Dienstag, 22. Februar 2011

Was ist "a"-sozial?

Wikipedia schreibt:


Asozialität ist eine zumeist als abwertend empfundene und gemeinte Zuschreibung für Verhaltensweisen von Individuen oder Gruppen, die von den gesellschaftlichen Normen abweichen. Im wissenschaftlichen Bereich wird neutraler von Devianz als Oberbegriff gesprochen und dabei von abweichendem, nicht unbedingt strafbarem Verhalten (Delinquenz) abgegrenzt.

Im Nationalsozialismus und in der DDR haben die Machthaber den Begriff „asozial“ zum Rechtsbegriff gemacht und daraus die Verfolgung von unangepassten sozialen Gruppen juristisch abgeleitet. Zur Zeit des Nationalsozialismus konnten Menschen aufgrund ihnen vorgeworfener Asozialität in Konzentrationslagern interniert werden.

"ASOZIAL" ist ein Kunstwort. Setzt sich aus "a" (lateinisch-gegen-anti) und sozial (Gemeinschaft) zusammen.

Fazit: Unsere Gesellschaft ist ASOZIAL

Eine Gesellschaft die sich über Geld definiert (Wertegesellschaft) und seinen jeweiligen sozialen Status damit feststellt, ist asozial, weil sie es zulässt, dass sich aufgrund der Wirtschaftsform, Gesellschaftsschichten bilden müssen, die unterhalb des Existenzminimums leben müssen und daher gar nicht mehr in der Lage sind, sich gemäß der Norm der Gesellschaft zu verhalten.

Man kann also davon ausgehen, dass die Gesellschaftsform, in der wir heute angeblich als SOZIALE WESEN leben, die wirklichen ASOZIALEN sind und die Ausgegrenzten, die tatsächlich SOZIALEN WESEN sind, weil Solidarität unter einander ihr einziges Überlebensinstrument ist.

ASOZIALES Verhalten ergibt sich also immer dann, wenn nicht alle Menschen Zugang zu den Lebensnotwendigkeiten haben und sich bereits durch die äußerliche Kennzeichnung (Kleidung) in der Gesellschaft als "ASOZIALE" kennzeichnen müssen.

Daher ist der Begriff "ASOZIAL" immer faschistischer und nationalistischer Prägung, egal wie soziologische man sich auch anstrengt, ihn zu betrachten.



Sarrazin:

Die öffentliche Diskussion über das Buch von Thilo Sarrazin "Wie wir unser Land aufs Spiel setzen" assoziiert mit seiner Diskussion um Ausländer in der "deutschen" Gesellschaft in eine Bevölkerungsgruppe den Begriff "asozial" hinein und erzeugt so eine gewünschte Gegenhaltung in der Bevölkerung.

Diese Gegenhaltung bewirkt aber eine weitere Pauschalisierung des Begriffes in die Seele der Menschen hinein, untermauert mit angeblichen wissenschaftlichen Evaluationen, dass jeder die Gesellschaft schädigt, der Geld von ihr annimmt ohne dafür für die Gesellschaft Leistung in Form von freiwilliger Arbeit zu leisten. In keiner einzigen öffentlichen Stellungnahme zu diesem Buch wird darüber gesprochen, dass unsere Gesellschaft gerade mit ihrer wirtschaftlichen Orientierung diese Randgruppen erzeugt und gleichzeitig als Sündenböcke darstellt, obwohl diese Menschen Opfer der Gesellschaft sind, von der sie  ausgeschlossen werden.

Thilo Sarrazin hat es also in Zusammenarbeit mit Bertelsmann und Springer geschafft, die Deutschen zu einem nach außen hin verleugneten Ausgrenzungsdenken zu bringen und mit diesem Gedankengut sogar noch Geld zu verdient, indem er sein Bücher über 1 Million mal verkaufte.

1 Kommentar:

  1. http://www0.xup.in/exec/ximg.php?fid=76534593
    http://www0.xup.in/exec/ximg.php?fid=74436218

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Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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