Sonntag, 15. Mai 2011

Eurovision 2011: Aserbaidschan (BAKU-Pipeline) gewinnt - Öl und Geld siegt

Wieder einmal ist eine berauschende und teure Nacht zu Ende. Deutschland stellte eindrucksvoll unter Beweis, dass es auch in schweren finanziellen Zeiten und sozialen Sparpaketen eine Millionen-Euro-Veranstaltung schultern kann. Geschätzte 7,8 Millionen soll dieses Event Düsseldorf gekostet haben. Der Gewinner des Eurovision Songcontest bezahlt nicht die Zeche, sondern die vielen "kleinen Menschen" als Kollektiv. Der Nationalstolz wird so zu einer teuren Angelegenheit und zu einem Freilos für die Musikindustrie. 

Grundsätzlich wird alles und jeder nach seiner Wirtschaftlichkeit durchleuchtet, nur internationale Wettbewerbe gelten in diesen Überlegungen als TABU. Sie dürfen grundsätzlich nur auf emotionaler Basis betrachtet werden. Fußballvereine werden an der Börse gehandelt oder sind Investitionen für Milliardäre - sogar Jack White ist an der Börse notiert.  Fußballstadien tragen die Namen großer Konzerne und für Stefan Raab, Brainpool und ProSieben/RTL wird ein extra Label von Universal gegründet - alles nur Verschwörungstheorie. "Man gönnten den Menschen nicht einmal mehr die kleinste Freude ... !"

Selbstverständlich geht es niemandem um Geld. Der Eurovision Song Contest ist keine Geldverdienbühne - finanziert vom Steuerzahler für die Musikmagnaten.... alles Verschwörungstheorien. Der deutsche Vorentscheid mit Lena im Jahre 2011 war absolut demokratische, denn wir durften schließlich 12 x Lena mit einem anderen Lied wählen.
    




Der deutsche GEZ-Zahler finanziert eine Moderatorencrew des Privatfernsehens und hievt Stefan Raab über Ralf Siegel hinaus. Der Rebell Raab stürzte den König des Eurovision Song Contest und setzt sich selber auf den Thron. Er lässt sich feiern wie kein anderen und sahnt die Millionen ab, die er Siegel nicht gönnte. Sein nächster Grand Prix ist bereits vertraglich abgesichert. Er braucht sich um seine Krankenversicherung und Rente keine Sorgen mehr machen.

Wer gegen die Regierung demonstriert wird verhaftet - Aserbaidschan



Mit Aserbaidschan gewann nicht das beste Lied, sondern das reichste Land, das sich zumutet, die Millionen für den nächsten Eurovision Songcontest durch Steuereinnahmen stemmen zu können.

In der Bundesliga spielen nicht immer die besten Vereine, sondern die Vereine, die sich große Stadien leisten können. Deshalb wird wahrscheinlich heute schon heiß diskutiert, wer im Jahre 2012 seine Steuerzahler zu Kasse bitten darf, damit die verarmende Musikindustrie nicht unter leeren Kassen leidet.

Demokratie ohne Stress für LENA 2011



Die letzte Vergabe für die Fußballweltmeisterschaft im Jahre 2022 an Katar bestätigt diese Logik und beschämte die sonst dominierende westliche Welt. Alles richtet sich wie ein Kompass nach dem Geld aus, sogar der Musikgeschmack der Europäer.

Vielleicht vertritt in Zukunft LENA ganz alleine mit Stefan Raab Deutschland beim Millionenspiel der Musikwelt. Lena sing abermals 12 Lieder und das TV-Vieh darf gegen Gebühren für einen Song abstimmen.

Eine wundervolle Form der BEZAHL-Demokratie. Schließlich ist für den Texter und den Komponisten nicht wichtig zu gewinnen, sondern auf dem Sampler zu erscheinen. Das bringt das Geld. Der eigentliche Gewinner, das Label, der Texter und der Komponist muss schließlich nicht die Zeche für die nächste Sause bezahlen. Das übernimmt der STAAT, weil die eine PR-Sendung für den Nationalstolz ist.

Deutschland ist nicht ohne Grund ohne Demokratiestress beim Eurovision Song Contest ohne Vorentscheid vertreten. Es wird als Finanzier benötigt, denn die Plattenfirmen, die eigentlichen Veranstalter dieser Show haben es geschafft, ihr Geldspiel auf das naive Gutvolk eines Kollektivs abzuwälzen.

Mit offenen Karten - Aserbeidschan

Geopolitische ist Aserbeidschan für Europa sehr wichtig. Es garantiert den Zugang zum Kaspischen Meer für die Europäische Union. Mit der Baku-Pipeline versorgt es uns mit Öl. In Aserbeidschan wird mit harter Hand regiert. Es erinnert an den mittelalterlichen Feudalismus. Ein paar Familien kontrollieren durch Landeigentum die Ölgeschäfte und die Wirtschaft. Aserbaidschan führt eine sehr emanzipierte Politik gegenüber den USA. Es ist sich seiner Rolle in der Geopolitik bewusst und könnte so zu einem Risikofaktor der international tätigen Ölkonzerne werden - wie Gaddafi. Es ist daher nicht ausgeschlossen, dass auch in diesem "demokratischen" ein "Umbruch" stattfindet wie in Libyen, um die Ölproduktion besser von internationalen Firmen kontrollieren zu können. 





BP zur Eröffnung der BAKU-Pipeline (BTC)



Es geht nicht um Bestechung

Internationale Wettbewerbe stattlich finanzierte Event, als Verdienmaschine für private Initiatoren. Es geht also nicht um Bestechung, sonder darum wer den Schwarzen Peter für die nächste Veranstaltung erhält. 

Der Eurovision Songcontest ist eine Wettbewerb der großen Plattenlabels. Vorschläge zum Eurovision Songcontest konnten nur über diese Labels eingebracht werden. Die Firma entschied also, wer am Vorentscheid teilnehmen darf. Das war zu den Zeiten von Ralf Siegel und es stand unter sehr großer Kritik,

Es geht bei dieser Veranstaltung lediglich darum Geld zu verdienen ohne selber Ausgaben übernehmen zu müssen. Also wurde den Staaten eingeredet es sei ein Internationaler Wettbewerb und eine PR-Aktion für die teilnehmenden Länder, wie die Fußball-WM oder die Olympischen Spiele. Die Länder übernehmen die Eventkosten und im Falle des Sports sogar die Ausbildung und das Training der Mannschaften.

Bei Sportveranstaltung entscheiden die Initiatoren wie FIFA und IOC wer die Spiel ausrichten darf, also wer das Geld dafür ausgeben darf. Ein kleiner Obolus erhält das jeweilige Land - ein paar Wochen Welttourismus - also Einnahmen für die Hoteliers. Es ist in jedem Falle ein absolutes Minusgeschäft für den Steuerzahler - aber die Menschen sind unterhalten.

Die FIFA verdient an den Übertragungsrechten, der Logoverwendung - ein Geschäft ohne große Aufwendungen. Das gleiche gilt für den IOC. Wer es in diese Gremien schaffte - hat es wirklich geschafft. Die vielen Skandale und Bestechungsgerüchte beweisen es. München führt einen Volksentscheid durch. Verplant Geld, das nicht da ist und enteignet vorrübergehend Landeigentümer, um diese Veranstaltung ausrichten zu dürfen.

Beim Songcontest übernimmt nicht der Sieger -  der Interpret, der Texter, der Komponist oder das Label - die Kosten für die Veranstaltung, sondern das Land und die austragende Stadt wie Düsseldorf. Daher muss die nächste Veranstaltung finanziell von einem Land abgesichert sein, das diese Kosten auch übernehmen kann. San Marino mit seinen 31.000 Staatsbürgern wäre also kein geeigneter Kandidat für einen Eurovision Songcontest. Deshalb gibt es auch einen Kern von Teilnehmern, die kein Viertel oder Halffinale im Songcontest bestreiten müssen, wie Deutschland. Sie zahlen immer und grundsätzlich einen Festbeitrag für ihre Teilnahmen. Diese Gelder werden unbedingt benötigt.

Wer den Eurovision Song Contest gewinnt, sind daher rationelle und finanzielle Entscheidungen. Würde Deutschland sich aus dieser Veranstaltung verabschieden und die Öffentlichen-Rechtlichen, finanziert durch Zwangsgebühren, würden dafür keine Gelder mehr zur Verfügung stellen, wäre diese Veranstaltung schneller Geschichte als wir glauben.

Kommentare:

  1. Versteh ich das richtig? Aserbaidschan hat soviel Geld, dass es Menschen in ganz Europa bestechen konnte, damit sie für den Song anrufen? Warum hat Deutschland diesen Trick nicht einfach mal in den langen Jahren zwischen '82 und '10 angewandt?

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  2. Du verstehst es falsch. Es geht hier nicht um Bestechung, sondern um logische Vergabe eines Titels.

    Beim Eurovision Songcontest wird der Veranstaltungsort nicht wie bei der WM durch die FIFA vergeben, sondern der Gewinner muss den nächsten Event austragen. Das kann sich nicht jedes Land leisten.

    Stell Dir mal vor San Marino würde gewinnen!!!! :-D ... und müsste den Songcontest austragen oder gar die WM.

    Bei den Olympischen Spielen schlagen sich die Länder auch, um die Genehmigung des OCDE - wie in München zur Zeit.

    Bei allen drei Veranstaltungen geht es um sehr viel Geld für die jeweiligen Veranstalter, FIFA, OCDE und Plattenlabels. Finanziert wird das ganze von den nationalen Staaten. Bei Sportveranstaltungen übernehmen die Staaten bzw. die Steuerzahler sogar den Unterhalten der Mannschaften, um an diesen Spielen teilzunehmen. sie bauen extra Stadien und erhalten für ein paar Wochen Tourismuseinnahmen.

    Verdient wird aber nur bei den Initiatoren (Private Institutionen) - Übertragungsrechte, Logoverwendung für Werbung und in der Musikbranche durch Ausstrahlungsrechte der Musiktitel.

    Stefan Raab erhält z. B. europaweit Gemagebühren für seinen Titel und für den Veröffentlichung auf der CD zum Songcontest. Des Weiteres ist diese Veranstaltung eine Riesenwerbeveranstaltung für die Plattenfirmen, bezahlt z. B. durch Düsseldorf im Jahre 2011.

    Das ganze läuft nur so billig für die Veranstalter, weil sie den Nationen einreden, das sein Wettbewerb. Müssten die Plattenlabels diese Veranstaltung selber bezahlen, wäre der Songcontest plötzlich nicht mehr rentabel, weil die Ausgaben die Einnahmen grandios übersteigen. ;-)

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  3. Es hat z. B. nicht die technisch-digital überladene Disharmonie der Iren gewonnen.
    Gewonnen hat die Sehnsucht der Menschen nach einem Miteinander in Frieden , Harmonie und Liebe - welche sich diesmal auch in dem Lied aus Aserbaidschan wiederspiegelte.
    Politisches oder wirtschaftliches Kalkül war dann doch nachrangig....

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  4. "Ein bisschen Frieden" in drei Sprachen von Nicole, direkt aus Aserbaidschan. Einem Land das noch im mittelalterlichen Feudalismus regiert wird. ;-)

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  5. der fehler an der sache ist das der gewinner im nächsten jahr nicht dazu verpflichtet ist den grand prix zu veranstalten. er kann auch an ein anderes land vergeben werden. zudem trägt der ausrichter die kosten nicht alleine.

    Fünf Mal kam es bisher vor, dass nicht wie eigentlich vorgesehen das Siegerland des letztjährigen Wettbewerbs die Veranstaltung ausrichtete, sondern stattdessen ein anderes Land als Veranstalter einsprang. Viermal war dies Großbritannien (1960 für die Niederlande, 1963 für Frankreich, 1972 für Monaco und 1974 für Luxemburg) sowie einmal die Niederlande (1980 für Israel).


    quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Eurovision_Song_Contest

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  6. ... also ? Großbritannien richtet einmal den Grand Prix für die Niederlande aus und dann richtete die Niederlande ihn für Israel aus?

    Das verstehe ich nicht :-O naiv fragend

    Steht in Wikileaks auch wie viele Länder in 1960 - 1980er mitmachten und wie viele es heute 2011 sind?

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  7. nächstes mal gewinnen bestimmt die illuminaten, nä?

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