Freitag, 2. September 2011

Libyen: Frankreich sicherte sich schon vor Kriegbeginn sein Oel

Nikolas Sarkozy konnte nicht schnell genug mit dem Krieg in Libyen beginnen. Er breschte vor wie ein Berserker und die Bomben schlugen ein bevor die Welt begriff, dass wir auch die Demokratie in Libyen verteidigen werden.

Nun werden die Absprachen mit den Rebellen bekannt. Was jeder ahnte wird jetzt zur bestaetigten Wahrheit. So werden Fakten geschaffen und im Nachhinein als moralischen Ausrutscher beschrieben.

Im Grund gilt in einem Rechtsstaat jedes Toeten aus niedrigen Beweggruenden, wie wirtschaftliche Bereicherung, als brutal geplanter Mord. Das gilt selbstverstaendlich fuer die Internationale Politik und Ressourcensicherung nicht. Hier wird lediglich um die Freiheit und den freien Handel gefochten.

http://de.rian.ru/politics/20110901/260366981.html

In Libyen kam es zum kontrollierten Stellvertreterkrieg. Gaddafi musste weg, weil seine Unterstuetzungsarbeit fuer Afrika den Ressoucenhoheitsvorstellungen des Westens in die Quere kam. Freier Handel wird vom Westen genauso wenig gewuenscht, wie eine unabhaenige Demokratie in Libyen, die ihre Ressourcen ohne Schuldendruck aus den Westen verwaltet.

Der Krieg gibt Europa die Moeglichkeit, Libyen hoch zu verschulden und erzwingt sich so den angeblichen freien Handel zwischen Demokratien, die wir in Zukunft gegen jeden Kritiker gemeinsam verteidigen. Dabei wird es keine Rolle mehr spielen, welche Menschenrechtsverletzungen durch die neue Regierung begannen werden. Schon heute sieht der Westen grosszuegig über die Auslaenderverfolgung der Übergangsregierung in Libyen hinweg. Man bemueht sich sogar so viele Auslaender (Afrikaner) wie moeglich ausibyen herauszubringen.

In Libyen geht es auch nicht um unser Heizöl oder Benzin, sondern lediglich um den billigen Zugriff der Wirtschaft auf Ressourcen, die sie uns teuer verkauft. Ganz unter der Argumentation als ob die Konzerne diesen Krieg finanziert haetten und nicht die Demokratie, die mit teuren Preis auch noch ausgeraubt wird.

Unser Staats- und Demokratieverstaendnis ist mittlerweile voll und ganz im faschistischen Verstaendnis von Rechtsstaatlichkeit aufgegangen, sodass wir jeden humanistischen Gedankenzug fuer die Wirtschaftlichkeit der Konzerne aufgeben. So geben wir uns selber fuer die Wirtschaft und machen uns zum Sklaven der Wertschoepfung.

Wir werden damit indirekt gezwungen Ungerechtigkeit als notwendiges Übel zu akzeptieren, fuer ein kleinig laenger anhaltenden Wohlstand, bis zur eigenen Verarmung.

Sarkozy reagierte also absolut korrekt in der aktuellen Wertelehre und sicherte für die französische Industrie die Ressourcen auf Kosten der NATO - also auch auf Kosten von Deutschland, zum Nachteil der deutschen Industrie. Damit bestaetigt sich ein altes Sprichwort: "In der Not ist das eigene Hemd am Naechsten."

Die Gemeinschaft ist im Grossen, wie im Kleinen, nur Hilfsmittel zum eigenen Selbsterhalt und zu jedem Kollateralschaden bereit, auch in der eigenen Bevoelkerung. Das werden die Sparpakete in der Zukunft noch unter Beweis stellen. Eine unangenehme Wahrheit, der sich so mancher noch mit Idealismus in eine vermeintliche Gemeinschaft fluechtet und sich selber beluegt.

Es gibt keine gerechte Loesung in der aktuellen Wertelehre. Es gibt nur verschiedene Moeglichkeiten von faulen Kompromissen, die nur eine Loesung aufzeigen - eine oder mehren Gesellschaftsschichten ins finanzielle AUS zu stellen. Der aktuelle Überlebenskampf des kleinen Menschen besteht nur darin, sich diesem Ausschluss zu entziehen und sich nach dem St. Floriansprinzip auszurichten. Das was die Politik im Grossen praktiziert, bewerkstelligt der kleine Mensch im Kleinen.

Jeder Autarkieversuch ist lediglich ein Mikrooeknomiesystem des Ausschlusses. Getauscht wird nur mit dem, der etwas hat, was man selber will. Sozialsysteme werden damit kategorisch ausgeschlossen. Raubtierkapitalismus als freiwillige Alternative eines Menschen, der derartig in der aktuellen Wertelehre verhaftet ist und es nicht bemerkt.

Es gibt also noch genuegend Holzwege auf denen wir wandeln koennen.

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Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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