Donnerstag, 10. März 2011

Libyen: EU und libyische Übergangsregierung wollen Krieg - die Reprogrammierung der Deutschen

Hoch emotionaler Auftritt von EU-Grünen-Fraktionssprecher Cohn-Bendit im "heute-journal" vom 09.03.11. Er lieferte sich ein Wortgefecht mit Marietta Slomka, die ein Flugverbot über Libyen einfach nicht als friedliche Handlungsweise ansehen wollte.

Wer organisiert die Rebellen in Libyen?
Die Übergangsregierung Libyens war bereits zu Gesprächen in Brüssel und teilte mit, dass man keine fremden Truppen im Land wünscht, aber ein Überflugverbot. Natürlich reagiert die EU auf diese Forderung und entspricht ihnen in vollem Umfang.  Nur Frau Slmoka vom "heute-journal" wollte partou nicht die neue Situation von der harmlosen Seite betrachten, sondern sprach hart und schonungslos von kriegerischen Handlung, auch bei einem Flugverbot.



Europa erzittern offensichtlich vor dem Gedanken, dass Gaddafi weiter an der Macht bleiben könnte und die EU aus Zorn vom Öl abschneiden könnte. Zwar ist Cohn-Bendit im Interview davon überzeugt, dass es nach einigen Monaten wieder zu Öllieferungen kommen könnte, doch zu welchen Preis wagt er wahrscheinlich nicht einmal zu denken. Der neue Deal mit der neuen libyschen Regierung ist geschlossen und muss nur noch in Tat umgesetzt werden. Das größte Hindernis könnte die Bevölkerung sein, die trotz GUTTI-Phänomen immer noch nicht zu einer kriegslüsternen Masse angeschwollen ist.

Cohn-Bendit versucht es auf die sanfte Tour und verharmlost das "Flugverbot" als moralisch korrektes Töten aus der Distanz für die GUTE SACHE. Gibt aber gleichzeitig zu, dass die Deutschen Soldaten für die politischen Fehler in der Vergangenheit zahlen müssen. Ganz so als ob in Libyen die Ängste der Deutschen bekannt wären, zeichnen sich die Rebellen ein Demonstrationsplakat mit der englischen Bitte nach die Vereinten Nationen ein FLUGVERBOT zu errichten.

Gaddafis Konten wurden in Europa nicht eingefroren, sondern Europa bezahlt einfach seine Lieferungen nicht. So kann es sich nach einem Sieg über Gaddafi als Finanzier der "neuen" Demokratie in Libyen in Szene setzen. Offensichtlich ein diplomatische Arrangement mit den Rebellenführer in Libyen. Für Europa gibt es kein ZURÜCK mehr, es muss Gaddafi vom Thron fegen, wenn es weiterhin Rohstoffe aus Libyen beziehen will.

Die Reprogrammierung der Deutschen

Cohn-Bendit schreckt in obigen Interview nicht vom geschichtlichen Vergleichen mit NAZI-Deutschland zurück und zieht in Erwägung, dass ein Eingreifen der Alliierten gegen Hitler und Franco im Jahre 1936 schlimmeres verhindert hätte. Damit benutzt er den Holocaust als Rechtfertigung für einen Krieg gegen Gaddafi und stigmatisiert ihn als Hitler und als neue Aufgabe der Deutschen, einen zweiten Hitler zu verhindern. Eine ähnliche Rhetorik wendete bereits Barack Obama im Jahre 2009 in bei seiner Nobelpreisverleihung an, als er über den Iran sprach. Er bedeutete an, dass Hitler ohne Waffengewalt nicht hätte besiegt werden können und kehrte damit erstmalig die Deutsche Verantwortung des Holocaust in eine kriegerische Abwehrhandlung hinein, obwohl der Deutsche seit der Nachrichtszeit als ANTI-Kriegsnation erzogen wurde. Ahmadinedschad wurde so zum Hitler, der auch von "neuen" Deutschen mit Krieg verhindert werden muss. Deutschland war bis jetzt das einzige kriegsfähige Volk in Europa, das als Kriegsverweigerer international anerkannt wurde. Doch jetzt soll der Deutsche wieder eine "gesunde Einstellung" zum Krieg bekommen. Das meinte auch 2009 Alt-Bundespräsident von Weizäcker im Gespräch mit Beckmann und Guttenberg , als es um den Einsatz am Hinduz ging. 




Die Fernsehbilder, die uns über die Kämpfe in Libyen erreichen, haben der Scharm eines Laientheaters. Eilig abgestellte Autos an der Straßeseite, als ob sich Männer zum Tontauben schießen in der Wüste verabredet hatten. Interviewpartner untermalen ihre Kampfbereitschaft in der blumigen Sprache der Arabern und zum aktuellen Zeitpunkt werden sie ohne Adjektivverlust übersetzt ins Deutsche übersetzt. So verfehlen die Wort garantiert nicht ihre Wirkung auf die Deutschen, die für einen Militäreinsatz emotionalisiert werden sollen. Wir befinden uns mitten einer gefährlichen Kriegsrhetorik, die sich tagtäglich noch mehr aufbaut. Die Geschichte wiederholt sich nicht, sondern sie kommt in der Potenz und mit aller Wucht zu uns zurück.

Grünen-Fraktionschef Daniel Cohn-Bendit fällt der Begriff "Krieg" noch schwer. Ihm geht das Wort "Krieg" nicht so einfach und leicht über die Lippen wie dem adligen CSU-EX-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg - der offensichtlich als geschulter Lügner sogar kurzfristig eine Dr.-Titel führen durfte.

Daniel Cohn-Bendit verteidigt das Flugverbot als blutlose kriegerische Handlung. Er erzeugt fast den Eindruck, die gegnerischen Flugzeuge fielen ohne Fremdeinwirkung vom Himmel. Alleine das Wort "FLUGVERBOT" wäre schon ein vernichtender Schlag gegen Gaddafi und doch werden wir in einen Bürgerkrieg verwickelt, der an der Küste über die Marine beginnt.

Cohn-Bendit windet sich wie ein Aal in diesem Interview. Er will das böse Wort "Krieg" nicht gebrauchen und doch sitzt ihm Afghanistan wie ein Schelm im Nacken, von dem auch behauptet wird, es wird mit Gewalt befreit. befriedet und demokratisiert. In Wahrheit findet dort ein gewaltsames Einbinden in unserer Wertegesellschaft statt, weil die Taliban ihre Rohstoffe nicht an Europa und die USA verkaufen wollten. Die EU und vor allem die USA akzeptieren nur Handelspartner die sich Bedingungen diktieren lassen, Verhandlungen auf Augenhöhe gibt es in diesen Wirtschaftskreisen nicht. Die Zeit der feudalen Herrscher in der Politik ist vorbei. Politik und Rohstoffeigentum muss getrennt werden, wie in Europa und den USA. Das erleichtert den globalen Handel ungemein.

Wie zur Bestätigung des humanitären Druckes sahen wir heute in den Nachrichten handgeschriebene Plakate der Gaddafi-Gegner, die ein Flugverbot fordern - sogar in englischer Sprache, damit der Hilferuf global verstanden wird. Die NATO kann so nach ihren alten ethischen Grundsätzen agieren und dies als Hilfegesuch auffassen und gegen Gaddafi einschreiten.

Britische Spezialeinheit landen mit falschen Pässen und voll bewaffnet bei libyschen Rebellen

 "Eine Spezialeinheit der britischen Streitkräfte fliegt mit einem Hubschrauber voller Waffen und einem Paket falscher Pässe ins libysche Kampfgebiet - und wird von den eigenen Verbündeten festgenommen." - das meldet "Die Welt" am 08.03.11. http://www.welt.de/print/die_welt/politik/article12734892/Der-Spion-der-es-versiebte.html

Diese Meldung schaffte es leider nicht bis in die 20Uhr-Nachrichten. Es könnte zu viele Menschen verwirren. 

Kommentare:

  1. Krieg - Schulden Gewinne Macht
    Gold Land bewährt seit 1914
    Bild- Gefahr für das VOLK
    http://www0.xup.in/exec/ximg.php?fid=15791440
    http://www0.xup.in/exec/ximg.php?fid=79823559

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  2. Ja, diese Marietta Slomka ist sicherlich dem einen oder anderen ohnehin schon mal "aufgefallen".

    Sie ist in der Tat bisweilen eine echte Überraschung, ein echter Knaller in dem ansonsten mehr als systemkonformen Reichpropaganda- und Idiotensender Z!D!F!.

    Bravo! Weiter so Frau Slomka.

    Vielleicht wachen ja noch mehr Zwangsgeknebelte bei diesem Sender, auf den der Reichspropagandaminister sicherlich stolz wäre, auf.

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  3. Europa hat gesagt…
    Ja, diese Marietta Slomka ist sicherlich dem einen oder anderen ohnehin schon mal "aufgefallen".

    Sie ist in der Tat bisweilen eine echte Überraschung, ein echter Knaller in dem ansonsten mehr als systemkonformen Reichpropaganda- und Idiotensender Z!D!F!.

    Bravo! Weiter so Frau Slomka.

    Vielleicht wachen ja noch mehr Zwangsgeknebelte bei diesem Sender, auf den der Reichspropagandaminister sicherlich stolz wäre, auf.

    10. März 2011 12:09


    Was haben sie laufend mit ihrem Reichspropagandaminister?
    Wenn es diesen noch geben würde, dann wären ALLE heutigen Volksverräter und Lobbyisten schon hinter Gitter, oder man hätte sie vor dem Reichstag mit Blick zu dem Schriftzug:
    "DEM DEUTSCHEN VOLKE" gehängt.
    Sie verwechseln, das Deutsche Reich mit dem 3. Reich!
    Lernen Sie die wahre deutsche Geschichte, aber nicht die "Geschichte" die die Alliierten und die BRD zu ihrem eigenen Vorteil schrieb.

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  4. Ich komme gerne noch mal wieder, um über Rhodesien, Simbabwe oder Elfenbeinküste zu reden doch heute redet der kleine Dany über, äh ? über Libyen (mehr sieht meine Rolle nicht vor, so habe ich es zuhause eingeübt und so will ich es vortragen! Und wenn nicht: fang ich gleich an zu weinen, ich bin schon richtig wütend!) Wie in den Zeiten der ersten Schulaufführungen.
    Unglaublich, sie belügen uns mit zunehmender Dreistigkeit.
    @ Europa
    Die Frau Marietta Slomka ist die Sternstunde, doch reist sie die öffentlich-rechtlichen nicht raus aus dem Kontext der instrumentalisierten Mainstream-Medien.
    Die richtigen Kracher kommen erst zustande wenn der Politik-Profiler seinen Kommentar drüber legt.
    Bis bald.
    @hinter Gitter
    Oh ja, zurück in die Steinzeit – oh nein Bitte, Bitte nicht ! Wir sollten uns nach vorne Entwickeln und nicht zurück.

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  5. Hint! In dem Streifen „Michael Clayton mit George Clooney“ wird diese Art Rollenspiel zur Durchsetzung von Interessen exzellent zum Ausdruck gebracht. Sehr Lehrreich und sehenswert, die emotional- und Money Power zur Durchsetzung von Machtstrukturen!

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  6. ....Cohn-Bendit:
    Cohn-Bendit hatte an der friedlichen Wende in Deutschland 1989 keinerlei Anteil. Kennt er die geistige Prozesse in und um Libyen ?

    Eine kaum gehörte, geschweige im Deutschen Fernsehen zu Wort kommende Gegenstimme von Robert Maroni, Italiens Innenminister:
    http://www.radio-utopie.de/2011/03/08/italiens-innenminister-hande-weg-von-militarintervention-in-libyen/

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  7. Nehmen Sie es mir nicht übel, wenn ich auch weiterhin den Reichs-Irgendwas-Minister bemühe, wann immer ich das will und wo ich das will!

    Ihr Führer hat sicherlich nichts dagegen.

    Durch diese Formulierung lassen sich einfach faschistische Zeiten aufzeigen.

    Und die haben wir ja auch heute wieder, z. B. wenn uns der Reichsklimaminister partout den Schwachsinn von der Klimakatastrophe verkaufen will.

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  8. Dany, oh Dany „denkst du schon oder glaubst du noch“ …
    So geht es nun wirklich nicht, in solch einem Krieg müssen nicht Waffen geliefert werden oder die Flugverbotszone (der Krieg am Boden??? - Dany, Dany!) verhängt werden. Das ist kontraproduktiv hier muss verhandelt werden um das Blutvergiessen zu beenden!
    Dany, oh Dany „denkst du schon oder glaubst du noch“ ! Wir wollen doch hinzulernen und nicht zurück in die Vergangenheit.

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  9. Sicherlich hat Frau Slomka mit ihrer, im deutschen Fernsehen eher ungewohnten aber erfrischenden, Sturheit, zum Gelingen des Betrages beigetragen ......... aber letztlich zeigt sich durch das wirre Geschwafel des Urgrünen die eigentliche Misere, die diese "Partei" auch heute noch hat.
    Das ewige "um den heißen Brei" herumkaspern wie Rumpelstilzchen ......,
    reden ohne Ende, ohne jemals was zu sagen geschweige denn auf den Punkt zu kommen ..........
    und was das schlimmste dabei ist ........ ohne wirklich konstruktives Konzept.
    So´n Stuss kriegen noch nicht mal die Cheflinken abgeliefert!

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  10. Woll´n wir mal hoffen, daß die Frau jetzt nicht gefeuert wird, weil sie gegen die Regel ver- und Seine Heiligkeit vom Thron gestoßen hat .........
    Sag an, wann sie sich den nächsten Berufsschwätzer vorknöpft, dann schalte ich meinen eingemotteten TV auch wieder ein!

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