Dienstag, 29. März 2011

Fukusihma: EU erhöht Grenzwerte für radioaktiv belastete Lebensmittel

Die EU hat sich nach Tschernobyl eine Rückfallversicherung in die Grenzwerte eingebaut. Im Falle eines weiteren nuklearen Unfalls oder einer anderen radiologischen Notstandssituation können höhere Radioaktivitätsgrenzwerte für Nahrungsmittel und Futtermittel die Grenzwerte angehoben werden. (siehe Verordnung (Euratom) zur Festlegung von Höchstwerten an Radioaktivität in Nahrungsmitteln und Futtermitteln im Falle eines nuklearen Unfalls oder einer anderen radiologischen Notstandssituation).

Höhere Grenzwerte für Lebensmittel aus Japan

In ihrer Verordnung vom 25. März 2011 (siehe Seite 2) legte die EU-Kommission nun fest, dass Nahrungsmittel auch aus radioaktiv belasteten Präfekturen Japans eingeführt werden dürfen. Diese Lebens- und Futtermittel müssen dabei nicht die üblichen Grenzwerte einhalten, sondern nur noch die Höchstwerte, die für den nuklearen Notstand festgelegt wurden.
Dieses Vorgehen ist absurd. Denn von einem Ernährungsnotstand kann bei einem Lebensmittelimportanteil von 0,05 Prozent aus Japan wohl kaum die Rede sein. Die EU-Kommission nimmt also völlig unnötig eine gesundheitsgefährdende radioaktive Belastung ihrer Bevölkerung in Kauf. Statt die Verbraucher zu schützen, werden diese bewusst gefährdet.

Plutonium und Strontium werden nicht überprüft

Darüber hinaus muss lediglich die Einhaltung der Grenzwerte für Jod 131, Cäsium 134 und Cäsium 137 bescheinigt werden. Strontium und Plutonium werden in der aktuellen Verordnung nicht erwähnt.

In der EU gilt für die Cäsium-Gesamtaktivität in Milch, Milchprodukten und Säuglingsnahrung ein Grenzwert von 370 bq/kg. Alle anderen Lebensmittel dürfen einen Wert von 600 bq/kg nicht überschreiten, wenn kein nuklearer Notstand herrscht.

Tabelle: Höchstwerte für Nahrungsmittel im Falle eines nuklearen Unfalls (in Bq/kg)
Nahrungs-
mittel für Säuglinge
Milch-
produkte
Andere Nahrungs-
mittel
Nahrungs-
mittel geringerer Bedeutung
Flüssig-
nahrungs-
mittel
Strontiumisotope (bes. sr-90) 75 125 7507500 125
Jodisotopge (bes. J-131) 150 500 2000 20.000 500
Alphateilchen emittierende Plutoniumisoptope u. Transplutoniumelemente (bes. Pu-239, Am-241) 1 20 80 800 20
Alle übrigen Nuklide mit Halbwertzeit > 10 Tagen (bes. Cs-134, Cs-137 ohne C-14, H-3) 400 1000 1250 12.500 1000

Lebensmittel aus Japan meiden

Die Katastrophenverordnung bietet keinen ausreichenden Schutz vor radioaktiv verseuchten Lebensmitteln. Es ist schwer zu verstehen, warum die EU ohne Not die ohnehin nicht strengen Grenzwerte erhöht. Das Umweltinstitut München und andere unabhängige Experten empfehlen seit Langem strengere Grenzwerte: 30 bis 50 Bq/kg bei Nahrung für Erwachsene und 10 bis 20 Bq/kg für Kinder, Stillende und Schwangere. Babynahrung sollte 5 Bq/kg nicht überschreiten. Die aufgenommene Strahlung sollte soweit möglich minimiert werden.

(Quelle: http://umweltinstitut.org/radioaktivitat/allgemeines/grenzwerte-nahrungsmittel-864.html)

 PLUTONIUM in Deutschland
So werden aus vormals belasteten Lebensmittel, unbelastete. Ein Schwindel, bei dem die Wissenschaft ohne mit der Wimper zu zucken mitmacht. Momentan wird in Japan hoch radioaktives Plutonium freigesetzt. Die Gefahr lauert nicht nur aus Japan, sondern befindet sich direkt vor unserer Tür. Plutonium darf auch in Neckarwestheim 1 und 2, Philippsburg 2, Unterweser, Grohnde, Brokdorf, Emsland, Grafenrheinfeld, Isar 2 sowie Gundremmingen B und C verwendet werden. 

Die Freisetzung von Plutonium in Japan zeugt davon, dass es zu einem weiterem Temperaturanstieg kam. Die Kernschmelze ist in vollem Gange und keiner weiss wie sie aufgehalten werden kann. Der Reaktorkern mit seiner 20 cm Stahlwand ist undicht geworden. Das könnte auf Temperaturen über 2000 Grad C hindeuten. Die Bezeichnung "Teilweise Kernschmelze" ist meines Erachtens nicht mehr angebracht.

Plutonium:                            Halbwertszeit - 24.000 Jahre
Freisetzung von Plutonium  ab 2000 Grad C
Plutonium in der Lunge:      Geringe Mengen können Krebs versursachen
Plutonium in Wunden:          Ergibt eine Eiweisverbindung und lagert sich in
                                               Leber und Rückenmark ab. Kann Leukämie
                                               verursachen

1 Kommentar:

Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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