Mittwoch, 27. April 2011

Kate Middelton und William Windsor - Relikte einer verkommenen, dekadenten Vergangenheit

Der Traum eines jeden jungen Mädchens ist einmal Prinzessin zu sein. Ein faszinierender Gedanke. Das schönste Kleid; den besten Platz; den ersten Tanz und die volle Aufmerksamkeit aller anderen jungen Frauen. Das wohl beste Gefühl ist, den Neid der anderen im Nacken zu spüren und sich in diesem zu baden.

Adlige bleibt man auch nach einer Scheidung und genießt den ganzen Glanz und Glimmer, um seine angebliche Abstammung aus einem besonderen Geschlecht. Es ist so als ob man Adam und Eva spielt. Massen von Menschen mit einem jämmerlichen Stammbaum beherrscht und plötzlich auf die andere Seite des Lebens wechselt. Von nun an lebt man in Prunk und Überfluss, während der Pöbel auf der Straße mit hungrigen Magen / heute mit leerem Portemonnaie lächelnd zu winkt.

Die Windsors kämpfen um ihr gesellschaftliches Überleben, um die Akzeptanz in der Bevölkerung, die ihnen ihren Luxus erst möglich macht. Daher darf William eine "Bürgerliche" zur Frau nehmen. Die Träume und Hoffnungen eines Lottogewinns alles 40 Jahre soll damit geschürt werden und die Geldschleusen für die Royals offen halten.  

Alleine die Sicherheitsvorkehrungen für diese Hochzeit kosten den britischen Steuerzahler 23 Millionen Pfund. Die Übertragungsrechte in alle Welt bringen diese Mehrkosten ohne Probleme wieder rein. Auch der deutsche GEZ-Zahler finanziert damit die Royals höchstpersönlich. Sendezeit wird für diese brachiale Dekadenzdarbietung geopfert. Die vielen Berichterstatter erzeugen Unsummen an Spesen, die wir bezahlen müssen - für ein klein bisschen Träumen.



Adel verpflichtet behauptet der Adel von sich selber. Er hebt sich alleine durch sein Outfit von der Allgemeinheit ab. Der Hut der Damen ist ihr Standessymbol. Sie inszenieren ihr Privatleben wie eine Hollywood-Produktion und haben ganze Heere von Verschwörern an ihrer Seite, die jede Art von Menschlichkeit von der Öffentlichkeit fernhalten.

Kastendenken ist Pflicht und überlebenswichtig für die Herrschaft

Lady Diana war diesem royalen Druck nicht gewachsen. Sie ist unter im zusammengebrochen. Sie konnte einfach nicht akzeptieren, dass ihr Mann Charles eine Mätresse hält.Sie war trotz ihrer adligen Herkunft zu bürgerlich eingestellt.  Sie sah ihre Ehe als real an und nicht als das was sie war: Eine große Inszenierung zum Werteerhalt der Windsors. Sie hätte ein sorgloses Leben führen können, wenn sie nicht provokativ an die Öffentlichkeit vorgeprescht wäre und ihrer Enttäuschung in den Medien ausgebreitet hätte.

Das erklärt auch, warum Henry all seine unliebsam gewordenen Frauen einsperrte oder gar köpfte. Dieser schwarze Fleck in der Vergangenheit der Royals interessiert den heutigen Fan nicht. Er will Glamour sehen und ihn nachfühlen. Er will sich den eigenen Tränen der Frustration hingeben, weil er nicht an der Stelle von William oder Kate stehen darf.

Ein weiterer Vorteil eines Adelstitels ist: Man ist auch dann noch angesehen, wenn man keine Geldberge hinter sich versammelt hat. Man ist und bleibt ein Mensch der ersten Klasse. Heutige Prominente genießen die Anerkennung nur solange ihr persönlicher Erfolg und Reichtum anhält. Ein Adelstitel hält ewig und lässt sich vererben, wie Reichtum.

Ein Adelstitel genießt einen Vertrauensvorsprung, den kein "normaler" Mensch mit seriöser Arbeit und Leistung jemals erlangen kann. Europa ist immer noch das alte verkrustete Museum. Wir pflegen die Überbleibsel der Ausbeutung wie unsere eigene Vergangenheit und das Mitten im Herzen der Demokratie.
Wir sehen die Sklavenarbeit und die Steuererpressungen für den entstanden Prunk nicht.

Wie Gläubige strömen wir in all die Schlösser und Paläste, bezahlen horrende Eintrittsgelder, um unsere eigenen Schmach zu bewundern. Im Hinterhalt stehen die Adligen und Nutznießer dieses Prunkkultes und zählen ihre Gewinne.

Schloss Schönbrunn in Wien ist eines dieser Dekadenz-Zeugnisse vor unserer Haustüre. Wie besessen stehen die Menschen Schlage, um das Schloss der Traumprinzessin Sissi betrachten zu können - ihr Leben in all diesem Luxus nachempfinden zu können. Keiner dieser Royalanhänger sieht die Ausbeutung und Sinnlosigkeit in all diesem Prunk, der nur ein paar wenigen Personen zu Gute kam.

Wer im Luxus lebt und das Volk im Dreck sitzen lässt ist kein Herrscher, sondern ein Ausbeuter. Wer aus dem Prunk heraus Recht sprechen will und aus seiner erhöhten Position Gerechtigkeit üben will, wird immer zu versagen, weil er die Welt des "kleinen Menschen" nicht kennt und seine Sorgen nicht einmal nachvollziehen kann.

Der Prunk für die Führerschaft ist die Armut der Bevölkerung

Ein Volk, das seine Führer in Prunk leben lässt, während es selber im Dreck haust, ist kein Volk, sondern eine Horde von Narren. Sie verfügen genauso wenig Anstand, wie ihre Führer selbst. Sie können genauso wenig Gerechtigkeit von Überheblichkeit unterscheiden, wie die von ihnen Angebeteten. Sie sehen sich von Geburt an als minderwertig an und bestrafen sich selber durch die Unterwürfigkeit, die sie ihren Herrschern erbringen.

In unserer Demokratie verhält es sich nicht anders. Wir erheben Führer in den Luxus  und sehen uns als geläutertes Volk, das geduldig alles erträgt. Wir erbauen wieder Paläste, in denen unserer Herrscher auf begrenzte Zeit hausen dürfen, aber den Adelstitel des politischen Führers auf ewig erhalten. So wird eine neue Kaste geschaffen, die Macht vererbt und deshalb dürfen wir uns nicht wundern, wenn wir die Kinder und Enkel unserer angebliche "großen" politischen Führer wieder in den Palästen finden.



In einer Demokratie kommen nicht mehr die unehelichen Kinder der Mächtigen an die Macht, sondern die Wunschadoptivsöhne- und töchter der anerzogenen Ideologie des Herrschens in einer Demokratie. Ihnen wird jedes Vergehen verziehen und schnellstmöglich vergessen. Sogar der Schmach der Wissenschaft sind wir erlegen. Wir krönen Akademiker zu Mächtigen, weil sie über einen Titel verfügen und nicht über Wissen.  Auch diese Vorstellung von OBERMENSCH ist in der jüngsten Zeit wie seine Seifenblase geplatzt. Karl Theodor zu Guttenberg musste gehen und FDP-Blondine Koch-Mehrin darf bleiben, weil ihr Vergehen bereits verjährt ist. Sie darf ihren Dr.-Titel behalten und uns weiterhin im Europaparlament gemäß ihrer demokratischen Gewalt, die ihr verliehen wurde, vertreten.

Die Welt als Museum der Ausbeutung und Kulturnachweis

In ganz Europa treibt der Adel und die neue Kaste des Kapitals ihr Unwesen. Es verblendet uns mit glamourösen Shows und katapultiert uns damit in eine Traumwelt der gerechten Herrscher, die in Wahrheit immer nur ihren eigen Vorteil sehen und der "kleine Mensch" erträgt alle Schmach in der Hoffnung es könnte sich alles noch zum Guten wenden.

Blickt man zurück in die ungeschminkte Vergangenheit unserer Völker, muss man feststellen, dass alles nur Lug und Betrug war und ist. Es war immer schon eine Ausbeutungsorgie des "kleinen Menschen",  der immer und immer wieder an hohle Versprechungen glaubt. "Hohl" verwende ich hier nicht im umgangssprachlichen Gebrauch, sondern im Sinne von "hohl" = leer. Wir sind aus der Sicht der Mächtigen immer noch das Gesinde, das keine bessere Behandlung benötigt, sonst würden wir Menschen aufhören in Gesellschaftsschichten zu denken und den Anspruch des Prunks gerecht auf alle zu verteilen. Die Führer und Vordenker unserer Zeit könnten sich nicht mehr vom Gesinde abheben und wären daher ihrer Vordenkerrolle entzogen. Der Reichtum wäre nicht mehr der Schlüssel für die Aufmerksamkeit in der Bevölkerung, sondern das Wort und Wahrheit hätten endlich den Gehalt, der ihm gebührt. Lügen und Betrügen würde nicht mehr hohen Gewinnen belohnt und das Gesinde könnte endlich aufhören nach noch besseren Lügen zu streben.

Wir sollten die Paläste nicht als unsere glorreiche Vergangenheit pflegen, sondern sie einreißen und damit die Schuld an unseren Vorfahren, die dafür hungern und bluten mussten, endlich begleichen.

Kommentare:

  1. Ja, ja so ist der kleine Bürger, doof geboren, nichts dazu gelernt wird auch doof sterben.
    In seiner kleinen Welt, mit Telly und Couch !
    Immer auf dem Run hinter dem grossen Geld hinterher.
    Die Amis sagen „Ratten rennen“, wie aus den Experimenten in denen die Ratten lernen auf welchem weg das Fressen zu erreichen ist! So konsumieren sie sich ihr eigenes Grab!
    Ich hab schon welche gesprochen die wollen tatsächlich die Aristokratie wieder einführen, na ja wenn das nicht gelingt, so ist man wenigsten beim zukucken und bewundern dabei, wie der Adel durch den Pöbel prächtig lebt und Reichtum anhäuft!

    Sieht doch aber sehr schoen aus!

    Das haben sie noch nicht begriffen, dass man die Konsum Fessel erst lostlassen muss um was neues zu lernen und gestalten zu können. Ja, Konsumverzicht und Konsumboykot gegen die Globalisten, Unternehmen wie Coca Cola und Pepsi, die bei jeder Niederträchtigkeit voll dabei sind, um souveräne Länder zu destabilisieren!

    Bis dann, ich war eh auf dem weg in den Baumarkt.

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  2. Ihre Schlussfolgerung ist nicht nachvollziehbar, weder logisch noch aus aesthetischer Sicht.

    Welches Problem haben Sie mit der "Schönheit" von Parkanlagen und Gebäuden ? - Geht es Ihnen dann persönlich besser, wenn diese nicht mehr existent und damit sichtbar ist ?

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  3. Ich denke immer an die Bretterhütten der Bauarbeiter, die all ihre Lebenskraft in diese Jahrhundert überdauernden Gebäude steckten.

    Sie konnten ihre Familien mit ihrer Hände Arbeit nicht einmal richtig ernähren oder gar ein ordentliches Heim erschaffen. ... und das alles nur, damit wir heute die Paläste als Kulturgut betrachten.

    In Wahrheit sind es Monumente der Ausbeutungswilligkeit, in die wir hinein erzogen wurden.

    Sie sind nicht unser Kulturgut, sondern die Hütten der Arbeiter und ihre Strohbetten.

    Nicht der goldene Löffel einer Prinzessin ist Kultur, sondern der Holzlöffel des Gesindes.

    Wer einen Palast betrachtet und vor all dem Prunk erstarrt, verachtet damit all das Leid, dafür notwendig war, diesen Prunk zu schaffen.

    Wir hausen heute noch in Hütten mit 40 cm dicken Mauern (Luxus). Paläste haben keine Heizprobleme. Ihre Mauern sind 100 cm dick. ;-)

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