Dienstag, 19. Oktober 2010

Organspende: Das kostenlose menschliche Ersatzteilager im Westen

Wir alle denken in Geld- bzw. Währungseinheiten. Wert ist nur etwas, wenn es in Geld gemessen werden kann, doch hin und darf uns der Anstand und die Moral über Geldgewinne hinweg täuschen, das garantiert noch höhere Gewinne. Längst strichen die Krankenkassen das Sterbegeld der kleinen Krankenversicherten, dessen  Beerdigungen ist längst Privatsache und damit eine private Versicherungspolice wert. Die "Gesundheitskosten" upps die Krankenversorung ist viel zu teuer, weil Ärzte. Pharmaindustrie und Gerätekosten auf kein jährlichen Gewinnsteigerungen verzichten können.

Doch jetzt ist es raus, wir beerdigen mit unseren Toten Rohmaterial, das ist moralisch verwerflich, denn andere könnten mit unseren Körperinnereien noch lange weiter leben, wenn die Krankenversicherung die Kosten für diese Transplantation übernimmt. Die Bundesregierung startet eine bundesweite Werbekampagne oder besser gesagt eine Moraloffenensive in Sachen kostenloses Ersatzteillager "Mensch" - schließlich sind die Organe nach unserem Ableben noch viel Wert, aber für uns Tote absolut nutlos. Wir sollen Organspendeausweise ausstellen lassen oder noch besser, jeder tote menschliche Körper eines Bundesbürger soll zukünftig ein Ersatzteillager sein, wenn nicht widersprochen wird.



Die Moralkeule donnert auf uns ein. "Wer spendet rettet Leben", die logische Schlussfolderung daraus daraus ergibt - "wer nicht spendet vernichtet Leben".

Wer will schon zu diesen Unmenschen gehören, doch wie immer ist die Moral für die kleinen Leute nich tmit der Moral unserer Wirtschaft und fiskalischen Effekten vergleichbar. Während wir unseren Körper kostenlos der Medizin zur Verfügung stellen, um Menschenleben zu retten. retten Chirurgen oder die Pharmaindustrie ausschließlich und nur gegen Geld Menschenleben.

Natürlich ist es schamlos und moralisch verwerflich auf diese Art dieses Thema zu diskutieren, aber ein totschweigen dieser Kehrseite unserer moralischen Wertung in dieser Angelegenheit ändert an der Geldwerttatsache nicht das geringste.

Damit unser Krankenversorgungssystem - das fälschlicher Weise Gesundheitssystem genannte wird - weiterhin funktioniert, müssen wir in Zukunft die Beiträge selber übernehmen, die Arbeitgeber schleichen unter Beihilfe der Politik aus der Verantwortung. Daher bin ich der Meinung, wir sollten unser sogenanntes Gesundheitssystem inkl. Pharmaindustrie unter die moralische Lupe nehmen. Moral sollte für alte gleichermaßen gelten, bedingungslos doch die Realität sieht anders aus und die Zukunft für mittellose Menschen, die medizinische Hilfe benötigen sehr düster.

Würde für die Organspende eine Geldforderung laut, wäre es eine moralisch untragbare Forderung. Am Leid eines Menschen verdient man nicht. Doch gegenüber Chirurgen und Pharmaindustrie gilt dieser moralische, geldlose Verantwortung nicht, sie setzen die Geldschrauben für ihre selbstlosen Leistungen immer fester an und sehen sich gar als die Verlierer in unserer Krankheitsversorgung.

Die Not der Kranken ist längst ein Geschäft. Krankenverwaltung und Krankenversorgung findet bei uns unter wirtschaftlichem Aspekten statt - für Moral ist hier kein Platz mehr. Ein demokratischer Staat, der seine Krankheitsversorgung der Willkür einer Marktwirtschaft überläßt und die Krankenversorgung mehr und mehr vom Geldbeutel bzw. dem abgeschlossenen Versicherungsschutzes des Kranken abhängig macht ist ein moralloses Individuum. Ärzte, die aufgrund von Gewinnopitimierung den Hypokratischen Eid anwenden müssen, um zu entscheiden für wen es sich noch lohnt zu helfen, ist längst jenseits aller Moral, die dem kleinem Mann tagtäglich zugemutet wird.

Aus diesem Grund ist es zwingend notwendig die Organspenden-Offensive unserer Regierung sehr argwöhnung zu betrachten und vor allem unter dem Geldaspekt, denn Geld ist alles was diese Regierungsmannschaft umtreibt. Moral werden sie hinter den Mauern unserer Regierung vergeblich suchen, sie wird nur von uns erwartet.

Der Umfang der Krankenversorgung wird vom Geldbeutel entschieden

Rein wirtschaftlich betrachtet ist jede Beerdigung mit Organen eine Verschwendung. Wie weit wollen wir es noch treiben? Verbieten wir deshalb den Menschen das Rauchen, damit sie bessere Ersatzteillager für diejenigen abgeben, die sich zukünftig die Luxusklasse der Krankenversicherungen leisten können, in der Transplantationen noch beinhaltet sind?

Reiche kaufen sich lt. Medienberichten ihre Niere in Indien von armen Bauern. Würde in Deutschland jeder einen Organspendeausweis haben, gäbe es garantiert einen Überschuss an transplantationsfähigen Organen. Wer entscheidet, wer wie viele Herzen transplantiert bekommt, bis es nicht mehr abgestoßen wird? Werden dem arbeitslosen Ingenieur oder dem türkisch stämmigen Bauarbeiter gleiche viele Organe zugeteilt, wie dem luxusversicherteten Manager eines Daxunternehmens? Sicher ist: Die Kosten für eine Organentnahme bei verstorbenen Spendern wird den Krankenhäusern nach festgelegten Pauschalen von der Deutschen Stiftung Organtransplantation, DSO, erstattet, denn ab diesem Zeitpunkt hört die Moral auf und das Geld regiert.

... unsere Moral ist das lächerlichste was je erfunden wurde. Das was wir heute Moral nennen ist Heuchelei, es zählt immer und überall nur der Gewinn. Unser Sozialdarwinismus ist genau auf dieser heulerischen Moral aufgebaut und frisst sich immer tiefer in unsere Gesellschaft hinein. Unsere Wertegesellschaft ist und war schon immer verkommen - sie wurde und wird nur mit dem Idealismus des kleinen Mannes und er kleinen Frau übertüncht, die sich dem Gutmenschentum hingibt und sich der harten, unangenehmen Realität verweigert.

Schon heute werden Diskussionen geführt, ab welchem Alter künstliche Kniegelenke noch eingesetzt werden können. Laut Medienberichte steigt die Anzahl der Herzklappeneinsätze proportional zur Nähe eines Herzzentrums.

Wir bewundern die Großzügigkeit unserer CDU-Kanzlerin, die eine Gewissensentscheidung über PID für richtig hält, weil sonst unter Fraktionszwang abgestimmt wird; - ein Fraktionszwang wird aber nirgends in unserer demokratischen Grundordnung erwähnt. Bis heute ist unergründlich wer die Entscheidungsvorschrift für den Fraktionszwang bestimmt und vor allem unter welchen Gesichtspunkten. Gilt in diesen Fällen die Moral oder die Geldmoral? Schau ich mir die Gesetzesbücher der heutigen demokratischen Nationen an, ist es die Geldmoral. Ist unsere Gesundheitsreform auch eine Gewissensentscheidung oder eine Franktionszwangsentscheidung?


Wir alle sind keine Opfer, sondern wir sind Täter - weil wir es zulassen, dass auf diese Art und Weise Moral verbogen und missbraucht wird und wir diese falsche Moral selber tagtäglich zu unserem Vorteil leben. Nur in außergewöhnlichen Lebenssituationen berufen wir uns auf die wirkliche Moral - aber nur zu unserem eigenen Vorteil.

Wirkliche Änderungen wollen wir ganz tief im Grunde unserer Herzen gar nicht, denn zu groß ist die Angst vor dem Verlust der eigenen persönlichen Vorteile zum Nachteil der anderen. Deshalb halten wir an einem Geldentstehungssystem fest, das mit geschicktem Einsatz von Moral der eigenen Wohlstand  garantiert bleibt; deshalb setzen wir auf Umverteilung, die unsere Chancen auf eventuelle Gewinne zum Nachteil anderer wieder erhöht.

Wir würden uns niemals für eine Gesellschaftsordnung entscheiden, die all dieses ausbeuterische Potential nicht mehr akzeptiert, entscheiden - zu groß ist unsere Verlustangst; ..... sie lähmt uns im rationalen Denken und lässt uns die Vorteile eine uneigennützigen Gemeinschaft nicht erkennen, weil sich so eine Gemeinschaft nicht zum eigenen Vorteil betrügen lassen würde und die heutigen Erfolgreichen als Sozialschmarotzer erkennbar machen würde.

Würde Geld durch Leistung entstehen, gäbe es keinen Streben nach Eigentum mehr. Das Eigentum in der heutigen Wertegesellschaft wäre nur noch ein Gebrauchsgegenstand zum Wohle aller. Der Produktionsmitarbeiter, wäre im gesellschaftlichen Status über dem Betriebsleiter. Medizinische Geräte entstünden durch die Leistung der Menschen, die sie erdachten und erbauten für alle Menschen. Es gäbe keinen Zinsdruck und keinen Wirtschaftswachstumdruck mehr.

... doch diese Art von Gesellschaft widerstrebt unserem Luxusdenken unserer angestrebten Dekadenz, die wir als Leistungsentlohnungen begreifen und uns freuen, dass uns als Gewinnern besser geht als den anderen, die für uns verlieren mussten. Das ist die Geldmoral, die wir mit der wirklichen, wahren Moral verwechseln und jeden Morgen mit dem Blick in den Spiel von neuem in unser Unterbewußtsein  verdrängen müssen, damit wir vor uns selber nicht zugeben müssen, wie niederträchtig wir doch alle sind.

Änderungen können daher niemals von denen da Oben kommen, die wir für unser Dilemma verantwortlich machen. Diese Änderung können wir nur in uns selber vollbringen, damit wir erkennen was wir in Wahrheit ändern müssen. Wir müssen nicht Verantwortliche in einem System austauschen, das nicht funktioniert, sondern wir müssen das System ändern, das auf einer Geldentstehung basiert, das nur schlechtes mit Wohlstand belohnt.


http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-10/pid-streit-fraktionszwang

1 Kommentar:

  1. Wenn es nicht traurig wäre, wäre es beinahe lustig, dass ich neulich erst wieder ein Plakat gelesen habe mit Aufruf sich zur Organspende einen Ausweis machen zu lassen.
    Ich dachte in dem Augenblick tatsächlich dass meine Organe für die da oben gebraucht werden und würde ich eines Brauchen, würde man mir eh keines geben.
    Immerhin ist meine Gesundheit den allermeisten,ausgenommen meiner Familie eh egal.
    Wem sie am egalsten ist, das merkt man wenn man sich die Rösler Idee zur neuen Gesundheitsreform anschaut.
    ich habe nicht das Gefühl das ich zum Arzt soll, wenn ich es mir finanziell nicht leisten kann.
    Aber meine Organe soll ich hergeben?
    Das der Bänkster von nebenan eine Nierenkrankheit schneller diagnostiziert bekommt als ein Arbeitsloser dürfte klar sein, oder?
    Was kommt als nächstes?
    In den USA bietet "Project Prevention" Drogensüchtigen 230 Euro für eine Sterilisation, damit sie keinen Nachwuchs in die Welt setzen.
    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,723744,00.html

    AntwortenLöschen

Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...

Neueste Meldungen

Regelmässige Leser

Internetradio

mit politischen Themen und Hintergrundinformationen, die in den Mainstreammedien verschwiegen werden oder als Halbwahrheiten publiziert werden von keuronfuih

Politprofiler (keuronfuih) hat sich zur Aufgabe gemacht, die Beweggründe der Politik aufzudecken, denn Systemkritik scheint in unserer Medienlandschaft der Selbstzensur zum Opfer gefallen zu sein.

Alles was in der Politik passiert ist von Langer Hand geplant, das ist nicht nur ein Spruch sondern die Wahrheit. Aber warum entscheiden sich unsere Politiker immer mehr gegen das Volk und für die Wirtschaft?

Bilden Sie sich Ihre Meinung selbst, aber geben Sie sich die Möglichkeit, alle Hintergründe zu erfahren.

Wir stellen hier nicht den Anspruch, alles zu wissen, aber bemühen uns, alles, was wir in Erfahrung bringen können zu publizieren.
---------------------------------------------
Ravensburg, Friedrichshafen, Lindau, Tübingen, Freiburg, Lörach, Memmingen, Augsburg, Ulm, Keuronfuih, Politprofiler, Wertelehre, Umwertung der Werte