten wir dann das Autofahren?

Was wäre gewesen, wenn sich die Mitschüler, Klassenkameraden, Lehrer  ganz normal sich gegenüber dem Schüler verhalten hätten; ihn in ihrer losen Gemeinschaft akzeptiert hätten? Ein ständiges Getuschel, "der sitzt eh nur vor dem PC" oder andere Besserweisserei können  als Diskriminierung empfunden werden. Erzeugen Druck im Opfer, das ständig beweisen will, das es genauso ist wie jeder andere Mensch - aber nie als solcher anerkannt wird.  Wird man tatsächlich auf dem Sportplatz ein bessere Mensch, indem man lernt wie gefoult wird?  .... oder ist das nur ein implantiertes Wahrnehmungsmuster unserer Gesellschaftserziehung?

Vielleicht sollte sich unsere Gesellschaft endlich einmal abgewöhnen, sich ständig eine Art genormten Menschen heranziehen zu wollen. Sicher es gibt Menschen die beherrschen dieses Gesellschaftsspiel perfekt. Sie sind für viele nicht als UNGENORMTE zu erkennen, doch einigen gelingt das nicht, sie nehmen es als Realität wahr und können diese Maskerade nicht erkennen, sondern wollen wirklich diese Menschen werden, die sie glauben sein zu müssen.

Warum ??? ... Diese Fragen stellen wir uns gar nicht, sondern rufen "Schuld ist der andere!" Wir kommen gar nicht auf die IDEE, dass die ANDEREN auch WIR sind. Ein freches Mundwerk, ein abfälliger Blick sind Waffen, die Seelen verletzen und vielen unseren Jugendlichen macht der Gebraucht dieser scharfen Waffen sehr viel Spaß!

...  der Umgang in den Schulen wird immer härter. Unsere Gesellschaft sieht aber nur die körperlichen Prügel, die verbalen Gewaltakte sind das Gehabe unserer nächsten Elite - interpretieren wir. Der Falscheste scheint der Geachtetste zu sein. Das ist unsere Welt. Wir leben in einer Welt von Täuschern, Heuchlern und Verbaltätern. Ein Außenminister attackiert Hartz4-Empfänger verbal auf das Schärfste. Würde auch nur ein Ei nach ihm geworfen, wäre der Eierwerfer ein Terrorist. Wir müssen unsere Moral endlich wieder gerade rücken bevor es zu spät ist und uns komplett entgleitet.

Noch ist Zeit. Noch üben wir verbale Attacken gegen ungeliebte Mitmenschen aus anderen Ländern, doch wehe einer wirft den ersten Stein. ... ... 


... und wir glauben Schusswaffenverbot ist die Lösung.

Kommentare:

  1. Er war in Behandlung mit Psychomedikamenten, genau wie sehr viele andere Amokläufer vor ihm.
    Mit welchen Psychodrogen wurde denn der "Täter" behandelt?
    Da halten sich alle in Schweigen, weil sich viele dabei eine goldene Nase holen!

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  2. Es ist schon richtig, was der Schreiber sagt. Die Einzigartigkeit jedes einzelnen sollte mehr respektiert werden.

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  3. In Winnenden gibt es eine Wahrheitsbewegung. Es wird nachgewiesen, das der Junge es nicht gewesen sei kann.Auch bei kritischer berachtung der Umstände, so wie die ofizielle Wersion ist ist dies nicht möglich.

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  4. Ich habe ein Buch gelesen von Götz Eisenberg mit dem Titel " ...damit mich kein Mensch mehr vergisst! Warum Amok und Gewalt kein ZUfall sind."

    Er ist Gefängnispsychologe und beschreibt darin warum Gewalt und Amok nicht einfach vom Himmel fallen und welche gesellschaftlichen Hintergründe es hat. Er behauptet vor jedem Amoklauf steht der soziale Tot und macht auf die emotionale Verarmung, systematische Überforderung und Widersprüche unserer Zeit aufmerksam.

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  5. Durch diese menschenfeindliche Politik werden Amokläufer gezüchtet.
    Selbst wenn mann zu 100% Recht hat, bekommt man es nicht, weil die Gesetze auf der Seite des Geldes und der Lobby sind.
    Deswegen wird es in Zukunft noch viel mehr Selbstmörder und Amokläufer geben.

    Lug und Betrug regiert jetzt die Welt, Arbeiter und Bauern sind kalt gestellt!

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  6. wer immer noch an die Einzeltätertheorie glaubt,dem sei folgendes Buch von Guido Grandt empfohlen,worin sehr kritische Fragen gestellt werden.Wie es aussieht soll da der Falsche zum Sündenbock gemacht werden,warum auch immer.
    http://www.amazon.de/11-3-Winnenden-Hintergr%C3%BCnde-Widerspr%C3%BCche-Vertuschungen/dp/3897068281/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1284717817&sr=1-1

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Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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