Dienstag, 12. April 2011

Fukushima nun doch höchste Gefahrenstufe 7

Seit dem 11. März 2011 klafft eine riesige zweite Wunde in unserer Erde. Der Mensch zündete ein radioaktives Feuer an, das er nicht mehr löschen kann. Tschernobyl war das erste Feuer. Es schwelt heute noch und der Sarkophag sollte erneuert werden. Das alles darf nicht zu einer neuen Geldorgie für den Steuerzahler werden. Private Energiekonzerne haben auf ganzer Linie versagt. Falsche Bildung in die Bevölkerungen hinein transportiert und heute verlangen sie, dass ihre Misswirtschaft vom Steuerzahler übernommen wird, wie die der Banken. Die deutsche Bevölkerung kann mir seinem unabhängigen Wissen um die Gefährlichkeit der Kernenergie  zur Veränderung der Energiepolitik beitragen.

Japan erleidet das schlimmste Erdbeben und den höchsten Tsunami in seiner jüngsten kulturellen Erinnerung. Die Menschheit führt noch nicht all zu lange Buch über schreckliche Naturkatastrophen. Vieles was die Menschheit bereits erlebte steht ihn keinem Buch der Welt. Jede Kultur muss sich mühsam alles immer wieder neu erarbeiten und schmerzhaft erfahren. Gerade deshalb sollte die überhebliche Wissenschaft sich mit ihren Prognosen zurücknehmen.

Selbstverständlich ist Japan als Erdbebengebiet bekannt. Es war berühmt für seine vorbildliche erdbebensichere Bauweise. Japan Geologie macht erfinderisch. Große Siedlungen konzentrieren sich daher auf falsche Küstengebiete, die 2011 vom Tsunami schwer getroffen wurden. All die hervorragenden Schutzwälle hatten diesen Wassermassen nichts entgegenzusetzen. Hunderttausende von Wohnungen und Industriegebäuden wurden zermalmt. Viele Menschen verloren ihr Leben. Die anfälligste Energiequelle, die der Mensch je ersann, hat seine eigentliche Gewalt entfacht und nicht mehr zu stoppen. Fukushima wird zum radioaktiven Vulkan und strahlt vor sich hin. Immer von der Hoffnung getragen, das Wetter spielt mit.

Als Industrienation ist Japan dem Vorbild der anderen Nationen gefolgt. Es setzte auf Atomenergie. Vor einem Jahr galt diese Energiequelle als billige und saubere, auch in Deutschland. Jede ernsthafte öffentliche Diskussion wurde nicht zugelassen. Die Klimahysterie gab der Kernenergie neuen Auftrieb. Sie galt als CO2-neutral. CDU und FDP waren die deutschen Klimaschützer mit dieser Energiequelle. Kernenergie galt seit Tschernobyl als beherrschbar. Man sprach lediglich von "menschlichem Versagen". Welch eine Arroganz! Das so genannte Restrisiko der Kernreaktoren spielte man unaufhörlich herunter. Das Restrisiko war und ist aber die komplette Vernichtung ganzer Landstriche. Gerade die Siedewasserreaktoren, die auch in Japan in Betrieb sind, zählten zu dieser "sicheren" Energiequelle, weil sie westlichen Produktreihen entsprangen. Dies ist an ideologischer Selbstverliebtheit wohl kaum zu überbieten.


All die kritischen Stimmen der "kleinen Menschen" wurden von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft als Spinnerei und paranoide eingestuft und belächelt. Am 11. März 2011 bewies die Natur ihre unberechenbare Gewalt und zeigte auf schmerzliche Weise, dass auch Siedewasserreaktoren eine Kernschmelze erleiden können. Physiker tatenlos zu sehen wie sich das Restrisiko unaufhaltsam vor unseren Augen abspielt. Es gibt nur noch die Möglichkeit des Aktionismus und die Entschlusskraft einer Nation, Menschen in den sicheren Tod zu schicken. In unserer Wertegesellschaft ist zwar der Tod von Soldaten in Kriegen moralisch zu rechtfertigen, aber nicht beim Einsatz in Kernkraftwerken.

All die Ingenieurleistung, die in der Kernenergie steckt, wurde als risikoreiche Energiegewinnung enttarnt und folglich nutzlos vergeudet. All die Notfallsysteme sind nämlich von externer Energie abhängig, die je höher die Temperatur in einem Reaktorgebäude steigt, um so mehr Energie verbrauchen. Wissenschaft, Wirtschaft und Politik hielten es für ausreichend. Notfallsysteme waren in der Regel für eine Betriebsdauer von bis zu 2 Stunden ausgelegt. Für Fukushima war diese eine zu geringe Zeit, aber Grund genug von einer Naturkatastrophe zu sprechen, anstatt die Energiegewinnung durch Kernenergie anzuzweifeln. Die externe Stromversorgung war zerstört und Batterien reichten nicht aus. Die NULL-Prozent-Wahrscheinlichkeit war eingetreten. Die Wissenschaft steht Fukushima tatenlos gegenüber, weil sie all die Warnungen, von selbst denkenden Menschen ignorierte.


Kernenergie ist und bleibt unbeherrschbar. Die Menschheit hat sich mit einer Energiequelle abgefunden, die keine Außergewöhnlichkeiten verzeiht. Sie kann zu einer Gefahr einer ganzen Nation werden. Sie kann sogar Kontinente bedrohen und niemand weiß, wie eine Kernschmelze tatsächlich vor sich geht.

Die Menschheit muss sich jetzt mit den Folgen eines Restrisikos auseinander setzen, das hätte NIE eintreffen dürfen. Unvorstellbare Mengen an radioaktivem Material wurden bereits in die Atmosphäre ausgestoßen und ein Verschließen der Reaktoren wie in Tschernobyl scheint nicht möglich zu sein. Die Möglichkeiten für weitere Wasserstoffexplosionen sin zu hoch. In Fukushima lagert weit aus mehr radioaktive Material als in Tschernobyl.

Das Eingeständnis Japans und damit der gesamten Welt, dass Fukushima mit Tschernobyl gleichzusetzen ist, ist damit gleichzeitig das Eingeständnis einer Wissenschaftlergeneration, Kernenergie ist unberechenbar. Noch vor einem Monat behauptete man weltweit Kernenergie sei keine Bedrohung für Leib und Leben der Menschheit.

Physiker sind Realisten. Sie glauben nur an das was sie sehen. In Sachen Kernenergie wäre es vorteilhaften gewesen, sie hätten sich ernsthaft mit theoretischer Physik auseinander gesetzt und die gewonnenen Erkenntnisse aus Atomtests und Atombomben verwendet. Das hätte sie zu der Erkenntnis führen müssen, dass Kernenergie nicht die Zukunft der Menschheit ist, sondern deren Siechtum.

Volksbildung zur Naivität

Japan, aber auch andere Nationen bilden ihre Bevölkerung dahingehend, dass Kernenergie keine Gefahr sein. Polen und andere osteuropäische Länder verweigern sich heute noch der Wahrheit. Das lähmt die technische Weiterentwicklung enorm. Trotz der bekannten, aber ignorierten Gefahren der Kernenergie, wurde Geld, Wissen und Engagement immer nur auf eine Technologie verwendet, die ich als Steinzeitenergiegewinnung bezeichne.

Um so schlimmer ist die Tatsache, dass bereits jetzt schon die Politik wieder in ihr gewohntes Muster verfällt und dem "kleinen Menschen" die Schuld für all die politischen und wirtschaftlichen Fehlentscheidungen in die Schuhe schiebt. Läuft ein AKW und produziert Energie, muss der "kleine Mensch" all seine Energie aufwenden, um die Energierechnungen bezahlen zu können. Kommt es zu einem Unfall, wird er erst recht zu Kasse gebeten und sein gesamtes Hab und Gut vernichtet inkl. Rechnung für andere Energieformen. Ganze Völker sind mittlerweile die Rückversicherer für fahrlässig Industrie und Wirtschaft.


Kernenergie macht ganze Landstriche unbewohnbar. Ein Nuklearunfall macht eine ganze Nation handlungsunfähig. Das alles floss in die Überlegungen der Eliten nicht ein, denn sie sahen in Tschernobyl nur den Unfall einer riesigen UdSSR, die ihn wirtschaftliche verschmerzen konnte. Japan wird als kleines Land, wird dies nicht gelingen.  Zehntausende von Menschen verlieren ihr Obdach. Das ist ein sehr hoher Preis für die Ignoranz einer Elite, die vorgibt, fürsorglich zu sein. Es wurde und wird sehr viel Energie aufgewendet diese Technologie nach Tschernobyl und auch nach Fukushima attraktiv zu halten. Die Elite ruhte sich all die Jahrzehnte sich auf ihren angeblichen Lorbeeren aus und provozierte aufgrund ihrer Ignoranz nukleare Unfälle.

Vernunft bringt uns nicht zu einer Lösung


Die Vernunft war unser größter Feind in Sache Energiepolitik. Mit Vernunft und wirtschaftlichem Kalkül fing man all die Kritiker ein und machte sie mundtot. Die Vernunft beherrschte Milliarden von Völkermassen, die sich tagtäglich mit vernünftigen Argumenten für die Kernenergie beruhigten, wenn der Verstand ihnen sagte, dass sie eine gefährliche Energiequelle betreiben.

Tschernobyl war noch lange kein Grund die Vernunft zu überdenken und als Lüge zu enttarnen. Fukushima wird die Vernunft der Politik, der Wirtschaft und der Wissenschaft nicht zu Verstand bringen. Sie werden weiterhin verbissen an ihrer Technologie festhalten. Sie wollen sich selbst beweisen, auch auf die Gefahr hin, dass wieder viele Menschen mit Not, Leid und Krankheit dafür bezahlen müssen.

Ihre Anstrengungen gelten nur dieser einen Art der Energiegewinnung. Neue Horizonte will sich die Wissenschaft gar nicht schaffen. Sie sind bereits derartig in ihrem Denken verkrustet, dass jede andere Art von Energiegewinnung einem Hochverrat gleich kommt.

Elektroautos sind keine Lösung des Problems

In düsterer Vorahnung flüchtet man sich bereits in die Entwicklung der Elektromobilität. Dies ist aber nur eine weitere Form der Fortbewegung, die gerade mehr Kernenergie vorsah. Die Energiekonzerne der Welt witterten ihre große Chance der Wertschöpfung, indem sie den Menschen ihren hoch gefährlichen Atomstrom als Tankfüllung verkaufen wollen. Auch jetzt sind die Ökonomen bereits wieder hektisch auf den Beinen. Sie können im Angesicht der Katastrophe in Japan, erneuerbare Energie noch teurer verkaufen und steuersubventioniert durchsetzen.

Die Deutsche Bundesregierung ergreift sofort die Möglichkeit und legt Konjunkturpakete für erneuerbare Energien auf. Der Steuerzahler muss jetzt all die Leistung bezahlen, die Energiekonzerne schon vor Jahrzehnten hätten erbringen müssen, aber statt dessen kassierten sie nur ab und legten ihre Gewinne in Immobilien und Zukäufen an.

Unsere Auffassung von Gerechtigkeit ist derartig zerstört. Uns fällt nicht einmal mehr auf, dass eine Erhöhung der monatlichen Stromrechnung bei einem Familienvater mit geringem Einkommen als gerecht empfunden wird, während Steuererhöhungen oder gar Strafzahlungen von Energiekonzernen als ungerecht empfunden werden.

Wir sind mittlerweile alle zu kaltschnäuzigen Unternehmern mutiert. Wir sind gar nicht mehr fähig Gerechtigkeit wirklich zu denken. Der Kleinbürger wird im Denken zum Großbürger und vernichtet sich dadurch mit seiner Gerechtigkeit, die er nur gegen sich selber üben kann.

Energiekonzerne sind systemrelevant und kein Privatvergnügen

In Deutschland dürfen die Energiekonzerne aufgrund irgendwelcher Verträge die Zahlungen in den Fonds für Erneuerbare Energien verweigern, das scheint gerecht. An ihrer Stelle hat der "kleine Mensch" zu zahlen, weil die Energiekonzerne über Jahrzehnte in punkto Sicherheit gelogen und betrogen haben. Sie dachten immer nur kurzfristig und uns wird nachhaltige Politik vorgegaukelt.

Es ist an der Zeit, die Energiekonzerne zu verstaatlichen, anstatt mit weiteren Milliarden die nächste Industrie zu stützen. Systemrelevante Betriebe dürfen nicht in privater Hand sein, auch nicht als Aktiengesellschaft.  Das ist keine kommunistische Einstellung, sondern ein Grundsatz der sozialen Marktwirtschaft. Deutschland funktionierte Jahrzehnte lang mit dieser Konvergenz.

Auch die Bahn - als Aktiengesellschaft - sollte sofort von der Börse genommen werden. Staatliche Betriebe sind keine AGs, in denen das Kapital anonymisiert wird. Sie sind keine Gewinnmaschinen, weil sie Monopole bedienen und Energie in einer Industrienation zum täglichen Brot gehört.

Verfolgt die Politik diesen Kurs weiterhin, sind wir bald vollständig unabhängig. Die Schlinge der staatlichen Bestimmung zum Nutzen der Wirtschaft gegenüber dem "kleinen Menschen" wird immer enger. Vielen ist es heute schon nicht mehr möglich ihre Grundversorgung ohne fremde Unterstützung bewältigen zu können.

Höher Sozialleistungen sind daher keine Lösung, sondern wir müssen die Kostenfaktoren für das Leben wieder entprivatisieren, sonst kommt unsere Demokratie in Zugzwang und muss Teile der Bevölkerung einfach aus unserem sozialen Gefüge ausstoßen. Der Unfall in Fukushima darf nicht als Argument für noch mehr Fremdbestimmung und noch höhere Schuldenbelastungen der Menschen herangezogen werden.

Verantwortung übernehmen und ABTRETEN


Die moralisch Verantwortlichen, überall auf der Welt, haben ihren Hut zu nehmen. Ihre Inkompetenz ist bewiesen. Die Korruptheit aus Steuergründen und Bilanzierungen ist kein Grund Demokratien weiter mit Unternehmen zu belasten, die unverantwortlich handeln. Die Finanzierung der bereits aufgestellten Pläne für die neue Energiepolitik müssen neu überdacht und gerecht gestaltet werden.

... wenn der deutsche Steuerzahler schon die Umstrukturierung der Energienetze und die Forschung nach neuen Energien bezahlen soll, hat er auch ein Anrecht auf spätere Gewinne aus diesen Technologien. Es ist eine Farce, wenn er seine Lorbeeren an Energiekonzerne weitergeben muss und dafür noch einmal teure Energiepreise bezahlen muss.


Das ist zwar nur eine Umstrukturierung, aber es könnte eine Möglichkeit sein, den Menschen anderes Denken und Verstehen in Sachen Ökonomie beizubringen. So könnte das Augenmerk auf die tatsächlichen Abhängigkeiten gelenkt werden, über die wir sonst nie verfügen dürfen. Wir wollen doch nicht ewig Sklaven bleiben. Die Inflexibilität unserer Demokratie brachte den Staate in eine Position gegen seine Bürger. Eine natürliche Reaktion unserer Wertegesellschaft. Das muss aufgeweicht werden. Diese Herkulesaufgabe ist nur dann zu bewältigen, wenn wir unsere Demokratie wirklich demokratisieren und einen Bürgerkonsens in jeder Frage schaffen.


Ein Staat, der seine Bürger so lückenlos überwachen kann, kann auch mehr Demokratie und Bürgerdiskussion bewerkstelligen. Die technischen Voraussetzungen sind da, wir müssen sie nur umkehren.

1 Kommentar:

  1. http://peace-all-over-the-world.blogspot.com/2011/04/ein-sterbender-kontinent-alfons-anders.html

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Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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