Samstag, 9. April 2011

Atomlobby mahnt zur Besonnenheit - vom Regen in die Traufe

Der Ausstieg aus der Kernenergie kann nicht so schnell und einfach bewältigt werden. Das ist der Kanon der Wirtschaftsvernunft, der aus allen Ecken der Welt schallt. Die Vernunft, die sich auf unserem Wertesystem gegründet, soll die Menschen wieder auf Wirtschaftslinie bringen. Der Bürger hat unternehmerische zu denken und zu handeln. Es muss sich also immer gegen sich selbst entscheiden.

Seit Tschernobyl ist jedem bekannt, dass Kernenergie für Mensch und Natur gefährlich ist. ein Unfall vernichtet Leben, Lebensqualität und auch Eigentum. Die Vernunftsappelle der Atomlobby sind daher nur ein Beweis für ihre eigene Inkompetenz und Faulheit. Wir könnten längst andere Energiequellen nutzen, wenn wir nicht mit Vernunft und Verständnis auf die ständigen Beteuerungen der Wirtschaft und der Politik gehört hätten. Sie manipulieren uns sogar im Angesicht der schrecklichen Katastrophe in Japan.

Der Deutsche sollte selbstbewusster werde

Deutschland ist eines der wenigen Länder der Welt, in der die Bevölkerung eine tatsächliche Kernenergiekompetenz entwickeln hat. Wir können mit klarem Verstand die Risiken der Kernenergie abschätzen. Es sind so viele Informationen in die die öffentliche Wahrnehmung gesickert. Die Lügengebäuden, die in anderen Atomnationen noch stehen, sind hier längst Geschichte und als Lügen enttarnt.

Es geht nicht darum die nächsten Energieriesen mit Windparks zu züchten, die sich ihren Reichtum durch Subventionen und Strompreise erschleichen, wie die alten Herren der Energie.  Das wäre im alten Trott weitermachen. Wir brauchen Bürgerbeteiligungen an diesen Energieunternehmen. Der Bauer mit seiner Biokraftanlage darf nicht der nächste Despot im Kampf um die Energiequellen werden. Die Energieerzeugung gehört in Bürgerhand und in Bürgerverwaltung, und zwar dezentralisiert. So kann jeder die Übersicht behalten und wir nicht vom Gewinn und der Gier getrieben.

Die dezentralen Energieversorger sollen vorrangig die eigenen Strom- und Wärmeversorgung der Bürger in den Ortschaften übernehmen. Im kleinen und überschaubaren liegt die Macht der Demokratie und der Selbstbestimmtheit. Der "kleine Mensch" muss erst wieder lernen Verantwortung für andere zu übernehmen. Wir all die Jahrzehnt zu sehr fremdbestimmt worden. Ein bisschen Emanzipation gegenüber Großkonzernen und materialistischen Vordenkern würde uns nicht schaden.



Dezentralisierung der Energieversorgung soll nicht für jedes Dorf einen neuen Despoten erzeugen, der sich mit Energierechnungen ein schönes Leben macht. Der Bauer mit seiner Biogasanlage wird uns nicht anders behandeln, als der Manager von EnBW, RWE, Vattenfall oder Eon.wir bekämen den nächsten Energiemonopolist.

Energieversorgung sollte Bürgersache werden, nicht nur das Bezahlen der Stromrechnung. So könnte der "kleine Mensch" in den Genuss kommen, Stromrechnungen an die Wirtschaft zu stellen. Es käme zu einer Zirkulation der Geldmenge zurück ins Volk. Das ist unbedingt notwendig, vor allem wenn man den maroden Zustand unseres Geldsystems betrachtet.


Selbstverständlich ist das eine Lösung im System, aber es könnte uns eine Umstellung der Werte erleichtern. Viel mehr Menschen hätten die Chance die Mechanismen und Abhängigkeiten in unserer Wertegesellschaft zu entdecken. 

Merkel Atomstromdeal bringt den Energieriesen auch bei Kündigung viel Geld


Wir dürfen uns nicht wieder zum Schuldenesel für Missmanagement machen lassen. Kurzfristiges Gewinndenken der Führungsetagen sollten nicht mehr mit Steuermilliarden ausgebügelt werden. Der Kernenergieausstieg wurde von Angela Merkel für die Energieerzeuger vergoldet. 


Es gibt einen Passus in diesem Vertrag, der den deutschen Steuerzahler dazu verpflichtet, die verlorenen Gewinne der Unternehmen zu ersetzen, falls die Laufzeitverlängerungen wieder aufgehoben werden. Angela Merkel weiß also sehr wohl was sie tut. Sie lässt wieder einmal den Steuerzahler die Zeche bezahlen. 

Dieser Passus sollte als ungültig erklärt werden. Er verstößt gegen die guten Sinnen, wie man so schön sagt und muss daher nicht eingehalten werden. Angela Merkel darf also nicht nur die Anti-Atomkanzlerin mimen, sondern muss endlich einmal Farbe bekennen und diesen Vertrag für ungültig erklären.

Entscheidet sie sich für die Entschädigungszahlungen an die Atomstromerzeuger, macht sie nichts weiter als ein weiteres Rettungspaket für die nächste Branche und für das nächste EU-Land. Auch Deutschland bzw. der Steuerzahler stößt an die Grenze seiner Belastbarkeit. Wir brauchen keine Kanzlerin die zwar Neuverschuldungen vermeidet, aber Monpolpreisbildungen wie ein Hehler verhökert.

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