Montag, 18. Juli 2011

Kohl: "Die macht mir mein Europa kaputt...." - Traumfabrik PARTEI

Altkanzler Helmut Kohl soll Angela Merkel mit diesen Worten kritisiert haben. So lautet es einhellig in den Mainstream-Medien. Es findet leider keiner Definition statt, wie Kohls Europa auszusehen hat. Offensichtlich wird hier der klägliche Versuch gestartet, Angela Merkel als Opposition zum ungeliebten Kohl hochzupuschen. Es soll einen Verteidigungsreflex in der Bevölkerung zugunsten der Kohlziehtochter auslösen. Ihre Politik wird dadurch nicht besser, auch wenn Helmut Kohl sie kritisiert und sich offiziell von Angela Merkel distanziert. Es ist und bleibt ein politischer Schachzug eines alten Parteihasen und seinen Verbündeten.

Dieses Credo stimmten längst die Alt-CDUler, Geißler und Konsorten an. Hin und wieder ist es notwendig als Partei als gespalten darzustellen, um Gegner und Befürworter wieder unter einen Hut zu bringen. So erzeugen unsere Parteien schon seit Jahrzehnten ihre Mehrheiten und mentale Unterstützung in der Bevölkerung. Natürlich kann dies bereits als Wahlbetrug angesehen werden. Sie erhalten sich so die Macht, um nach eigenem Gutdünken ... nach bestem Wissen und Gewissen ... für uns zu entscheiden. Wir sollten uns also nicht über die Politiker wundern, sondern über uns. Politiker kämpfen lediglich mit allen Mitteln um den Erhalt ihres Arbeitsplatzes und damit um ihre Einkommen, Jeder noch so kleine Vorteil wird schamlos ausgenutzt. Dies ist momentan bei der FDP bestens zu erkennen. Um die FDP als ehrliche Partei darzustellen, outet sich ein Daniel Bahr mal schnell als Kiffer. Das erhöht die Glaubwürdigkeit ungemein. Doch der erwartete Internetsturm blieb aus, denn wen interessiert noch eine FDP?

Der größte Betrüger sind wir selber

Unser kleines Ego wird erst dann aktiv, wenn wir direkt von den Nachteilen unserer Gesellschaft getroffen werden. Ab diesem Zeitpunkt soll sich die öffentliche Diskussion nur noch um unser eigenen Schicksal drehen. Um die öffentlichen Aufmerksamkeit zu vergrössern, suchen wir Gleichbetroffene und bilden Initiativen ... eben lose Interessengemeinschaft. Sie sich so schnell bilden, wie sich wieder auflösen. Wirkliche Betroffenheit für nicht selbst gefühlte Benachteiligung gibt es nicht.

Emotionalisierung ist das Gebot der Stunde. Die Werbung kennt die längst. Sie verkauft schon lange keine Produkte mehr, sondern Lebensgefühl. Wer die Gefühle der Menschen berührt, kann Interesse erwecken. Das gilt für Zeichentrickfiguren mit großen Babyaugen genauso, wie für emotionale Bilder, die Ungerechtigkeiten darstellen. Unser Mitfühlen funktioniert nur noch gegenüber Kleinkindern. Erwachsene sind grundsätzlich am eigenen Schicksal immer selber schuld. Das gilt für den gierigen Kleinanleger, der plötzlich zum Zocker wird, weil er Lehmann-Zertifikate kaufte, genauso wie für den Arbeitslosen, der sich in den TV-Sessel drückt.

Der nächste ist ein Schlafschaf, weil er die Wahrheit nicht sieht ... doch geht es wirklich um die Wahrheit oder lediglich um die Interpretationshoheit ... eben um Vorrechte bzw. den Vorteile anders zu verteilen?

Wir lassen uns von unseren eigenen Emotionen tragen. Wir hörten Worte und Formulieren, die Euphorie in uns auslösen, die das wohlige Gefühl des Verstandenwerdens auslösen. "Leistung muss sich lohnen" - damit fühlt sich die Putzfrau genauso angesprochen, wie der Manager. Jeder ist begeistert und trägt seine Stimme zur Wahlurne. Das Ergebnis der letzten Bundestagswahl kennen wir und den Katzenjammer nach dem emotionalen Volksbesäufnis auch.

Mann/Frau träumte von Lohnerhöhungen, die vom Arbeitgeber nicht vorgenommen werden, sondern jetzt direkt vom Staat als Steuererleichterung beim Bürger ankommen ... also muss der zukünftige Staat nicht nur die Niedriglöhne mit Sozialhilfe aufstocken, sondern gleich die nächste Tarifrunde mitfinanzieren. Parteizentralen werden so zu Traumfabriken für ein ganzes Volk.

Wir sollten das zu ende denken, was Politiker tunlichst vermeiden auszusprechen - sie setzen zur Wahrheit an und überlassen den Schlusssatz unseren Emotionen, die natürlich nur für den eigenen Vorteil, zum Nachteil der anderen führen. Jeder wird zum Richter, um die Schuldfrage zu klären. Das geht so weit, bis es nur noch Rechtsprecher geben wird. Administrieren ist immer leichter, als die Arbeit selber zu erledigen - wir sind als die kleinen Politiker auf der Straße.

Stockt die Wirtschaft, kurbeln wir sie mit künstlichen Aufträgen aus dem Staatshaushalt an - denn der Staat ist nicht die Demokratie. Der Staat sind die anderen, aber nicht ich. Sind die Löhne zu niedrig, gibt es Steuererleichtungen vom Staat, eben von den anderen, aber nicht von mir. Der Staat scheint mittlerweile ein eigenes Universum zu sein, auf den wir alle Nachteile unserer Vorteile abwälzen können. .... Und jetzt kommt der Schock. Staaten sind überschuldet und dann sollen plötzlich WIR die Schuldigen sein und zahlen.

Wir sind eine Nation von Selbstbetrügern, die den Engelszugen lauschen, die im eigenen Kopf wie Sirenen säuseln. Wir sind schlaftrunken von unseren eigenen Hoffnungen, eigen Lügen und Träumen. .... und schon wieder trennt sich die Wahrnehmung. Die Arbeiterschicht sie die Arbeitgeber als ungerecht an. Die Arbeitgeber die Arbeitnehmer. Der einzige Ausweg ist wiederum der Staat, der als neutraler Mittelsmann für das Geld sorgen soll, das jeder haben will und keiner die Sicherheiten, geschweigedenn die Raten aufbringen kann.

Wir hören nur das, was wir hören wollen. Der Staat wirds schon richten und wenn der Staat nicht ausreicht, schaffen wir uns noch größere Interessengemeinschaften, am besten Global. Doch was kommt nach der Globalisierung? ... Wir brauchen eine Interessengemeinschaft, die das Nachsehen haben wird. Die Nachteile schweigend erträgt und sich immer mehr verarmen lässt. Das Anonymisieren des Schuldenkapitals durch Aktien und Staat funktioniert auf Dauer nicht mehr. Es wird dann zum Problem, wenn die anonymisierte juristische Personal plötzlich kein Geld mehr als Schuldner aufnehmen kann. So wird in der logischen Konsequenz die EU früher oder später die anonymisierte Macht erhalten Schulden aufnehmen zu dürfen, um die Staaten dadurch zu entlasten.


Der Traum vom Wohlstand auf dem Rücken der Armen

Nachteile-Auslagerungspolitik ist Europapolitik. Wir hören auf die, die uns monatliche Einkommen versprechen ohne uns zu fragen, woher das Geld kommt .... und vor allem welche Sicherheiten für all die riesigen Geldmengen hinterlegt wurden. Wer Geld ausgibt, muss dies vorher jemanden abgenommen haben. Geld ist bei uns Waren, denn wirkliche Waren haben wir keine mehr. Die ganze Welt soll bei uns einkaufen ... also ihre Binnenwirtschaft vernachlässigen, damit wir von ihnen leben können. Das funktionierte solange, wie unser Staat die Vernachlässigung der Binnenwirtschaft mit Schulden finanzierte.

Würden heute alle Leasingverträge in Deutschland fällig, gäbe es ein Lehmann-Pleite.



Die Umkehrung der Wertedefinition (Leistungsgedecktes Geld)

Natürlich entsteht Geld aus dem nichts. Es ist schließlich ein Tauschmittel.Also wird für jedes neue Geld eine materielle Sicherheit verlangt. Diese Sicherheit ist der Wert und dieser Wert wird auch wieder mit Geld eingekauft. Wir kaufen also keine Leistung, sondern lediglich einen verarbeiteten Rohstoff - also Materie. Auch der IT- und Dienstleistungsbereich ist Materie, denn Energie ist Rohstoff. Der Leister wird also bis in alle Ewigkeit vom Eigentümer der Erde abhängig sein, auch wenn er in der Überzahl ist.


Wer also die Geldentstehung in staatliche Hände legt und die Wertefestschreibung nicht ändert, wird nichts ändern. Er findet sich im gleichen Chaos wieder, dem er entfliehen wollte. Erst wenn Leistung der Grundwert von allem ist, auch für die Geldentstehung, wird sich etwas ändern. Durch diese Werteverschiebung, wird Materie, als Rohstoff zu einem nicht mehr käuflichen Gut. Der Mensch hat verstanden, dass jeder Rohstoff erst durch die Leistung des Menschen gefördert und verkauft werden kann. Also ist das Eigentum an rohstoffreichem Land kein Wert mehr, sondern es entsteht nur noch wert, wenn sich die Menschen mit ihrer Leistung bereit erklären, diesen Rohstoff zu fördern. Erst ab diesem Zeitpunkt ist Leistung etwas wert.

Politiker werden dies natürlich nie befürworten, denn diese grundlegende Änderung der Werteannahme wird das gesamte Machtgefüge der Welt auf den Kopf stellen. Politiker, Eliten, Rockefeller, Rothschild und Konsorten können noch so sehr das Monopol auf die Geldentstehung horten, sie werden nicht mehr oder weniger Wert sein, als jeder andere Leister auch. Vorrechte durch Statusdenken sind ab diesem Zeitpunkt Vergangenheit. Vorrechte dieser Art ist der Anspruch auf Lebensleistungsvergeudung anderer. Das lässt sich am einfachsten am Bau der Pyramide erklären. Ein König, dem alles gehört, kann ein ganzes Volk für seine Grabstätte beschäftigen. 


Sollte einer auf die Idee kommen Geld nach der Umwertung zu fälschen, wäre trotzdem nicht in der Lage Eigentum an der Erde zu kaufen, um andere abhängig zu machen. Der Urgrund unserer Probleme ist ein für alle mal liquidiert. Der Mensch kann lediglich nur durch die eigenen Anstrengung an der Allgemeinheit, seinen eigenen Wohlstand mehren und schafft dadurch keine eigenen Vorteile, zum Nachteil der Allgemeinheit. Eine ganz andere Werteordnung wird die Welt überfluten. Kriege aus Habgier und Hungerangst gehören einer Vergangenheit an, die nie mehr Realität werden kann.

Es gibt keine Staaten mehr, die territorialen Anspruch auf Ländereien und Produktionsmittel erheben, auch sie können nicht mehr in die Ideologie des Staatskapitalismus verfallen. Der Mensch wird frei sein und endlich seine Aufgabe als selbstverantworliches Individuum übernehmen können. Leistung ist WERT, wenn sie der Allgemeinheit zur Verfügung steht und der Lohn ist allgemeiner Wohlstand für alle.

Dies ist aber nur möglich, wenn wir die Wertedefinition grundlegend kehren. Alleine mit idealistischen Moralvorstellungen wird die Welt nicht verbessert. Die Moral ist lediglich der Bremsklotz für ungezügelte Ausübung der heutigen Wertelehre. Ausbeuten ja, aber unter "menschenwürdigen" Umständen, also gemäß der UN-Karte der Menschenrechte.

Somit hält sich Angela Merkel an die Vorgaben von Helmut Kohl. Sie macht sein Europa nicht kaputt, sondern sie realisiert es. Es liegt lediglich an Helmut Kohls Wahrnehmung, denn seine Wunschträume stimmen mit der Realität nicht überein. Daher wäre es besser, Nachhaltigkeit nicht mit Wünschen und Hoffnungen zu prüfen, sondern auf ihre tatsächliche langfristiges Auswirkung auf alles. Probleme und Restrisiken als nahezu Null einzustufen bringt nichts. Das sehen wir in Fukushima, denn die Restrisiken haben nicht nur verheerende, sondern vernichtende Auswirkungen.

Auch in unserer Wertegesellschaft ist das Restrisiko eingetroffen, das als nahe zu NULL eingeschätzt war. Es gibt niemanden mehr, der so viele Sicherheiten für neues Geld anbieten kann, um das Wirtschaftssystem aufrecht erhalten zu können. Es gibt niemanden mehr, der so verlieren kann. Die Ausgebeuteten werden zu einem riesigen Kostenfaktor, um den Konsumzwang einhalten zu können. Das Wirtschaftswachstum frisst ganze Staaten auf. Die Staaten müssten sozusagen ein bedingungsloses Grundeinkommen an die Bevölkerung auszahlen und so den letzten Rest der eigenen Armutsverwaltungstaat langsam zum Vorteil der Wirtschaft vernichten. 

Am Ende steht ein libertäres System, das den Staat nur noch dazu nutzt, die Marktgesetze bis zum bitteren Verlust der Selbstbestimmtheit, aufrecht zu erhalten. Das ist die Zementierung der Gesellschaftsschichten in arm und reich ohne Durchlässigkeit. Eine Mittelschicht ist in diesem System sinnlos, denn die Mittelschicht ist die letzte Möglichkeit der Wertschöpfung in unserer Wertevorstellung, weil Leistung nie etwas wert sein darf.

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Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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