Donnerstag, 6. Oktober 2011

Europakrise: »Occupy Wall Street« Warum bezahlt Europa US-Schulden?

Welch ein Hohn und Spott. Amerika zeigt mit dem Finger auf Europa und fordert durch einen Präsidenten, der sich selbst als Underdog für die nächsten Präsidentenwahlen sieht, Europa auf,  es solle schleunigst seine Schuldenkrise in Griff bekommen. Die USA würden sonst massiv gefährdet werden. D. h. Europa soll seine Völker verarmen und auspressen, damit die amerikanischen Schulden aus den Steuern der Europäer bezahlt werden. Jetzt denkt so manch einer: Das ist doch Quatsch - die Bankenrettungspakete basieren doch auf unseren eigenen Schulden? WIRKLICH?


Alles fing mit der Pleite der Lehman-Bank in New York an. Bereits 2007 kam es Krisensitzungen bei Lehman. Die Folgen einer Pleite sollten minimiert werden, aber wie?  Ihre verbrieften Immobilienhypotheken mussten weg, raus den USA, um den Schaden global zu verteilen. 

Seltsamer Weise gelangten nach diesen Sitzungen, gerade diese toxischen Papiere der Lehman-Brother-Bank in die IKB und KfW. Jorg Asmussen empfahl diese wärmsten, damals noch Mitarbeiter der Deutschen Bank. Seine Karriere ist beachtlich, quer durch alle Parteien wurde er protegiert und demnächst wird er auf Empfehlung von Finanzminister Schäuble sogar EZB-Volksbetriebswirt.

IKB und KfW nahmen seine Empfehlung an, auch weil Ratingagenturen diese Papiere mit AAA+ auszeichneten. Das waren das Signal für andere deutsche Banken, wie Kreissparkassen, und das Privatkundengeschäft. Die USA hatten ihr Finanzrisiko sicher unter die Leute gebracht.  Die faulen Kredite waren außer Land und würden den US-Steuerzahler bei einer Pleite nicht mehr belasten. Europa, die europäischen Steuerzahler müssen so für das Schuldendesaster aufkommen.  Einer Pleite stand nichts mehr im Weg und so geschah es.

Wie aus heiterem Himmel platze die Bombe, mitten in den deutschen Banken. Europa bzw. Deutschland musste regieren und ersparte so den USA eine Menge an Neukrediten. Nun fordern die USA ungeniert, wir sollen unsere Schuldenkrise lösen, die eigentlich eine us-amerikanische ist.

Welch ein Hohn und welch ein Spott. Doch das wäre zu viel der Aufklärung! Deutschland schweigt und zahlt. Europa schweigt und zahlt. Die aufgebrachten Mengen vor der Börse in New York sehen sich selber als Opfer und erwarten wieder einmal Gefolgschaft aus Europa und werden USA folgt, muss teuer bezahlen. Das sollte man so langsam gelernt haben.

Etwas mehr Selbstkritik würde den USA nicht schaden, schließlich brachte die USA den Schuldenstein ins Rollen, aus purem Eigennutz. Würde Europa jetzt nicht die arglistig importierten US-Schulden bezahlen, wäre die USA längst Pleite und die US-Bürger frei von ihren kapitalistischen Eliten - diese wären nämlich arm und regierungslos. Sie müssten nicht mehr vor der Börse demonstrieren - sie wäre längst geschlossen.



Stammt aus dem Jahr 2008 und ist eine Überlegung in der aktuellen Wertelehre. Die zwar Linderung schafft, aber das Elend nicht abschafft. Vielleicht bleibt uns mehr Zeit, die Wertelehre zu begreifen, um wirkliche Änderungen zu schaffen, die in einer neuen Wertelehre enden.

Wer ist reich genug, um besteuert zu werden?

An dieser Frage wird sich die Mehrheit, die sich heute gegen die Reichen engagiert kläglich scheitern. Die dumpfe Masse sieht sich als Einheit wo keine ist. Sie erliegt ihrem eigenen Trugbild. Es ist lediglich eine Ansammlung von Egoisten, die im Schutz der Masse, nach ihrem eigenen kleinen Vorteil streben. Sie glauben sie können all das erfahrende Unrecht, durch die Umverteilung von Geldern beheben. Ihnen fällt nicht auf, dass genau dies seit Jahrhunderten immer und immer wieder versucht. Jede Nation strebt Steuergerechtigkeit, doch diese Gerechtigkeit sieht je nach Gesellschaftsschicht unterschiedlich aus und lässt sich niemals auf einen Nenner bringen. Jeder fühlt sich selber nur benachteiligt. 


Amerika verhält sich sehr irrational, sich selber und der Welt gegenüber. Stand noch vor einem Jahr eine Krankenversicherung nach dem europäischen Modell auf der politischen Agenda, war ein großer Teil der Bevölkerung diese sein ein zu tiefer Eingriff in ihre Privatsphäre. Es wurde gar als kommunistisch angesehen. Jetzt plötzlich schleudert man gar marxistische Töne in die amerikanischen Häuserschluchten. 


Die demokratische Regierung, angeführt von Barrack Obama als Präsident, bekräftigt einen sich aufbauenden Hass gegen Europa. Er fordert Europa zur Lösung der Banken- und Krise auf, damit Amerika nicht in den Strudel der Schuldenkrise gerät. Es ist längst die offizielle Meinung, das Europa die Schuld an Amerikas Finanzdilemma trägt. Schließlich führt die USA die Kriege für Europa und den Rest der Welt. 

In der amerikanischen Wahrnehmung ist immer noch angekommen, dass seine Erfolge im I. und II. WK nicht der eigenen, starken Armee zugeschrieben werden müssen, sondern Russland. Es verheizte seine Armeen für die amerikanische PR-Maschine, die sich als Befreier der Welt selber feiert. Seit dem taumelt es von einer Friedens- und Demokartierungsmission in die nächste und breitet nur Elend und Schrecken. Glorreiche Siege der Gerechtigkeit sehen anders aus, als das was Amerika als solche präsentieren will.


Amerika muss anfangen in sich selbst zu kehren. Seine Probleme als hausgemacht begreifen und nicht jede wirtschaftliche Schwankung als äußeren Angriff anzusehen. Der Tod von Steve Jobs zeigt die Schizophrenie unseres globalen Denkens. Vor den Börsen versammeln sich die Massen und klagen die Millionäre, die mit Aktien handeln, als Diebe an. Gleichzeitig wird ein Milliardär ein amerikanischen Traum wieder geehrte und als Held betrauert.


Die Hilflosigkeit der Menschheit wird immer klarer erkennbar. Sie hält die Wertschöpfung als solche für das Vorankommen der Menschheit wichtig  und ist dadurch bereit die Repressalien des Wettkampf zwischen Gewinnen und Verlieren hinzunehmen.


Man kann es schon fast als Ritual bezeichnen. Wird das Verlieren der Massen in dieser Wertschöpfungslehre zu offensichtlich, füllen sich die Straßen mit bildwütigen Gerechtigkeitsfanatikern, die nicht anderes wollen, als ein bisschen zu gewinnen und das Verlieren in das nächste Land, die nächst untere Gesellschaftsschicht oder auf das nächste Kontinent zu verschieben.


Nein, der Mensch lernt nicht aus seinen Fehlern und auch nicht aus seiner Vergangenheit. Er lebt in dem Wahn, etwas Ungerechtes, das vom Armutsgefälle lebt, zu Verbessern und das ist schlichtweg nicht möglich.


Es muss ein neue Wertelehre mit einem neuen Basiswert her, der Wertschöpfung nicht mehr für das Zusammenleben der Menschen nötig macht. Dies Umkehrung der Wert, muss all das, was heute mit Gesetzen, Steuern und Beschlüssen ausgeglichen werden soll, asozial machen. Wer auf dem Rücken der anderen sich selber und alleine zu Reichtum bringt, sollte nicht mehr als Held gefeiert werden, sondern als Antivorbild.


Die Menschheit folgt heute noch diesen falschen Träumen und Helden, weil sie den Urgrund all unserer rationalen Entscheidungen noch nicht erkannte und als FALSCH akzeptiert.



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Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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