Dienstag, 19. Juli 2011

Hungersnot: Gaddafi fehlt Afrika

Vor Somalia betreiben nicht die Somalier Piraterie, sondern große ausländische Fischfangflotten holen sich die Schätze des Meeres an Bord und auf unseren Tisch. Gift- und Atommüll wird vor der Küste Somlias verklappt und gefährdet noch weiter die Grundversorgung der Einheimischen.  Mit dem Tsunami im Jahr 2004 kam dieser Unrat an die Küsten Somalia und verschlechterte die Lage der Menschen noch weiter. Somalias geopolitische Lage am Horn von Afrika war und ist immer schon Streitpunkt der Industriemächte gewesen und gerät heute wieder mehr ins Visier. Wir werden in nächster Zeit erleben, das islamistische Extremisten für das Elend dieser Menschen verantwortlich gemacht werden und humanitäre Einsätze notwendig werden, wie in Libyen.  Der westlichen Scheinheiligkeit sind keine Grenzen gesetzt, wenn es um das eigene industrielle Überlegen geht. Denn im Grunde sind wir alle Somalier - kein Geld ergibt kein Essen, keine Unterkunft und in keine Energie.




Die Lebensmittelpreise sind zum Teil in Somalia um 200 Prozent angestiegen. Unruhen - auch mit deutschen Waffen - erschüttern, immer wieder die ärmsten Länder der Welt und machen sie noch ärmer. Somalia war lange Zeit nur als Piratennest in den Schlagzeilen der satten Ländern zu finden. Die tatsächliche vom Westen verursachte Tragödie kommt nicht zur Sprache.  Die Massenmedien brachten den Mut auf, über die wirklichen Bedingungen in Somalia zu berichten. Öffentlich rechtliche Sender berichteten, wenn überhaupt außerhalb den Hauptzeiten über Hintergründe, Ursache und Wirkung.

Für unseren Wohlstand gehört es zur Tagesordnung, die Lebensexistenz anderer Länder zu zerstören. Es ist geradezu moralisch verpflichtend. Natürlich wird es nicht so formuliert, doch nach der Zerstörung der Infrastruktur in diesen Ländern, setzt bei uns das Humanwesen ein und sammelt Spenden.

Ist durch Geld als allgemeines Tauschmittel eingeführt und die Binnenwirtschaft industrielle aufgebaut, kann mit der ersten Zerschlagung und damit mit der ersten Kreditvergabe begonnen werden.  So werden Länder aus humanitären Gründen verschuldet, was am Ende zu Menschenrechtsverletzungen führt, um die Schulden tilgen zu können. So kommen wir Wessis wieder auf den Plan, mit Freiheits-, Friedens- und Hilfsmissionen. Das Prinzip der geheuchelten Nächstenliebe ist längst ein politischen Erpressungsinstrument geworden.

Die Bürgerkriege in Somalia zerstörten Fabriken, die einzige Geldeinnahmequelle dieser Menschen sind. Doch was löste die Bürgerkriege aus? Der Kampf um die Vormachtsstellung bzw. das Vorrecht, wer wen ausbeuten darf - also an die Regierung kommt?  Die Bevölkerung selber ist immer negativ betroffen und waren damit vom Geldtransfer ihrer Verwandtschaft im Ausland abhängig - auch Libyen nahm Gastarbeiter auf - weil Europa keine Flüchtlinge wollte. Europa zitterte vor dieser Flüchtlingsschwemme, die Gaddafi mit seiner Politik und seinem Geld vom Kontinent fern hielt und gleichzeitig versuchte mit neuen Konjunkturprogrammen die Region zu stabilisieren.  Erst im November 2010 forderte Gaddafi 5 Milliarden Euro von Europa, damit er weiterhin als Bollkwerk für Europa  aufrecht erhalten konnte.


Europa erschien dieser Betrag offentlichtlich zu hoch und zu utopisch. Es erwartete einen Rückfluss durch Aufträge in die eigenen Industrie. Heute sind unsere Weltpolitiker wahrscheinlich etwas schlauer. Ihre Berater haben offensichtlich versäumt, sie über die wahren Umstände in Afrika zu berichten. Allen voran die USA und Frankreich. Der Krieg gegen Libyen konnte nicht schnell genug begonnen werden und destablisiert nun einen ganzen Kontinent. Europäische Politiker trampen nur die afrikanische Erde platt und versuchen mit Geld das auszublenden, was sie tatsächlich angerichtet haben. Dazu gehört auch die Hungernot in Somalia. Nicht plötzliche Trockenheit ist die Hauptursache für die Verelendung eines ganzen Landes, sondern der ständige und rücksichtlose geopolische und rohstofforiente Machtkampf um Afrika.

Europa und die USA glaubten Gaddafi halte sie von den Reichtümern in Afrika fern. Offensichtlich sind sie jetzt eines besseren belehrt. Jetzt kämpfen sie an beiden Fronten. Sie unterstützten die Rebellen in Libyen, die nicht anderes im Sinn haben, als die Ölquellen dort zu kontrollieren. Auf der anderen Seite steht ein Kontinent, der von libyschen Öleinnahmen profitierte und nun mit europäischem Geld aufgefangen werden muss. Amerika hält sich in dieser Hinsicht sowieso immer zurück. Es führt lieber Krieg und lässt sich als Weltarmee feiern.

Doch leider geht dieser Weltmacht das Geld aus. Irgendwann stoßen die Industriestaaten an die eigene Finanzierungsgrenze, die sie sich in ihrer Geo- und Rohstoffpolitik immer zu Nutzen machten. Nun schaut man sich ängstlich um und sucht den politischen Horizont nach möglichen Übernahmeversuchen ab.

China war lange zeit der stille und belächelte Beobachter des transatlantischen Treibens und scheint heute die einzige Hoffnung für die USA und auch für Europa. Ausländische Firmen können dort nur mit einem chinesischen Partner expandieren. Dies galt zwar auch in den nordafrikanischen Staaten, wird aber nach der Demokratisierung garantiert aufgehoben. Dies lässt sich in China nicht so schnell realisieren.

Sollen Sie es doch schaffen, wir China ein noch größerer Bumerang sein als Afrika heute.


Krieg gegen Libyen verelendet Afrika

Die Auswirkungen des Libyenkrieges sind weit aus größer als es sich die herrschenden Damen und Herren Westen eingestehen wollen. Wobei ich nicht sagen, dass sie es nicht wussten. Selbstverständlich war es bekannt, dass Gaddafi Afrika unterstützt und unabhängig machen wollte. Doch für diesen Segen sollte das westliche Geld nicht verwendet werden. Saudi Arabien nimmt seine Öleinnahmen und transferiert diese wieder inform von Aufträgen an die Industrieländer zurück. Gaddafi verfolgt hier eine andere Einstellung. Zwar vergab er auch Aufträge an den Westen, aber vor allem an afrikanische Länder. Das waren seine Konjunkturpakete, die für Wohnstand und vor allem Unabhängigkeit sorgen sollten. 

Afrika darf in den Augen der USA und Europa nicht unabhängig werden. Es verfügt über zu viele Rohstoffe, die ansonsten nicht mehr vom Westen abgebaut werden dürfen. China verfolgt eine gegensätzlich Politik zu Europa. Es fördert die Industrie in den jeweiligen Ländern. Sorgt so für Eigenständigkeit und erhält dafür die begehrten Rohstoffe im Austausch. Europa war dagegen immer habgieriger. Nicht einmal die Industrie sollten den Afrikaner gehören. Sie förderte ausschließlich Afrika nur dann, wenn ausländische Investoren ihre Fabriken in den Ländern errichten dürfen.

Die Gier nach sicherem Öl und loyalen Despoten im Westen ist für nicht zu schade. Der Westen verheimlicht einfach, wie Gaddafi - der böse Diktator - sein Geld in Afrika investiert.



Gaddafi ist bereits als Kriegsverbrecher auf der internationalen Fahndungsliste. Kriegsverbrechen, die er angeblich beging, weil der Westen in sein Land einfielt, um Rebellen zu unterstützten, die selber die Macht über das Öl erlangen wollen.

Freiheit und Demokratie spielen hier keine Rolle. Es geht lediglich um loyale Stammesdespoten, die das libysche Öl an den Westen verkaufen und nicht nach Asien. Die Folgen sind dramatisch. Nicht umsonst touren Cameron und Merkel durch Afrika. Sie wollen Ruhe stiften und das Geld bringen, das Gaddafi sonst diesen Ländern zur Verfügung stellt. Im weitesten Sinne wird hier Korruption von höchster Regierungsebene betrieben. Man kauft sich Ruhe und Loyalistät.

Somalias Hungersnot wurde von der NATO angestoßen. Der Krieg gegen Gaddafi unter der Federführung der USA und Frankreich, war der Beginn des neuen Elends in Afrika.

Shame on you!

Kommentare:

  1. Sehr richtig erkannt, wobei doch das Prinzip immer das Gleiche ist! Sind es keine Atomwaffen, dann ist es Terroristenbekämpfung und ist es diese auch nicht, dann muss man die Demokratie unterstützen! Das scheint der neueste Hit zu sein und hat doch auch wieder prächtig funktioniert, und das unter Absegnung der UN. Alles zusammen einfach nur eine verlogene Mischpoke, welche es darauf anlegt die Welt für dumm zu verkaufen und überall ihre niederen Interessen durchzusetzen. Es ist traurig, dass dies immer noch so reibungslos funktioniert!

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  2. Nichts ist so wie es scheint.
    Jedes Ding hat zwei Seiten.
    Habe mal das ganze ins rechte Bild
    gebracht.

    http://www0.xup.in/exec/ximg.php?fid=99732761
    http://www0.xup.in/exec/ximg.php?fid=14695372
    http://www0.xup.in/exec/ximg.php?fid=17497995
    http://www0.xup.in/exec/ximg.php?fid=23753125

    Extra3 Klaus Piraten vor Somalia
    http://www.youtube.com/watch?v=0J416cFIUko

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  3. Doch was löste die Bürgerkriege aus?

    Vor ein paar Tagen lief im Phoenix eine Doku, wie die Amis/CIA damals Laos infiltriert hatten und dieses Land als Operationsbasis ausgebaut und genutzt haben.

    Als die Flieger z. T. mit Flächenbomnbardements oder auch mit "Agent Orange" ganze Landstriche ausradiert hatten, da lachte einer der Täter, denn man hatte es letztlich nicht erreicht, das Land zu besiegen.

    Hahaha, ja das waren schon lustige Zeiten.

    So dürfte es auch in Somalia gehen. Teile und herrsche.
    Alle gegeneinander ausspielen, und dann cash in.
    Das können nur Leute machen, die richtig krank in der Birne sind. Und mit richtig meine ich, richtig richtig!

    Ich sage dir, dieses Bankster Gottes Krebsgeschwür legt es darauf an, die ganze Welt zu unterwerfen, und sie haben eine gute Chance, es zu erreichen. Denn sie haben einen Vorteil: absolute Gewissen- und Skrupellosigkeit, immer!

    Selbst meinen Held, Putin, habe ich letztens in einem Video vor und für US-Prominenz US-Evergreens singen hören. Da dachte, ok, den haben sie also auch im Sack.

    Lange Rede, kurzer Sinn, und um mit dem Verständis des Kollegen AAA zu reden: die Erkenntnis ist, jetzt muss die Reaktion folgen, und die kann nicht nur darin bestehen, zu kommentieren!
    Das habe ich nun über ein Jahr gemacht. Nun sollten echte Taten folgen.

    Denn wenn man z. B. bei Euro-Med liest, welche Perspektiven sich bieten, wenn die Agenda21, über die hier viel zu wenig berichtet wird, erst einmal voll greift, dann war es das mit Demokatie (in alle Ewigkeit).

    Ich bin etwas ratlos. Zumal gestern noch eine Link drin war zu CRP bzw. hier, wo man dann erfährt, mit welcher Anzahl von offiziellen Gegnern man es zu tun hat, und über welches finanzielle Ausstattung wir reden, nur allein bei CRP.

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  4. Guter Artikel zu Gaddafi. Kompliment!

    Sie können gerne unsere Gaddafi Grafik benutzen, siehe http://www.art24.org/

    Diese steht unter cc_by Lizenz

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Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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