Sonntag, 5. Juni 2011

Fukushima: Aus den Augen aus dem Sinn

Längst gibt es keine spektakulären Bilder mehr aus Japan. Radioaktivität lässt sich nicht von Kameras einfangen. Trotzdem steigt die Radioaktivität und die Kernschmelz bleibt in Gang. Es war klar, dass Wassertanks nicht über Monate hinweg radioaktives Wasser aufnehmen können. Das Wasser wird wohl oder übel im Meer landen. Eine naivere Darstellung von Ernsthaftigkeit gab es wohl noch nie in der neuesten Geschichte.

Die Wasseraktion ist viel mehr ein flüssiger Sarkophag für Fukushima. Eine Kernschmelz kann damit nicht gestoppt werden. Es entwickeln sich Temperaturen von über 2000 Grad C. Nicht einmal eine Herkules könnte mit einer Umleitung eines Flusses diesen Stall der Radioaktivität säubern. (Siehe Herkulesaufgabe).



Fukushima kann nicht wie Tschernobyl einfach zugemauert werden. Zu viel Wasser ist im Untergrund und würde verheerende Explosionen nach sich ziehen. Dies ist natürlich den Experten und Wissenschaftler längst bekannt, aber so eine Wahrheit würde die Menschheit nur beunruhigen und deshalb schweigt man. Publiziert hoffnungsvolle, aber aussichtslose Aktionen als neue Innovationen und beschimpft gleichzeitig die Inkompetenz Japans. Auch Deutschland könnte eine Kernschmelz nicht aufhalten und wäre ebenfalls hilflos der Radioaktivität ausgeliefert. Auch in Deutschland käme die Wahrheit schleppend ans Licht, wenn überhaupt.

Nach und nach (03.06.11) erfahren wir Wahrheiten, wie den Anstieg der Radioaktivität auf 4000 Millisievert pro Stunde - eine absolut tödlich Dosis. Das Meer ist längst verseucht von unserer vehement verteidigten Brückentechnologie, die erst im Jahr 2021 abgeschaltet werden soll. Im Falle einer kriegerischen Auseinandersetzung braucht sich Kriegsteilnehmer mehr dem Kopf um die Produktion von Atombomben machen, er kann bequem die vorhandenen Atomkraftwerke bombardieren, mit dem gleichen Effekt der Verstrahlung.



Zu lange ruhte sich die Politik und vor allem die Wissenschaft auf einer falschen Energiegewinnung aus und blendet einfach das Restrisiko als unwahrscheinlich aus. Fukushima bedroht ein ganzes Land - eine ganze Bevölkerung und aus globaler Sicht - eine ganze Volkswirtschaft. Das ist der tatsächliche Grund warum unsere Bundesregierung so geschockt auf den Atomunfall reagierte.

Ganze Industriestandorte könnten durch eine Atomunfall ausgelöscht und unnutzbar gemacht werden. Es geht hier nicht um die Bevölkerung, sondern lediglich um die Wertschöpfung der Industrie, die eventuell bedroht wäre. Vor allem in den Ballungsgebieten sollen die Meiler vom Netz. Die Atomkraftwerke auf der "grünen Wiese" - weit entfernt von wichtigen Standorten für die Industrie, können dagegen noch länger am Netz bleiben.



Alle diese Hinterlist hilft Japans Bevölkerung leider nichts. Es wird Zeit für die volle, ungeschönte Wahrheit. Die Evakuierungsmaßnahmen müssen den tatsächlichen Gegebenheiten angepasst werden. Die Nahrungsmittel für Japan müssen lückenlos kontrolliert und per Not vom Ausland eingeflogen werden. Eine Weltgemeinschaft lässt ein Land nicht so im Stich - wie es momentan praktiziert wird.

Kommentare:

  1. ...Die Wasseraktion ist viel mehr ein flüssiger Sarkophag für Fukushima. Eine Kernschmelz kann damit nicht gestoppt werden...

    Damit dürfte dann die Perspektive klar sein: Abrutschen ins Meer. Also von Teilen Japans.

    Siehe: http://www.youtube.com/watch?v=npzvWGZfdho

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  2. Ich hatte auf das falsche Video hingewiesen.

    Das folgende ist das richtige: http://www.youtube.com/watch?v=NuyAWWDnQwU

    Sorry!

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  3. Heftiges Video. Allerdings betrifft das mit den "Wegwerfarbeitern" nicht nur Japan. Das ist, wie ich einem kürzlich erschienenen Bericht entnahm, auch in europäischen AKW die Regel.

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  4. Ja, da bekommt der Begriff der arbeitsteiligen Gesellschaft eine ganz neue Bedeutung für einige.

    Klar, wenn man das Geld selbst macht, wird man kaum Atomanlagen "reinigen" sondern eher jemand suchen, der dies für einen macht.

    Geld spielt ja keine Rolle. Man druckt es schließlich selbst.

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  5. Aus den Augen, aus dem Sinn.
    Wie Wahr! 24.4.2013
    Wir sind schon derart konditioniert, dass es immer Blut und Leichen sein sollen ..., oder?

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