Sonntag, 30. Oktober 2011

Der Gewinn muss garantiert sein: Angela Merkel und die Lohn-Untergrenze

Nach EFSF und 55 Mrd. Euro Bilanzfund in der HRE, muss der Bürger abgelenkt werden. Der Mindestlohn ist jetzt im Mund der CDU, wie der Atomausstieg nach Fukushima. 




Ein flächendeckender Mindestlohn kommt für die CDU/FDP natürlich nicht infrage. Das würde die staatlichen Auftraggeber in extreme Schwierigkeiten bringen. So könnten die Briefe nicht mehr durch Billigstlöhner zugestellt werden, sondern Angebot unterhalb der Mindestlohngrenze müssten ignoriert werden. Das kann sich der deutsche Staat nicht mehr leisten, aber ein bisschen Anschein muss gewahrt bleiben. Schließlich gibt es die versprochenen Steuersenkungen für den Pöbel, der diese Parteien wählte immer noch nicht und sonst bewegt sich auch nicht viel - außer die Staatsverschuldung steigt immer weiter an.

Die CDU/FDP-Wähler sind immer mehr verunsichert. Die Aussichten der FDP bei der nächsten Bundestagswahl noch im Parlament vertreten zu sein, sind gering und die Piraten gewinnen an Sympathie. Falls es nicht zur großen Koalition reicht, nimmt man auch noch die Grünen mit ins Boot, um das sinkende Schiff in den rettenden Hafen der Schuldenlosigkeit zu steuern.


Zumindest ist das die Botschaft, die diese Parteien aussenden. Sie sind Hoffnungsmacher und Glückgefühlerzeuger; Wolkenmaler und Himmelsschieber der neuen Politik/Wirtschaftsideologie. Sie arbeiten verbissen am Aufrecht erhalten eines Gewinnspiels, das schon seit tausenden von Jahren überholt ist. Die Welt ist kein Schachbrett und der Mensch keine Holzfigur. Sie hängen an alten Wertvorstellen, die Menschenverachtung als Preis für Erfolg und Anerkennung fordern.

Noch nie war eine Menschheit mit so viel Zugang zu Wissen gesegnet. Die Grenzen zwischen Spezialisten und Allgemeinwissen verschwinden. Studierte Persönlichkeiten können nur noch mit Mühe ihre tatsächliche Kompetenz nachweisen. Eine Doktorarbeit gilt schon lange nicht mehr als Nachweis von Wissen und Fachkenntnis. Das Wissen vermehrt sich rasant und findet oft gar keinen Eingang mehr in die heiligen Hallen der Universitäten. Wer aus ihnen als Akademiker entlassen wird, ist oft mit mittelalterlichem Erkenntnissen gespickt, die längst keine Gültigkeit mehr haben.

... und doch hängt vor allem die Politik an diesen alten Ausbeutungslehren. Sie glauben tatsächlich, dass diese sich mit mehr Toleranz und Moral aufrecht erhalten lässt. Dieser Logik kann nur Ignoranz von Wahrheiten zu Grunde liegen. Es gibt keine vernünftige Erklärung für das was wir heute praktizieren. Es ist eine Katastrophe der Menschlichkeit. Angestachelt von Wissensträgern, die in Wirklichkeit keine sind, sondern Glaubensanhänger der Ausbeuterreligion WIRTSCHAFT.


Unser Moral ist: Der Gewinn ist des anderen Verlust

Sie - die Politik, die Wissenschaftler, Professoren und Wirtschaftsführer - erzählen mit Inbrunst, dass es Ethik in der Wirtschaft gibt, obwohl deren einziges Bestreben der Gewinn ist, der auf dem Verlust des anderen beruht. Das sind die christlichen Grundwerte, die wir hochhalten unter dem Primat der Nächstenliebe. Wer diesen Widerspruch für natürlich hält, sollte endlich anfangen seine rosa Brille nicht nur zu putzen, sondern abzunehmen. Selbstverständlich wird die Realität anfänglich nicht als solche wahrgenommen. Doch da muss jeder für sich alleine durch und erkennen, welchem Betrug er aufgesessen und diesen auch noch als RICHTIG bis aufs Blut verteidigte. Wer glaubt dieses Elend mit neuen Gesetzen und anderen Steuerregeln in den Griff zu bekommen, muss sich einen Narren schimpfen lassen; einen Illusionär und Träumer. Die menschliche Geschichte kennt nur solche Träumer als Sieger und Gewinner. Der Mensch macht sich das zum Vorbild, was er eigentlich verachten sollte. Große Feldherren bleiben habgierige Mörder, egal welches Argument sie für einen Krieg heranziehen. Wer andere ausbeuten will, darf nicht erwarten, dass er mit offenen Armen empfangen wird. Die als gerechten Kriegsgrund anzugeben für denkende Menschen lächerlich, der der breiten Masse klingt es einleuchtend, das sie selber habgierig ist und auf ihren Wohlstand nicht verzichten will. 

Unser Abhängigkeitssystem basierend auf einem Jahrtausende alten Dogma und ist längst überholt. Die Menschheit spürt schon lange, dass nicht das Eigentum an Materie die Leistung ist, sondern die Leistung, die aus Rohstoffen Dinge für den täglichen Gebraucht macht. Doch das würde den Pöbel erheben. Davor hat der Pöbel selber Angst. Er will doch gar nicht auf Augenhöhe mit allen anderen stehen, sondern er will sich hinter breiten Schultern verstecken, damit er mit dem Finger auf die vermeintlichen Schulden zeigen kann - Hauptsache er selber bleibt frei von aller Fehlentscheidung.

Die Leistung des Menschen sollte der Grundwert aller Gesellschaften dieser Erde sein. Das ist die Gleichberechtigung die angestrebt werden muss. Es gibt keine Leistung die mehr oder weniger wert ist. Es gibt nur negative Taten, die andere sinnlose Leistung zum eigenen persönlichen Vorteil abverlagen.

Das ist eine Moral, die in keinem Gesetzbuch stehen muss. Solche Gesetze brauchen nur System, die von vorne herein, das Betrügen als Ziel haben. Je dicker die Gesetzbücher und je höher die geforderte Moral ist, desto hinterhältiger, ist der Vorgang der Ausbeutung, in diesen Gesellschaften.

Wäre Leistung der Grundwert, würde das Streben nach materiellen Eigentum plötzlich wertlos. Niemand würde sich mehr dafür interessieren. Niemand hätte einen Anreiz zu stehlen oder zu betrügen. Es gäbe eine ganz andere Basis von Miteinander. Das Gift, das wir immer mit Moral bekämpfen wollen, wäre ohne viel Aufheben aus der Gesellschaft abgeflossen. Es gäbe nicht mehr die unsägliche Frage der Finanzierungsmöglichkeiten für soziale Leistungen an den verelendeten  Menschenmassen, die Opfer unseres Gewinnstrebens werden, sondern der Mensch stünden im Mittelpunkt aller Entschlüsse und Handlungen. Fürsorge wäre eine Selbstverständlichkeit und stünde nicht in einem Abhängigkeitsverhältnis zum Wirtschaftswachstum.

Hochkulturen kennzeichnen sich grundsätzlich durch mangelnde Sozialität.  Sie verteilen nur Almosen. Sie schaffen die Ursachen des Elends nicht aus der Welt, denn sonst wären sie keine Hochkultur mehr. Sie wären Barbaren, die nicht nach Gewinn streben, wenn sie Leistung für die Allgemeinheit erbringen.

Die Barabarei - ist also das Menschsein - und die Hochkultur die Perfektion der Menschenverachtung, deshalb brauchen wir auch Menschenrechte, damit wir nicht zu sehr unter uns selber wüten für den Gewinn, des kleine Glück des armseligen Verblendeten einer großen Klitzerwelt.

Hochkulturen schneiden sich im Namen der Moral, den letzten Rest von Anstand aus den Rippen, finanzieren die Wirtschaft, in der Hoffnung, es fällt ein klein wenig Gewinn für den Staat aber, der  Sozialprogramme finanzieren, damit die verarmenden Massen, nicht die Eliten angreifen und enteignen. Das ist der wahre Sinn unserer angeblichen Moral. Sie das Mittel zur Hinterhältigkeit.

Demokratien können sich nur über Steuereinnahmen von ihrer in der Wirtschaft arbeitenden Bevölkerung finanzieren. Welcher Abstrakt ist auf diese irrsinnige Lösung für eine Demokratie gekommen. Das kann nur ein Monarch gewesen sein, der keine Lust mehr hatte sich mit dem ständigen Gebettel des Pöbel zu konfrontieren.

Wir arbeiten für Eigentum, das uns nicht gehört, wer zerstören dafür die Natur und bezahlen dafür auch noch Zerstörungsgebühren. Wir wollen mit aller Gewalt gewinnen und die Verlierer dann mit Nächstenliebe über ihren Verlust hinweg trösten. Das ist die abwägende Moral unserer Gesellschaft- und Wirtschaftsordnung. Auf dieser Basis kann sich nicht besseres aufbauen - es kann nur noch schlimmer werden - aber nie besser.

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